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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.04.2022

Ganz tolle Atmosphäre und liebenswerte Charaktere

Die sechs Kraniche (Die sechs Kraniche 1)
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Die Autorin ist für ihre Geschichten mit Einflüssen aus dem japanischen oder chinesischen Raum bekannt, bei diesem Buch handelt es sich um eine Neuinterpretation eines japanischen Märchens.

Der Schreibstil ...

Die Autorin ist für ihre Geschichten mit Einflüssen aus dem japanischen oder chinesischen Raum bekannt, bei diesem Buch handelt es sich um eine Neuinterpretation eines japanischen Märchens.

Der Schreibstil ist sehr märchenhaft gestaltet und alles andere erinnert auch an ein klassisches Märchen. Ein Fluch, eine böse Stiefmutter und zu Kranichen verwandelte Brüder. Mir hat das sehr gut gefallen. Vor allem die Atmosphäre habe ich als sehr schön und stimmig empfunden. Geschrieben ist das Buch ziemlich locker und leicht verständlich, sodass man es flüssig lesen kann.

Die Hauptprotagonistin Shiori ist eine liebenswerte junge Frau, die sich über die Geschichte sehr positiv entwickelt. Besonders interessant fand ich auch den Drachen Seryu, den wir schnell kennenlernen, der aber leider keine große Rolle in der Geschichte einnimmt. Das hat mich etwas enttäuscht, ich hätte gern mehr von ihm und den anderen Drachen gelesen und erfahren. Allerdings sollen sie im zweiten Teil eine größere Präsenz haben. Auch einige der Nebencharaktere sind sympathisch und generell macht die Geschichte einfach Spaß. Es gibt ein paar überraschende Wendungen und die Autorin schafft es die Spannung aufrecht zu erhalten. Am Ende haben sich die Ereignisse für meinen Geschmack ein bisschen zu doll überschlagen. Teilweise kam ich nicht gut hinterher und musste Szenen doppelt lesen. Etwas weniger wäre genauso gut gewesen und die Autorin hätte sich ein bisschen mehr Zeit nehmen sollen.

Nichtsdestotrotz mag ich die Geschichte wirklich gern und freue mich schon auf den zweiten Teil, vor allem auf die Drachen! Ich kann das Buch an Märchen- und Fantasy-Fans weiterempfehlen.

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  • Fantasy
Veröffentlicht am 27.03.2022

Sehr starkes, aktuelles Thema und gute Umsetzung

Die Kinder sind Könige
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Das Thema Social Media wird immer präsenter und umfangreicher und auch die Betrachtungsweise und den Umgang damit finde ich im Hinblick darauf sehr wichtig. Umso gespannter war ich auf dieses Buch und ...

Das Thema Social Media wird immer präsenter und umfangreicher und auch die Betrachtungsweise und den Umgang damit finde ich im Hinblick darauf sehr wichtig. Umso gespannter war ich auf dieses Buch und ich wurde auch absolut nicht enttäuscht.

Die Autorin hat einen sehr locker und flüssig lesbaren Schreibstil und versteht es, Dinge gut zu beschreiben und auch Spannung aufzubauen. Im Buch gibt es verschiedene Charaktere, die beiden Hauptcharaktere sind aber die Mutter Melanie, sowie die Polizistin Clara. Clara mochte ich sehr gern, zu Melanie konnte ich keine richtige Verbindung herstellen (was ich aber nicht allzu schlimm fand). Melanie kann man einfach nicht richtig mögen durch die Tatsache, zu was sie ihre Kinder benutzt. Denn genau das ist es: eine sehr ungesunde Beziehung zu Social Media, in die sie ihre Kinder mit hinein zieht. Die Schilderungen und auch die Gründe dafür sind sehr vielfältig, sodass man Melanie nicht durchweg unsympathisch findet, was ich wiederum als positiv wahrgenommen habe. Ein wenig versteht man ihren Hunger nach Anerkennung; wer wird schon nicht gern gemocht?! Dennoch zeigt das Buch sehr deutlich, wie schnell etwas ins Negative abdriften kann und wie sehr Kinder für die Zwecke der Erwachsenen missbraucht werden können. Den Umgang mit dem Thema fand ich sehr authentisch, anschaulich und vor allem wichtig! Vielen ist gar nicht bewusst, wie es mittlerweile zu geht und was das mit betroffenen Kindern anrichtet.

Während der Geschichte bekommt man gute Einblicke in unterschiedliche Gefühlswelten. Melanies Ehrgeiz und Wunsch nach Erfolg; Claras Gewissenhaftigkeit und ihre Sensibilität; und auch die Gefühle und Ansichten der beiden Kinder von Melanie. Wer Kimmy entführt hat und vor allem warum sie entführt wurde, konnte ich relativ schnell erraten. Nichtdestotrotz fand ich es spannend und habe das Buch gern gelesen. Besonders eindrucksvoll fand ich das Ende.

Ich kann das Buch sehr empfehlen und finde den Umgang mit dieser schwierigen Thematik wirklich gelungen! Ich vergebe dafür 4 sehr gute Sterne.

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Veröffentlicht am 13.03.2022

Ein schönes Buch zum Wohlfühlen und Träumen

Die kleine Buchhandlung im alten Postamt
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Dies ist der zweite Teil der Little Maudley-Reihe, den man aber unabhängig vom ersten Band lesen kann.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig zu lesen und sie vermittelt eine wunderbare Atmosphäre ...

Dies ist der zweite Teil der Little Maudley-Reihe, den man aber unabhängig vom ersten Band lesen kann.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig zu lesen und sie vermittelt eine wunderbare Atmosphäre zum Wohlfühlen. Die Cotswolds bzw. Little Maudley ist aber als Setting auch einfach super schön.
Ganz ehrlich: Welcher Bücherwurm träumt nicht von einer eigenen kleinen Buchhandlung (und dann auch noch an so einem wunderbaren Ort)?! Ich persönlich habe mich jedenfalls gleich angesprochen gefühlt und mich für Hannah gefreut, als ihr Traum in Erfüllung geht. Mit dem Umzug kommt auch ein leichtes Gefühlchaos, denn Hannah mag den Fußballtrainer ihres Sohnes immer mehr und in der Beziehung mit ihrem Mann gibt es einige Problemchen. Das Buch nimmt zentrale Themen wie Freundschaft und Liebe auf, erzählt von Neuanfängen und Zweifeln. Es ist nicht super tiefgründig, aber das muss es meiner Meinung nach auch nicht sein. Es ist einfach eine atmosphärische und wunderbare Geschichte mit tollen Charakteren.

Mir hat das Lesen wirklich Spaß gemacht und das Buch lässt sich definitiv in die Kategorie Wohlfühlbuch einordnen. Ich kann es sehr empfehlen!

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Veröffentlicht am 18.01.2022

Ein gelungenes Standalone-Abenteuer mit einigen ruhigeren Passagen

Helles Land
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In Mary E. Garners neuestem Werk tauchen wir mit der Protagonistin Clay in eine Sci-Fi Welt ein, die aus den Fugen zu geraten droht.

Wie auch in ihrer Trilogie ist die Protagonistin Clay wieder eine erwachsene ...

In Mary E. Garners neuestem Werk tauchen wir mit der Protagonistin Clay in eine Sci-Fi Welt ein, die aus den Fugen zu geraten droht.

Wie auch in ihrer Trilogie ist die Protagonistin Clay wieder eine erwachsene und somit sehr viel reifere Frau. Mir persönlich gefällt das sehr, denn es ist eine willkommene Abwechslung zu den vielen Teenie-Fantasy-Geschichten. Ihre Denkweise und auch ihre Handlungen sind sehr viel selbstbewusster und weniger naiv. Dennoch ist auch sie nur ein Mensch und macht Fehler, was ich ebenfalls sympathisch fand. Aber nicht nur Clay, sondern auch viele der anderen Charaktere schließt man direkt ins Herz. So zum Beispiel Avem, über die ich an dieser Stelle aber nicht zu viel verraten möchte. Besonders gut gefallen hat mir auch die Entwicklung und das Umdenken, was bei vielen Charakteren stattgefunden hat. Es gehört für mich einfach dazu, dass die Charaktere sich weiterentwickeln und verändern.
Doch natürlich gibt es auch einige Bösewichte, die die Autorin sehr geschickt in die Geschichte eingebaut hat. Wie auch schon in der Trilogie, habe ich beim Lesen viel spekuliert und mitgerätselt, wem ich überhaupt trauen kann und was soll ich sagen? Es hat mir wieder einmal viel Spaß gemacht!

Die Welt ist für ein Standalone wirklich komplex aufgebaut, was mir gut gefallen hat. Dies fällt allerdings zum Teil ein wenig zu Lasten der Spannung, sodass es einige ziemlich ruhige Passagen gibt. Dennoch erleben wir auch hier die für Mary typischen Wendungen und Überraschungen, die man schon aus ihrer Trilogie kennt und liebt. Als besonders anschaulich dargestellt, habe ich auch die Lebensverhältnisse und Lebensräume empfunden. Zwischen Refugium, Savannah und den Türmen liegen wirklich Welten, sodass es für die Leser:innen sehr spannend ist, nacheinander neue Gebiete zu entdecken. Die Geschichte spielt ungefähr zu jeweils einem Drittel in jedem dieser Gebiete. Der Schreibstil ist sehr bildlich und flüssig zu lesen, wie schon gesagt, wurde ein großes Augenmerkt auf den Weltenaufbau gelegt und sehr detailliert ausgearbeitet.

Auch die leise Gesellschaftskritik, die unwillkürlich mitschwingt, mochte ich sehr. Man hat während des Lesen nicht das Gefühl belehrt zu werden oder ähnliches, aber man entdeckt durchaus einige Parallelen zu unserer Welt. Die Naturverbundenheit (vor allem im Hinblick auf Clay und das Refugium) ist sehr schön dargestellt. Vor allem dadurch, dass die Lichteiche eine wirklich zentrale Rolle einnimmt und quasi als eigener Charakter fungiert.

Auch mit ihrem neuesten Fantasy-Standalone konnte die Autorin mich wieder überzeugen. Ich mochte vor allem den Weltenaufbau und den kritischen Blick, den das Buch auch auf unsere Welt, sowie die Konsequenzen für die Natur, hinterlässt. Ich kann das Buch allen Fantasy-Liebhabern und naturverbundenen Menschen sehr empfehlen!

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Veröffentlicht am 22.12.2021

Sehr gelungenes Jugendbuch

You Will Be the Death of Me
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Für mich war dies das erste Buch der Autorin und definitiv nicht das letzte, denn die Geschichte mitzuverfolgen war spannend und hat gleichzeitig Spaß gemacht. Ich habe das Hörbuch gehört, welches ich ...

Für mich war dies das erste Buch der Autorin und definitiv nicht das letzte, denn die Geschichte mitzuverfolgen war spannend und hat gleichzeitig Spaß gemacht. Ich habe das Hörbuch gehört, welches ich aufgrund der tollen Sprecher:innen besonders weiterempfehlen kann. Das Buch wird aus Sicht der drei Hauptcharaktere Ivy, Mateo und Cal erzählt. Für jeden der drei Hauptcharaktere gibt es einen eigenen Sprecher bzw. eine Sprecherin, was das Zuhören sehr angenehm und abwechslungsreich gestaltet hat. Die Stimmen sind alle sehr angenehm und lesen mit einer tollen Betonung vor, sodass man gut folgen kann. Aber auch, wenn man das Buch selbst liest ist es schön, die unterschiedlichen Sichtweisen und Gefühle der drei mitzuverfolgen. Dadurch empfand ich die Bindung, welche man zu den Charakteren aufbaut, als sehr viel stärker. Vom Charakter her sind die drei sehr unterschiedlich ... Ivy möchte immer die Beste sein, ihr fliegt aber nichts zu und sie arbeitet sehr hart dafür und ist auch von familiärer Seite einen gewissen Druck gewöhnt; Mateo ist recht beliebt, hat aber ein anstrengendes und forderndes Leben, weil er mit für den Unterhalt aufkommen muss und Cal ist trotz seines extravaganten Stils eher unscheinbar und hat keine richtigen Freunde, außerdem ist er ein begeisterter Zeichner. Alle drei haben ihre Ecken und Kanten, aber ich mochte sie gerade deshalb sehr gern. Mein Favorit war allerdings Mateo, dessen rücksichtsvolle und umsichtige Art ich sehr mochte.

Während der Geschichte erfahren wir viel über die Freundschaft, die die drei in der Vergangenheit geteilt haben und weshalb sie in die Brüche gegangen ist. Selbstverständlich haben sie nun mit ganz anderen Dingen zu kämpfen, seit sie den Mord an einem Mitschüler mitbekommen haben. Ich fand es spannend, wie immer mehr Puzzleteile aufgedeckt wurden und wie auch immer mehr aus der Vergangenheit ans Licht kommt. Der Spannungsbogen ist sehr gut aufgebaut und ab einem gewissen Zeitpunkt konnte ich mit dem Hörbuch gar nicht mehr aufhören, weil ich die Auflösung einfach ganz dringend erfahren wollte. Der Schreibstil ist hier sehr locker und passend gehalten, oftmals gibt es Anlass zum Spekulieren und Mitfiebern, allerdings habe ich persönlich das Ende nicht kommen sehen, was ein großer Pluspunkt für mich war.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die Geschichte am Ende doch ziemlich konstruiert und etwas erzwungen rund gewirkt hat. Es ist schwer das ohne Spoiler zu erklären, aber für mich hätte die Verbindung nicht SO stark zusammen hängen müssen. Eben das, was mir dann zu konstruiert gewirkt hat. Dazu muss ich aber nochmals sagen, dass dies nur ein kleiner Kritikpunkt ist und ich die Geschichte wirklich sehr unterhaltsam und auch spannend fand. Deshalb gibt es von mir eine klare Lese- bzw. Hörempfehlung und gute 4 von 5 Sternen!

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