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Veröffentlicht am 23.12.2021

Auf dem Friesenhof

Der Friesenhof
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Die Geschichte des Friesenhofes könnte man ganz einfach mit einem Wort zusammen fassen.: "Frauenpower". Aber natürlich ist das nicht alles was ich zu diesem Roman schreiben möchte. Es ist die Geschichte ...

Die Geschichte des Friesenhofes könnte man ganz einfach mit einem Wort zusammen fassen.: "Frauenpower". Aber natürlich ist das nicht alles was ich zu diesem Roman schreiben möchte. Es ist die Geschichte der Schwestern Gesa und Hanna die nach dem Tod ihres Vaters den Hof retten wollen. Das ist aber im Jahr 1948 nicht selbstverständlich für Frauen, doch Hanna und Gesa geben nicht viel auf das was Andere sagen, im Gegensatz zu ihrer Mutter Henrike. Und dann ist da auch noch Schwager Günther, der sich schon als Höfeeben sieht....

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte rund um den Hof und das Telekontor in dem Greta arbeitet waren anschaulich beschrieben und für mich sehr glaubhaft. Vor allem die Hofgemeinschaft hat mir sehr gefallen. Eine bunte Mischung aus der Familie, Flüchtlingen und Knechten sehr wohl stellvertreten für viele Hôfe in der Zeit. Trotzdem hatten die Deerns auch schon sehr moderne Ansichten. Besonders liebgewonnen habe ich dabei Tanti, die gute Seele des Hofes.

Interessant waren auch die Einblicke in das Leben der Zeit, so zum Beispiel wie ein Polterabend gefeiert wurde oder auch die gemütlichen Telestunden.
Für mich ein perfekter Reihenauftakt der Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 12.12.2021

Der Part in der Vergangenheit hat mich sehr berührt

Emilies Erbe
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Der Roman Emilies Erbe erzählt die Geschichte einer Familie auf zwei Zeitebenen. Zum Einen sind wir auf dem Gut Sommerroth in der Gegenwart. Hier lebt Marisa zusammen mit ihrer Familie. Als ein großes ...

Der Roman Emilies Erbe erzählt die Geschichte einer Familie auf zwei Zeitebenen. Zum Einen sind wir auf dem Gut Sommerroth in der Gegenwart. Hier lebt Marisa zusammen mit ihrer Familie. Als ein großes Familientreffen stattfindet, tauch plötzlich ihre Großmutter Emilie auf, die seid über dreißig Jahren nicht mehr auf dem Gut war und jeden Kontakt zu ihrer Familie abgebrochen hat. In Rückblicken wird Emilies Flucht aus Ostpreußen erzählt.

Der Teil über Emilies Flucht hat mir sehr gut gefallen. Die Situation der Menschen am Ende des Krieges und deren Flucht ist emotional und anschaulich beschrieben. Vor allem Emilie ist eine starke Person der man ihre Geschichte abnimmt. Oft musste ich beim Lesen kurz innehalten, und kurz durchatmen.

Der Teil in der Gegenwart kommt für mich nicht ganz an den anderen Teil heran. Zwar fand ich Marias Geschichte auch interessant und es gab da einige Spannungen in der Familiengeschichte. Trotzdem konnte mich dieser Teil nicht so emotional packen und für mich gäbe es ein paar zuviele Charaktere. Aber auch dieser Teil der Geschichte war gut erzählt und auch hier war ich immer mitten im Geschehen.

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Veröffentlicht am 12.12.2021

Das Leben einer Nanny

Die Norland Nannys – Joan und der Weg in ein neues Leben
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Ich habe ein wenig überlegt, ob ich dieses Buch lesen möchte, da ich auf Grund des Covers und des Klappentextes mit einem Liebesroman im historischen Gewand gerechnet habe. Trotzdem hat mich das Thema ...

Ich habe ein wenig überlegt, ob ich dieses Buch lesen möchte, da ich auf Grund des Covers und des Klappentextes mit einem Liebesroman im historischen Gewand gerechnet habe. Trotzdem hat mich das Thema der Nordlandnannys neugierig gemacht. Zum Glück.

Der Roman war ganz anders als ich es erwartet habe. Es geht um drei junge Frauen, die alle davon träumen als Nanny zu arbeiten. Die drei kommen aus unterschiedlichen Gesellschaftlichen Schichten und trotzdem eint sie die Liebe zu Kindern. Zwar erleben wir mit Joan tatsächlich auch eine Liebesgeschichte, doch die drängt sich nicht in den Vordergrund. Viel mehr erfahren wir über die Art wie die Reichen mit ihren Kindern und deren Nannys umgehen. Das fand ich sehr interessant.
Es gibt aber auch Einblicke in das Leben der Armen, das wird Anhand von Mary erzählt, die nicht das nötige Kapitel hat, um die Ausbildung zu machen, aber trotzdem nicht aufgibt. Dann gibt es noch Kathi mit der wir Einblicke in die privaten Geheimnisse der Oberschicht haben.

Für mich war der Roman eine angenehme Überraschung, den ich sehr gerne gelesen habe. Mein einziger Kritikpunkt ist das Cover, für mich passt es nicht ganz zur Geschichte.

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Veröffentlicht am 06.12.2021

Finale der Freundinnen von Jungfernstieg

Die Frauen vom Jungfernstieg. Irmas Geheimnis
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Die Geschichte von Gerda, Toni und Irma geht in die dritte und damit finale Runde. Dieses Mal ist Irma die Titel-Geberin. Sie ist glücklich mit Mann und Sohn und auch ihre Karriere als Künstlerin läuft ...

Die Geschichte von Gerda, Toni und Irma geht in die dritte und damit finale Runde. Dieses Mal ist Irma die Titel-Geberin. Sie ist glücklich mit Mann und Sohn und auch ihre Karriere als Künstlerin läuft ganz gut, doch dann wird sie in einen Skandal verwickelt, der alles zerstören könnte. Natürlich kommen aber auch ihre Freundinnen nicht zu kurz. Toni und Gerda lassen uns an ihrem Leben teilhaben und so haben wir Einblicke bin die ganz unterschiedliche Facetten des Hamburger Lebens am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts.

Das ist ein Punkt der mir an der Reihe so gut gefällt. Die drei Frauen kommen aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen und ihnen sind ganz andere Dinge im Leben wichtig, trotzdem sind sie Freundinnen und ihre Leben überschneiden sich immer wieder.

Lena Johannsen versteht es ganz wunderbar die Geschichte des Ehepaares Tropoliwitz das wirklich gelebt hat in diie fiktive Romanhandlung einzuwenden und so eine bewegende Geschichte zu erzählen.

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Veröffentlicht am 06.12.2021

Eine unterschätzte Frau

Das Schicksal der Reformatorin
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Die junge Franziska ist begeistert von den Ideen Martin Luthers, doch als Frau wird sie zur Zeit der Reformation nicht ernst genommen. Frauen wird keine geistige Bildung zugetraut, Frauen sind keine Gelernten. ...

Die junge Franziska ist begeistert von den Ideen Martin Luthers, doch als Frau wird sie zur Zeit der Reformation nicht ernst genommen. Frauen wird keine geistige Bildung zugetraut, Frauen sind keine Gelernten. Also fängt sie an im Namen ihres Bruders mit gebildeten jungen Männern in Kontakt zu treten und schon bald betreibt sie einen regen Briefverkehr. Doch dann gerät ihr Bruder in Verdacht gegen die Kirche zu sein und Flugblätter zu drucken...

Der Roman führt uns tief in die Zeit der Reformation. Er beschreibt zum einen die Situation der Reformation, zum anderen aber auch die der Frauen. Es ist schon erschreckend das kein Mann einer Frau irgendeine Art von geistigem Verstand zutraut. Frauen haben zu heiraten und Kinder zu bekommen.

Mir hat vor allem die Figur der Franziska gefallen, sie ist gewitzt und lässt sich nicht von ihren Idealen abbringen. Eine Frau die ein Vorbild ist. Aufgelockert wird der Roman von Franziskas kleinen Bruder Markus der einfach Klasse ist.

Ein Mittelalterroman der sich lohnt.

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