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Veröffentlicht am 01.05.2022

New York während der Prohibition

Der Ruhm des Königs
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Im Gegensatz zum vorhergehenden Roman „Die Tränen der Göttin“ konnte mich die kriminelle Gangsterstory im New York der 20er Jahre viel mehr überzeugen. Der Alkoholschmuggel, die Prohibition und die rivalisierenden ...

Im Gegensatz zum vorhergehenden Roman „Die Tränen der Göttin“ konnte mich die kriminelle Gangsterstory im New York der 20er Jahre viel mehr überzeugen. Der Alkoholschmuggel, die Prohibition und die rivalisierenden Bandenauseinandersetzungen dieser Zeit – das alles hat der Autor in einer stimmigen und spannenden Geschichte erzählt. Rothstein, Masseria, Siegel, Luciano, … die ganzen Persönlichkeiten waren stimmig und sehr individuell in ihren Intentionen und Handlungen.
Soviel zum gelungenen Teil des Romans.

Für mich stand im Gegensatz dazu die gesamte Handlung um Frederick Crichton. Um es einmal vorweg gesagt zu haben, ich mag den Charakter. Und ich finde auch, dass die Journalistin Irene Dorrington nach wie vor gut an seine Seite passt. Doch die Handlungsebene um den Professor herum ist zu bemüht mit der Gangstergeschichte verbunden. Da wurde mir zu viel gesellschaftliches Ereignis aufgegriffen und in eine Geschichte verpackt. Es stellte sich mir wiederholt die Frage, warum?
Warum musste die Geschichte um die falsche Anastasia mit einfließen? Sie brachte für mich keinen wirklichen Mehrwert in der Handlung.
Auch die anderen Handlungsstränge – Darryl Bixby, die Fitzgeralds und der große Showdown mit Tom Mix und Tony – waren alle für sich schön, aber als Gesamthandlung zu viel und irgendwie zu bemüht. Das milderte die gelungene Darstellung um die Mafia erheblich ab – schade.

Im Fazit möchte ich jedoch noch einmal auf wirklich Gelungenes hinweisen.
Wie bereits gesagt, die Mafia in New York am Ende der 20er Jahre, war wirklich schön zu lesen und spannend. Crichtons Showdown auf Tony war super, actionreich und passte auch zum Professor. Da kam die Erzählstärke des Autors aus der Armageddon-Reihe durch „Indiana Jones artige“ Elemente so schön darzustellen, dass sie glaubhaft und nachvollziehbar erscheinen; großes Kino.
Und auch das muss einmal gesagt werden, die Illustrationen von Robert Nippoldt sind passend zum Zeitgefühl der Handlung und unterstreichen das 20er Jahre Feeling mit all seinem Glamour und seinen Schattenseiten.

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Veröffentlicht am 30.12.2021

Lesenwerter Auftakt, der nicht nur für Mädchen beworben werden sollte

Das Bücherschloss (Band 1) - Das Geheimnis der magischen Bibliothek
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Ein Mädchen, dass seit dem Tod der Mutter nicht mehr lesen mag zieht mit seinem Vater in ein Schloss, in dem magische Wesen darauf warten, dass gerade so ein Mädchen wie Becky die Bücher in der geheimen ...

Ein Mädchen, dass seit dem Tod der Mutter nicht mehr lesen mag zieht mit seinem Vater in ein Schloss, in dem magische Wesen darauf warten, dass gerade so ein Mädchen wie Becky die Bücher in der geheimen Bibliothek vor dem Verfall rettet, indem es sie liest.
Gemeinsam mit ihrem neuen Freud Hugo beginnt sie Schritt für Schritt sich auf dieses Abenteuer einzulassen …

Mit dieser Geschichte findet eine neue Buchreihe für Kinder ab 8 Jahren ihren Auftakt. Mehr als im Wesentlichen eine Einführung in die Charaktere und die Gesamtsituation findet eigentlich nicht statt. Aber es macht wirklich Spaß die Geschichte mit den sehr illustren magischen Charakteren zu lesen und Kinder möchten sicher wissen, wie es denn weiter geht.

Schreibstil, Aufteilung der Kapitel und Illustrationen, alles ist passend auf die Zielgruppe abgestimmt.

Für die Geschichte selbst gibt es eine klare Leseempfehlung für Kinder im Grundschulalter zum Selberlesen. Und als Vorlesebuch sind bestimmt auch bereits Sechsjährige für die Geschichte einzunehmen.

Was ich persönlich langsam nicht mehr so gut finde ist der allgemeine Trend, dem auch der Loewe Verlag gefolgt ist und das Buch als Abenteuerreihe für Mädchen beworben hat. Gleiches gilt aus meiner Sicht auch für Reihen, die explizit für Jungen beworben werden.

Die Geschichte ist für Kinder generell geeignet.

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Veröffentlicht am 27.10.2021

Lesenswert, aber keine Weiterentwicklung

Henry Smart 2. Götteragent im Einsatz
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Henry ist aus den Ferien zurück und freut sich schon regelrecht auf seinen eintönigen, langweiligen Schulalltag. Doch da steht plötzlich eine neue Mitschülerin in seiner Klasse, auf die Henry gerne verzichtet ...

Henry ist aus den Ferien zurück und freut sich schon regelrecht auf seinen eintönigen, langweiligen Schulalltag. Doch da steht plötzlich eine neue Mitschülerin in seiner Klasse, auf die Henry gerne verzichtet hätte – Hilda. Und die hält auch nicht mit dem Grund ihres Erscheinens hinter dem Berg.
Henry soll gleich wieder im Auftrag von Wotan in den nächsten Einsatz nach Frankreich, denn wie es aussieht will Alberich diesmal Nibelungengold aus dem Louvre stehlen. Und in Paris steht ihnen niemand anderes als der berühmte D’Artagnan zur Seite!

Die Geschichte selbst ist auch in diesem Band ganz schön gestaltet, denn als Hintergrund für die Handlung die berühmte Geschichte von Alexandre Dumas mit Fokus auf D’Artagnan und Constance zu nutzen, ist schon unterhaltsam.
Doch bis auf diesen Hintergrund ist alles adäquat zum ersten Band – Zeitreisegeschichte, grundlegend die gleiche Gruppe mit den gleichen Schwächen und Sprüchen – das wird etwas ermüdend und teilweise sogar zu bemüht.
Mir fehlte das das „gewisse Etwas“, so dass ich streckenweise die Lust am Buch verlor.

Insgesamt ist es ein nettes Abenteuer und wie der erste Band als Einzelgeschichte durchaus schön zu lesen, doch als Reihe hat es für mich kein Potential. Vielleicht hatte der Oetinger Verlag das ähnlich gesehen, denn bis heute gab es keine Fortsetzung. Aber man weiß ja nie.
Ich habe dieses Buch nun auch in unsere Schulbibliothek gegeben, denn der erste Band hat sich dort bereits einiger Beliebtheit erfreut.

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Veröffentlicht am 26.09.2021

Leider etwas farblos

Lillys magische Schuhe, Band 2 - Die verbotenen Stiefel
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In diesem Buch steht Sören im Mittelpunkt der Handlung. Sörens Eltern sind zwei echte Sportskanonen und erwarten dies auch von ihrem Sohn. Deshalb soll er Marathon laufen. Grundsätzlich hat Sören nichts ...

In diesem Buch steht Sören im Mittelpunkt der Handlung. Sörens Eltern sind zwei echte Sportskanonen und erwarten dies auch von ihrem Sohn. Deshalb soll er Marathon laufen. Grundsätzlich hat Sören nichts dagegen, diese Erwartungshaltung zu erfüllen, aber sein ganzes Herz gehört eigentlich dem Tierheim und vor allem der Windhündin Ronja, der er selber gerne ein neues Zuhause bieten würde. Doch dafür sind seine Eltern ein wenig zu ignorant.
Und damit nicht genug gehört der Junge auch noch zu den Kindern, die gerne von anderen gemobbt werden, was die Situation nicht leichter macht.

Wenn ich ehrlich bin hat das Buch einen eher schalen Eindruck hinterlassen. Es ist ja nichts dagegen einzuwenden, dass der Grundtenor der Reihe anscheinend gleich ist. Kinder mit ihren privaten Nöten, denen Lilly bei der Bewältigung dann helfen kann. Aber die Rahmenhandlung, Lillys Geschichte kam mir absolut nicht zum Tragen in diesem Band.
Was ist mit ihren Eltern? Warum macht sie sich keine echten Sorgen um sie? Lilly kommt mir in diesem Band auch eher wie eine Randfigur vor.

Aber, an und für sich ist das Buch trotzdem gut. Leider ist es anscheinend wie die ganze Reihe wohl doch etwas mehr für Mädchen geeignet. Denn trotz männlicher Hauptfigur konnte ich bisher noch keinen Jungen hier vor Ort für das Buch begeistern – Mädchen schon.

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Veröffentlicht am 25.09.2021

Vom Setting her im Harry Potter Style

Keeper of the Lost Cities – Der Aufbruch (Keeper of the Lost Cities 1)
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So zwiegespalten mich J.K. Rowlings Harry Potter zurückgelassen hat, so auf und ab gehen auch meine Empfindungen für Shannon Messengers Auftaktroman zur Buchreihe Keeper of the Lost Cities.
Die Story: ...

So zwiegespalten mich J.K. Rowlings Harry Potter zurückgelassen hat, so auf und ab gehen auch meine Empfindungen für Shannon Messengers Auftaktroman zur Buchreihe Keeper of the Lost Cities.
Die Story: Ein in unserer Welt verstecktes Mädchen erfährt von seinen Kräften, kommt deshalb in eine Welt aus der sie eigentlich stammt; muss dort durch Erfahrung erleben, dass diese anscheinend so ideale Welt eben gar nicht so ideal ist und ist zudem wegen seiner Fähigkeiten und verborgenen Herkunft Teil der inneren Kämpfe dieser Welt (also typisch Gut gegen verdecktes Böses). Und selbstverständlich findet sie an der Schule, an die sie kommt eben nicht nur Freunde.
Das ist halt vom Grundtenor eigentlich gar nichts Neues, jedoch für meinen Geschmack im Kern schon wieder zu overpowert, denn unsere Heldin Sophie besitzt zum Beginn des Buches schon eine an und für sich herausragende magische Fähigkeit. Am Ende des Buches sind es … Naja, dass sollte man selber lesen.
Zudem verlässt sie sehr aufopfernd ihre menschliche Familie, damit dieser nichts geschieht. Die Art und Weise, wie Sophie dies tut war mir zu untypisch für eine 12jährige. Und da gibt es noch mehr Stellen, die mich bisweilen tief durchatmen lassen, vor allem wenn ich daran denke, dass dies Band eins von neun Büchern ist.
Aber vielleicht relativiert sich ja alles im Verlauf der weiteren Bände doch noch. Zudem gehöre ich ja auch nicht zur Zielgruppe und Jugendlichen gefallen sensible Superhelden meist.

Und da komme ich zu dem, was mir an dem Buch richtig gefallen hat – der Schreibstil und die Grundstimmung der Buches. Ob es jetzt der Schreibstil der Autorin oder der der Übersetzerin ist vermag ich nicht zu beurteilen. Aber ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Und bei aller Übersteigerung muss ich gestehen, die Handlung hat mich mitgenommen. Ablauf und Timing passten toll zusammen, so dass das Lesen selbst wirklich Spaß gemacht hat.

An dieser Stelle noch etwas zur technischen Seite des Buches. Es ist optisch ein tolles Hardcover. ein wirklich schönes Coverbild mit einem dominanten silbernen Aufdruck der Reihenbezeichnung. Dazu ein blaues Lesezeichen. Eigentlich top.
Aber und ich hoffe sehr, dass dies nur für meine Ausgabe zutrifft – Auf dem Buchrücken, den man dann im Regal zu sehen bekommt ist eben dieser silberne Aufdruck auch; und hat sich bei mir sehr schnell abgegriffen, so dass er eigentlich nicht mehr erkennbar ist. Schade!

Wenn ich also letztendlich darüber nachdenke muss ich mir eingestehen, dass ich mir im nächsten Monat definitiv den zweiten Band kaufen werde, schon allein weil sich die Geschichte eben sehr gut lesen lässt. Und bei neun Bänden bleibt ja auch die Hoffnung, dass am Ende keine zu überzeichnete Megaweltenretterin weit unter 20 steht.

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