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Veröffentlicht am 11.03.2022

Der Funke ist leider nicht übergesprungen

Golden Hill Touches
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Nach der One-Last-Reihe war für mich klar, dass ich auch den ersten Band der neuen Reihe „Golden Hill“ lesen muss und ich war sehr gespannt! Diesmal entführt uns die Autorin Nicole Böhm nach Montana, genauer ...

Nach der One-Last-Reihe war für mich klar, dass ich auch den ersten Band der neuen Reihe „Golden Hill“ lesen muss und ich war sehr gespannt! Diesmal entführt uns die Autorin Nicole Böhm nach Montana, genauer gesagt ins kleine Städtchen Boulder Creek. Dort möchte Parker ein neues Leben starten und gemeinsam mit seiner Schwester Sadie eine Pferdetherapiestätte aufbauen. Doch die Bewohner begrüßen Parker alles andere als herzlich, denn 11 Jahre zuvor hat er mit Pauken und Trompeten den Ort schlagartig verlassen. Und auch Clay, die einzige Person, der er damals vertraut hat, freut sich nicht gerade, als sie von seiner Rückkehr erfährt…

Mein Eindruck vom Buch:
Wie der Titel schon vermuten lässt, hat ich die Geschichte über Parker und Clay leider nicht gepackt. Dabei versteht es die Autorin durchaus, eine wohlige Atmosphäre im Buch zu schaffen und durch den lockeren Schreibstil lässt sich das Werk flüssig lesen. Dennoch haben mir leider die Tiefe der Charaktere gefehlt. Es gab keine Besonderheit der beiden und Clays Angewohnheit, Dingen Namen zu geben besitze ich selbst. Für mich waren die Figuren leider 08/15 und austauschbar. Auch waren für mich einige Begebenheiten so nicht nachvollziehbar. Ich konnte nicht verstehen, warum die Bewohner immer noch so einen Hass auf Parker hatten. Er war 11 Jahre zuvor einen Sommer lang da, hat damals zwar für einen großen Wirbel gesorgt, aber hey, er war damals 17! Und somit doch nicht mehr vergleichbar mit dem „heutigen“ Parker. Ich hätte mir mehr Hintergrund zur Pferdetherapie gewünscht, aber diese Thematik wurde nur am Rande angeschnitten, stattdessen wurde der Fokus um die verletzten Gefühle Clays gelegt. Auch bei ihr konnte ich manche Verhaltensweisen absolut nicht nachvollziehen, was dann etwas mühsam wird, wenn die Erzählung in der Ich-Form gehalten wird. Es gab immer wieder Rückblicke in die Zeit von vor 11 Jahren, für meinen Geschmack allerdings viel zu wenige. Ich hätte mir auch hier noch mehr Infos gewünscht.

Fazit:
Ich habe die ersten beiden Bände der One-Last-Reihe geliebt, doch schon der dritte Teil konnte mich da nicht mehr überzeugen. Und leider wird dies im Auftakt der neuen Reihe „Golden Hill“ weitergeführt. Die Geschichte konnte mich einfach nicht berühren. Sehr schade, denn ich weiß gang genau, dass Nicole Böhm sehr wohl die Gabe hat, ganz einzigartige Charaktere zu erschaffen. Für zwischendurch und ohne große Erwartungen ist dieses Werk ganz nett, wird mir aber definitiv nicht im Gedächtnis bleiben.

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Veröffentlicht am 14.02.2022

Wo ist die Tiefe hin???

One Last Act
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„One Last Act“ ist der letzte Teil der Trilogie One-Last und die ersten beiden Teile „One Last Song“ und „One Last Dance“ habe ich regelrecht verschlungen! Hier, im dritten Band, geht es um Allyson und ...

„One Last Act“ ist der letzte Teil der Trilogie One-Last und die ersten beiden Teile „One Last Song“ und „One Last Dance“ habe ich regelrecht verschlungen! Hier, im dritten Band, geht es um Allyson und Ethan. Beiden ist man schon in den Vorgängern kurz begegnet und ich war wirklich sehr gespannt und habe mich richtig auf die Story der beiden gefreut.
Mein Eindruck vom Buch:
Ja, die anfängliche Freude schlug leider schnell in Enttäuschung um. Konnten mich die Geschichten über Riley, Julian, Gillian und Jaz richtig tief berühren, war es hier extrem schwierig, eine Verbindung zu den Charakteren aufzubauen. Ich liebe Bücher in der Ich-Perspektive und der Leser durfte abwechselnd die Gedanken von Ethan und Allyson begleiten. Leider hat mich Allyson mit dem Fortschreiten der Story immer mehr genervt. Für mich blieb sie ein Groupie von Ethan, die einfach nur „den Rockstar“ angehimmelt hat, jedoch nicht wirklich an ihm selber interessiert war. Ich weiß, es sollte anders rüberkommen, dennoch konnte ich das Band zwischen den beiden absolut nicht spüren. Auch die Euphorie, die Ethan jedes Mal überkam, wenn er an Allyson dachte, war absolut unrealistisch und ich habe mich ständig gefragt, was er denn an ihr findet. Spätestens, als bei ihr immer größere Probleme mit Abhängigkeiten auftauchten, konnte ich oft nur noch den Kopf schütteln. Da hat sie hautnah mitbekommen, wie sehr Ethan kämpfte, um wieder clean zu werden und fängt dann selbst an?! Für mich völlig unbegreiflich. Allyson war für mich ein Charakter ohne Tiefgang, ohne Wärme. Ethans Kapitel haben mich mehr interessiert, aber eben: sie haben mich interessiert, aber nicht in den Bann gezogen und mir fehlte auch bei ihm die Tiefe, welche die anderen Figuren der Vorgänger-Bände besaßen.
Fazit:
Schade! Für mich kein gelungener Abschluss der Trilogie. Die Story war nichts Besonderes, definitiv keine, die im Herzen bleibt. Eigentlich würde ich 3 Sterne vergeben, würde ich die ersten beide Teile nicht kennen. Nachdem diese aber so herausragend gut waren und dieser hier meiner Meinung nach enorm schwächelt, werden es leider nur 2. Ich bin dennoch sehr gespannt auf das neue Projekt von Nicole Böhm.

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Veröffentlicht am 03.02.2022

Wo war der Hexer in diesem Band?

Die Dame vom See
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„Die Dame vom See ist der 7. Band (wenn man die 2 Werke mit Vorgeschichten einschließt) der Hexer-Saga um Geralt von Riva. Von den ersten Büchern war ich restlos begeistert und konnte die Story kaum aus ...

„Die Dame vom See ist der 7. Band (wenn man die 2 Werke mit Vorgeschichten einschließt) der Hexer-Saga um Geralt von Riva. Von den ersten Büchern war ich restlos begeistert und konnte die Story kaum aus den Händen legen. Doch dieser Teil wirkte komplett anders auf mich. Aber erst fange ich mit den Dingen an, die mir richtig gut gefielen. Zum einen wird die Geschichte als Legende längst vergangener Zeiten erzählt. Ciri erzählt dem jungen Ritter Galahad über ihr Leben und sofort keimt der Verdacht auf, in welcher Zeit sich Ciri befindet. Und auch das 20. Jahrhundert wird kurz miteingebunden. Eine tolle Idee des polnischen Autors, verschiedene Zeitebenen einfließen zu lassen, vorallem, als Ciri zwischen den Welten wandelte. Tja, hier endet aber leider schon meine Begeisterung. Diese Werke erzählen von der Geschichte um Geralt, Ciri und Yennefer, doch von den dreien war leider herzlich wenig zu lesen. Stattdessen tauchten Randfiguren vermehrt auf und es gab lange Kapitel, in denen die Hauptprotagonisten nicht mit einem Wort erwähnt wurden. Die Erfahrungen, die z. B. Jarre und Boreas Mund gemacht haben, konnten mich kaum weniger interessieren und es wurde viiiiiiiiiiieeeeel zu viel über Politik diskutiert. Natürlich sind Hintergründe wichtig, dennoch nicht in dieser Intensität! Das hat zum einen den Lesefluss enorm gestört und auch alles unnötig in die Länge gezogen. Ich habe mich immer wieder dabei ertappt, dass ich anfange, mich zu langweilen und während der Lektüre abzuschweifen. Es war kaum noch etwas von der Spannung der vorherigen Werke zu spüren. Unwichtige Dinge wurden in den Vordergrund gestellt, wichtige, wie zum Beispiel die Charaktere Cahir und Regis, sowie auch Yennefer, fanden kaum noch Beachtung. Letzendlich war ich froh, als ich die letzte Seite diesen Teils erreicht hatte…

Fazit:
Schade! Für mich bisher der schlechteste Band der Reihe. Um ehrlich zu sein, hat dieser Teil dazu geführt, dass mir im Moment die Lust fehlt, die Reihe weiterzulesen. Deshalb gibt es bei mir erstmal Pause mit dem Hexer und vielleicht irgendwann in Zukunft ein Wiedersehen.

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Veröffentlicht am 01.01.2022

Die Ernüchterung kam schnell...

December Dreams. Ein Adventskalender
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Ein Adventskalender in Form von Kurzgeschichten? Das klang für mich einfach fantastisch und allein schon das Cover von „December Dreams“ ist traumhaft! Gespickt ist dieses Werk vom Ravensburger Verlag ...

Ein Adventskalender in Form von Kurzgeschichten? Das klang für mich einfach fantastisch und allein schon das Cover von „December Dreams“ ist traumhaft! Gespickt ist dieses Werk vom Ravensburger Verlag laut Umschlag mit 24 Lovestorys und Silvester-Special und so konnte ich es kaum erwarten, bis endlich der 1. Dezember kam...

Mein Eindruck vom Buch:
„December Dreams“ ließ mich leider sehr zwiespältig zurück. Die Idee ist fantastisch und für jeden, der Bücher liebt, ist ein Buch-Adventskalender natürlich etwas Besonderes. Doch leider kam auch schnell die erste Ernüchterung: Ist auf dem Cover von 24 Liebesgeschichten die Rede, findet man diese Stückzahl jedoch nicht. Manche Geschichten wurden auf zwei „Türchen“ aufgeteilt, so dass es bei weitem nicht 24 Erzählungen gibt. Man findet 15 deutsche Autorinnen im Adventskalender, somit ist auch klar, wie viele Geschichten es tatsächlich sind. Die zweite Enttäuschung sind die Figuren. Ich habe in anderen Rezensionen herausgelesen, dass viele Figuren aus den Reihen der Schriftstellerinnen sind und damit wurde mir auch klar, warum ich öfter das Gefühl hatte, mir fehlen Infos. Zudem wurden in manchen Storys gespoilert, was natürlich nicht gerade das Lesevergnügen steigert. Zumindest mir ist dadurch die Lust vergangen, eine der Reihen zu lesen. Bisher war mir nämlich noch keine der Serien bekannt und das wird jetzt auch so bleiben. Die dritte Enttäuschung kam bei dem Inhalt der Erzählungen auf. Es fehlten Emotionen und es kam keine Weihnachtsstimmung auf. Ich habe mich lange gefragt, woran dies liegt? War bei der kurzen Länge der Storys zu wenig Spielraum? Jedoch wird dies widerlegt von der Tatsache, dass manche Autorinnen ja sogar zwei Türchen zur Verfügung hatten. Dennoch: ich konnte nichts zwischen den Zeilen fühlen. Meiner Meinung nach war die beste Geschichte „Das Lied des Windwolfs“ von Jennifer Benkau, nur konnte diese eine Erzählung alle anderen nicht herausreißen. Zu oft gab es schnöselige Reiche und verwöhnte Gören.

Fazit:
Für den Advent 2022 ist bereits ein neuer Adventskalender angekündigt, diesen werde ich mir allerdings nicht holen. Leider habe ich viel mehr erwartet und dieses Werk trägt leider nicht dazu bei, dass ich von den Schriftstellerinnen mehr lesen möchte

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Veröffentlicht am 20.12.2021

Der Titel ist absolut irreführend

Was wir in uns sehen - Burlington University
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Hinter „Was wir in uns sehen“ hatte ich eine gefühlvolle Story erwartet, in der es um tiefe Freundschaft und unerwiderte Liebe geht. Nie hätte ich damit gerechnet, dass (gefühlt ?) zwei Drittel des Buches ...

Hinter „Was wir in uns sehen“ hatte ich eine gefühlvolle Story erwartet, in der es um tiefe Freundschaft und unerwiderte Liebe geht. Nie hätte ich damit gerechnet, dass (gefühlt ?) zwei Drittel des Buches einfach nur um Sex geht. Wer es wie mit wem treibt… diese Infos hätten mir getrost erspart bleiben können. Dylan und Chasisty sind beide unsympathisch dargestellt und die ständigen Wiederholungen, wie geil sie doch einander finden, ging mir zunehmend auf den Keks. Ebenso fand ich den Schreibstil und die Ausdrucksweisen sehr gewöhnungsbedürftig. Sind beide um die 20, werden sie von potenziellen Kunden mit „Kinder“ und „Kleiner“ betitelt. Da wäre es bei mir schon rum mit dem Geschäft gewesen Dylan und Chasisty schien es jedoch gar nicht zu stören. Eigentlich mag ich Bücher, die in der Ich-Perspektive geschrieben sind und in diesem Werk begleitet man die zwei Hauptfiguren abwechselnd. Nachdem mich aber keiner der Charaktere berührt hat, fand ich die Gedankengänge oftmals richtig nervig. Auch die Dialoge der beiden waren nicht nur einmal an Sinnlosigkeit nicht zu überbieten. Von Tiefe und Emotionen keine Spur. Und noch ein weiterer Kritikpunkt lässt sich nicht unter den Teppich kehren: Lag es an der Übersetzung, dass Personen einfach rumschreien und rumjaulen? Oder war dies schon im Original so formuliert? Ich konnte darüber einfach nur noch den Kopf schütteln, teilweise kam ich mir so vor wie in einem Comic.

Fazit:
Im Grunde wollte ich nur ein Sternchen für den Roman geben, da es meiner Meinung nach ein kompletter Schuss in den Ofen war. Die Geschichte mit Dylans Bruder Griffin war allerdings dann am Ende doch noch ein klitzekleiner Trost, der ein zweites Sternchen dazu gezaubert hat. Dieser Story ist der Auftakt einer Reihe, aber ich denke, es überrascht kaum, dass ich von dieser Autorin nichts mehr lesen werde.

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