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EstherStu

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2022

Heimat on a mission

Das Glashotel
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Das Buch sprach mich gleich an, weil ich demnächst einen Urlaub in Kanada plane und ich deswegen ein bisschen landeskundliche Literatur suchte. Tatsächlich fand ich in diesem Buch aber weniger eine heimattreue ...

Das Buch sprach mich gleich an, weil ich demnächst einen Urlaub in Kanada plane und ich deswegen ein bisschen landeskundliche Literatur suchte. Tatsächlich fand ich in diesem Buch aber weniger eine heimattreue kanadische Niederschrift, als einen Roman der Entwurzelung und Heimatsuche. Im Mittelpunkt steht die Barkeeperin Vincent, die nach einem Tiefpunkt ihrem Lebensgefährten nach New York folgt. Aber auch dort wird sie ein zweites Mal erschüttert. Es ist ein Buch der Tief- und Wendepunkte in einem Leben, es fragt auch danach, wie viel ein Mensch für andere aushalten kann. Und trotzdem hat es , mir Mut gemacht, denn es erzählt auch von Aufbruchstimmung.
Darüber hinaus hat mir aber an diesem Buch ganz besonders das Cover gefallen, dieses tolle Bild, eingefasst in einem schwarzen Rahmen, das an Sehnsucht erinnert. Ich kann das Buch nur empfehlen.

Veröffentlicht am 03.01.2022

Über eine alte Liebe

Das Archiv der Gefühle
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Peter Stamm habe ich in der Vergangenheit bereits gerne gelesen und erhoffte mir auch von diesem Buch wieder Lesegenuss. Ich wurde nicht enttäuscht. Der Autor erzählt in seinem wie immer schmalen Bändchen ...

Peter Stamm habe ich in der Vergangenheit bereits gerne gelesen und erhoffte mir auch von diesem Buch wieder Lesegenuss. Ich wurde nicht enttäuscht. Der Autor erzählt in seinem wie immer schmalen Bändchen von einer alten, unerfüllten Liebe, die das Leben des Protagonisten lebenslang subtil beeinflusst hat und nun wieder hervortritt, da Franziska zurück in sein Leben kommt.
Sprachlich befinden wir uns voll im Peter Stamm- Sound. Feinsinnige Sätze, ruhig und gwefühlvoll plätschert die Geschichte der beiden dahin. Man folgt den Gedankengängen der Hauptfigur sehr gerne und fühlt doch so mit ihr wenn es um verpasste Lebenschancen geht. Das Wechselspiel zwischen Gegenwart und Erinnerungen ist aus meiner Sicht sehr gut gelungen.
Wer es also nicht zu aufregend mag, gerne ruhige, lebensnahe, auf den Punkt gebrachte große Literatur mag, der ist hier sehr richtig.

Veröffentlicht am 03.01.2022

Über die gute Wut

Wut und Böse
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Ich habe diesen Titel für mich gewählt, weil ich gerne feministische Bücher und Literatur lese und besonders Sachbücher mit ermutigendem Charakter. Genau so etwas habe ich in diesem Buch gefunden. Die ...

Ich habe diesen Titel für mich gewählt, weil ich gerne feministische Bücher und Literatur lese und besonders Sachbücher mit ermutigendem Charakter. Genau so etwas habe ich in diesem Buch gefunden. Die Autorin beschreibt in ihrem Werk, wie Wut die Lebenswelt verändern kann, wie man dieses GEfühl nutzen kann und dass gerade Frauen öfter Wut in ihrem Leben zulassen sollten. Hoeder beaschreibt das Gefühl der Wut als Antriebskraft und Motor, etwas, dass Frauen aberzogen wird, und was sie als ein Grund sieht, dass Frauen in der Gesellschaft immer noch weniger erfolgreich sind als Männer. Für mich völlig einleuchtend.
Auch sprachlich finde ich das Buch toll. Es ist mitreißend geschrieben, man möchte sofort wütend aufspringen, aber das Buch dabei nicht aus der Hand legen.
Alles in allem ein gelungener Essay in einer Welt mancher überflüssiger bunter Bücher.

Veröffentlicht am 03.01.2022

Wir trinken alle viel zu viel

Berauscht vom Leben
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Ich habe dieses Buch für mich gewählt, weil ich aktuell in meiner Stillzeit die Erfahrung des Nichttrinkens mache und mir gerade klar wird, dass wir eigentlich alle viel zu viel Alkohol trinken und dieses ...

Ich habe dieses Buch für mich gewählt, weil ich aktuell in meiner Stillzeit die Erfahrung des Nichttrinkens mache und mir gerade klar wird, dass wir eigentlich alle viel zu viel Alkohol trinken und dieses gesellschaftlich komplett gern gesehen wird.
Umso spannender fand ich nun ein Buch, dass sich literarisch ausgerechnet mit dem Verzicht von Alkohol auseinander setzt. Die Autorin kannte ich bereits von früheren Büchern und auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Sie und ihre Co-Autorin berichten als trockene Alkoholikerinnen von ihren Erfahrungen, von exzessiven Partys und dem Weg in die Nüchternheit. Auch wenn es sich hierbei nicht um einen klassischen Ratgeber handelt, kann man doch unglaublich wertvolle Lehren aus den Kapiteln ziehen. Und hoffentlich wird es auch dem ein oder anderen mit diesem Buch leichter fallen, auf ein Glas zu verzichten.

Veröffentlicht am 03.01.2022

jung und rebellisch

DAFUQ
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Mich hat dieses Buch wirklich überrrascht, obwohl mich junge, von Frauen geschriebene Literatur generell sehr interessiert. Ich finde, die Autorin Kira Jarmysch vereint in ihrem Buch viele Aspekte, die ...

Mich hat dieses Buch wirklich überrrascht, obwohl mich junge, von Frauen geschriebene Literatur generell sehr interessiert. Ich finde, die Autorin Kira Jarmysch vereint in ihrem Buch viele Aspekte, die es sehr lesenswert machen und mich und eine darüber hinaus breite Masse ansprechen.
Für die, die Russland nur als Diktatur aus dem Fernsehen kennen, ist der Titel zu empfehlen. Denn gerade für jüngere Leser eröffnet sich hier eine Bandbreite von Perspektiven auf dieses Land, seine Politik und Kultur und auch auf die Zukunftschancen junger RussInnen.
Darüber hinaus hat mir der Schreibstil sehr gefallen. Das Buch nimmt sich nicht zu ernst, an vielen Stellen muss man laut lachen und die Figuren der Frauen sind toll gezeichnet. Insgesamt hat mich das Buch sehr angesprochen und ich würde es jederzeit weiter empfehlen, auch an Männer