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Veröffentlicht am 13.01.2022

witzige Weihnachten

Morgen, Klufti, wird's was geben
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Ich kenne Klüpfel/Kobr eigentlich als Autorenduo für Krimis/Thriller. Weihnachten mit den beiden ist jetzt mal was völlig anderes. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich erwartet hatte, angeteasert werden ...

Ich kenne Klüpfel/Kobr eigentlich als Autorenduo für Krimis/Thriller. Weihnachten mit den beiden ist jetzt mal was völlig anderes. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich erwartet hatte, angeteasert werden ja 24 Weihnachtskatastrophen und genau das bekommt der Leser geliefert. Ich glaube man hätte es vielleicht als eine Art „Adventskalender“ lesen/hören können, denn am Stück war es mir fast schon zu viel: zu viel Dialekt, zu viel Katastrophe und Situationen jenseits von Gut und Böse. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und hatte leider übersehen, dass es sich um eine Live-Lesung der Autoren handelt. Das hat leider gar nicht meinen Geschmack getroffen, da zwischendrin immer wieder geklatscht und gelacht wird - mich lenkt das leider ziemlich ab.

Zum Inhalt: in kurzen Episoden erzählen Klüpfel und Kobr von allerlei Situationen, die in der Vorweihnachtszeit schiefgehen können und schneiden da alle denkbaren Themen an- von ungewöhnlicher Deko, Unfällen mit dem Weihnachtsbaum zu Hause, Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt und der Beschäftigung ausländischer Gäste. Kluftis Frau Erika muss die Tage von Weihnachten im Krankenhaus verbringen und überlässt ihrem Mann Heim und Herd und die Weihnachtsvorbereitungen. Als sich zusätzlich der Vater der Schwiegertochter Yoshifumi Sazuka aus Japan ankündigt, ist das vorweihnachtliche Choas perfekt.

Das Cover fand ich einfach super. Es wirkt weihnachtlich und trotzdem sehr humoristisch. Also von der Aufmachung her schon voll mein Ding und allein aufgrund dessen ist es auch perfekt zum Verschenken, finde ich.

Neben Kluftis einschlägigem Dialekt, tragen hier auch die Verständigungsprobleme mit ihrem japanischen Gast „Joschi“ erheblich zum Witz der Handlung bei. Und daneben natürlich all die verrückten, einfältigen Ideen, mit denen Klufti um sich wirft. Besonders gut hat mir Kluftis Glühweinrezept gefallen, was er spontan für den Weihnachtsmarktstand seiner Frau aus dem Gedächtnis rekonstruiert hat. Nicht nur die Zutaten, auch die Zubereitung haben mir Tränen in die Augen getrieben. Als Klufti und Joschi dann auf dem Weihnachtsmarkt alle Rekorde brechen, konnte ich kaum noch an mich halten- herrlich.

Die Episoden bewegen sich im Bereich der Situationskomik, die man auch aus einschlägigen Weihnachtsfilmen wie „eine schöne Bescherung“ kennt. Frei nach dem Motto „was schief gehen kann, das geht auch schief“. Natürlich ist vieles überspitzt, sehr klischeehaft und manchmal reichlich abstrus. Trotzdem habe ich viel lachen können und das Buch einfach genossen. Ein Lichtblick in dieser tristen Jahreszeit.
Das Buch selbst gefällt mir richtig gut und ich denke das werde ich gerne weiterempfehlen und selbst verschenken. Die Hörbuch-Version als Liveauftritt muss man halt mögen.

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Veröffentlicht am 10.01.2022

Katz und Maus-Spiel

Das Loft
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„Das Loft“ ist mein erstes Buch von Autor Linus Geschke. Das Cover in dunklem grau, schwarz und rot zeigt eine Betonwand und eine unheilvolle einen Spalt breit offen stehende Fahrstuhltür. Das macht auf ...

„Das Loft“ ist mein erstes Buch von Autor Linus Geschke. Das Cover in dunklem grau, schwarz und rot zeigt eine Betonwand und eine unheilvolle einen Spalt breit offen stehende Fahrstuhltür. Das macht auf jeden Fall neugierig auf den Thriller, der nicht nur mit Wahrheit und Lüge spielt, sondern auch mit den Gedanken des Lesers.

Zum Inhalt: Sarah und Marc sind das perfekte Paar: attraktiv, finanziell gut aufgestellt und wahnsinnig verliebt ineinander. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht das Blut in ihrer Küche. Und wäre nicht ihr Mitbewohner Henning verschwunden. Und würden die beiden nicht lügen, was ihre Situation, ihre Beziehung und Nicaragua angeht. Und schnell wird den beiden klar, dass sie eine Entscheidung treffen, entweder für- oder gegeneinander.

Bevor das Buch richtig losgibt, gibt es eine Art Prolog, die den Leser direkt anspricht. Der hat auf jeden Fall meine Neugier geweckt, da er relativ großspurig behauptet der Leset hätte quasi keine Chance den Fall zu lösen. Fand ich anfangs etwas merkwürdig, denn das kennt man ja so aus anderen Büchern nicht aber im Nachhinein betrachtet passt das gut zum Buch und trifft zumindest auf mich voll zu.

Das Buch ist in fünf Abschnitte unterteilt und ist abwechselnd aus der Sicht von Marc und Sarah erzählt, sowie aus einer dritten neutraleren Perspektive, die die polizeilichen Ermittlungen beschreibt. Das ist ziemlich gut gemacht, weil man einerseits direkten Zugang zu den Gedanken und Erinnerungen der beiden Hauptverdächtigen bekommt, man aber auch direkt merkt, wo Zweifel, Unsicherheiten und Unstimmigkeiten in den jeweiligen Versionen der Geschichten stecken.

Die Geschichte hat sich völlig anders entwickelt, als von mir erwartet und ich wurde mehr als einmal aufs Glatteis geführt. Das Buch fand ich dadurch wahnsinnig spannend und durch die kurzen Kapitel und die entspannte Erzählweise sehr kurzweilig. Echte Dramatik kam erst ganz zum Schluss auf, als der Fall genial aufgeklärt wurde. Auch hier war ich wieder sehr überrascht. Wie realistisch das dargestellte Szenario ist vermag ich nicht zu beurteilen, auf mich wirkte die Story aber schlüssig konstruiert und clever gelöst. Für mich war das Buch zwar kein Pageturner voller Nervenkitzel, aber trotz allem ein echt guter Krimi.

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Veröffentlicht am 03.01.2022

Bezaubernder Wohlfühlroman

Das Geheimnis des Bücherschranks
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„Das Geheimnis des Bücherschranks“ ist ein ganz wundervolles Buch über Familienbande und eine große Liebe in widrigen Zeiten. Man kann sich ganz fantastisch in die Geschichte fallen lassen und so die kalten ...

„Das Geheimnis des Bücherschranks“ ist ein ganz wundervolles Buch über Familienbande und eine große Liebe in widrigen Zeiten. Man kann sich ganz fantastisch in die Geschichte fallen lassen und so die kalten Winterabende ausblenden. Ein echter Wohlfühlroman mit ganz viel Herz.

Zum Inhalt: als ihr Großmutter im Krankenhaus liegt lässt Rebecka in Stockholm alles stehen und liegen, um ihrer Oma zu Hilfe zu eilen und sich um ihr Haus zu kümmern. Beim Aufräumen fällt ihr eine alte Keksdose in die Hände, in der sich alte Briefe und das Foto eines jungen Mannes befinden. Als sie auch ein altes Tagebuch ihrer Großmutter findet, beginnt sie sich mit ihrer Familiengeschichte zu befassen und ihr eigenes Leben, ihren Job und ihr Beziehung zu hinterfragen. Und dann taucht auch noch der gut aussehende Nachbar ihrer Oma auf und bringt Rebeckas Gefühle ganz durcheinander.

Die Geschichte ist in zwei Zeitebenen erzählt. Die eine spielt in der Gegenwart mit Fokus auf Rebecka und die andere im Jahr 1943 und erzählt die Geschichte von Annas Jugend. Die beiden Zeitstränge hängen dabei über Rebeckas Entdeckung zusammen und gipfeln darin, dass die Frauen der Familie sich wieder einander annähern und alte Konflikte endlich überwinden können.

Die dargestellten Szenarien wirken sehr authentisch und sympathisch und es ist mir sehr leicht gefallen, in die Geschichte einzutauchen und zusammen mit Rebecka ihre Familiengeschichte zu entdecken. Besonders die Episoden aus Annas Jugend fand ich sehr spannend und berührend. Und als Anna am Ende mit den Menschen konfrontiert wird, deren Leben Luca gerettet hat, war ich wirklich tief berührt.

Es ist ein wundervolles Buch mit einer ganz tollen Botschaft, das ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 28.12.2021

Eine zweite Chance für die Liebe

Bridgerton – Ein hinreißend verruchter Gentleman
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Dieses Buch ist der sechste Band der Bridgerton-Reihe und unterscheidet sich gravierend von den vorherigen Bänden, da er einerseits einen ernsteren, traurigeren Ton anschlägt und andererseits aufgrund ...

Dieses Buch ist der sechste Band der Bridgerton-Reihe und unterscheidet sich gravierend von den vorherigen Bänden, da er einerseits einen ernsteren, traurigeren Ton anschlägt und andererseits aufgrund der Tatsache, dass Francesca Witwe ist offener mit Sexualität umgeht. Mit hat die Kombination aus ernstes Themen und verruchtem Sex gut gefallen.

Zum Inhalt: Francesca hat ihn John ihre große Liebe gefunden. Leider sind den beiden mur zwei gemeinsame Jahre vergönnt, bevor Francesca im Alter von 21 Jahres bereits Witwe wird. Das Paar ist kinderlos geblieben und so beschließt Francesca nach einer angemessenen Trauerzeit erneut zu heiraten, um sich den Wunsch von eigenen Kindern zu füllen, wenn es schon keine Liebe mehr in ihrem Leben geben wird. Doch sie hat nicht mit Michael gerechnet, dem Vetter und bestem Freund von ihrem Ehemann, der schon immer in Francesca verliebt und sich in den Kopf gesetzt hat sie nun endlich zu der seinen zu machen.

Vom Stil hat ist dieses Buch anders als die vorherigen Bände, da die Brautwerbung und Anstandsregeln für Witwen deutlich lascher als für Debütantinnen sind. Das und Francescas sexuelle Neugier tragen dazu bei, dass dieses Buch deutlich weniger von der gesitteten, keuschen Umwerbung hat, die für die damalige Zeit so typisch war. Das tut der Geschichte aber keinen Abriss, stattdessen ist das Buch einfach erfrischend anders und die Charaktere keinesfalls weniger liebenswert.

Anders als die anderen Bücher spricht dieses Buch auch andere ernstere Themen an, wie das verfrühte Witwendasein und Kinderlosigkeit in der damaligen Zeit, was mir gut gefallen hat. Ich konnte mich gut in Francesca hineinversetzen und mit ihr mitfühlen.

Auch in diesem Buch bilden kurze Briefwechsel den Anfang eines jeden Kapiteln, was ich schön gemacht finde.
Es ist zwar nicht das beste Buch der Reihe aber ich hatte wieder viel Spaß beim Lesen und wünschte diese Reihe würde niemals enden.

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Veröffentlicht am 28.12.2021

Jugendroman-Dystopie

Vollendet – Die Flucht
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„Vollendet- Die Flucht“ ist mein erstes Buch von Neal Shusterman. Das Cover ist interessant gestaltet und der Klappentext macht neugierig auf den Inhalt des Buches. Diese Dystopie stellt die Frage nach ...

„Vollendet- Die Flucht“ ist mein erstes Buch von Neal Shusterman. Das Cover ist interessant gestaltet und der Klappentext macht neugierig auf den Inhalt des Buches. Diese Dystopie stellt die Frage nach der Unantastbarkeit des Lebens. Wie viel ist ein Leben wert? Und wer entscheidet das?

Zum Inhalt: Connor ist ein ganz gewöhnlicher Junge in einer ganz gewöhnlichen Familie. Nur, dass seine Eltern eine Verfügung unterzeichnet haben, die ihren Sohn zum Eigentum des Staates machen, mit dem Ziel Connors gesamte Einzelteile zu spenden und ihren Sohne damit vollkommen auszulöschen. Grundlage für diese Tat ist eine Charta, die die Unantastbarkeit des Lebens schützt. Allerdings nur von der Empfängnis bis zum dreizehnten Lebensjahr. Danach sind nachträgliche Abtreibungen möglich, die Jugendliche bis zum achtzehnten Lebensjahr zu unfreiwilligen Organspendern machen. Doch Connor will dies nicht hinnehmen und über sein Leben selbst bestimmen. Aber hat er das überhaupt in der Hand?

Das Buch erzählt die Geschichte von drei Jugendlichen, die unfreiwillig zu Komplizen werden und sich gemeinsam aber doch jeder auf seine Art gegen das bestehende System auflehnen. Die Perspektive der Jugendlichen ist sehr eindringlich erzählt und immer wieder war ich beim Lesen schockiert von der Welt die geschaffen wurde. Ungläubig darüber, wie Eltern ihren Kindern solch ein Schicksal antun können. Denn die Message ist klar: wer nicht schlau genug, talentiert genug, schlicht gut genug ist, der wird ausgelöscht.

Mir hat ein bisschen die Gegenseite in der Erzählung gefehlt. Schön hätte ich Perspektive zumindest eines Erwachsenen gefunden, der dem System dient und dessen Meinung vertritt, hauptsächlich um mehr über die Hintergründe, die wissenschaftliche Praxis und die Erfolge dieser Maßnahmen zu erfahren. Denn so wirkt das ganze natürlich total einseitig und ganz klar verachtenswert. Dann andererseits vllt auch Gutes aus der Charta hervorgehen könnte, bleibt unbetrachtet.

Das Buch besitzt nach dem Epilog noch Zusatzkapitel. Dieses haben für mich aber nicht zum Buch gepasst und sind absolut nicht nötig. Ansonsten ist das Buch wirklich fantastisch geschrieben und ich habe mit den Wandlern wirklich mitgefiebert. Ein paar Themen wie die Zehntopfer und die Klatscher hätten gern noch mehr Raum im Buch einnehmen können. Geschickt fand ich die Schilderung des Umwandlungsprozesses kurz vor Ende, ich hatte schon befürchtet man ließe den Leser im Dunkeln. In dieser Passage hatte ich Gänsehaut und mir war total elend zumute.

Für mich ein großartiges Buch mit einem erschreckenden Zukunftsszenario, das ich uns niemals wünsche. Unbedingt lesen

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