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Veröffentlicht am 19.01.2022

Einfühlsam, berührend, lehrreich und tiefgründig. Ein wunderbares Buch!

16 x zum Himmel und zurück
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Bei einem Blick in das neue Frühjahrsprogramm der Verlagsgruppe Oetinger, ist mir „16 x zum Himmel und zurück“ sofort ins Auge gesprungen. Das hübsche Cover gefiel mir auf Anhieb und da mich der Klappentext ...

Bei einem Blick in das neue Frühjahrsprogramm der Verlagsgruppe Oetinger, ist mir „16 x zum Himmel und zurück“ sofort ins Auge gesprungen. Das hübsche Cover gefiel mir auf Anhieb und da mich der Klappentext ebenfalls direkt ansprach, zögerte ich gar nicht lange und packte das Buch auf meine Leseliste.

Der größte Hund der Welt ist die Deutsche Dogge. Wüstenheuschrecken häuten sich mehrmals am Tag. Arachitbutyrophobie bedeutet, dass man Angst davor hat, dass Erdnussbutter am Gaumen kleben bleibt...Über solche Sachen denkt der 12-järhige Pelle gerne und oft nach. Fakten über die verrücktesten Dinge in seinem Kopf aufzulisten ist so viel leichter als über Papa nachzudenken.
Vor einem Jahr ist Pelles Vater an Krebs gestorben. Seitdem ist alles anders und Pelle möchte am liebsten einfach nur noch unsichtbar sein.
Als sich der Todestag des Papas zum ersten Mal jährt, wird Pelles Leben vollkommen auf den Kopf gestellt werden. Er bekommt von seiner Mama einen Schuhkarton mit 16 Briefen – geschrieben von seinem Vater – und auf allen Zetteln steht eine Aufgabe für Pelle. Pelle ist fest entschlossen alle Aufgaben zu erfüllen. Viele kleine Abenteuer erwarten ihn, er wird neuen tollen Menschen begegnen und endlich lernen den Tod seines Vaters zu akzeptieren.

Schon als ich mir damals das erste Mal den Klappentext durchlas, wusste ich, dass mir „16 x zum Himmel und zurück“ gefallen wird. Der Inhalt klang einfach nach einer Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Tja, und wisst ihr was? Ich habe mit meiner Vermutung vollkommen richtig gelegen: Mir hat mein erstes Werk aus der Feder von Marlies Slegers wundervolle Lesestunden bescheren können. Der niederländischen Autorin ist es in meinen Augen großartig gelungen, eine schwierige Thematik auf eine sanfte und leichte Art und Weise jungen Leserinnen näherzubringen. Die Altersempfehlung vonseiten des Verlags liegt bei ab 10 Jahren und dem schließe ich mich an. Die Erzählung ist allerdings etwas anspruchsvoller ist und besitzt viel Tiefgang – man sollte daher auf jeden Fall schon geübt im Lesen sein und emotionale und nachdenkliche Bücher mögen.
Besonders nahelegen kann ich das Buch allen – sowohl Kindern als auch Jugendlichen und Erwachsenen – die gerade eine wichtige Person in ihrem Leben verloren haben. Diejenigen werden sich in den Hauptprotagonisten Pelle garantiert am besten hineinfühlen können und aus Erlebnissen viel Trost und Kraft schöpfen.

Sterben, Verlust, Trauer und das Loslassen – dies ist die Hauptthematik des Buches. Marlies Slegers hat aber auch noch viele weitere bedeutsame Dinge in die Handlung mit einfließen lassen wie Familie, Freundschaft, die erste Liebe, Pubertät, das Anderssein und Mobbing. Die Story ist insgesamt recht ernst und an vielen Stellen auch traurig, sie wird aber niemals zu bedrückend und schmerzlich. Marlies Slegers hat es wirklich prima geschafft, all die schweren Themen in eine herzerwärmende, mutmachende und teils sogar sehr unterhaltsame Geschichte zu verpacken. Und da sich unser Protagonist Pelle, der hochbegabt ist, alles merken kann und uns an seinem beeindruckend großen Wissen aus den verschiedensten Bereichen öfters teilhaben lässt, ist das Buch auch sehr lehrreich. Sogar ich, als Erwachsene, habe dank Pelles interessanter Fakten eine Menge Neues dazu gelernt.

Mit Pelle, aus dessen Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren, hat die Autorin einen ganz besonderen Buchhelden erschaffen. Pelle ist liebenswert, authentisch und klug und da er sich über vieles seine Gedanken macht, wirkt er oft älter als seine zwölf Jahre. Gleichzeitig besitzt er aber auch noch gewisse kindliche Züge, die einen immer wieder breit schmunzeln lassen. Also ich fand Pelle einfach nur bezaubernd; ich habe ihn sofort fest in mein Herz geschlossen und da man als Leser
in stets hautnah dran ist an seinen Empfindungen und Gedanken und sein Seelenleben unglaublich gut veranschaulicht wird, habe ich mich jederzeit mühelos in ihn hineinzuversetzen können und mit ihm mitgefühlt und mitgelitten.

Pelle macht gerade eine echt harte Zeit durch. Er musste mitansehen wie sein krebskranker Vater immer weniger wurde und schließlich gestorben ist, der Tod seines geliebten Papas hat das Leben von ihm und seiner Mutter komplett verändert, ständig bemitleiden ihn alle und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, trifft sich seine beste Freundin Eva dann auch noch auf einmal mit dem Idioten Stoß aus ihrer Klasse – ausgerechnet der Junge, den Pelle überhaupt nicht leiden kann, da dieser ihn ständig piesackt. Mir tat Pelle unendlich leid, zugleich habe ich ihn aber auch zutiefst für seine große Stärke bewundert.

Auch ins Mitfiebern bin ich beim Lesen geraten. Insgesamt wird die Geschichte zwar sehr ruhig erzählt, aber durchweg mitreißen tut sie einen dennoch. So sorgt vor allem der Schuhkarton mit den Briefen von Pelles Papa für jede Menge Spannung. Was steht wohl auf den 16 Zetteln, welche Aufgaben wird der Vater seinem Sohn stellen und was werden diese alles bewirken?
Ich habe diesen Handlungsstrang ganz gebannt verfolgt und Pelle auf seinen kleinen Abenteuern nur zu gerne begleitet. Was genau er alles erleben und welchen wunderbaren Menschen er auf seinem Weg begegnen wird, werde ich euch hier allerdings nicht verraten. Die Briefe werden auf jeden Fall dafür sorgen, dass das Leben von Pelle und seiner Mama endlich wieder lebensfroher und bunter werden wird und dies mitzuerleben, macht einen als Leser*in unheimlich glücklich.

Fazit: Eine bewegende und einfühlsame Geschichte über Trauerbewältigung, dem Erwachsenwerden und noch vielem mehr.
Marlies Slegers hat mit „16 x zum Himmel und zurück“ einen gelungenen Kinderroman über eine schwere Thematik aufs Papier gebracht, welchen ich jeden, egal ob Jung oder Alt, nur empfehlen kann. Die Geschichte ist wunderschön und genau richtig humorvoll geschrieben und mit vielen zauberhaften Charakteren gespickt; sie ist herzergreifend und stellenweise recht traurig, zugleich steckt sie aber auch voller Trost und Hoffnung und macht Mut.
Mich hat das Buch tief berührt und auf eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 15.01.2022

Ein großes Muss für alle Eiskönigin- und Disney-Fans!

Disney – Dangerous Secrets 1: Iduna und Agnarr: DIE WAHRE GESCHICHTE (Die Eiskönigin)
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Da ich eine absolute Disneyliebhaberin bin und total gerne Bücher lese, in denen bekannte Disneygeschichten neu und anders erzählt werden, stand für mich sofort fest, dass ich die „Dangerous Secrets“ ...

Da ich eine absolute Disneyliebhaberin bin und total gerne Bücher lese, in denen bekannte Disneygeschichten neu und anders erzählt werden, stand für mich sofort fest, dass ich die „Dangerous Secrets“ - Reihe unbedingt kennenlernen muss. Auf den ersten Band war ich tierisch gespannt.

Für alle in Arendelle ist die 16-jährige Iduna ein freundliches junges Dorfmädchen und die beste Freundin von Prinz Agnarr. Was aber niemand weiß: Iduna hütet ein dunkles Geheimnis. Sie ist eine Northuldra. Da die Menschen aus Arendelle ihrem Volk jedoch nicht trauen, es sogar missachten, muss Iduna ihre wahre Identität unbedingt geheim halten, sogar vor dem Prinzen. Agnarr weiß tatsächlich nicht, wer seine Freundin in Wirklichkeit ist und ahnt nichts davon, dass sie es war, die ihm damals im Zauberwald gerettet hat. Iduna belastet es, dass so ein großes Geheimnis zwischen ihr und Agnarr steht und als aus ihrer Freundschaft mit der Zeit Liebe wird, tut sie sich immer schwerer damit, ihre Herkunft vor ihm zu verbergen. Wird es ihr gelungen ihre Identität weiter zu verheimlichen? Wird ihr und Prinz Agnarr eine gemeinsame Zukunft vergönnt sein?

Als großer Fan der „Die Eiskönigin“ - Filme hat es mich sehr gefreut, dass uns der erste Teil der „Dangerous Secrets“ - Serie in das Frozen-Universum mitnimmt und neue interessante Einblicke in diese magische Welt gewährt. Das Buch widmet sich ganz den Eltern von Elsa und Anna, es ist quasi die Vorgeschichte zu den Disney-Filmen. Es empfiehlt sich daher auf jeden Fall sehr, die Filme gesehen zu haben, ehe man in den ersten Dangerous-Secrets-Band eintaucht – zum einen um Spoiler zu vermeiden und zum anderen, weil die Lesefreude so einfach deutlich höher ist. Meiner Ansicht nach kann man den Geschehnissen aber auch ohne jegliche Vorkenntnisse problemlos folgen.

Schon in „Die Eiskönigin II“ erfahren wir ja ein wenig über die Kindheit von Elsas und Annas Eltern. Mari Mancusi hat diese Erzählungen nun weiter ausgearbeitet und mit eigenen originellen Ideen versehen und in meinen Augen ist ihr diese Verknüpfung aus Altbekannt und Neu großartig gelungen. Mari Mancusis Einfälle harmonieren einfach perfekt zu den bereits gegebenen Informationen über das Königspaar von Arendelle und ergeben zusammen mit ihnen ein rundum stimmiges Gesamtpaket. Der Autorin ist es zudem klasse geglückt, dieses besondere magische Disney-Frozen-Feeling aus den Filmen einzufangen. Diese einzigartige Eiskönigin-Atmosphäre kommt beim Lesen wirklich richtig gut rüber, man spürt sie auf jeder einzelnen Seite. Ein bisschen irritiert haben mich allerdings ein paar Formulierungen, die für meinen Geschmack etwas zu modern für die Story sind. Da hätte ich persönlich eine andere Wortwahl irgendwie passender und besser gefunden. Groß gestört hat mich dieser Aspekt jedoch nicht. Ich mochte den Schreibstil insgesamt richtig gerne. Er ist fesselnd, leicht und bildhaft und liest sich superangenehm und da überdies die Kapitel sehr kurz gehalten sind, kommt ein wundervoller Lesefluss zustande.

Geschildert wird alles abwechselnd aus den Blickwinkeln von Iduna und Agnarr, jeweils in der Ich-Perspektive, was mir total gut gefallen hat. Wer meinen Lesegeschmack ein bisschen näher kennt, müsste wissen, dass ich Sichtwechsel in Büchern ausgesprochen gerne mag. Sie gestalten das Ganze in der Regel einfach so schön abwechslungsreich und mitreißend – so wie hier. Mich hat die Handlung von Beginn an die Seiten fesseln können, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte und innerhalb kurzer Zeit beendet habe.
Langeweile kam für mich dabei an keiner Stelle auf. Die Geschichte kann mit vielen spannungsreichen und überraschenden Szenen aufwarten, die lustigen Momente kommen ebenfalls nicht zu kurz und auch fürs Herz gibt es eine Menge; vor allem zum Ende hin wird es sehr emotional. Dank der Filme wissen wir ja, dass das Leben von Iduna und Agnarr leider äußerst tragisch endet. Zu dramatisch und gefühlvoll wird die Handlung allerdings nicht und auch die Romantik hält sich in Grenzen, schließlich handelt sich bei dem Buch um einen Roman für eine jüngere Zielgruppe. Die Altersangabe vonseiten des Verlags liegt bei ab 10 Jahren und dem schließe ich mich an, wobei ich persönlich es eher ab 11 oder 12 Jahren empfehlen würde.

Neben den ergänzenden Infos über Iduna und Agnarr liefert uns die Erzählung dann auch neue Erkenntnisse bezüglich Elsas magischer Kräfte. Wie diese aussehen, werde ich euch hier jedoch nicht verraten, das müsst ihr schon selbst herausfinden.

Wovon ich euch aber unbedingt noch kurz berichten möchte, sind die Charaktere. Mit deren Ausarbeitung hat mich die Autorin ebenfalls auf ganzer Linie überzeugen können, allen voran mit Iduna und Agnarr. Die Nebenfiguren wurden aber auch wirklich prima skizziert und tragen allesamt dazu bei, dass man herrliche Lesestunden mit dem Buch verbringt.

Fazit: Eine märchenhaft schöne Vorgeschichte zu Disneys „Die Eiskönigin“ voller wunderbarem Disney-Zauber, Geheimnisse und Magie.
Mari Mancusi hat mit dem ersten Band der „Dangerous Secrets“ - Serie einen überzeugenden Reihenauftakt aufs Papier gebracht, der große Lust auf mehr macht und für alle Frozen-Fans und Disney-Nerds ein absolutes Must-Have ist. Das Buch liefert tolle neue Einblicke in die Welt von „Die Eiskönigin“ und kann mit vielen coolen Ideen aufwarten, es ist spannend und unterhaltsam zugleich und lädt von Anfang bis Ende zum Mitfiebern ein. Ich hatte unheimlich viel Freude dabei in die Geschichte einzutauchen und mich von dem Einfallsreichtum der Autorin verzaubern zu lassen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 12.01.2022

Humorvoll, ehrlich, tiefgründig und warmherzig. Einfach klasse!

Quiet Girl (deutsche Hardcover-Ausgabe)
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Debbie ist eine freundliche und ruhige junge Frau, die nichts mehr liebt als in Bücher einzutauchen und Zeit alleine zu verbringen. Gemütlich zu Hause auf dem Sofa sitzen, mit einem guten Buch und einer ...

Debbie ist eine freundliche und ruhige junge Frau, die nichts mehr liebt als in Bücher einzutauchen und Zeit alleine zu verbringen. Gemütlich zu Hause auf dem Sofa sitzen, mit einem guten Buch und einer warmen Tasse Tee, so schaut ein perfekter Tag für Debbie aus. Sich mit anderen Leuten treffen, neue Menschen kennenlernen, auf Partys gehen, Smalltalk machen, telefonieren – all das ist für sie ein wahres Grausen. Unter Menschen sein strengt Debbie ungeheuer an und laugt sie richtig aus. Eine lange Zeit fragt sie sich, ob mit ihr etwas nicht stimmt, aber irgendwann erkennt sie, dass mit ihr alles okay ist. Sie lernt ihre Introvertiertheit zu akzeptieren und findet Wege in der lauten Welt zurechtzukommen. Eine große Unterstützung ist ihr dabei ihr verständnisvoller Freund und späterer Ehemann Jason, der das perfekte Gegenstück zu ihr ist und sie so liebt, wie sie ist.

Ich glaube, ich habe selten ein Buch gelesen, bei welchem ich mich so gut mit der Hauptfigur identifizieren konnte wie es bei „Quiet Girl“ der Fall war.

Die Protagonistin Debbie, von der diese Graphic Novel handelt, lebt in so vielen Dingen mein Leben: Ihre Scheu und Angst davor Zeit mit anderen Menschen zu verbringen und neue Leute kennenzulernen; die viele Kraft und Energie, die es sie kostet, wenn sie sich in der lauten Welt aufhält; ihre Abneigung gegen Smalltalk, Partys, telefonieren und Gruppenarbeit; ihre ständige Sorge, dass andere sie für sonderbar halten; ihre große Leidenschaft für Bücher – That‘s me, thats‘s my live. Ich habe mich wirklich unglaublich gut in Debbie hineinversetzen können und ich gehe sehr davon aus, dass es allen anderen schüchterneren und zurückhaltenden Leser*innen ähnlich oder genauso ergehen wird. Introvertierten Personen kann ich „Quiet Girl“ definitiv ganz besonders ans Herz legen, man fühlt sich beim Lesen einfach so gut verstanden und weniger allein mit seinen Selbstzweifeln. Allen anderen kann ich diesen Comic aber natürlich ebenfalls nur empfehlen. Er hilft Außenstehenden dabei menschenscheue und sensible Menschen besser zu verstehen und taktvoll mit ihnen umzugehen.

Mich hat Debbie mit „Quiet Girl“ auf ganzer Linie überzeugen können. Ich liebe die Art und Weise, mit der die Thematik Introvertiertheit behandelt wird, ich liebe den außergewöhnlichen Zeichenstil und ich liebe Message, die die Story vermittelt. Mit viel Witz und Feingefühl gibt uns Debbie Tung einen authentischen Einblick in das Leben einer introvertierten jungen Frau und sie bringt uns eine ganz tolle und wichtige Botschaft näher: Sei stets du selbst und steh zu deinen Eigenschaften und Besonderheiten, lass dich für andere nicht verbiegen. Es ist okay, introvertiert zu sein. Es ist okay, wenn du lieber alleine bist, anstatt unter Leute zu gehen. Es ist okay, lieber zu denken statt zu reden. Du bist okay so wie du bist.

„Quiet Girl“ umfasst insgesamt drei Jahre von Debbies Leben, angefangen von ihrem letzten Collegejahr bis zu ihrem ersten Job. Es wird allerdings keine richtige fortlaufende Geschichte erzählt – der Comic enthält viele verschiedene kurze Episoden und ich habe jede einzelne von ihnen zutiefst genossen.

Für mich hat sich „Quiet Girl“ wunderbar (und leider viel zu schnell) lesen lassen. Durch den locker-leichten Erzählstil, den hohen Bildanteil und die geringe Menge an Text fliegt man einfach nur so durch die Seiten und kann gar nicht anders als den Comic in einem Rutsch wegzusuchten.

Auch mit unserer Hauptprotagonistin hat das Buch auf Anhieb bei mir punkten können. Debbie ist sympathisch, liebenswert, total buchverrückt und so echt, ich habe sie sofort fest in mein Herz geschlossen. Dass ich mich bemerkenswert gut in sie hineinfühlen konnte, habe ich euch ja bereits erzählt, ich habe mich wirklich in sehr vielen Dingen in ihr wiederfinden können.


In mir hat „Quiet Girl“ die verschiedensten Gefühle ausgelöst. An vielen Stellen habe ich richtig mit Debbie mitgelitten. Sie setzt sich selbst extrem unter Druck und macht sich ständig einen Kopf darum, was andere Menschen wohl von ihr denken. Ich fand es traurig zu sehen, dass Debbies Leben mehr ein Überleben ist und ihre Batterien so oft leer sind, weil sie meist lieber den Vorstellungen der anderen entsprechen möchte und nicht ihre eigene Wünsche und Bedürfnisse an erster Stelle setzt. Ich habe allerdings absolut nachvollziehen können, warum Debbie so handelt und empfindet, ich bin in dieser Hinsicht schließlich ganz genauso.

Neben dem Mitfühlen und Mitleiden musste ich beim Lesen aber auch öfters ziemlich breit schmunzeln. Über Debbies Begeisterung beispielsweise, wenn ein Wochenende bevorsteht, welches sie allein und lesend zu Hause verbringen kann oder wenn ihr Freund ihr neue Bücher schenkt. Auch bei den Strategien, die sie entwickelt hat, um den Alltag zu überstehen, kann man oft gar nicht anders als sich zu amüsieren. Wobei einem natürlich klar ist, dass das Ganze für Debbie alles andere als schön und angenehm ist, sondern äußerst stressig und kräftezehrend.

Also ich finde, dass es der Autorin großartig geglückt ist das Leben einer introvertierten jungen Frau auf eine humorvolle Weise darzustellen. Ich habe die Portion an Komik als genau richtig und passend empfunden.


Die zahlreichen schwarz-weiß Bilder sind ebenfalls einfach nur perfekt gelungen. Sie sind recht schlicht und simpel, zugleich aber auch beeindruckend ausdrucksvoll. Stellenweise wird die Handlung sogar ganz ohne Text von den unterschiedlich großen Panels erzählt. Die Illustrationen geben die Emotionen und Gefühle der Figuren einfach so gut wieder – Worte sind da wirklich oft gar nicht vonnöten.

Fazit: Eine wundervolle Graphic Novel über eine junge introvertierte Frau – einfühlsam, witzig, wertvoll und ehrlich.

Mir hat Debbie Tung mit „Quiet Girl“ ein echtes Highlight bescheren können. Ich bin vollkommen begeistert von den verschiedenen Erzählungen und Anekdoten aus Debbies Leben und von den vielen liebevollen und ausdrucksstarken Bildern. Egal ob introvertiert, extrovertiert oder irgendwas dazwischen – ich kann dieses Comicbuch jedem nur ans Herz legen, es steckt voller Herz, subtilem Humor und Tiefe und ist in meinen Augen etwas ganz Besonderes. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 12.01.2022

So süß und zauberhaft!

Heartstopper Volume 1 (deutsche Hardcover-Ausgabe)
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Bei der Heartstopper-Serie war ich nun schon eine ganze Weile am überlegen, mir die englischen Ausgaben zuzulegen. Auf Instagram bin ich der Reihe in der letzten Zeit ständig über den Weg gelaufen und ...

Bei der Heartstopper-Serie war ich nun schon eine ganze Weile am überlegen, mir die englischen Ausgaben zuzulegen. Auf Instagram bin ich der Reihe in der letzten Zeit ständig über den Weg gelaufen und so viele schwärmen von ihr – inzwischen war meine Neugierde riesengroß. In der Hoffnung, dass die Bücher vielleicht noch ins Deutsche übertragen werden wird, habe ich mit deren Einzug dann aber doch lieber noch gewartet – ich lese einfach nicht so gerne auf Englisch. Ihr könnt euch sicherlich denken, dass ich mich tierisch gefreut habe als ich erfuhr, dass der Loewe Verlag „Heartstopper“ herausbringen wird. Da stand für mich natürlich sofort fest: Den ersten Band muss ich unbedingt bei mir einziehen lassen.

Charlie und Nick besuchen dieselbe Jungenschule und hatten bisher nichts miteinander zu tun. Als die Schüler jedoch in neue, klassenübergreifende Lerngruppen eingeteilt werden und Nick auf dem Platz neben Charlie landet, werden sich die Jungen kennenlernen. Dass Charlie schwul ist, weiß die ganze Schule, Nick dagegen ist nicht homosexuell. Das denken zumindest alle, ihn eingeschlossen. Als er aber immer mehr Zeit mit Charlie verbringt, nimmt er zunehmend Gefühle in sich wahr, die ihn komplett verwirren. Steht er etwa auf Charlie? Aber er ist doch straight, er hat sich bisher nie für Jungen interessiert. Charlie dagegen weiß sofort, dass er sich in Nick verknallt hat und auch Nick wird schließlich noch klar werden, dass er sich in seinen neuen Freund verliebt hat.

Da die Heartstopper-Serie so gehypt wird, habe ich mir von dem Auftaktband natürlich ausgesprochen viel erhofft und um es kurz zu machen: Meine hohen Erwartungen konnten komplett erfüllt werden! Ich habe mich von den ersten Seiten an in „Heartstopper Volume 1“ verliebt. Die Geschichte ist so unheimlich cute und ehrlich und die Illustrationen sind einfach nur zauberhaft. Diese Reihe wird eindeutig zurecht so sehr gefeiert. Ich kenne zwar bisher nur den ersten Teil, bin mir aber vollkommen sicher, dass ich auch von den Folgebänden begeistert sein werde und sie den großen Hype absolut verdient haben.

Mich hat die Geschichte von Beginn an ihren Bann ziehen und durchweg fesseln können. Ich habe beim Lesen so richtig mitgefiebert und mitgefühlt und fand es wundervoll mitzuerleben wie sich unsere beiden unterschiedlichen Hauptprotagonisten immer näherkommen und sich ihre Freundschaft zu so viel mehr entwickelt.
Charlie und Nick, von denen das Buch handelt, habe ich sofort fest in mein Herz geschlossen. Ich könnte da jetzt auch gar nicht sagen, wen von beiden ich lieber mochte; sie sind einfach beide so niedlich, echt und sympathisch. Ich habe die gemeinsamen Momente der zwei zutiefst genossen und das Lächeln stellenweise gar nicht mehr aus dem Gesicht bekommen, da ihre langsam entstehende Beziehung mit so viel Herz, Wärme und Unschuld beschrieben wird.

Die Story ist wirklich zum Dahinschmelzen süß, driftet aber niemals ins Kitschige ab. Sie wirkt jederzeit völlig lebensnah. Alice Oseman ist es in meinen Augen wunderbar geglückt, die Entstehung einer queeren Beziehung darzustellen. Es ist so schön und aufregend zu sehen, wie sich Charlie und Nick ihrer Gefühle immer mehr bewusst werden; allen voran bei Nick, der, anders als Charlie, seine wahre Sexualität noch nicht gefunden hat. Mitzuverfolgen wie er sich seinen Empfindungen für Charlie zunehmend klar wird, schließlich realisiert, dass er homosexuell ist und allmählich damit beginnt, sich immer wohler mit dieser Erkenntnis zu fühlen, wird herzergreifend veranschaulicht.

Die Handlung behandelt insgesamt viele relevante Themen wie LGBTQ+, Freundschaft, Liebe, toxische Beziehung, Selbstfindung und Selbstakzeptanz. Auch mit Mobbing und Homophobie setzt sich der Comic auseinander, was mir ungemein gut gefallen hat. Queere Menschen haben es in unserer Gesellschaft leider nach wie vor nicht leicht. Es hat sich zwar schon eine Menge getan, aber viele Leute verurteilen Homosexuelle nach wie vor für ihre Sexualität, feinden sie an und akzeptieren sie nicht. So gibt es natürlich auch an der Schule von Charlie und Nick Schüler*innen, die über die beiden Jungs herziehen und sich über sie lustig machen. Dies mitanzusehen hat mich richtig traurig gemacht, aber ich finde es gut und wichtig, dass Alice Oseman diese Thematik anspricht. Es ist schließlich die grausame Realität.

Neben Charlie und Nick gibt es in dem Buch noch viele weitere tolle Charaktere. Chris‘ Schwester Tori beispielsweise, die ich von den Nebenfiguren ganz besonders liebgewonnen habe. Von ihr gibt es sogar ein eigenes Buch, das vor einigen Jahren im dtv Verlag erschienen ist: Solitaire. Den Titel möchte ich mir nun auf jeden Fall auch noch zulegen, ich möchte Toris Geschichte unbedingt kennenlernen.

Was den Zeichenstil angeht, kann ich mich ebenfalls nur begeistert äußern. Er ist zwar recht simpel und einfach gehalten, steckt aber voller liebevoller Details und gibt die Emotionen der Charaktere so gut wieder, dass Worte oft gar nicht vonnöten sind. Text ist insgesamt wirklich nur wenig vorhanden – stellenweise erzählen die schwarz-weiß Bilder die Handlung sogar ganz alleine. Wahrscheinlich hätte man die Gefühle, Gesichtsausdrücke und Gesten in Worten aber auch gar nicht so gut wiedergeben können wie es Alice Oseman mit ihren Zeichnungen gelungen ist. Tja, wie heißt es so schön: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Dieser Spruch trifft auf diese Graphic Novel definitiv zu.

Durch die unterschiedlich großen Panels, dem Wechsel zwischen bild- und dialoglastiger Szenen und den Einbezug von Textnachrichten ist das Leseerlebnis ein enorm abwechslungsreiches und spannendes, sodass es niemals langweilig wird. Man fliegt beim Lesen nur so durch die Seiten und mag den Comic gar nicht mehr aus der Hand legen. Bei mir jedenfalls war es so; ich habe das Buch verschlungen und hätte mich danach am liebsten sofort auf den nächsten Band gestürzt. Das Blöde nun allerdings ist: Die deutsche Übersetzung von „Heartstopper Volume 2“ wird leider erst im Herbst 2022 erscheinen. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich mich so lange gedulden kann, vor allem nicht nach dem fiesen Ende, mit dem uns der Serienstart zurücklässt. Mein Englisch ist zwar nicht so dolle, aber da die Geschichten nur sehr wenig Text enthalten, müsste selbst ich sie mit meinen recht dürftigen Vorkabelkenntnissen relativ problemlos lesen können. Na, mal schauen. Ich denke aber, dass es auf die englischen Ausgaben hinauslaufen wird. Über ein halbes Jahr warten kann ich vermutlich nicht, ich bin einfach so gespannt wie es mit Charlie und Nick weitergehen wird.

Fazit: Eine wunderschöne queere Liebesgeschichte– mitreißend, herzbewegend, emotional und authentisch.
Endlich habe ich den ersten Band von Alice Osemans beliebter Comic-Serie kennenlernen dürfen und weiß nun, warum deren Fangemeinde so groß ist. Für mich hat sich der erste Band zu einem absoluten Highlight entwickelt, ich habe das Buch vom ersten Moment an geliebt. Die Story ist so unglaublich süß und ehrlich und spricht viele aktuelle und bedeutsame Themen an, sie ist unterhaltsam und tiefgründig zugleich und die Illustrationen sind einfach nur bezaubernd und großartig gelungen. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgesuchtet und hatte super viel Spaß dabei. Ich kann „Heartstopper Volume“ jedem nur ans Herz legen und vergebe 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 05.01.2022

Witzig, tiefgründig, ehrlich und romantisch. Ein tolles Buch!

Happy End gibt's nur im Film
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Die Bücher von Holly Bourne lese ich immer total gerne mag – vor allem ihre Spinster-Girls-Reihe liebe ich sehr. Auf ihren neuen Jugendroman „Happy End gibt‘s nur im Film“ habe ich mich daher tierisch ...

Die Bücher von Holly Bourne lese ich immer total gerne mag – vor allem ihre Spinster-Girls-Reihe liebe ich sehr. Auf ihren neuen Jugendroman „Happy End gibt‘s nur im Film“ habe ich mich daher tierisch gefreut.

Die 17-jährige Audrey glaubt nicht mehr an die Liebe. Seit sich ihre Eltern voneinander haben scheiden lassen und sie selbst eine unschöne Trennung von ihrem Ex-Freund hinter sich hat, hat sie auch allen Grund dazu. Audrey ist der festen Überzeugung, dass romantische Filme nur Lügen erzählen. Liebe gibt es im echten Leben nicht. Doch dann nimmt sie einen Nebenjob in einem kleinen Kino an und trifft dort auf ihren Arbeitskollegen Harry. Dieser ist äußerst charmant und witzig und löst Gefühle in ihr aus, von denen sich sie eigentlich verabschiedet hat. Als sie sich von ihm dazu überreden lässt, bei seinem Zombiefilm mitzumachen und die beiden immer Zeit miteinander verbringen, muss sich Audrey sehr bald eingestehen, dass sie sich in Harry verliebt hat – und er auch in sie. Ist sie aber wirklich schon bereit für eine neue Beziehung? Romantik und Happy Ends gibt es schließlich nur im Film...

„Happy End gibt‘s nur im Film“ war mal wieder so ein Buch, bei welchem sich meine Vorfreude als vollkommen gerechtfertigt erwiesen hat. Mir hat der neue Teenieschmöker von Holly Bourne genau das beschert, was ich mir erhofft habe: Eine zauberhafte Lovestory, die die perfekte Mischung aus Humor, Ernsthaftigkeit, Drama und Tiefgang enthält und durchweg mitreißt. Ich hatte insgesamt super viel Spaß beim Lesen und habe das Buch für meinen Geschmack viel zu schnell beendet.

Der Einstieg in die Geschichte gelang mir spielend leicht. Holly Bourne hat einen wunderschönen Schreibstil, er ist spritzig, humorvoll und fesselnd, für mich hat er sich mal wieder angenehm flüssig lesen lassen.
Auch mit unserer 17-jährigen Hauptprotagonistin Audrey, aus deren Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren, hat das Buch auf Anhieb bei mir punkten können. Audrey ist sympathisch und stark und besitzt so eine schön sarkastische und zynische Art. Ich mochte sie vom ersten Moment an und habe mich dank der glaubwürdigen Darstellungsweise ihrer Gefühls- und Gedankenwelt mühelos in sie hineinversetzen und ihr Verhalten stets nachvollziehen können.

Ich habe richtig mit Audrey mitgefiebert und stellenweise sehr mit ihr mitgelitten. Als Leser*in wird einem ziemlich schnell klar, dass unsere Romanheldin gerade eine schwere Zeit durchmacht. Ihr Idiot von einem Dad hat ihre Mum für eine andere Frau verlassen, die Mutter ist daraufhin in ein tiefes Loch gefallen, der Vater möchte ihnen das Haus wegnehmen und mit ihrem Ex-Freund Milo ist sie äußerst unerfreulich auseinandergegangen.
Sowohl Audreys Probleme als auch ihre Entwicklung werden wunderbar veranschaulicht, absolut authentisch und wirklichkeitsnah.

Die weiteren Charaktere wurden ebenfalls prima ausgearbeitet. Mir haben sie unheimlich gut gefallen; sie besitzen allesamt ihre Ecken und Kanten und wirken jederzeit sehr lebensecht. Bei Harry hat die Autorin zwar ein wenig in die Klischeeschublade gegriffen – Bad Boy-Image, gutaussehend, unwiderstehlich – aber mich persönlich hat das in keinster Weise gestört, im Gegenteil. Ich habe die Dosis an klischeehaften Eigenschaften, mit denen Harry versehen wurde, als genau richtig und passend empfunden. Ich fand Harry einfach klasse. Er ist ein total cooler, lässiger und lustiger Typ, ich war seinem Charme und einmaligem Humor im Nu komplett verfallen. Dass Audrey ihm nicht widerstehen kann, trotz ihrer aktuellen Denkweise bezüglich der Liebe, habe ich daher nur zu gut verstehen können.

Wie die Annäherung der beiden und ihre Beziehung beschrieben wird, ist großartig; ich mochte die gemeinsamen Momente zwischen den beiden wahnsinnig gerne. Also mich hat die Lovestory gänzlich überzeugen können, sie ist glaubhaft, emotional und in meinen Augen überhaupt nicht kitschig.

Neben den Figuren und der Liebesgeschichte habe ich auch die Art und Weise wie sich die Autorin mit den weiteren Dingen auseinandersetzt als überaus gelungen empfunden.
Das Buch zeigt überzeugend auf, dass romantische Komödien und Filme wenig realistische Vorstellungen vermitteln, sowohl hinsichtlich der Liebe als auch des Frauenbildes. Es bringt uns viele positive Botschaften und wichtige Themen näher wie Feminismus, Selbstakzepttanz, das Einstehen für sich selbst, Freundschaft, Scheidung, Drogen und psychische Gesundheit.
„Happy End gibt‘s nur im Film“ ist definitiv mehr als nur eine süße Liebesgeschichte. Das Buch ist tiefgründig und teils etwas ernster, es bewegt und regt zum Nachdenken an.
Der Unterhaltungswert kommt bei dem Ganzen aber natürlich ebenfalls nicht zu kurz. Wer schon ein Werk von Holly Bourne gelesen hat, wird wissen, dass sie einen tollen Humor besitzt. Ich zumindest liebe ihn. Auch bei diesem Buch aus ihrer Feder habe ich mich stellenweise prächtig amüsiert; vor allem die Dreharbeiten von Harrys Zombiefilm, bei welchem Audrey (die gerne schauspielert) die Rolle der Zombiebraut übernehmen wird, haben mir jede Menge breite Schmunzler entlockt.

Sehr gut gefallen hat mir auch, dass im Verlauf der Geschichte viele Titel von bekannten Filmen genannt werden. Da muss ich nur gestehen, dass ich die meisten nur vom Namen her kenne und nie gesehen habe. Das Buch hat mich nun aber dazu inspiriert einige dieser Movies endlich mal zu gucken. Wie „Harry und Sally“ zum Beispiel. Und ich möchte nun unbedingt bald mal wieder ins Kino gehen. Das Kino Flicker, in welchem Audrey jobbt, war ganz klar mein Lieblingsschauplatz. Ich habe die Atmosphäre dieses kleines Filmpalastes und das Zusammenspiel der Angestellten richtig geliebt und von dem außergewöhnlichen Popcorn, das es dort zu kaufen gibt, hätte ich nur zu gerne mal gekostet. Popcorn mit Zimtstaub, das hört sich verdammt lecker an, finde ich. Ich sollte vielleicht besser mal vorwarnen: Nicht nur das Cover macht Appetit auf Popcorn – auch die Geschichte führt dazu, dass man große Lust auf Popcorn bekommt. :D

Von dem Ende bin ich ganz besonders begeistert. Es ist ziemlich untypisch für einen Liebesroman, passt aber perfekt zur Story und schließt diese rundum stimmig und zufriedenstellend ab. Also ich fand den Schluss einfach nur genial.

Fazit: Mitreißend, ehrlich, witzig und romantisch. Eine wundervolle Liebesgeschichte.
Auf den neuen Jugendroman von Holly Bourne habe ich mich eindeutig zurecht so sehr gefreut: Mir hat die englische Autorin mit „Happy End gibt‘s nur im Film“ herrliche Lesestunden bereiten können. Solltet ihr gerne YA-Liebesromane lesen, die unterhaltsam und ernsthaft zugleich sind und von starken Protagonistinnen erzählen, kann ich euch „Happy End gibt‘s nur im Film“ nur ans Herz legen. Mich hat das Buch auf ganzer Linie überzeugen können, daher vergebe ich gerne 5 von 5 Sternen.

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