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Veröffentlicht am 08.03.2022

Wo sind Ava und ihre Eltern?

Kalt lächelt die See
2

Wo sind Ava und ihre Eltern?
Im Hafen von St. Peter Port auf der Kanalinsel Guernsey wird ein verlassenes Segelboot gefunden. An Deck scheint ein Kampf stattgefunden zu haben, denn die herbeigerufenen ...

Wo sind Ava und ihre Eltern?
Im Hafen von St. Peter Port auf der Kanalinsel Guernsey wird ein verlassenes Segelboot gefunden. An Deck scheint ein Kampf stattgefunden zu haben, denn die herbeigerufenen Polizisten entdecken Blut. Das Boot wurde von einem auf der Insel lebenden Ehepaar angemietet, Stephanie und Greg Hamon, deren kleine Tochter vor zwei Jahren spurlos verschwunden ist. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden des Ehepaars und der möglichen Entführung der kleinen Ava?
DI Kate Langlois und ihr neuer Kollege Walker, der sich von London auf die Insel versetzen ließ, ermitteln im Umfeld der Hamons und bekommen dabei Unterstützung von einem französischen Archäologen, der einen ungewöhnlichen Fund macht…
„Kalt lächelt die See“ ist ein spannender und unterhaltsamer Roman vor der malerischen Kulisse von Guernsey. Wie bei den meisten Krimis werden jede Menge falsche Spuren gelegt und das Ende empfand ich als ein wenig unbefriedigend, weil mir manches nicht ganz plausibel erschien, meinem Lesevergnügen tat dies jedoch keinen Abbruch. Ich freue mich jedenfalls schon auf den zweiten Band dieser neuen Krimireihe!

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  • Spannung
Veröffentlicht am 17.01.2022

In den Fußspuren des BTK Killers

Eiszeit für Beck
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In Hamburg wird eine grausam zugerichtete und zur Schau gestellte Leiche einer jungen Frau gefunden. Schnell kursiert das Gerücht, der Elbripper habe wieder zugeschlagen.
Nick Beck, der immer noch auf ...

In Hamburg wird eine grausam zugerichtete und zur Schau gestellte Leiche einer jungen Frau gefunden. Schnell kursiert das Gerücht, der Elbripper habe wieder zugeschlagen.
Nick Beck, der immer noch auf einer kleinen Dienststelle auf dem Land arbeitet, findet eine seltsame Zeichnung in seinem Briefkasten, ein Symbol, das der Mörder auch neben seinem Opfer hinterlassen hat. Anscheinend fordert er Beck heraus, ihn zu jagen.
Auch das LKA tritt an Nick Beck heran und bittet ihn um Mitarbeit, da sich dieser wie kein anderer mit den Morden des Elbrippers befasst hat. Seine Partnerin ist wieder die mittlerweile hochschwangere Cleo Torner.
Dann geschieht ein weiterer Mord. Den Ermittlern fällt auf, dass der Täter seinen Modus operandi geändert hat. Oder handelt es sich womöglich gar nicht um den Elbripper sondern um einen Nachahmungstäter?
Im ersten Band aus der Reihe ging es relativ unblutig zu, deshalb war ich erstaunt und wenig erfreut, wie sehr der Autor in diesem Band die grausamen und bluttriefenden Einzelheiten der Morde im Detail schildert. Trotz dieser Gewaltorgie kam für mich erst Spannung auf, als die Ehefrau des Elbrippers ins Spiel kam. Die zweite Hälfte des Buchs ist deutlich spannender als die erste. Wenig wirklichkeitsnah war eine Szene ganz am Schluss als die in den Wehen liegende Cleo Torner sich mit Ungereimtheiten in einem alten Fall auseinandersetzt. Das kann wirklich nur ein Mann schreiben, der sich offensichtlich nicht vorstellen kann, wie schmerzhaft eine Geburt ist!
Nicht ganz so gut wie der erste Band der Reihe, aber abgesehen von den blutigen Details, auf die ich gern verzichtet hätte, ein empfehlenswerter und spannender Krimi.

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Veröffentlicht am 09.09.2021

Die Last des guten Lebens

Der Brand
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Rahel und Peter sind seit 30 Jahren verheiratet. Sie haben jung geheiratet, sie war 19, er 25. Jetzt sind sie an einem Punkt in ihrer Ehe angelangt, an dem sie sich mehr und mehr entfremdet haben. Beruflich ...

Rahel und Peter sind seit 30 Jahren verheiratet. Sie haben jung geheiratet, sie war 19, er 25. Jetzt sind sie an einem Punkt in ihrer Ehe angelangt, an dem sie sich mehr und mehr entfremdet haben. Beruflich sind beide erfolgreich, sie als Psychotherapeutin, er als Universitätsprofessor. Doch auch beruflich sind sie desillusioniert. Rahel hält viele Probleme ihrer Klienten für Luxusprobleme und Peter empfindet die heutigen Studenten als zu oberflächlich. Als eine „nicht-binäre Person“ einen Shitstorm auslöst, weil Peter ihn/sie als „Frau“ anspricht, zieht er sich zurück und würde am liebsten alles hinschmeißen.
Jetzt steht allerdings erst mal der Urlaub bevor. Auf eine einsame Berghütte wollen sie fahren, doch im letzten Moment erfahren sie, dass besagte Hütte abgebrannt ist. Kurz danach ruft Ruth, eine Freundin von Rahels verstorbener Mutter, an und bittet sie um Hilfe. Ihr Mann Viktor, ein bekannter Künstler, muss in Reha und Ruth will ihn nach dorthin begleiten. Das kann sie jedoch nur tun, wenn sich jemand um die Tiere auf ihrem Hof kümmert. Ohne Peter zu fragen, sagt Rahel spontan zu.
Zunächst ist Peter nicht begeistert, vor allem, weil er nicht gefragt wurde. Doch dann stellt sich der Aufenthalt in der Uckermark als Glücksfall heraus. Peter kümmert sich um die Tiere und blüht auf. Doch auch dort macht jeder sein eigenes Ding. Für mich eine Schlüsselszene: als Ruth ihnen zwei Schlafzimmer zur Auswahl zeigt und jeder sich eines der Zimmer aussucht.
Den Anfang des Buchs empfand ich als sehr deprimierend. Ein Ehepaar, das sich nichts mehr zu sagen hat in der Einsamkeit der Uckermark, drückende Hitze, nur Gespräche über Belanglosigkeiten und manchmal gehen sie sich regelrecht aus dem Weg. Als dann auch noch die Tochter der beiden mit ihren kleinen Kindern auftaucht und ihnen eröffnet, sie wolle sich von ihrem Mann trennen, scheint das Chaos perfekt. Angesichts des ungewöhnlichen Erziehungsstils ihrer Tochter sind Rahel und Peter allerdings oft einer Meinung.
Was mich sehr gestört hat, ist, wie Rahel in Viktors Atelier, seinem „Heiligtum“, herumschnüffelt, Schubladen öffnet und untersucht. Das empfand ich als ausgesprochen übergriffig.
Am Ende ihres Aufenthalts sind sich Peter und Rahel wieder nähergekommen, aber es ist klar, dass sie vollkommen unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft haben. Ob ihre Ehe Bestand haben wird, ist offen.
Daniela Kriens Sprache hat mir sehr gut gefallen. Sie bringt in wenigen Worten Dinge genau auf den Punkt, beispielsweise, wenn Rahel die Luxusprobleme ihrer Klienten als „die Last des guten Lebens“ bezeichnet. Das Buch hat mich einerseits deprimiert und ich konnte nicht ganz nachvollziehen, wie man mit 49 und 55 schon so desillusioniert sein kann, dass man sich wie weitaus ältere Menschen verhält, andererseits hat die Autorin es geschafft, Situationen und Stimmungen so treffend zu beschreiben, dass ich das Gefühl hatte, dabei zu sein.

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Veröffentlicht am 07.09.2021

Einmal Cop, immer Cop

Der Sucher
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Cal Hooper hat sein Leben als Cop in Chicago satt. Seine Ehe ist gescheitert und der Beruf erfüllt ihn nicht mehr. Als er die Möglichkeit erhält, sich ein kleines Cottage in Irland zu kaufen, greift er ...

Cal Hooper hat sein Leben als Cop in Chicago satt. Seine Ehe ist gescheitert und der Beruf erfüllt ihn nicht mehr. Als er die Möglichkeit erhält, sich ein kleines Cottage in Irland zu kaufen, greift er zu. Alles, was er nun zu tun hat, ist, das Cottage zu renovieren und seinen Gedanken nachzuhängen, denkt er. Doch dann fühlt er sich beobachtet und legt sich auf die Lauer. Es stellt sich heraus, dass der dreizehnjährige Trey dahintersteckt, der zunächst sehr wortkarg ist, dann jedoch mit seinem Anliegen herausrückt: sein älterer Bruder ist ohne ein Wort vor Monaten verschwunden und Cal soll ihm helfen herauszufinden, was mit ihm passierte. Trey und Brendan standen sich sehr nahe und Trey ist der Meinung, sein Bruder sei entführt worden.
Obwohl er eigentlich der Polizeiarbeit den Rücken kehren wollte und sowieso nichts auf offiziellem Weg unternehmen kann, lässt sich Cal dazu überreden, Nachforschungen anzustellen. Den Dorfbewohnern gefällt dies gar nicht, der Yankee soll sich gefälligst um seine eigenen Angelegenheiten kümmern. Eines Abends im Pub wird ihm ziemlich unverhohlen gedroht. Doch jetzt ist Cals Neugier geweckt. Wer könnte ein Interesse daran haben, dass Brendan verschwunden bleibt? Was hat es mit den bestialisch getöteten Schafen auf sich und warum sind nur die Herden bestimmter Farmer betroffen?
Nach und nach findet Cal immer mehr Puzzleteile und schafft es schließlich auch, sie zu einem Ganzen zusammenzusetzen.
„Der Sucher“ ist ein Roman, kein Thriller, und den Kriminalfall fand ich auch nicht ganz so spannend, auch wenn manches überraschend war. Den Reiz dieses Buchs macht die Sprache aus. Tana Frenchs Schreibstil hat mir ganz hervorragend gefallen. Witzige Kommentare und Naturbeobachtungen wechseln sich ab mit Beschreibungen der einzelnen, teilweise recht schrulligen Dorfbewohner. Die Ladenbesitzerin Noreen möchte Cal am liebsten mit ihrer Nichte verkuppeln, während Cals Nachbar Mart ihm ans Herz legt, sich ein Hobby zu suchen. Der scheue Trey, der in schwierigen Verhältnissen lebt, entwickelt nach und nach Vertrauen zu Cal, der ihm so manches beibringt.
Mir hat das Buch gut gefallen, vor allem die ersten zwei Drittel. Der Schluss samt Auflösung zieht sich für meine Begriffe ein bisschen in die Länge. 4 Sterne und Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 20.07.2021

Ein Ermittler mit einer Menge krimineller Energie

Hundstage für Beck
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Nick Becks Leben scheint auf dem Tiefpunkt angelangt zu sein. Nachdem seine Kollegin und Freundin bei einem Einsatz ums Leben kam, lässt sich der ehemalige LKA Ermittler aufs Dorf versetzen, wo er seine ...

Nick Becks Leben scheint auf dem Tiefpunkt angelangt zu sein. Nachdem seine Kollegin und Freundin bei einem Einsatz ums Leben kam, lässt sich der ehemalige LKA Ermittler aufs Dorf versetzen, wo er seine Tage mit Wundenlecken und Saufen zubringt. Er wohnt in einer Absteige und das Einzige, was ihn noch zu interessieren scheint, ist sein Vintage-Mercedes.
Als er eines Abends betrunken nach Hause fährt, überfährt er eine junge Frau. Um seine Spuren zu verwischen, packt er die Leiche kurzerhand in den Kofferraum und lässt sie verschwinden. Dann landet der Fall einer verschwundenen jungen Frau auf seinem Schreibtisch und – wieder nüchtern – wird ihm klar, dass die auf der Straße liegende Frau zum Zeitpunkt des Unfalls wahrscheinlich schon tot war und die Leiche zur Klärung des Falls wieder auftauchen muss.
Seine Partnerin bei der Aufklärung des Verbrechens ist Cleo Torner vom LKA Hamburg, die, was die Ermittlung anbelangt, in diesem Fall eher blass rüberkommt. Von ihr erfahren wir lediglich, dass sie schwanger ist, sich aber in keinster Weise schont, und ihre geplante Hochzeit unter keinem guten Stern steht, da sie und ihr Partner offensichtlich sehr gegensätzliche Ansichten haben. Außerdem harmonieren Nick und sie gut als Team.
Wie es sich für einen Krimi gehört, gibt es jede Menge Verdächtige mit Motiv sowie eine ganze Reihe von falschen Fährten. Ein Krimi, der spannend anfängt, der mich gegen Ende aber mit gespaltenen Gefühlen zurücklässt, unter anderem, weil Nicks Rolle in dem Geschehen niemandem aufzufallen scheint, was mir nicht ganz glaubhaft erscheint. Alles in allem jedoch ein spannender Serienauftakt!

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