Peter und Rahel sind seit einigen Jahren verheiratet und haben zwei Kinder großgezogen. Leider hat sich ihre Beziehung, seit deren Auszug, immer mehr angespannt und sie scheinen sich in unterschiedliche ...
Peter und Rahel sind seit einigen Jahren verheiratet und haben zwei Kinder großgezogen. Leider hat sich ihre Beziehung, seit deren Auszug, immer mehr angespannt und sie scheinen sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt zu haben. Als ihre Urlaubspläne ins Wasser fallen und sie eine Alternative suchen müssen, steigt die Sorge um eine Trennung. Werden sie es schaffen, wieder zueinander zu finden?
Der Brand von Daniela Krien lag plötzlich in meinem Briefkasten und hat mich wirklich überrascht. Zu Beginn war ich unsicher, ob es mir gefallen und mich ansprechen würde. Ich habe zudem eine ganze Weile gebraucht, um in die Handlung einzusteigen. Doch sobald diese kleine Hürde überstanden war, wollte ich es nicht mehr aus der Hand legen.
Danielas Schreibstil ist sehr prägend und regt, an manchen Stellen, zum Nachdenken an. Sie spricht alltägliche Themen und Probleme an, mit denen sich mit Sicherheit jeder von uns in irgendeiner Weise identifizieren kann, egal ob es um Berufsstress oder Verluste geht.
Mit Peter und Rahel hat sie zwei tiefgründige und besondere Individuen erschaffen. Dennoch muss ich sagen, dass ich mir bei Rahel eine stärkere charakterliche Entwicklung gewünscht hätte.
Die Kritik an der Pandemie, Gender und dem Militär, sowie anderen aktuelle Thematiken hat mir äußerst gefallen, da diese Passagen meist ausgesprochen tiefgründigen und anregend waren. Die Realitätsnähe und auch der Handlungsort, haben in mir das Gefühl der Eingebundenheit geweckt, weswegen es sich nicht wie eine Reise in eine unnahbare Welt angefühlt hat, sondern eher wie ein Besuch in der Nachbarschaft.
Alles in allem hat mir das Buch gefallen und ich empfehle es an alle, die in unserer Welt bleiben und ihr dennoch ein wenig entfliehen wollen.
Nachdem Yoshi als Mitglied einer Motorradgang auffällig geworden ist, wird er von seinem Großvater zu einem alten Freund gebracht. Dieser ist ein angesehener Tätowierer und lehrt Yoshi sein Handwerk, auch ...
Nachdem Yoshi als Mitglied einer Motorradgang auffällig geworden ist, wird er von seinem Großvater zu einem alten Freund gebracht. Dieser ist ein angesehener Tätowierer und lehrt Yoshi sein Handwerk, auch die komplizierte Tebori Technik. Wenige Jahre später agiert Yoshi selbst als Lehrer und wird voraussichtlich der Nachfolger des Ladenbesitzers. Doch der Tag seines Antritts kommt früher als gedacht. Ist Yoshi bereit diese Verantwortung zu tragen?
Das Thema Tattoos interessiert mich seit geraumer Zeit, weswegen ich mich sehr über diesen Comic gefreut habe. Der Zeichenstil hat mir außerordentlich gefallen und auch die Aufteilung der Bilder war platznutzend ausgerichtet. Ein kleiner Zeithinweis wäre wünschenswert gewesen, denn an manchen Stellen, war ich mir nicht sicher ob die Handlung in der Vergangenheit oder Gegenwart spielte. Der Autor hat eindeutig Nachforschungen betrieben, da in dem Comic einige Fachwörter vorkamen, die ich als Leserin teilweise nur mithilfe des Glossars verstanden habe. José Manuel Robledo hat der Handlung viel Tiefgang, kulturelle wie mystische Aspekte und Details zugeschrieben, weswegen mir der Comic auch länger vorkam als knapp 70 Seiten. Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht und die Bonusseiten haben mich nur noch mehr vom Zeichenstil beeindruckt. Mal sehen wie es in Teil 2 weitergehen wird, denn der Cliff-Hanger war äußerst gemein.
Irene Park ist eine passionierte Leserin und Rezensentin von Romance-Büchern – ihre Liebe zu diesen Werken ist so groß, dass sie diese Leidenschaft zum Beruf machen möchte. Neben ihrem Literaturwissenschaftsstudium ...
Zum Inhalt:
Irene Park ist eine passionierte Leserin und Rezensentin von Romance-Büchern – ihre Liebe zu diesen Werken ist so groß, dass sie diese Leidenschaft zum Beruf machen möchte. Neben ihrem Literaturwissenschaftsstudium am Brighton College begeistert sie als erfolgreiche Buchbloggerin ihre Hunderttausenden von FollowerInnen. Doch während sie täglich über große Gefühle liest und spricht, bleibt ihr eigenes Liebesleben auf der Strecke. Irene fasst daher den Entschluss, selbst etwas zu unternehmen und ihre wahre Liebe mit Hilfe von Romance-Book-Tropes zu finden. Mit Aiden Jeon, ihrem stärksten Rivalen – sowohl auf dem Campus als auch unter den BuchbloggerInnen, ist ihr Kandidat fürs Fake Dating schnell gefunden. Was für Irene jedoch zunächst nur ein lästiges Abhaken ihres unbeliebtesten Tropes ist, fühlt sich bald nach einem unerwarteten HEA an …
Mein Eindruck:
Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde vorab gelesen und ahnte bereits bei meiner Bewerbung, dass mich manche Aspekte beim Lesen ziemlich nerven könnten. Aber ich bin gerne bereit, mich von Büchern überraschen zu lassen oder zu erkennen, dass mein erster Eindruck falsch war.
Mein Interesse wurde in erster Linie durch die Rezensionsthematik geweckt und den Berufswunsch der Protagonistin. Zu Beginn fand ich Irene sehr sympathisch, vermutlich weil ich mich in mindestens zwei Punkten mit ihr identifizieren konnte. Je weiter die Handlung voranschritt, desto mehr schwand dieses Gefühl, weil ich einige Entscheidungen oder Beweggründe von Irene nicht nachvollziehen konnte. Sie wirkten auf mich einfach nicht authentisch, insbesondere ihre „Erleuchtung“ im letzten Viertel des Buchs. Ihr Konflikt wurde so lange hinausgezögert und so stark aufgebauscht, dass die Auflösung sich nicht passend bzw. mangelhaft oder überstürzt anfühlte.
Der Charakter von Aiden wurde meiner Meinung nach besser konstruiert und hat deshalb einen runderen und glaubhafteren Eindruck bei mir hinterlassen. Er ist einfühlsam, beharrlich, aufmerksam und charmant und wird nicht von seiner Schwäche oder seinen Fehlern definiert, wie es bei Irene der Fall ist. Die Kapitel aus seiner Perspektive haben mir gefallen und die Handlung zum Ende des Buchs aufgefrischt (obwohl ich kein Fan von seinen schriftstellerischen Fähigkeiten bin). Ihn als männlichen Romance-Blogger Irene gegenüberzustellen hat mir gut gefallen, weil somit der Stereotyp gebrochen wurde, dass nur Frauen Romance Bücher lesen und lieben können.
Auch die engen Freunde der beiden Protagonisten Jeannette und Charles habe ich in mein Herz geschlossen, weil sie unkomplizierte und treue Wegbegleiter waren und man als LeserIn genug von ihnen mitbekommen hat, um sie als vollwertige Nebenfiguren zu betrachten.
Der Schreibstil von Susan Lee hat sich flüssig und ohne Stolperfallen lesen lassen, was die Lektüre für mich angenehm und unterhaltsam zugleich gemacht hat. Sie fügte viele spannende Aspekte in die Handlung ein, wie etwa die Date-Challenge zwischen Aiden und Irene, hat diese aber nicht vertieft. Aus diesem Grund hat sich der Verlauf der Handlung allgemein für mich recht oberflächlich angefühlt und so sehr mir das Glossar zu Beginn des Buchs und die kleinen Rezensionsauszüge vor jedem Kapitel auch gefallen haben, konnten sie nicht von den Punkten ablenken, die mich zunehmend gestört haben.
Wie bereits zu Beginn meiner Rezension angedeutet, gab es Aspekte, bei denen ich ahnte, dass sie mich stören könnten und das war auch so. Hierbei sollte ich darauf hinweisen, dass ich Tropes einzig als Mittel zur Kategorisierung von Büchern sinnvoll finde, da sie ansonsten zu viel von der Story vorwegnehmen, auch wenn man sich im Romance Genre oft denken kann, wie das Buch endet. Die Bedeutung, die diesen Tropes im Buch beigemessen wurde, hat sie in meinen Augen nur lächerlicher werden lassen, wobei ich die realistische Darstellung ihres Nutzens im realen Leben gut fand. Sie sind keine Guideline zur Liebe und damit komme ich zu meinem letzten (Kritik-)Punkt – die Klischeehaftigkeit des Buchs.
Da ich mir unsicher bin, ob Susan Lee absichtlich ein Buch voller Klischees geschrieben hat, oder es versehentlich passiert ist, lasse ich diesen Punkt nicht in meine Bewertung einfließen, doch sollte ersteres der Fall gewesen sein, finde ich nicht, dass sie dem Romance Genre mit diesem Buch zu einem besseren Ansehen verhelfen konnte, was ich irgendwie als ihre Intention verstanden hatte.
„The Romance Rivalry“ ist ein Buch über und für Romance LeserInnen, das wenig Tiefe, aber ausreichend Humor und Romantik beinhaltet, um es unterhaltsam zu machen.
Ohne ihren Terminkalender könnte die 19-jährige Pippa ihren 5-Jahres-Plan nicht verfolgen und ihr Leben nicht im Griff haben. Sie plant alles bis ins kleinste Detail, sogar den Mädelsabend ...
Zum Inhalt:
Ohne ihren Terminkalender könnte die 19-jährige Pippa ihren 5-Jahres-Plan nicht verfolgen und ihr Leben nicht im Griff haben. Sie plant alles bis ins kleinste Detail, sogar den Mädelsabend in ihrer WG am Willow Square. Doch als sich herausstellt, dass sie um den als sicher geglaubten Praktikumsplatz bei „Pink Flow Fashion” kämpfen muss, gerät ihre gesamte Dezemberplanung durcheinander. Als wäre das nicht schon genug, ist ausgerechnet Ben, der ihr das Herz gebrochen und sich anschließend aus ihrem Leben verabschiedet hat, ihr Konkurrent. Sie ist fest entschlossen, den Praktikumsplatz zu bekommen und Ben aus dem Weg zu gehen. Doch sie ist nicht auf das Knistern vorbereitet, das sich mit jeder Begegnung zwischen ihnen immer weiter ausbreitet …
Mein Eindruck:
Nach dem ersten Band „One Song Apart“ ist mir eine WG-Bewohnerin besonders im Gedächtnis geblieben – Pippa. Einzig wegen ihr und meiner Neugier auf den Stil von Valentina Fast, von der ich zuvor noch kein Buch gelesen hatte, beschloss ich es lesen zu wollen.
Der Schreibstil von Valentina Fast erschien mir flüssiger und lockerer als der von Lorena in Band 1. In der E-Book-Version habe ich einige Tipp- und Schreibfehler sowie eine fehlerhafte Formatierung festgestellt, die zu überlappenden Wörtern und einer dadurch erschwerten Lesbarkeit führten. Valentina ist gewiss nicht für alle diese Fehler verantwortlich, doch als Leserin kann ich schwer einschätzen, welcher Fehler aus welcher Quelle entsprungen ist. Sie haben in jedem Fall meinen Lesefluss unterbrochen. Das winterliche Setting in London passte definitiv perfekt zum Dezember und lieferte den Schnee, den manche Ecken in Deutschland leider bisher vermissen mussten.
Schon im ersten Band hat mich Pippa mit ihrem komplexen Charakter beeindruckt und fasziniert. In ihrer eigenen Geschichte wurde dies noch vertieft. Sie ist unglaublich ehrgeizig, organisiert, pflichtbewusst und ihren Mitbewohnerinnen eine gute Freundin. Valentina Fast hat die verschiedenen Facetten ihres Charakters deutlich an die Menschen in ihrer Umgebung angepasst, sodass man sofort nachvollziehen konnte, was sie von ihrem Gegenüber hält und welche Emotionen es in ihr auslöst. Ich hätte mir gewünscht, dass die Beziehung zu ihren Eltern ausführlicher behandelt wird und die Rückblenden sich nicht nur um Theo oder Ben drehen.
Ben ist ähnlich charakterstark wie Pippa und extrem hilfsbereit. Seine Vergangenheit wurde meiner Meinung nach ausreichend thematisiert, um ihn und seine Familiendynamik verstehen zu können. Er verkörpert eine gewisse Ausgeglichenheit und ist, soweit ich das beurteilen kann, reifer mit dem vergangenen Konflikt umgegangen als Pippa. Zumindest ist ihm dies schneller gelungen als ihr, doch beide haben eine schöne Entwicklung durchlebt.
Die Zeit, die sich Valentina Fast genommen hat, um die Gefühle der beiden wachsen zu lassen, hat mir äußerst gut gefallen, da sie die Beziehung damit authentischer erscheinen lässt. Die „zufälligen” Begegnungen wurden mir zwar irgendwann zu viel, doch sie trugen in den meisten Fällen sinnvoll zur Handlung bei. Wie im ersten Band finde ich die Darstellung der Freundschaftsdynamik zwischen Pippa, Quinn, Neve und Gemma genial. Ich hatte den Eindruck, dass es in diesem Band mehr Szenen mit ihnen gibt. Der Twist am Ende hat mir ebenfalls gefallen, da er zunächst vorhersehbar schien, dann aber mit seiner Auflösung überraschen konnte. Allgemein kam mir das Ende etwas zu rasch und es wurde zu schnell abgehandelt.
„Two Steps Away“ ist eine Leseempfehlung für alle, die unter Leistungsdruck und den Dämonen der Vergangenheit leiden – oder die einfach für eine Weile in die WG am Willow Square einziehen wollen.
Der menschenscheue Bestatter Callum hat nicht nur mit dem Verlust seines Großvaters zu kämpfen, sondern auch mit den gestellten Bedingungen in seinem Testament. Um das Familienunternehmen zu behalten, ...
Der menschenscheue Bestatter Callum hat nicht nur mit dem Verlust seines Großvaters zu kämpfen, sondern auch mit den gestellten Bedingungen in seinem Testament. Um das Familienunternehmen zu behalten, muss er bis zu seinem 35. Geburtstag geheiratet haben. Die Texanerin Lark ist Animationsdesignerin und versucht in Galway - Irland einen Neustart auf beruflicher und emotionaler Ebene. Sie zieht in das Haus neben Callums Bestattungsinstitut und ein falsch zugestelltes Paket startet ihre ungewöhnliche Freundschaft.
Der Titel und das Cover des Buchs haben mich neugierig gemacht und auch der Job des Protagonisten löste eine gewisse Faszination in mir aus. Ich hatte noch nie zuvor von der Autorin gehört und wollte ihrer Geschichte eine Chance geben.
Leider hatte ich bereits mit dem Einstieg in die Handlung so meine Probleme. Ich benötigte unglaublich viel Zeit, um ein Kapitel mit einem Umfang von ca. zehn Seiten zu beenden und wurde weder mit den Figuren, noch mit dem Humor warm. Den Schreibstil habe ich allgemein als holprig empfunden, auch ab dem Zeitpunkt, an dem ich einen besseren Zugang zu der Geschichte gefunden habe. Dieses Gefühl führte ich nach ein paar Kapiteln auf die Menge an Schreib- bzw. Tippfehlern zurück und der Tatsache, dass manche Sätze in größeren Textpassagen einfach nicht zum Rest passten. Vielleicht sind diese Probleme aufgrund der Übersetzungsarbeit entstanden, wer weiß.
Beide Hauptfiguren erschienen mir am Anfang nicht wirklich authentisch. Lark war mir zu erzwungen aufgedreht, tollpatschig und „quirky“ und auch Callum hat sich für meinen Geschmack ihr gegenüber zu schnell geöffnet. Im weiteren Handlungsverlauf wurde dieses Gefühl abgeschwächt, was unter anderem daran lag, dass man mehr über die Beiden erfahren hat und diese extremen Darstellungen weniger wurden.
An Lark hat mich weiterhin ihre Naivität und Gutgläubigkeit in ihrem Berufsumfeld gestört und ihre Entwicklungskurve fiel meiner Meinung nach schwächer aus als die von Callum. Besonders spannend fand ich die Einblicke in die Berufswelt von beiden, Lark als Creative Director eines Animationsfilms und Callum als Bestatter. Das sind keine Berufe, die oft in Büchern auftreten.
Der allgemeine Handlungsverlauf war leider größtenteils vorhersehbar, wobei mich freute, dass bestimmte kleinere Konflikte am Ende noch gelöst wurden und für Callums Problem nicht der offensichtlichste und häufiger thematisierte Lösungsweg genutzt wurde. Dennoch fand ich die Auflösung dieses juristischen Problems zu plötzlich und zu geradlinig bzw. unproblematisch in der Ausführung.
Vermutlich bin ich allgemein mit hohen Erwartungen an dieses Buch herangetreten und wurde deshalb in gewissen Punkten enttäuscht. Es gab definitiv auch schöne Szenen, welche mir gefallen haben und auch wie mit der Trauer- oder Therapie-Thematik umgegangen wurde, fand ich wirklich gut. Doch eine emotionale Bindung konnte ich weder zu den Haupt- noch zu den Nebenfiguren aufbauen - mit Ausnahme eines gewissen Kollegen von Lark, auf den ich nur wütend sein konnte.
Aus diesen genannten Gründen, würde ich dieses Buch nur an Personen weiterempfehlen, die auf Galgenhumor, irische Einschübe, medizinische Einblicke und zum Teil morbide Ereignisse stehen. Mein Fall war es nicht, da mir einfach das gewisse Etwas gefehlt hat, um diese eigentlich spannende Idee zu etwas wirklich Besonderem zu machen. Es ist eine nette Story für Zwischendurch, mit der man an manchen Stellen eventuell zu kämpfen haben könnte und die in mir leider wenig Emotionen auslösen konnte.