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Veröffentlicht am 15.02.2022

Bedrückende Familiengeschichte

Der fürsorgliche Mr. Cave
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Worum geht’s?
Antiquitätenhändler Terence Cave musste schon mehr als einen tragischen Verlust in seinem Leben hinnehmen. Als dann auch noch sein Sohn bei einem Unfall verstirbt, bleibt ihm nur noch seine ...

Worum geht’s?
Antiquitätenhändler Terence Cave musste schon mehr als einen tragischen Verlust in seinem Leben hinnehmen. Als dann auch noch sein Sohn bei einem Unfall verstirbt, bleibt ihm nur noch seine Tochter Byrony, die er um jeden Preis beschützen will. Byrony werden die engen Grenzen ihres Lebens jedoch schon bald zu viel, und anstatt sich Hilfe zu suchen, balanciert Terence immer stärker auf der Grenze zwischen väterlicher Liebe und krankhaftem Wahn.


Meine Meinung
Bei dieser Geschichte schwanke ich wirklich zwischen den extremsten Gefühlen und bin mir sicher, so schnell kein vergleichbares Buch finden zu können.

Die Grundidee hat mir beim Lesen tatsächlich eine Menge abverlangt, da ich wirklich nicht damit gerechnet hätte, so sehr in die immer wirrer werdende Gedankenwelt von Protagonist Terence gezogen zu werden. Auf emotionaler Ebene war das für mich persönlich sehr anstrengend, da ich auf der einen Seite nachvollziehen konnte, wie sehr er unter den Verlusten von geliebten Menschen leidet, mir gleichzeitig aber auch klar war, dass er eigentlich Hilfe braucht und sehr ungesunde Dinge tut.

Rein objektiv betrachtet ist Terence damit eine psychologisch durchaus interessante Figur, wobei insbesondere seine Entwicklung bzw. die Entwicklung der Geschichte hin zur Katastrophe wirklich eindrucksvoll zu verfolgen ist. Wirklich unterhaltsam im klassischen Sinne möchte ich das zwar nicht nennen, fesselnd ist die Erzählung ab in jedem Fall trotzdem.

Ich persönlich hätte mir eventuell eine kleine Vorwarnung erhofft, denn so ganz im Klaren war ich mir vor dem Lesen noch nicht, wie gravierend die Abwärtsspirale des Protagonisten gestaltet werden würde. Matt Haig ist sicherlich ein beeindruckender Autor, ob dieses Buch aber wirklich für jeden Leser geeignet ist, wage ich eher ein wenig zu bezweifeln.


Fazit
Mit dieser durchaus düsteren Familiengeschichte eines vom Leid geprägten Protagonisten hat Matt Haig ein durchaus fesselndes Werk geschaffen, über das zumindest ich noch eine ganze Weile nachdenken werde. Die Abwärtsspirale und die immer stärker werdenden Gefühle sind greifbar dargestellt, für jeden Leser wird dieses Buch aber vielleicht gerade auch deshalb nicht unbedingt das richtige sein.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 04.02.2022

Bekannte Kindergeschichte in neuem Gewand

Kleine Lesehelden: Die kleine Hexe
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Meine Meinung
Die kleine Hexe gehört schon lange zu den absoluten Kinderklassikern in den meisten Bücherregalen – und in meinem darf die Geschichte deshalb natürlich auch auf keinen Fall fehlen.

Die Umsetzung ...

Meine Meinung
Die kleine Hexe gehört schon lange zu den absoluten Kinderklassikern in den meisten Bücherregalen – und in meinem darf die Geschichte deshalb natürlich auch auf keinen Fall fehlen.

Die Umsetzung für Erstleser ist auf jeden Fall altersgerecht und so gestaltet, dass auch Leseanfänger und große Mitleser Spaß daran haben, der Geschichte zu folgen. Die bunten Illustrationen ergänzen den Text sehr ansprechend und sorgen dafür, dass beim Lesen keine Überforderung aufkommt.

Auch die kleinen Rätsel am Ende der Kapitel lockern auf und bieten eine Gelegenheit, sich noch einmal mit dem Gelesenen zu beschäftigen. Ob man den Gesamttext zwangsläufig so stark hätte kürzen müssen, ist dabei vielleicht Geschmackssache, schlecht umgesetzt wurde die Geschichte dabei aber definitiv nicht.


Fazit
Diese Neuauflage einer meiner liebsten Kindergeschichten wurde auf jeden Fall gelungen umgesetzt, auch wenn ich persönlich noch immer das Original bevorzuge. Nichtsdestotrotz eignet sich dieses Buch definitiv für Erstleser und beinhaltet für alle Mitleser eine Menge Lesespaß.

Dafür vergebe ich vier Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 30.01.2022

Gelungene Dystopie

Born
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Worum geht’s?
Taxifahrerin Nalani lebt ein weitestgehend unauffälliges Leben, kümmert sich um ihre Familie und schlägt sich während ihrer Arbeitszeit eher unfreiwillig mit dem vorlauten Hologramm Fergus ...

Worum geht’s?
Taxifahrerin Nalani lebt ein weitestgehend unauffälliges Leben, kümmert sich um ihre Familie und schlägt sich während ihrer Arbeitszeit eher unfreiwillig mit dem vorlauten Hologramm Fergus herum. Als ihr Bruder Tomas sie dann aber verzweifelt kontaktiert, um ihr von seltsamen Vorkommnissen auf der Farm, auf der er arbeitet, zu berichten, rutscht sie unfreiwillig mitten hinein in einen Kampf um verknappte Ressourcen und Macht, die niemand teilen will.


Meine Meinung
Die letzte richtig gute Dystopie auf meiner Leseliste liegt jetzt auch schon wieder einige Zeit zurück, weshalb ich wirklich gespannt darauf war, wie dieses Buch sein Potenzial umsetzen würde. Schon der Klappentext klang dabei sehr vielversprechend, und da die doch recht aktuellen Bezüge eine Menge Spannung versprochen haben, war ich natürlich neugierig auf die Geschichte.

Was mir hierbei tatsächlich am besten gefallen hat, war die Dynamik zwischen Protagonistin Nalani und ihrem Hologramm Fergus. Die beiden waren wirklich unterhaltsam zu beobachten und haben eine Menge Situationskomik in die Geschichte gebracht. Fergus fand ich als Figur dabei besonders interessant, da er ja per Definition kein Mensch ist, vermutlich aber auch gerade deshalb so besonders in seiner Entwicklung ist und für mich definitiv einer der besten Teile dieser Geschichte war.

Auch der Spannungsbogen wurde wirklich interessant aufgebaut und hat keine Langeweile aufkommen lassen. Der Einstieg in die Handlung war dabei zunächst vielleicht etwas verwirrend und hat nicht direkt klar gemacht, worauf dieses Buch eigentlich hinauslaufen sollte. Der eher subtile Weltenbau hat es aber doch recht schnell ermöglicht, sich im Setting zurecht zu finden und der schnell an Fahrt aufnehmenden Geschichte zu folgen.

Was mir für das richtige Feeling noch so ein bisschen gefehlt hat, waren tatsächlich die Beschreibungen der Welt, in der man sich beim Lesen befinden soll. Da auch der Schreibstil mitunter auf etwas seltsame Formulierungen zurückgreift, war ich stellenweise vom Gesamtbild eher weniger begeistert und habe mich daher dann eher an den Charakteren orientiert, die mir da schon deutlich besser gefallen haben.


Fazit
Auch wenn dem Feeling ein paar mehr Beschreibungen ganz zuträglich gewesen wären, haben mich auch die Charaktere allein ziemlich gut unterhalten können. Wer Lust auf eine spannend gemachte Dystopie hat, dem kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

Dafür gibt es von mir vier Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 30.01.2022

Angenehm zu lesen und überwiegend gelungen konstruiert

Dein dunkelstes Geheimnis
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Worum geht’s?
Wenn Kathryn ihren Vater einmal im Monat im Gefängnis besucht, fragt sie ihn bloß nach dem Verbleib ihrer vor knapp 25 Jahren verschwundenen besten Freundin – doch ihr Vater schweigt sie ...

Worum geht’s?
Wenn Kathryn ihren Vater einmal im Monat im Gefängnis besucht, fragt sie ihn bloß nach dem Verbleib ihrer vor knapp 25 Jahren verschwundenen besten Freundin – doch ihr Vater schweigt sie seit Jahren an. Als dann jedoch erneut ein kleines Mädchen aus ausgerechnet dem selben Haus verschwindet, will Kathryn in ihre Heimat zurückkehren und bei der Suche helfen und ahnt dabei noch nicht, wie viel Staub ihr Auftauchen aufwirbeln wird.


Meine Meinung
Das Grundkonzept dieser Geschichte hat auf jeden Fall die perfekte Vorlage für einen richtig guten Psychothriller geboten, auch wenn die Umsetzung meiner Meinung nach nicht einhundert Prozent ihres Potenzials ausgenutzt hat.

Sowohl der Schreib- als auch der Erzählstil haben mir hier grundsätzlich wirklich gut gefallen. Durch die Perspektive von Kathryn wird dabei insbesondere deutlich, wie sehr sie unter der Situation und dem Verschwinden ihrer besten Freundin leidet. Auch wenn ihre Gefühle und Gedanken so wirklich stark beleuchtet werden, hatte ich nicht das Gefühl, dass der Spannungsbogen bei dieser Fokussierung großartig abflachen würde, denn tatsächlich hätte man meiner Meinung nach noch ein wenig mehr Raum für die Charaktere lassen können, um ihnen mehr Tiefe zu verleihen.

Auch der Spannungsbogen hat mir grundsätzlich gut gefallen. Über weite Teile der Handlung hinweg war ich mir fast sicher, den großen Plottwists zu hundert Prozent auf der Spur zu sein – und wurde schlussendlich in einigen Punkten dann doch noch überrascht. Ganz glücklich hat mich die Auflösung zwar nicht gemacht, da der Handlungsbogen nicht immer vollkommen logisch aufgebaut wurde, aber im Großen und Ganzen konnte mich diese Geschichte wirklich gut unterhalten.


Fazit
Auch wenn ich diese Geschichte nicht unbedingt als Psychothriller bezeichnen würde, hat mir die Umsetzung doch sehr gut gefallen. Das Konzept war interessant, der Spannungsbogen trotz einiger kleiner Unstimmigkeiten unterhaltsam gestaltet und beim Lesen kam keine Langeweile auf.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 27.01.2022

Historischer Krimi für Wien-Fans

Das Buch des Totengräbers (Die Totengräber-Serie 1)
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Worum geht’s?
Für den ehrgeizigen Inspektor Leopold von Herzfeldt beginnt der erste Arbeitstag in Wien eher weniger erfolgreich. Mit einem grausamen Mord und eher ablehnenden Kollegen konfrontiert, sucht ...

Worum geht’s?
Für den ehrgeizigen Inspektor Leopold von Herzfeldt beginnt der erste Arbeitstag in Wien eher weniger erfolgreich. Mit einem grausamen Mord und eher ablehnenden Kollegen konfrontiert, sucht er sich Hilfe beim renommiertesten Totengräber Wiens: Augustin Rothmayer. Gemeinsam heften sie sich an die Fersen des Mörders und wirbeln dabei nicht nur auf den Straßen der Stadt jede Menge Staub auf, sondern auch in den Sphären der Reichsten der Wiener Gesellschaft.


Meine Meinung
Historische Krimis gehören tatsächlich noch gar nicht so lange zu meinem Beuteschema, weshalb es mich immer besonders freut, wenn ich ein wirklich gut gemachtes Exemplar in die Finger bekomme.

Das historische Setting wurde hier definitiv sehr erfolgreich in die Geschichte eingearbeitet, was mich von Beginn an wirklich begeistert hat. Auch der Schreibstil hat in meinen Augen genau die richtige Balance zwischen historischem Hintergrund und Modernität gefunden, sodass man sich während des Lesen an keinen seltsamen oder unglücklich bemühten Formulierungen gestoßen hat, sondern wirklich in der Lage war, das Lebensgefühl der Vergangenheit zu erahnen.

Die Charaktere waren mitunter vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig, nichtsdestotrotz habe ich die Protagonisten aber doch recht schnell ins Herz geschlossen. Das Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Figuren macht auf jeden Fall jetzt schon Lust auf weitere Teile der Reihe, denn am Ende des Buches hätte ich die Protagonisten doch ganz gerne noch einen Augenblick länger begleitet und ihre Entwicklungen beobachtet.

Auch der Spannungsbogen war grundsätzlich nicht schlecht aufgebaut, auch wenn ich persönlich eher weniger in eine atemlose Grundspannung verfallen bin. Die Grundidee war sehr solide durchdacht und der Handlungsverlauf führt mit Sicherheit nicht zu Langeweile, insgesamt erschien mir die Geschichte jedoch trotzdem eher stringent aber unaufgeregt.


Fazit
Wer Lust auf einen wirklich angenehm zu lesenden Krimi im Setting des historischen Wiens und interessant beschriebene Schauplätze hat, dem wird dieses Buch mit Sicherheit richtig gut gefallen. Den Spannungsbogen würde ich zwar nicht unbedingt als aufgeregt beschreiben, langweilig wird die Geschichte beim Lesen deshalb aber definitiv nicht.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

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