Wahnsinnig gute Fortsetzung der Psychological Fantasy Reihe!
Askeria: Stadt der FragmenteInhalt: Risse in längst vergessenen Farben überziehen den Himmel über Mitaeria. Ungläubig müssen die Menschen mitansehen, wie der erste der sieben Souveräne sich in ihrer Mitte niederlässt. Unter dem Schutz ...
Inhalt: Risse in längst vergessenen Farben überziehen den Himmel über Mitaeria. Ungläubig müssen die Menschen mitansehen, wie der erste der sieben Souveräne sich in ihrer Mitte niederlässt. Unter dem Schutz der Götter stehend, kann selbst der Orden Corasils ihm nichts anhaben. Der perfekte Nährboden für Unruhen und Gerüchte, die durch das Auftauchen eines unheilverkündenden Barden weiter entfacht werden - und in all diesem Chaos verschwindet ein gezeichnetes Kind.
Getrieben von Schuld flüchten Piara und Souta sich in die Arme des Feindes. Immer häufiger suchen sie seltsame Erinnerungen ihres Bruders heim: kristallene Fragmente, ein Echo der Vergangenheit, das sich auch anderen Mitgliedern Askerias offenbart.
Mit Band 3 der Reihe fügen sich weitere Scherben eines Spiegels zusammen, der uns den dunkelsten Ort einer zerbrochenen Seele zeigt. Zwischen Hoffnung und Schmerz, Sehnsucht und Reue, stellt sich eine Frage: Für das Schicksal dieser Welt, einen Menschen, den du verloren hast, und die Chance, alles Ungesagte endlich auszusprechen:
Wie weit würdest du gehen?
Meinung: auch dieses mal hat Juliet May sich mal wieder selbst übertroffen! Die Highlights? Charakterentwicklung, World Building, Storytelling, Lyrik, Spannung und eine unfassbar komplexe Welt (auf die gute Weis komplex!). Askeria III ist dunkel, clever und mitreißend.
Die Charaktere sind extrem ausgereift und tiefgründig. Durch die verschiedenen Perspektiven der Protagonisten kann man richtig gut in die Story eintauchen und lernt das tiefste Innerste, die Seelen der Figuren kennen. Durch die inneren Abgründe und Erlebnisse der Protagonisten wird vor allem die Stimmung des Buches total greifbar. Jeder Charakter hat seine Probleme und Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Dadurch bleibt es immer spannend und als Leser*in kann man in die verschiedenen Gefühlswelten eintauchen. Da es vor allem um die verschiedenen Beziehungen der Charaktere geht, helfen hier die unterschiedlichen Perspektiven zu einem sehr guten Verständnis der Geschichte. Auch die Nebencharaktere sind liebevoll Gestaltet und runden alles perfekt ab.
Die Puzzleteile (oder Fragmente) aus den ersten beiden Teilen fangen nun an ein großes Ganzes zu bilden. So lösen sich schon ein paar der Rätsel aus Band 2, und die Vorfreude auf die weiteren Teile steigt. Die Geschichte ist magisch, tragisch und gleichzeitig hoffnungsvoll. Die Welt ist sehr detailliert und es macht richtig Spaß, immer mehr über die Kulturen, Religione und Landschaften der verschiedenen Regionen zu lesen.
Auch der Schreibstil ist angenehm, die Dialoge wirken sehr real und die Lyrikschnipsel zwischen den Kapiteln sind wirklich eine tolle Ergänzung zur Askeria-Welt. Denn diese sind wie Erkenntnise, Vorahnungen oder neue Fragezeichen eingestreut. Ich bin super gespannt, wie es im vierten Teil weitergeht!
Askeria ist eine Reise, die mit jedem Teil besser und intensiver wird. Beim Lesen hat man richtig das Gefühl, mitten in dieser dunklen und fremden Welt zu stecken. Wer also dunkle Fantasy, facettenreiche Charaktere und ausgeklügelte Geschichten mag, wird bei Askeria von Juliet May voll auf seine/ihre Kosten kommen!