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Veröffentlicht am 17.05.2017

Paper Princess

Paper Princess
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Inhalt:

Sie sind reich, sie sind mächtig und verdammt heiß! Kannst Du ihnen widerstehen?

Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine ...

Inhalt:

Sie sind reich, sie sind mächtig und verdammt heiß! Kannst Du ihnen widerstehen?

Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …
Quelle: piper.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„“Ella, der Direktor möchte dich in seinem Büro sprechen.“, verkündet Miss Weir mir, noch ehe ich das Klassenzimmer betreten habe. Aber der Matheunterricht beginnt doch gleich!“

Das Cover hat mich schon vor einem Jahr in seinen Bann gezogen. Und ich bin so froh, dass sie es aus dem Englischen übernommen haben. Zwar ist es etwas irreführend, aber trotzdem ein wunderschönes Cover. Darauf sieht man eine Krone und darunter den Titel (der zum Glück auch nicht geändert wurde). Die Krone soll wohl ein Zeichen dafür sein, dass die Royals steinreich sind, aber das kann ich nicht genau sagen. Es ist ansonsten sehr schlicht, was mir super gefällt. Die Krone glitzert auf dem deutschen Cover übrigens.

Der Schreibstil ist super. Erin Watt ist ja nur der Name für zwei Erotik Autorinnen, eine davon ist Elle Kennedy. Von ihr habe ich bereits zwei Bücher gelesen, und auch hier merkt man, dass sie ihre Finger im Spiel hat. Das Buch ist sehr angenehm zu lesen, wegen dem einfachen und lockeren Schreibstil. Es gibt keine verschachtelten Sätze oder Fremdwörter, alles ganz einfach. Allerdings werden öfter Jugendwörter eingebracht, was ja eigentlich normal ist, wenn man bedenkt, dass jeder heute so redet, aber in Büchern stört mich sowas.

Zu Beginn des Buches lernen wir Ella kennen. Ein armes Mädchen, welche ihre Mutter verloren hat und sich nun durchs Strippen über Wasser hält. Als eines Tages Callum Royal in ihrer Schule auftaucht und behauptet er wäre ihr Vormund, stellt sich ihr ganzes Leben auf den Kopf. Er nimmt sie mit in seine Villa, wo er zusammen mit seinen fünf Söhnen lebt. Diese sind allerdings nicht so begeistert von Ella und machen ihr das Leben schwer.

Ich habe mich schon ewig lange auf dieses Buch gefreut und als ich es dann vom Verlag bekommen habe, bin ich aus allen Wolken gefallen. Aber dadurch, dass ich schon einige Rezensionen gelesen habe, bin ich natürlich mit Vorurteilen an Buch heran gegangen und ich muss sagen, dass ich nicht alles nachvollziehen kann.

Das Buch beginnt schon mal sehr vielversprechend und Ella kam mir eigentlich sofort klug und selbstbewusst vor. Da sie ihre Mutter verloren hat, tat sie mir aber sehr leid. Man wird sofort in die Handlung geschmissen, da das Buch quasi mit dem Treffen von Callum und Ella beginnt. Zuerst dachte ich, der will sie verarschen oder so, da er irgendwie komisch war, aber mit der Zeit habe ich mich an seine komische Art gewöhnt. Es hatte öfter den Anschein, als würde er Ella begehren, und diese Stellen waren wirklich komisch.

Die Royals sind eine typische reiche Familie. Protzige Autos, riesen Villa und die Chefs auf der Privatschule, die sie besuchen. Natürlich sind diese vier auch richtig eingebildet, sodass ich keinen von ihnen mochte, außer Gideon, den ältesten der Brüder, der immer am Wochenende heim kommt. Er hat Ella nicht wie Prostituierte und eine Schlampe behandelt, zwar war er nicht gerade nett, aber besser als die anderen. Ich habe Ella bewundert, dass sie diese ganzen Schikanen ausgehalten hat, aber sie verfolgt ja ein Ziel. Sie will eine gute Ausbildung, die ihr die neue Schule bieten kann.

Dort wird sie natürlich noch schlechter behandelt, die alte Leier eben. Alle Mädchen hassen sie, da sie denken, dass sie mit allen Royal Brüdern schläft und die Jungs meiden sie, aus ANgst vor eben diesen Brüdern. Aber auf einer Party trifft sie Valerie, die ebenfalls eine Außenseiterin ist und die beiden verstehen sich sofort. Sie mochte ich richtig gern, da sie gar nicht abgehoben war, sondern wirklich bodenständig.

Was mir gefallen hat ist, dass man mitbekommen konnte, wie Ella und die Brüder sich annähern und die Royals sie in ihre Familie integrieren. Obwohl es hier viel Streit gibt, gibt es auch lustige Stellen. Callums Freundin, Brooke, mag Ella anscheinend. Sie ist sehr jung und betont immer wieder, dass Callum sie gerettet hat. Oftmals kam sie mir wie eine einfache Schmarotzerin vor und nicht wie jemand, der Callum wirklich liebt.

Negativ hingegen war, dass Reed Ella so schlecht behandelt und ihr immer Dinge befiehlt, sie macht diese dann auch da er „so eine Art an sich hat“. So als müsse sie alles machen, was er sagt. Das meiste lässt sie sich auch gefallen und ich dachte mir immer, wieso sie sich nicht wehrt. Sie ist nicht dumm und auch stark, aber gegen ihn kann sie sich nicht wehren. Bei einigen Rezensionen habe ich auch gelesen, dass es nur um Sex geht. Das stimmt gar nicht. Ella ist Jungfrau und hatte in diesem Teil nicht einmal Sex. ANdere Dinge und Gedanken an Sex ja, aber richtigen Sex nein. Das fand ich toll, da es bei vielen YA/NA Büchern so ist, dass Sex das wichtigste Thema ist und sich alles darum dreht.

Dann gabs in dem Buch noch eine fast Vergewaltigung. Ella wurde unter Drogen gesetzt und der Typ wollte sie vergewaltigen, doch Reed konnte sie gerade noch retten. ALles ok, aber dann hat er sie, meiner Meinung nach, ausgenutzt. Die Drogen haben bewirkt, dass Ella viel Lust hat und berührt werden will. Reed hat sie berührt. Als sie unter Drogen stand. Gut, sie hat gesagt sie will es, aber trotzdem stand sie unter Drogen und keiner weiß, was diese mit ihrem Gehirn und ihren Gefühlen gemacht haben, daher fand ich das wirklich nicht gut. Es vermittelt irgendwie das Bild, dass es ok ist mit einem Mädchen zu schlafen oder sie zu berühren, wenn sie unter Drogen steht und auch sagt, dass es ok ist. Nein. EInfach nein.

Ein bisschen Drama darf in so einem Buch nie fehlen, davon gibt es genug in diesem Buch. Etwas übertrieben aber doch unterhaltsam. Viele mögen nun sagen, dass das und das und das nicht passt, aber es ist ein Buch. Es ist dazu da um zu entspannen und nicht zu viel drüber nachzudenken. Klar, einige Sachen wie die Vergewaltigung sind nicht ok, aber trotzdem muss man nicht alles bemängeln, was für ein Buch normal ist. Zumindest ich mache das nicht, da ich ein Buch zur Unterhaltung lese. Darum hat mich ansonsten auch nicht viel an diesem Buch gestört und ich fand es toll, es zu lesen, unterhaltsam für Zwischendurch und genau richtig zum abschalten.

Das Ende war dann schlimm. Ich habe irgendsowas schon vermutete, aber dann war ich fast schockiert, da ich nicht mehr damit gerechnet hatte. Das Ende macht auf jeden Fall Lust auf mehr und ich freue mich schon auf Band 2!

Ella ist eine starke Frau, die schon viel durchmachen musste, aber der Aufenthalt bei den Royals hat sie verändert. Sie ist erwachsener und erfahrener geworden.

Reed ist ein Draufgänger und angeblicher Frauenheld. Jeder steht auf ihn und er ist sich dessen sehr bewusst. Aber auch Ella hat auf ihn eine Wirkung und daher wird er mit der Zeit ein netterer Kerl.

Fazit:

Ein unterhaltsames Buch für Zwischendurch, das mit trotz einiger Schwächen überzeugen konnte. Ich gebe diesem soliden ersten Band gut gemeinte 3 von 5 Sterne und denke, dass mir Band 2 und 3 genauso gut, wenn nicht besser gefallen werden.

Veröffentlicht am 17.05.2017

Mein bester letzter Sommer

Mein bester letzter Sommer
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Inhalt:

Wann du die große Liebe triffst, kannst du dir nicht aussuchen

Tessa hat immer gewartet – auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, dass sie noch Zeit ...

Inhalt:

Wann du die große Liebe triffst, kannst du dir nicht aussuchen

Tessa hat immer gewartet – auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, dass sie noch Zeit hat. Doch dann erfährt das 17-jährige Mädchen, dass es bald sterben muss. Tessa ist fassungslos, wütend, verzweifelt – bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der hinter ihre Fassade zu blicken vermag, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr immer zur Seite steht. Er überrascht sie mit einem großartigen Plan. Und schafft es so, Tessa einen perfekten Sommer zu schenken. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind …
Quelle: randomhouse.de

Meinung:

Zuerst kurz etwas zum Schreibstil. Die Autorin hat, finde ich, einen sehr angenehm Stil und man kommt daher recht schnell in dem Buch voran. Sie schreibt nicht allzu kompliziert oder zu verschachtelt, jedoch sehr anschaulich und ausführlich. Ich fand es sehr schön, dass Freytag, wie so viele andere Autoren auch schon, Nachrichten von Whatsapp einbaut, auch wenn diese nicht in einer Sprechblase sind, kann man sehr gut den Unterschied zwischen normalen und geschriebenen Gesprächen erkennen. Sowas finde ich seht gut zu lesen.

Vorweg, ich lese nicht oft solche Bücher. Mit solche meine ich Liebesgeschichten zwischen Teenagern im allgemeinen. Hin und wieder lasse ich mich dann doch dazu hinreißen. Dieses Buch habe ich hauptsächlich gelesen, weil es sich nach einer tragisch-schönen Liebesromanze angehört hat und ich schon viel gutes darüber gelesen habe.

Zu Beginn lernt der Leser Tessa, die Hauptfigur im Roman, kennen. Sie ist kurz davor zu sterben und hat nur noch einige Wochen zu leben. Die Idee ist jetzt nicht unbedingt neu, aber wenigstens hat sie keinen Krebs. Ich mochte Tessa zu Beginn des Buches nicht, da sie ständig nur davon redet, dass sie bald stirbt und dann auch noch alle Leute, die sich um sie kümmern wollen wegstößt. Das machte sie sehr unsympathisch. Oskar hingegen war von Anfang an der perfekte Typ. Ja, etwas klischeehaft, aber in dieses Buch passte er hervorragend. Ich fand es sehr schön zu lesen, wie er Tessa dazu bewegt hat aus ihrem Schneckenhaus herauszukommen und wie sie wieder voller Lebensfreude erblüht ist. SIe wurde zu einem anderen Menschen und ab da mochte ich sie dann doch ein wenig.

Der Anfang hat sich etwas gezogen, etwas 150 Seiten lang passiert nicht wirklich etwas Spannendes. Erst als Tessa und Oskar aufbrechen hatte ich wieder mehr Lust weiterzulesen. Die Reise durch Italien war aufregend und ich konnte in allen Szenen mit Tessa mitfühlen, sie aber dann doch oft nicht verstehen.

Dann wurde es wieder langweilig. Immer nur das Gleiche auf der Reise und nichts Neues. Die Wendung kam dann wieder als Tessa mit Oskar geschlafen hat. Ab diesem Zeitpunkt ging das Buch recht flott voran. Hierbei versteht ich aber nicht, wie Tessa auf einmal soviel Selbstbewusstsein aufbringen konnte, um sich auszuziehen. An einem Tag traut sie sich nicht Oskar zu küssen und am nächsten schläft sie mit ihm. Aber darüber kann man hinwegsehen. Ich wollte dem Buch eigentlich nur zwei Sterne geben, weil sich die Passagen oftmals wiederholt haben (und weil mich Tessa mit ihren“Ich-sterbe-bald“ Monologen recht genervt hat) aber das Ende riss das Ruder nochmal rum. Ich hab mich schon auf sowas wie bei „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ eingestellt, aber das Ende war dann noch recht gut und schön traurig. Es war auch befriedigender als das von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“.


Fazit:

Das Buch hat mich mit dem Ende noch positiv überrascht. Ich würde es allen, die sowieso gerne Liebesgeschichten lesen sehr empfehlen. Es ist leider einfach nicht mein Genre, aber NA und YA (hoffe das sind jetzt die richtigen Genres) Lesern wird es sicher sehr gefallen! Ich geben dem Buch nun doch 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 17.05.2017

Lying Game

LYING GAME - Mein Herz ist rein
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Für diejenigen, die Band 1 und 2 noch nicht gelesen haben, könnte die Rezension Spoiler enthalten!!!!!

Inhalt:

Sie sucht den Mörder ihres Zwillings…

»Sutton ist tot. Sag es niemandem. Spiel weiter ...

Für diejenigen, die Band 1 und 2 noch nicht gelesen haben, könnte die Rezension Spoiler enthalten!!!!!

Inhalt:

Sie sucht den Mörder ihres Zwillings…

»Sutton ist tot. Sag es niemandem. Spiel weiter mit … Oder du bist als Nächste dran.«

Nur äußerst knapp hat Emma Paxton zwei Mordanschläge überlebt. Außer ihrem Freund Ethan weiß keiner, dass sie in die Rolle ihrer ermordeten Zwillingsschwester Sutton geschlüpft ist, um deren Mörder zu überführen. Bei den Ermittlungen stellt Emma fest, dass Suttons Herz alles andere als rein war: Die Zahl der Verdächtigen, die Sutton umgebracht haben könnten, ist astronomisch. Und ganz oben auf der Hitliste steht Suttons Ex Thayer: gutaussehend, sexy, gefährlich. Seit Monaten wurde Thayer vermisst – jetzt ist er wieder da. In der Hoffnung, mehr über Sutton zu erfahren, geht Emma mit Thayer auf Tuchfühlung …
Quelle: randomhouse.de

Meinung:

Fangen wir mal mit der Sprache an. Wie immer es das Buch sehr flüssig und schnell zu lesen, was sicher darin liegt, dass die Autorin ihre Sätze eher einfach hält und nicht zu verschachtelt schreibt. Dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass das Buch für Jüngere geschrieben wurde.

Was mich etwas gestört hat, waren die vielen Wiederholungen von Gedanken oder Phrasen. Nach etwas 100 Seiten habe ich mich aber wieder daran gewöhnt und es ignoriert. Ansonsten hat die Autorin einen sehr angenehmen Schreibstil.

Die ganze Reihe wird aus Suttons Sicht erzählt, die als „Geist“ immer neben Emma ist und alles sieht bzw. hört was diese hört. Das hat mich zu Beginn etwas irritiert, aber in diesem dritten Band empfand ich es als normal.

Die Geschichte selbst geht da weiter, wo Band 2 aufgehört hat. Wieder einmal begleiten wir Emma und Sutton auf der Suche nach Suttons Mörder. Der Handlungsgang ist ziemlich gleich wie in Band 1 und 2: Emma verdächtigt jemanden, Emma hat ein Gespräch mit dieser Person und ist sich danach sicher, dass diese Person Sutton getötet hat, Sutton hat Flashbacks von dieser Person und ist ebenfalls davon überzeugt, Emma stellt Nachforschungen an, Emma und Sutton kommen dahinter, dass diese Person unschuldig ist. Man könnte meinen, dass das mit der Zeit langweilig wird, aber ich empfinde das nicht so. In jedem Buch wird eine andere Person verdächtigt, in diesem war es Thayer Vega, der wieder in die Stadt gekommen ist. Ich mochte Thayer von Anfang an, er ist eine sehr interessante Figur und hat sicher noch viel Potential. Man erfährt zusammen mit Emma auch mehr über Suttons Vergangenheit und was sie am Tag ihres Todes getan hat, diese Stellen finde ich persönlich am interessantesten.

Emma möchte in diesem Band auch die Beziehung zu ihren Freunden und ihrer Familie verbessern und die Fehler die Sutton machte ausbessern. Die Mercers haben hier mehr Auftritte als sonst und auch einige schönen Familienszenen sind dabei. Emma möchte eine bessere Sutton sein, dies gelingt ihr auch sehr gut, außer bei Laurel, da diese immer noch böse auf Emma ist.

In Bezug auf Emma wirkt es aber auch so, als hätte sie keine eigenen Eigenschaften. Sie macht das, was Sutton auch gemacht hat (ist ja logisch) aber in ihrer Freizeit hat sie irgendwie keine eigenen Hobbies und ist in nichts selber gut. Da würde ich mir wünschen, dass die Figur von Emma noch etwas ausgebaut wird.

Wieder erfährt man am Ende des Buches nicht, wer Sutton nun getötet hat (das wird sich auch in Band 4 und 5 nicht ändern), daher wird man als neugieriger Leser fast gezwungen weiter zu lesen. Dass eine Reihe unnötig in die Länge gezogen wird, kann man nun als gut oder nicht gut empfinden hustGeldmachereihust. Ich gehöre zu jenen die es gut finden, weil ich die Geschichte um Sutton und Emma wirklich mag und gerne die drei restlichen Bücher auch lese.

Wer ist nun der Mörder?
Hier kommt meine Vermutung: Ethan. Nachdem ich gestern einige Rezensionen zu dem Buch gelesen habe, bin ich wie viele andere davon überzeugt, dass er Sutton getötet hat. Warum?
1. Er wusste gleich, dass Emma nicht Sutton ist. Wie kann er Sutton so gut kennen, wenn er doch angeblich nichts mit ihr zu tun gehabt hat.
2. Er wollte Emma sofort helfen Suttons Mörder zu finden. Komisch, da er sie erst kurz kannte, Sutton ihm angeblich nichts bedeutet hat. Will er von sich selber ablenken?
3. Sobald Emma Thayer erwähnt wird er zornig oder rennt weg. Warum? Hatte Ethan etwa eine heimliche Beziehung mit Sutton (könnte man annehmen, da er meinte, dass Thayer Sutton vielleicht getötet hat, weil ihm die Geheimnistuerei um ihre Beziehung gestört hat. Hat er etwa sich selber gemeint?). Oder hat Ethan Thayer in jener Nacht angefahren und Thayer hat in gesehen? Das könnte erklären warum er nicht will, dass Emma etwas mit Thayer zu tun hat.

Suttons Freundinnen konnte der Leser schon in band 2 ausschließen, da alle ein Alibi hatten. Natürlich kommen noch mehr Leute in Frage, daher bleibt es bis zum Ende wohl sehr spannend.

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Fazit:

Band 3 hatte ein paar Schwächen gegenüber Band 1 und 2, allein schon weil Emma im Prinzip immer nur das gleiche macht. Jedoch ging nicht wirklich an Spannung verloren, da man als Leser auf jedes Detail achtet und so den Mörder vielleicht schon früher herausfinden kann. Eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne einen spannenden Thriller zwischendurch lesen. Das Buch bekommt von mir 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 17.05.2017

Cindy und Rella

Cindy & Rella
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Inhalt:

*Die Prinzessin und das Aschenputtel*

Ihr siebzehnter Geburtstag ist der Tag, an dem sich alles entscheiden wird – da sind sich Cindy und Rella einig. Sei es eine glitzernde Party, die Cindy ...

Inhalt:

*Die Prinzessin und das Aschenputtel*

Ihr siebzehnter Geburtstag ist der Tag, an dem sich alles entscheiden wird – da sind sich Cindy und Rella einig. Sei es eine glitzernde Party, die Cindy zur Prinzessin des Berliner Nachtlebens krönt, oder ein auf Pergament geschriebener Brief, der Rellas Bestimmung offenbart: An diesem Tag rechnen sie beide fest damit, dass etwas geschehen wird, das ihr Leben für immer verändert. Womit sie jedoch nicht rechnen, ist, dass sie sich ausgerechnet an diesem Tag zum ersten Mal über den Weg laufen werden. Zwei Mädchen, die sich äußerlich bis aufs Haar gleichen und deren Schicksale von Geburt an miteinander verwoben sind. Verliebt in zwei Jungen, von denen nur einer ein Prinz sein kann…
Quelle: carlsen.de

Meinung:

„Als ich aufwachte, wusste ich augenblicklich, dass heute ein ganz besonderer Tag war: mein siebzehnter Geburtstag.“

Das Cover ist wirklich sehr schön. Es ist märchenhaft und man erkennt sofort, von welchem Märchen es eine Neuerzählung ist. Das Kleid und die Schuhe passen wirklich gut darauf, obwohl ich ja eigentlich kein Fan von Füßen auf den Covern bin. Da der größte Teil vom Bein aber durch das schöne Kleid verdeckt wird, ist es ok.

Marie Menkes Schreibstil ist wirklich schön zu lesen. Sie ist ja der gleiche Jahrgang wie ich und ich könnte mir nicht vorstellen, so etwas zu schreiben. Natürlich kann sie sich noch verbessern, aber für ihren dritten Roman ist er dennoch super. De Geschichte wird abwechselnd aus Cindy und Rellas Sicht geschrieben, jeweils in der Ich-Form, was einen manchmal verwirren kann, aber dem Leser auch einen guten Einblick in beide Charaktere gibt. Allgemein ist das Buch in einem eher einfachen Stil gehalten, es ist ja auch ein Jugendbuch, daher lässt es sich schnell lesen.

Der Leser lernt zu Beginn des Buches Cindy und Rella kennen. Cindy ist die Tochter eines reichen Schauspielers und bereitet gerade alles für ihre große Geburtstagsfeier vor. Rella hingegen arbeitet in einer Fabrik und erwartet sehnsüchtig einen Brief, der ihr sagen wird, welchen Beruf sie ihr Leben lang ausüben wird. Beide kennen sich nicht, doch das soll sich bald ändern, als Rella sich heimlich an die Fersen einer Gruppe heftet, die auserwählt wurde nach Diviatae zu reisen.

Ich weiß nicht, was ich mir von dem Buch erwartet habe. Daher bin ich auch ohne irgendwelche übertriebenen Erwartungen herangegangen und ließ alles auch mich zukommen.

Cindy kam mir zuerst übertrieben eitel vor, alles musste nach ihrem Geschmack sein, alles musste Geld kosten, alles musste perfekt sein an ihrem Tag. Das fand ich dann schon recht übertrieben, aber mit der Zeit wurde sie mir immer sympathischer und ich verstand sie. Ihr Vater ist fast nie zu Hause, daher will sie ihn, denke ich, irgendwie bestrafen indem sie sein Geld ausgibt.

Rella hingegen ist richtig bodenständig. Sie hat keine hohen Erwartungen an irgendwas und geht ihrer Arbeit brav nach. Die Fabrik, genannt Opus, hat sie noch nie verlassen, ebenso wenig wie die anderen Arbeiter. Das kam mir schon komisch vor, da Cindy in Berlin lebt und es nach einer ganz normalen Welt aussieht und nicht nach einer Erfundenen. Was ist denn Opus nun? Die Arbeiter dort arbeiten für Diviatae und für sich selbst, aber trotzdem blieb es mir ein Rätsel, was diese Fabrik nun genau war.

Das gesamte Buch spielt in einem sehr kurzen Zeitraum, hauptsächlich an einem Tag. Ungefähr die Hälfte war nur eine Hinführung zum eigentlichen Thema. ja, es wurden einige spannende Geheimnisse gelüftet und man erfuhr als Leser mehr über Cindy und Rella und ihre Freunde, aber trotzdem hat sich das für mich ein wenig gezogen. Daher werde ich auf diesen teil auch nicht näher eingehen, da er nichts Spannendes beinhaltet.

Die zweite Hälfte, oder das letzte Dritte, wurde dann spannend. Man erfuhr was sich hinter Opus versteckt und wer für all das verantwortlich ist. Allerdings gab es auch hier unlogische Szenen, wie etwas, dass Cindy einfach so nach Opus kann und es niemanden stört, da doch dort alles so streng ablaufen soll. Es kam mir einfach nicht schlüssig vor, was da alles so passierte. Trotzdem wollte ich nun endlich die Auflösung wissen und las und las und las und am Ende war ich ein wenig enttäuscht, dass alles so einfach ging. Das letzte Kapitel allerdings hat mir wieder sehr gut gefallen.

Das soll jetzt aber nicht heißen, dass das Buch schlecht ist, auf gar keinen Fall! Es ist wirklich süß (wenn man ein Buch so bezeichnen kann) und liest sich schnell, daher kann man es ruhig lesen, wenn man gerade Lust auf ein einfaches Buch hat, bei dem man nicht allzu viel denken muss. Ich konnte ganz einfach abschalten und das Buch genießen.

Auch, dass Rella von nichts in der realen Welt eine Ahnung hatte fand ich lustig. Es war wirklich komisch zu lesen, wie Cindy ihr sogar die einfachsten Dinge erklären musste. Auch die Liebe kommt in dem Buch nicht zu kurz, es gibt hier sogar zwei Liebesgeschichten, die sich wirklich anders entwickelt haben, als ich vermutete. Trotzdem waren die wirklich süß und ich musste oft schmunzeln über diese Stellen, da sie mir richtig gut gefallen haben und manchmal auch witzig waren.

Die Charaktere waren auch toll, da jeder der vier Hauptcharaktere eine andere Persönlichkeit hatte und sie trotzdem so gut harmonieren. Viel mehr werde ich auch nicht verraten, da das Buch recht kurz ist und ich niemanden spoilern will.

Fazit:
Ein schönes Buch, das allerdings noch ein wenig ausgebaut hätte werden können. Ansonsten ist es toll für Zwischendurch, aber es hat wenig mit dem echten Märchen zu tun. Trotzdem bekommt das Buch von mir 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 16.01.2017

Aschenkindel

Aschenkindel - Das wahre Märchen
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Inhalt:

Jedes Mädchen wäre dankbar, auf den Ball des Kronprinzen gehen zu dürfen. Schließlich will er sich dort eine Braut aussuchen. Doch Claerie Farnflee ist nicht wie andere Mädchen. Lieber bewohnt ...

Inhalt:

Jedes Mädchen wäre dankbar, auf den Ball des Kronprinzen gehen zu dürfen. Schließlich will er sich dort eine Braut aussuchen. Doch Claerie Farnflee ist nicht wie andere Mädchen. Lieber bewohnt sie ein muffiges Turmzimmer, schuftet wie eine Dienstmagd und erträgt die Launen ihrer Stiefmutter, als sich an einen dahergelaufenen Prinzen zu ketten. So denkt sie – bis zu dem Tag, an dem sie im Verbotenen Wald einen Fremden trifft, der ihre Vorsätze ins Wanken bringt …
Quelle: harpercollins.de

Meinung:

Danke an dieser Stelle an den HarperCollins Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

„Ich bin nicht lieb. Vielleicht hätte ich bescheidener und demütiger auftreten müssen, damit mir das Schicksal eine Fee zuteilt, die sich als Segen für mein ärmliches Leben erweist, aber nein, ich musste diese Niete ziehen.“

In das Cover habe ich mich sofort verliebt. Es ist einfach wunderschön und endlich steht es in meinem Regal. Es ist sehr märchenhaft gestaltet mir dem Kleid, das sich in Wolken auflöst, was sehr gut zum Inhalt passt, da es ja eine Märchenneuerzählung ist.

Dies war mein erstes Buch von Halo Summer. Ihr Schreibstil ist gut, er hat mich zwar nicht vom Hocker gehauen, aber dennoch ging das Buch flüssig und schnell zu lesen. Man merkt aber, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, da der Sprachstil daran angepasst ist und sehr einfach gehalten ist. Für etwas ältere Leser (zu denen ich mich mittlerweile zähle) ist es trotzdem eine leichte Lektüre für Zwischendurch, bei der man ganz leicht abschalten kann, da die Sprache und der Satzbau nicht allzu kompliziert sind.

Das gesamte Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, was ich persönlich sehr gerne mag.

Da ich erst vor kurzem die Märchen-Anthologie aus dem Drachenmond Verlag beendet habe, bin ich richtig im Märchenfieber und habe darum sofort Aschenkindel, eine Neuerzählung von Aschenputtel, begonnen.

Zu Beginn des Buches lernt man Claerie, oder auch Aschenkindel von ihrer Stiefmutter genannt, kennen. Wie im richtigen Märchen auch muss sie für ihre Stiefmutter und ihre beiden Stiefschwestern sorgen seit ihr Vater gestorben ist. Ihre gute Fee, die ihr zugeteilt wurde, ist für sie keine Hilfe, da Claerie sie für unfähig hält und ihr nichts zutraut. Ihre Fee möchte sie überreden zu dem Ball des Kronprinzen zu gehen, da dieser auf der Suche nach einer Braut ist. Claerie möchte das zuerst nicht, aber nachdem sie einen angeblichen Kammerdiener des Kronprinzen im Wald trifft und sich in ihn verguckt, stimmt sie zu, in der Hoffnung ihn wieder zu sehen. Doch alles kommt anders als sie es erwartet.

Die Geschichte hat sehr viel von dem echten Märchen übernommen, allerdings sind in dem Buch viel mehr übernatürliche Elemente eingebaut, wie etwa Flugwürmer, Hexen, Zauberer… Dies hat der Geschichte aber nicht im geringsten geschadet, ich fand es sogar sehr gut, da ich Fantasy ja liebe. Aber Sachen wie die Kürbiskutsche, die gläsernen Schuhe, der Ball, die Fee, das Grab usw. waren dabei, was auch die Hauptelemente des Märchns sind. Unser Aschenkindel ist hier nicht so verhasst von ihren Schwestern wie im richtigen Märchen, sie kommen halbwegs gut zusammen aus und Claerie macht ihre Arbeit im Haus sehr gerne. Sie mag ihre Stiefmutter und Schwestern auch, obwohl diese immer sehr gemein zu ihr sind. Das konnte ich nicht ganz nachvollziehen, denn sie waren wirklich gemein. Das war aber das einzige, das mich im Buch etwas gestört hat.

Die Idee mit dem Kammerdiener gefiel mir auch sehr gut, denn so ist es mal nicht der Prinz in den sie sich verliebt, sondern in einen anderen Mann. Obwohl mir dieser zuerst komisch vorkam, habe ich ihn sehr gemocht, auch wenn die Auflösung wer er wirklich ist etwas unerwartet kam. Allerdings wirkte er oftmals sehr arrogant und überheblich, wo ich mir dachte, dass die Autorin schon sehr übertrieben hat. Und dass er sich sofort in Claerie verliebt fand ich auch überstürzt, allerdings denke ich, dass man keine lange Hinführung in einem 250 Seiten Buch schreiben kann. Es ist eben wie im Märchen, Liebe auf den ersten Blick.

Der Prinz war einer meiner Lieblinge. Er war mir sofort sympathisch. Auch wenn er Claerie nicht heiratet fand ich sehr liebenswert, und auch obwohl er keine ganz wichtige Rolle spielte fand ich alle Szenen in denen er vorkam sehr toll geschrieben.

Claerie selbst mochte ich zu Beginn des Buches gar nicht. Sie dachte wirklich fast nur schlecht über all ihre Mitmenschen und hielt sich selbst für die liebenswerteste Person auf der Welt. Außer der Gartenarbeit und der Hausarbeit hat sie auch keine besonderen Talente, außer dass sie hübsch ist (was ungefährt einmal in jedem Kapitel zu Beginn erwähnt wird). Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich aber weiter und erweitert ihre Sicht auf die Welt. Zwar ist sie immer noch keine supertolle Protagonistin aber besser als zu Beginn.

Was ich aber wirklich schlimm fand, waren die Namen. Claerie ist ja noch ok, aber ihre Stiefschwestern heißen Etzi und Kanickla. Ehrlich? Wer denkt sich solche Namen aus? Der Kronprinz trägt den Namen Wipold und der Kammerdiener heißt Yspér. Ich weiß bis jetzt noch nicht, wie man diesen Namen aussprechen soll, aber angeblich hört es sich wie Jasper oder Casper an. Als ich das erste Mal den Namen der Schwester gelesen habe, musste ich zweimal gucken um sicher zu sein, dass ich mich nicht verlesen habe. Diese Namen sind einfach so schrecklich. In jedem Märchen haben die Personen schöne Namen, oder zumindest normale aber das, nein.

Etwas übertrieben fand ich auch, dass Claeries Schwestern immer runtergemacht wurden. Kanickla wir einfach immer als sehr dick und faul beschrieben. Auch in Claeries Gedanken wird sie immer runtergemacht, ebenso wie Etzi. Sie ist die dünnere Schwester aber trotzdem, nach Claerie nach, dumm. Sie versteht nicht, dass diese beiden noch in der Schule sind, da sie sowieso zu dumm dafür sind. Das war dann wirklich zu viel des Guten, dass diese Tatsachen in jedem Kapitel, in dem die beiden vorkamen, erwähnt wurden.

Abgesehen von diesen Dingen ist es ein wirklich schönes Märchen, das natürlich noch ausbaufähig ist. Nichtdestotrotz hat es mir sehr viel Spaß gemacht diese Buch zu lesen und eine neue Aschenputtel-Welt abzutauchen.

Fazit:

Für alle Märchenfans ist dieses Buch sicherlich geeignet, solange man sich nicht eine allzu anspruchsvolle Lektüre erwartet sondern ein gutes Buch für Zwischendurch, das Kindheitserinnerungen wieder aufleben lässt. Das Buch bekommt solide 3 von 5 Sterne (eher 3,5 aber bei mir gibts keine halben Sachen) von mir, da doch einige Dinge dabei waren, die etwas gestört haben.