Ein unvergesslicher Sommer in der Toskana
LibellentageInhalt: 1933: Die 17-jährige Bea hat Probleme sich den strengen Konventionen ihrer Eltern und der Zeit zu fügen. Ihr Interesse gilt eher den Naturwissenschaften und viel lieber sucht sie mit ganzem Körpereinsatz ...
Inhalt: 1933: Die 17-jährige Bea hat Probleme sich den strengen Konventionen ihrer Eltern und der Zeit zu fügen. Ihr Interesse gilt eher den Naturwissenschaften und viel lieber sucht sie mit ganzem Körpereinsatz Insekten, Frösche oder Pflanzen, als einen passenden respektablen Ehemann. Als sie sehr zum Ärger ihrer Eltern auf einer Dinnerparty wieder einmal einen Heiratskandidaten vergrault, schicken ihre Eltern sie zu ihrem Onkel in die Toskana. Doch was als Strafe gedacht war, entwickelt sich für Bea zu einem Sommer der Freiheit und sie entdeckt, was Liebe und Romantik ist. Doch der unbeschwerte Sommer endet viel zu früh…
Meine Meinung: Der Schreibstil von Laura Wood ist sehr locker, leicht und humorvoll und lässt sich schnell und angenehm lesen. Bea muss man einfach sofort mögen. Sie ist herrlich unkonventionell, gewitzt und wortgewandt. Sie sagt, was sie denkt und liebt die Natur. Ohne die Enge ihres Elternhauses blüht sie schnell auf und genießt ihre neue Freiheit. In der Villa ihres Onkels begegnet sie jungen Künstlern, mit denen sie sich schnell anfreundet. Mit dem Maler Ben verbindet sie bald mehr als Freundschaft.
Etwa die Hälfte des Buches habe ich mit Begeisterung gelesen und musste sehr oft über Bea schmunzeln, doch dann entwickelt sich die Handlung immer mehr zu einem Jugend-Liebesroman (Ich persönlich mag leider überhaupt keine Liebesromane, andere Leser*innen werden sicher total begeistert sein). Ich hatte andere Erwartungen an das Buch und mehr Tiefe erwartet, da es in der Vorkriegszeit spielt. Diese dunkle Zeit schwebt zwar immer wieder kurzzeitig über der Leichtigkeit des Buches, spielt aber - sicher auch aufgrund der Kürze des Romans (319 Seiten) - keine größere Rolle.
Beas plötzliche Rückkehr nach Hause und damit das Ende der unbeschwerten Zeit fand ich etwas zu abrupt und meiner Meinung nach hätte der Roman insgesamt noch einige Seiten vertragen können.
Fazit: Ein (fast) unbeschwerter und humorvoller Coming-of-Age- Roman mit einem tollen Schreibstil, einer absolut liebenswerten Protagonistin und italienischem Flair.