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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.02.2022

Informatives Hörerlebnis für kleine Tierfreunde

Wieso? Weshalb? Warum? Tierwanderungen
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Meine Meinung
Egal bei welchem Thema, die Bücher aus der Wieso? Weshalb? Warum? - Reihe haben bei uns zuhause bisher noch nie enttäuscht. Auch wenn bis jetzt die Bilderbücher mit ihren wirklich gelungenen ...

Meine Meinung
Egal bei welchem Thema, die Bücher aus der Wieso? Weshalb? Warum? - Reihe haben bei uns zuhause bisher noch nie enttäuscht. Auch wenn bis jetzt die Bilderbücher mit ihren wirklich gelungenen Illustrationen immer hoch im Kurs standen, haben wir uns doch auch endlich mal an ein Hörspiel gewagt – und wurden definitiv nicht enttäuscht.

Auch beim Hören waren die Fakten gut verständlich und einprägsam erklärt, wobei die kleine Rahmengeschichte für zusätzliche Unterhaltung gesorgt hat. Die Sprechgeschwindigkeit war vielleicht etwas niedrig und auch die Musikeinlagen zwischen den einzelnen Kapitel war mitunter etwas lang, Langeweile kam deswegen aber trotzdem nicht auf.

Wer spielerisch mehr über alle möglichen Arten der Tierwanderungen erfahren will und nach altersgerechter Informationsvermittlung sucht, dem kann ich diese Reihe nur wirklich ans Herz legen.


Fazit
Mit diesem Hörspiel bekommen sowohl kleine, als auch große Tierfreunde interessante Einblicke in das Thema Tierwanderungen. Die kindgerechte Umsetzung lässt weder Frust noch Langeweile aufkommen und beweist mal wieder, wie gelungen die Wieso? Weshalb? Warum? - Reihe gestaltet ist.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 15.02.2022

Psychologisch hochinteressant

Das Loft
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Worum geht’s?
Drei Jahre lang haben Sarah und Marc mit seinem besten Freund Henning zusammen gelebt – und jetzt ist Henning tot. Die Spuren in der Wohnung der drei deuten auf Sarah und Marc als wahrscheinliche ...

Worum geht’s?
Drei Jahre lang haben Sarah und Marc mit seinem besten Freund Henning zusammen gelebt – und jetzt ist Henning tot. Die Spuren in der Wohnung der drei deuten auf Sarah und Marc als wahrscheinliche Täter hin, doch während ihrer Vernehmungen erzählen die beiden zwei unterschiedliche Geschichten und machen es den Ermittlern schwer, der Wahrheit auf die Spur zu kommen.


Meine Meinung
Wer vorhat, in naher Zukunft in eine WG zu ziehen sollte eventuell nicht unbedingt zu diesem Buch greifen, alle anderen erwartet hier aber ein wirklich spannend gemachtes Verwirrspiel um die Suche nach der Wahrheit in einem psychologisch interessanten Fall.

Die Grundidee der Geschichte ist eigentlich recht simpel, langweilig umgesetzt wurde sie deshalb aber nicht. Insbesondere die Beziehungsdynamik der Figuren und die häufigen Perspektivwechsel haben es geschafft, mein Interesse über den gesamten Verlauf des Buches hoch zu halten.

Die unterschiedlichen Geschichten, die Sarah und Marc in ihrem jeweiligen Part erzählen, stiften definitiv eine Menge Verwirrung und haben es mir lange sehr schwer gemacht, mich für einen Verdacht zu entscheiden. Durch die ständig wechselnde Perspektive war ich mir außerdem nicht sicher, ob ich überhaupt einem der beiden glauben sollte, oder ob die Auflösung schlussendlich nicht doch noch irgendwie mit einer unvorhersehbaren Wendung versehen werden würde.

Die Grundspannung in diesem Buch wurde durch die psychologische Komponente definitiv so gut unterstützt, dass ich persönlich auch sehr gut ohne übermäßig viel Blutvergießen von diesem Thriller gefesselt war. Mit hat das auf jeden Fall gut gefallen, was mich auf weitere Bücher des Autors warten lässt.


Fazit
Wem der Sinn nach einem psychologisch spannend umgesetzten Thriller mit interessanten Wendungen und ohne unnötig blutrünstige Szenen steht, den wird dieses Buch zu einhundert Prozent überzeugen. Mich hat die Umsetzung wirklich gut unterhalten können, insbesondere da ich beim Miträtseln zu keinem Moment das Gefühl hatte, mich zu langweilen.

Dafür verteile ich volle fünf Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 12.02.2022

Kinderklassiker für Erstleser

Kleine Lesehelden: Der Räuber Hotzenplotz
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Meine Meinung
Der Räuber Hotzenplotz gehört schon recht lange zu meinen liebsten Kinderbüchern und schafft es auch immer wieder mit Leichtigkeit in die Bücherregale meiner Patenkinder.

Als altersgerecht ...

Meine Meinung
Der Räuber Hotzenplotz gehört schon recht lange zu meinen liebsten Kinderbüchern und schafft es auch immer wieder mit Leichtigkeit in die Bücherregale meiner Patenkinder.

Als altersgerecht aufbereitete Version der Geschichte mit bunten Illustrationen und leicht verständlichen Texten hat mir dieses Buch auf jeden Fall gefallen, wobei insbesondere das kurze Personenverzeichnis am Anfang der Geschichte beim Vorlesen auf sehr positive Resonanz gestoßen ist. Auch die kleinen Rätsel nach jedem Kapitel waren unterhaltsam gestaltet und haben das Leseerlebnis bereichert, was die Umsetzung definitiv zu einer gelungenen Neuauflage dieses Kinderklassikers macht.


Fazit
Nicht nur Erstleser und Leseanfänger haben hier ihren Spaß an der literarischen Jagd auf den Räuber Hotzenplotz und den niedlichen Illustrationen. Als gelungene Neuauflage konnte mich das Buch auf jeden Fall überzeugen, und wer das Rezept am Ende der Geschichte nachbacken will, hat sogar noch etwas länger Freude daran.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 23.01.2022

Hochspannender und intelligent konstruierter Justiz-Thriller

Thirteen
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Worum geht’s?
Eigentlich will Strafverteidiger Eddie Flynn vor allem für seine Familie da sein. Als er jedoch den in aller Augen schuldigen Hollywoodstar Bobby Solomon in einem Mordprozess vertreten soll, ...

Worum geht’s?
Eigentlich will Strafverteidiger Eddie Flynn vor allem für seine Familie da sein. Als er jedoch den in aller Augen schuldigen Hollywoodstar Bobby Solomon in einem Mordprozess vertreten soll, scheint er als einziger an dessen Unschuld zu glauben und nimmt sich vor, das auch zu beweisen. Dumm nur, dass ausgerechnet der Täter näher an ihm und der Entscheidung über Schuld und Unschuld dran ist, als Eddie sich jemals hätte träumen lassen.


Meine Meinung
Justiz-Thriller finde ich immer besonders spannend, insbesondere dann, wenn die Geschichte eine Menge unerwarteter Twists bieten kann. Der Klappentext klang da definitiv äußerst vielversprechend, auch wenn ich mir zunächst nicht sicher war, ob mich das Konzept schlussendlich zu einhundert Prozent überzeugen können würde.

Der Schreibstil hat mir hier beim Lesen wirklich gut gefallen, man hängt sich nicht an seltsamen Formulierungen auf und der Lesefluss ist nicht bloß durch die an sich recht kurzen Kapitel ausgesprochen hoch gewesen.

Da der Klappentext eines der offensichtlichsten Spannungselemente bereits verrät, war ich vor dem Lesen dieses Buches ehrlich gesagt eher skeptisch, ob mich die Geschichte so nicht vielleicht eher langweilen würde. Die besondere Nähe zum Täter hat für mich schlussendlich aber tatsächlich einen maßgeblichen Teil des Spannungsbogens ausgemacht und mich so interessiert, dass die zweite Perspektive sogar langweiliger hätte sein können, ohne mein Interesse an dem Buch zu zerstören.

Glücklicherweise fand ich aber auch diesen Bereich der Handlung wirklich lesenswert, und durch das Zusammenführen der Informationen, die man dem Protagonisten als Leser mitunter schon voraus hat, kam für mich ein wirklich gut aufgebautes und ausgesprochen spannend konzipiertes Gesamtwerk heraus, das ich während der Lektüre einfach nicht aus der Hand legen konnte.


Fazit
Wer Justiz-Thriller mag, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Man wird während des Lesens in die unterschiedlichsten Gedankenwelten gesogen und dabei so ans Geschehen gefesselt, das einfach keine Langeweile aufkommen kann. Für mich darf es gerne weitere solcher Geschichten geben, den vollends überzeugen konnte mich das Konzept ohne Frage.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 11.12.2021

Berührender Jugendroman

Das Glück in tausend Worten
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Worum geht’s?
Als Ana gemeinsam mit ihrer Mutter von Argentinien zu ihrem Vater nach New Jersey zieht, leidet sie nicht nur unter der räumlichen Veränderung. Wären der Umzug in ein fremdes Land und der ...

Worum geht’s?
Als Ana gemeinsam mit ihrer Mutter von Argentinien zu ihrem Vater nach New Jersey zieht, leidet sie nicht nur unter der räumlichen Veränderung. Wären der Umzug in ein fremdes Land und der Wechsel an eine neue Schule alleine nicht schon schwer genug, versteht sie nämlich außerdem auch kaum ein Wort Englisch. Als sie dann aber den Griechen Neo kennenlernt, der ein Wörterbuch über das Thema „Glück“ verfassen will, lernt Ana, dass nicht nur Sprache allein ein Mittel zum Ausdruck sein kann – und auch, dass man manchmal auch einfach keine Worte braucht, um sich zu verstehen.


Meine Meinung
Diese Geschichte hat mich beim Lesen wirklich so berührt, wie es schon lange kein Buch mehr getan hat. Auch wenn ich die Situation, in der sich Protagonistin Ana befindet so selbst noch nicht erlebt habe, war es mir von Beginn an problemlos möglich, mich in sie und ihre Gefühlswelt hineinzuversetzen.

Der Schreibstil war angenehm zu lesen und hat es leicht gemacht, den Gedanken und Gefühlen von Ana zu folgen. Auch die Umsetzung der Verständigungsprobleme war ziemlich kreativ gelöst und hat die Situation treffend erfasst. Beim Lesen war es mitunter zwar ein wenig frustrierend, das Geschehen aus Anas Position heraus zu verfolgen, der Authentizität der Geschichte war das aber in jedem Fall zuträglich.

Ana als Protagonistin war mir zwar nicht zu einhundert Prozent zugänglich, in diesem Setting war das für mich aber tatsächlich kein Punkt, der das Lesevergnügen maßgeblich gestört hätte. Insbesondere ihre Gedichte waren daher kleine Auflockerer, die sich passend in die Handlung eingefügt haben und die Geschichte auch abseits der eigentlichen Geschehnisse zu einem schönen Leseerlebnis gemacht haben.


Fazit
Wer auf der Suche nach einer Geschichte ist, die ans Herz geht, der trifft mit Das Glück in tausend Worten definitiv eine richtig gute Wahl. Die Thematik ist nicht nur aktuell, sondern auch innerhalb der Handlung wirklich gut umgesetzt, was beim Lesen wirklich Spaß macht.

Dafür gibt es von mir alle fünf Bücherstapel.

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