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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.02.2022

Hafenmörder

Hafenmörder
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Hamburg 1904: Mehrere Morde geschehen und die Opfer werden mit einem Stigma auf der Stirn gefunden.
Der Bakteriologe Carl-Jakob Melcher und sein Freund, der Polizist Martin Bucher begeben sich auf die ...

Hamburg 1904: Mehrere Morde geschehen und die Opfer werden mit einem Stigma auf der Stirn gefunden.
Der Bakteriologe Carl-Jakob Melcher und sein Freund, der Polizist Martin Bucher begeben sich auf die Suche nach dem Täter.
Das Cover, welches die alte Speicherstadt zeigt, ist schon alleine ein Eyecatcher. Dieses machte mich auf das Buch aufmerksam. Und beim Lesen merkte ich, dass es perfekt zu dem Roman passt.
Mit leichter und flotter Schreibweise lässt Christopf Elbern das Hamburg der Jahrhundertwende vor dem Leser auftauchen. Die Polizeiarbeit, die mit der heutigen nicht zu vergleichen ist, wird authentisch und lebendig beschrieben. Auch gibt es Einblicke in das Privatleben von Carl-Jakob, der sich bis über beide Ohren in das Dienstmädchen Clara rettungslos verliebt hat, was damals ein absolutes „No-Go“ war. Die für die Geschichte relevanten Charaktere sind wunderbar und nachvollziehbar beschrieben. Die Handlung ist voller Spannung und das Ende überhaupt nicht vorhersehbar.
Mein Fazit:
Ein wunderbarer Krimi für spannende und unterhaltsame Lesestunden. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 14.02.2022

Heute, morgen und für alle Zeit

Das Versprechen
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Nell findet nach dem Tod ihres Vaters in seinen Unterlagen ein altes Foto. Darauf ist ein junger Mann in Uniform, der ihrem Vater sehr ähnlich sieht. Sie reist nach Cornwall und begegnet hier der fünfundneunzigjährigen ...

Nell findet nach dem Tod ihres Vaters in seinen Unterlagen ein altes Foto. Darauf ist ein junger Mann in Uniform, der ihrem Vater sehr ähnlich sieht. Sie reist nach Cornwall und begegnet hier der fünfundneunzigjährigen Estella, die sich noch sehr gut an den Sommer 1944 erinnern kann.
Ruth Saberton erzählt diese Geschichte mit einem sehr blumigen Sprach-u.Schreibstil. Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und deren Charakter bildhaft dargestellt. Estella, die Hauptprotagonistin ist voller Fantasie und trägt ihr Herz auf der Zunge. Sie ist bodenständig und aufrichtig. Ihre Liebe gilt dem „geheimnisvollen Garten“. Evie, ein junges Mädchen, das von London auf das Land verschickt wurde, ist clever, sieht alles und ist quicklebendig. Nichts entgeht ihrer Wachsamkeit. Jakob ist ein schwarzer GI, der kurz vor seinem Einsatz steht. Estella und Jay verlieben sich unsterblich ineinander und wollen nach dem Krieg in Amerika ein gemeinsames Leben beginnen. Für beide ist es die Liebe ihres Lebens. Die Autorin hat diesen Roman sehr gut recherchiert und die Rassenprobleme bei der Armee und der Bevölkerung authentisch dargestellt. Leider hat das Buch einige Längen und Wiederholungen, die meinen Lesefluss beeinträchtigten. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen und ich war stets gespannt, wie es weitergeht.
Mein Fazit:
Ein dramatischer und herzzerreißender Roman, den ich gerne weiter empfehle. 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.02.2022

Kommissar Kreiser ermittelt

Leipziger Zeitenwende
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In diesem Band muss Kriminalkommissar Joseph Kreisler drei Todesfälle, als Selbstmorde getarnt, aufklären. Dazu kommt noch eine Betrügerbande, die gefälschte Lottoscheine in Umlauf bringt. Wird es ihm ...

In diesem Band muss Kriminalkommissar Joseph Kreisler drei Todesfälle, als Selbstmorde getarnt, aufklären. Dazu kommt noch eine Betrügerbande, die gefälschte Lottoscheine in Umlauf bringt. Wird es ihm gelingen, die Täter noch vor der Jahrhundertwende dingfest zu machen?
Mit einem leichten und flüssigen Schreibstil erzählt Gregor Müller diesen Krimi. Liebevoll und anschaulich führt er den Leser durch das historische Leipzig, so dass man seine Wege auch als Nichtortskundiger vor Augen hat. Die Handlung ist spannend und das Ende absolut überraschend und nicht vorhersehbar. Der Charakter der relevanten Protagonisten ist authentisch dargestellt.
Mein Fazit:
Ein leichter Kriminalroman für unterhaltsame und spannende Lesestunden. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.02.2022

Die Geschichte von Mehrunnisa

Pfauenprinzessin
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Auch wenn ich nur als Touristin einige Male Indien besucht habe, bin ich doch an seiner Historie sehr interessiert. Somit war dieses Buch für mich ein unbedingtes „MUSS“. Und es hat mich sehr positiv überrascht.
Die ...

Auch wenn ich nur als Touristin einige Male Indien besucht habe, bin ich doch an seiner Historie sehr interessiert. Somit war dieses Buch für mich ein unbedingtes „MUSS“. Und es hat mich sehr positiv überrascht.
Die Geschichte von Mehrunnisa, der späteren Nur Jahan, ist lebendig beschrieben. Ihre erste kurze Begegnung mit dem Prinzen Salim, dem späteren Herrscher Jahangir, im Palast und die zweite auf dem Bazar haben in ihr eine tiefe Liebe zu ihm entfacht. Eine Liebe, die erst nach 17 Jahren Erfüllung finden sollte. Anschaulich wird das Leben Mehrunnisas von der Geburt an bis zur Ernennung zur Kaiserin beschrieben. Ebenso verfolgt der Leser ausführlich den Lebensweg von Salim/Jahangir bis er Mehrunnisa zu seiner 20. und letzten Ehefrau nimmt. Eindrucksvoll geht die Autorin auf die internen und politischen Intrigen ein. Der Machtkampf der Frauen untereinander im Harem ist ausgezeichnet dargestellt. Flüssig ist der Schreibstil und im Anhang befindet sich eine Liste der wichtigsten Personen der Handlung zum Nachschlagen.
Mein Fazit:
Ein fiktiver Roman, der auf historisch belegten Begebenheiten und Personen beruht. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.02.2022

Ein Buch, das zutiefst berührt

Signorina Vivaldi
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Venedig um 1700: Anna Maria wird als Säugling in der Babyklappe des Ospedale della Pietà, einem der vier Waisenhäuser Venedigs, abgelegt. Im Alter von 6 Jahren steht sie am heiligen Abend vor der Weihnachtskrippe ...

Venedig um 1700: Anna Maria wird als Säugling in der Babyklappe des Ospedale della Pietà, einem der vier Waisenhäuser Venedigs, abgelegt. Im Alter von 6 Jahren steht sie am heiligen Abend vor der Weihnachtskrippe der angrenzenden Kirche Santa Maria della Pietà und wünscht sich vom Christkind Eltern. Als kurz darauf Antonio Vivaldi im Waisenhaus seine Arbeit als Maestro di Violino beginnt, erkennt er sofort Anna Marias außergewöhnliche Begabung für das Violinenspiel und nimmt sie unter seine Fittiche. Anna Maria sieht in ihm einen Vaterersatz.
Dieses auf historischen Ereignissen beruhende Buch erzählt den Werdegang von Anna Maria dal Violine vom Waisenkind zur berühmten Starviolistin. Plastisch wird ihre Kindheit und Jugend im Ospedale della Pietà beschrieben. Ihre Begeisterung für die Musik, die tiefe Verbundenheit zu Vivaldi und ihr Werdegang im Orchester sind glaubhaft dargestellt. Sehr gut hat die Autorin realistische und fiktive Personen in diesen historischen Roman eingeflochten. Glaubhaft werden die Charaktere, vor allem die Selbstzweifel und auch die innere Zerissenheit von Anna Maria, auf den Leser herüber gebracht. Mit einem flüssigen und leichten Schreibstil führt Verena Maatman durch die sehr interessante Handlung. Das Cover passt ausgezeichnet zu dem Inhalt des Buches.
Mein Fazit:
Ein historischer Roman, der historisches und fiktives wunderbar verbindet und für spannende Lesestunden sorgt. 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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