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Veröffentlicht am 12.04.2022

Gigantisch

Die gigantischen Dinge des Lebens
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Wilbur ist gerade einmal 14 Jahre und überaus schüchtern. Er selbst bezeichnet sich als peinlich sensible, nicht sehr gutaussehend und wenig liebenswert. Sein schlechtes Selbstbild und der Wunsch, sich ...

Wilbur ist gerade einmal 14 Jahre und überaus schüchtern. Er selbst bezeichnet sich als peinlich sensible, nicht sehr gutaussehend und wenig liebenswert. Sein schlechtes Selbstbild und der Wunsch, sich einfach unsichtbar zu machen und um keinen Preis aufzufallen, ist das traurige Resultat jahrelangen Mobbings.
Er wächst bei zwei liebevollen Müttern (Mum und Mup) auf, die ihn bis zu dem alles verändernden Umzug, zuhause unterrichteten. Auch ein Grund dafür, warum Wilbur sich schwer tut, in einer Gemeinschaft klar zu kommen, sich zu integrieren oder Stellung zu beziehen. Sein bester Freund, ist der 82 jährige Nachbar, Sal. Ihm vertraut er alles an, womit er seine, hart arbeitenden und dennoch unter Geldsorgen leidenden, Mütter nicht zusätzlich belasten möchte.
Die große Wende kommt in Form der französischen Austauschschülerin Charlies. Plötzlich möchte Wilbur nicht mehr unsichtbar sein, sondern cool und von ihr gemocht werden. Obwohl ihr Auftauchen Wilbur in ein zauberhaftes Gefühlschaos katapultiert, handelt es sich nicht um eine typische Liebesgeschichte. Sein Verliebtsein und die damit einhergehenden Hochs und Tiefs, sind vielmehr ein Wachrüttler - endlich ist er bereit etwas zu ändern.
Eine urkomische und zugleich überaus rührende Geschichte mit viel Tiefgang, die nicht nur für junge Leser geeignet ist. Ich empfehle sie jedem, der eine Anregung zum Umdenken/ neue Denkweisen sucht. Susin Nielsen hat einmal mehr aufgezeigt, wie spielend leicht sie Trauriges und Ernstes unübertrefflich in eine humorvolle Geschichte, gepaart mit viel Weisheit und Hingabe, verpacken kann.
In dem einen Moment hält man sich noch den Bauch vor Lachen und schon im nächsten Satz muss man innehalten und kommt ins Grübeln vor Gerührtheit.
Die Protagonisten sind allesamt sehr sympathisch und untereinander überaus empathisch. Man muss dieses Buch einfach gelesen haben und der Clou an dem Ganzen ist, das mega spannende und zugleich fragenaufwerfende Buchcover, welches sich einem nur erschließt, wenn man die Geschichte um Wilbur wirklich verschlungen hat!

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Veröffentlicht am 15.02.2022

Das größte Tier der Welt

Der Blauwal
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Das Sachbuch der ganz anderen Art!
Wer annimmt, die Dinosaurier seien die größten Tiere der Welt, der irrt gewaltig. Bereits ein neugeborenes Blauwahlbaby hat die Größe von vier ausgewachsenen und übereinander ...

Das Sachbuch der ganz anderen Art!
Wer annimmt, die Dinosaurier seien die größten Tiere der Welt, der irrt gewaltig. Bereits ein neugeborenes Blauwahlbaby hat die Größe von vier ausgewachsenen und übereinander gestapelten Erwachsenen. Andreas Tjernshaugen nimmt uns mit auf eine abenteuerliche Reise, durch die Tiefen des Ozeans. In verschiedenen Kapiteln lernen wir Unglaubliches über das größte Tier, das jemals gelebt hat und beleuchten es gemeinsam von allen Seiten. Dabei sind die Sachinformationen in einer mitreißenden und zugleich kindgerechten Geschichte verpackt. Als kleiner Leser, wächst man so Kapitel für Kapital mit dem kleinen Blauwahlbaby heran. Begleitet wird diese Reise durch die atemberaubenden Illustrationen von Line Renslebråten, die das Ganze, naturgetreu und detailliert, abrunden. Es kommt einem fast so vor, als befände man sich in einer verschriftlichten Dokumentation. Der Schreibstil ist überaus angenehm, überfordert trotz Wissensvermittlung nicht und ist sehr kindgerecht. Viele kleine Beispiele und Vergleiche verdeutlichen ebenso kindgerecht die Fakten rund um den Blauwal und machen sie so verständlicher. Aufgrund der Füller an Informationen ist es ratsam, nach einem Kapitel, oder gar Teilüberschrift, ersteinmal alles auf sich wirklich zu lassen. Die Illustrationen geben genug weitere Gesprächsanlässe. "Eine Reise durch den Ozean und durch die Zeit" und somit (m)eine absolute Leseempfehlung und ein Muss in jedem Bücherregal.

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Veröffentlicht am 14.02.2022

Aurora

Aurora und die Sache mit dem Glück
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Ja, das mit dem Glück ist so eine Sache. Für den einen alltäglich, zufällig, schicksalhaft, willkürlich oder banal, für den anderen etwas ganz Besonderes, lange herbeigesehnt, ein wahr gewordener Wünsch ...

Ja, das mit dem Glück ist so eine Sache. Für den einen alltäglich, zufällig, schicksalhaft, willkürlich oder banal, für den anderen etwas ganz Besonderes, lange herbeigesehnt, ein wahr gewordener Wünsch - kurzum, pures Glück.
Aurora ist ein junges Mädchen, das in einer Kleinstadt zuhause ist, wo jeder jeden kennt und man hervorsticht, wenn man anders ist. Aurora ist anders. Sie selbst bezeichnet sich als komisch. Sie hat da diese Ticks, alles dreimal berühren zu müssen, die Shirts auf links zu tragen oder zu den unpassensten Momenten Geräusche von sich zu geben. Von ihren Mitschülern wird sie deshalb ausgeschlossen und findet lange keinen Zugang zu ihnen. Ihr einziger Freund und engster Vertrauter ist ihr Hund Duck. Bis Duck eines Tages, infolge einen schweren Schicksalsschlags, urplötzlich verschwindet. Auroras Welt geriet ins Wanken. Viele Dinge geraten durcheinander, alles ändert sich auf einen Schlaf und sie selbst gerät immermehr mit ihrer Mutter aneinander, weil diese den Ticks und Eigenarten ihrer Tochter unbedingt einen Namen gegen will und auf Teufel komm raus, von einem Arzt zum anderen mit ihr rennt. Dabei kommt zum Vorschein, dass nicht alles einen Namen haben muss - aber in diesem Fall, ist er "Aurora".
Eine unaufgeregte aber zugleich sehr berührende Geschichte, um ein junges Mädchen, das IHREN Weg geht. Das Motiv des "Andersseins" wird wiederholt sehr plausibel, realistisch und zum Teil auch urkomisch, aufgegriffen. Als Leser kann man sich sehr gut in die Protagonistin einfühlen. Die kurzen Kapitel mit ihrem einfach gehaltenen Schreibstil, werden durch symbolische Überschritten eingeleitet, die zum einen etwas Poetisches haben und deren Bedeutung am Ende der Geschichte liebreizend aufgeklärt werden. Es gibt mehrere Spannungsbögen und Höhepunkt in der Geschichte, wenngleich ich sie zu Beginn ein wenig langatmig empfinde, im Vergleich zu dem dann doch schnellen, aber glücklichen Ende. Dennoch ist Sarah Werks Entwicklungsroman "Aurora und die Sache mit dem Glück" eine absolute Leseempfehlung. Ich habe mich auch als Erwachsene sehr gut aufgehoben gefühlt und würde diesen Roman meinen eigenen Mädels, mit 10 Jahren, unbedingt zum Lesen geben.

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Veröffentlicht am 18.01.2022

Leos magische Welt

Die magische Welt von Leonie Looping - Doppelband - Erstlesebuch für Kinder ab 7 Jahren
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Leonie ist gerade einmal 7 Jahre alt und muss in den Ferien an den Bodensee zu ihrer Oma Annie, weil ihre Eltern allein in den Urlaub fliegen. Leo fühlt sich allein gelassen und abgeschoben - bei ihrer ...

Leonie ist gerade einmal 7 Jahre alt und muss in den Ferien an den Bodensee zu ihrer Oma Annie, weil ihre Eltern allein in den Urlaub fliegen. Leo fühlt sich allein gelassen und abgeschoben - bei ihrer Oma hat sie keine Freunde, wie Zuhause, und weiß nichts mit sich anzufangen. Auch Oma Annie muss kurz darauf weg und Leo bleibt allein zurück. Sie ist wütend, weiß nicht wohin mit ihren Gefühlen und möchte ihre Oma verärgern, um die Ferien künftig nicht mehr bei ihr verbringen zu müssen.
Als sie auf den Balkon geht und in den Blumentöpfen herumstochert, beschließt sie einen der Töpfe über den Balkon zu schmeißen. Da taucht plötzlich die Schmetterlingselfe Mücke vor ihr auf. Leo erhält durch sie mit Hilfe von Schrumpferbsen, die Möglichkeit selbst zu einer Elfe zu werden und die Welt aus einer neuen, anderen Perspektive zu betrachten. Doch was sie dann erlebt, hatte Leonie so nicht erwartet und das Abenteuer beginnt.
Ich liebe vor allem den Perspektivwechsel, den Leonie als kleine Elfe erfährt. Dinge und Zustände aber auch Gefühle und Bedürfnissen anderer, die vorher nichtig und unbedeutend wirkten, haben und erfahren (vor allem für kleine Lebewesen/ aus Sicht einer Elfe) plötzlich eine sehr viel größere Bedeutung. Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit, verknüpft mit den Sorgen und Sehnsüchten eines Kindes, werden hier in eine magische Phantasiewelt eingebettet. Dies macht es dem Leser leicht auch einen Perspektivwechsel zuzulassen. Besonders toll finde ich die Illustrationen. Sie sind zauberhaft gezeichnet und lockern den Text für Erstleser perfekt auf. Die Schrift ist schön groß und einige Wörter sind sogar farblich hervorgehoben. Der Schreibstil ist wunderbar verständlich und trotzdem spannend zu lesen. Die magische Welt von Leonie Looping, im Doppelband mit zwei tollen Geschichten, ist ein echter Buchtipp für kleine naturbewusste und abenteuerliebende Erstleser.

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Veröffentlicht am 01.01.2022

Umweltschutz für die Kleinsten

Wieso? Weshalb? Warum? junior. Wie helfe ich der Umwelt?
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Umweltschutz für die Kleinsten. Ich bin hin und weg - da hat sich Ravensburger mit "Wieso Weshalb Warum junion" - Band 43 "Wie helfe ich der Umwelt" wirklich etwas tolles einfallen lassen. Hier erfahren ...

Umweltschutz für die Kleinsten. Ich bin hin und weg - da hat sich Ravensburger mit "Wieso Weshalb Warum junion" - Band 43 "Wie helfe ich der Umwelt" wirklich etwas tolles einfallen lassen. Hier erfahren kleine Lesefreude von 2-4 Jahre die Wichtigkeit von Umweltschutz, Natur und Ressourcen auf sehr kindgerechte Weise kennen. Hinter den typischen Klappen verbergen sich spannende Dinge, die es zu entdecken gilt. Die Kinder werden über kurze und leicht verständliche Texte aufgeklärt, die sich hierbei stets an der Lebenswelt der Kinder orientieren/ anlehnen. So können kleine Naturkinder die Tipps und Hinweise selbst im Alltag umsetzen und einen/ ihren Teil zum Schutz der Umwelt spielerisch beitragen. "Wieso Weshalb Warum" vermittelt Sachwissen kindgerecht und gepaart mit bspw. kleinen Suchaufgaben (ähnlich wie ein Wimmelbuch). Die Illustrationen sind etwas farbenfroh aber dennoch naturgetreu. Das Ringbuch und die einzelnen Seiten und vor allem Buchecken könnten gern ein wenig hochwertiger sein - sie greifen sich bei regelmäßiger Nutzung schnell ab und vor allem die Ecken sollten in dem Alter noch abgerundet sein, um eine Verletzungsgefahr zu vermeiden. Dies stellt jedoch den einzigen Kritikpunkt dar. Alles in allem ein sehr zu empfehlendes Buch, spannend, informativ, kindgerecht illustriert und einfach ein sehr sehr wichtiges Thema, womit Kinder nicht früh genug in Berührung gebracht werden sollten.

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