Viel Hokuspokus, wenig Krimi
SonnwendmordNach Marillenknödelmord war ich riesig gespannt auf den zweiten Fall für Krimiautor Horvath und wieder war die ganze Mischpocke aus Teil 1 mit dabei: Freundin Mimi, ihre Schwester Maria und deren Schamane.
Es ...
Nach Marillenknödelmord war ich riesig gespannt auf den zweiten Fall für Krimiautor Horvath und wieder war die ganze Mischpocke aus Teil 1 mit dabei: Freundin Mimi, ihre Schwester Maria und deren Schamane.
Es beginnt gleich spannend, bei der Sonnwendfeier in der Wachau wird bei der Verbrennung einer Strohhexe eine Leiche entdeckt. Die Tote war mächtig unbeliebt, an Verdächtigen ist also kein Mangel. Aber dann sind die Ermittlungen nicht nur bei mir ins Stocken geraten.
Während ich Mimis Eskapaden in Teil 1 noch witzig fand, hat mich das Getrommel, die Mantras und das ganze esoterische Gedöns angefangen zu nerven und viel zu viel Raum in der Geschichte eingenommen. Ich habe mich gefragt, was die Mimi an ihrem Horvath eigentlich mag, denn wen man liebt, den sollte man nicht komplett verändern wollen. Und der Horvath ist sich seiner Mimi so unsicher, dass er alles mitmacht. Ich mache auch gerne etwas meinem Mann zuliebe und schließe Kompromisse, aber bleibe meinem Wesen dann doch treu. Bei Mimi und Horvath scheint mir das eine Beziehung zu sein, die arg im Ungleichgewicht ist.
Der eigentliche Kriminalfall ist dadurch ins Hintertreffen geraten und obwohl das Motiv durchaus interessant war, konnte Sonnwendmord bei Weitem nicht an Marillenknödelmord heranreichen.
Ich würde mir wünschen, dass der Horvath mit etwas mehr Selbstbewusstsein aus diesem Fall herausgeht und wieder ein ebenbürtiger Partner für die Mimi wird.
Für mich hat es leider nur für 3,5 Sterne gereicht und die Hoffnung auf mehr Inhalt und weniger nackerte Tänze im 3. Fall.