Platzhalter für Profilbild

Redrose

Lesejury Star
offline

Redrose ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Redrose über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2020

Nostalgie Krimi mit Ausflug ins Chiemgau

Still ruft der See
0

Dieses ist bereits der dritte Band um das Ermittlertrio und obwohl ich die Vorgängerbände nicht kenne, war der Einstieg kein Problem. Theo, Frührenter mit Lamborghini-Traktor, Sabine, Studentin und Rockmusikerin ...

Dieses ist bereits der dritte Band um das Ermittlertrio und obwohl ich die Vorgängerbände nicht kenne, war der Einstieg kein Problem. Theo, Frührenter mit Lamborghini-Traktor, Sabine, Studentin und Rockmusikerin und Lieselotte Larisch, Rentnerin mit einer Vorliebe für deftige Kost aus dem Sudetenland.

Das Cover mit seinem alten Röhrenfernseher und der altmodischen Stehlampe sowie der gemusterten Tapete erinnert mich an meine Jugend. Und das ist auch das große Plus an diesem Krimi. Der Ausflug in die gute alte Zeit der 70er Jahre. Erinnerungen an Schlaghosen, TriTop Sirup und Telefone mit Wählscheiben, wahlweise in den Farben kieselgrau, knallorange oder hässliches grün 😉

Theo als Roadie und Sabine als Rockröhre sind wegen eines Rockkonzerts im Chiemgau und erleben mit, dass eine Frau verschwindet und wenig später tot aufgefunden wird. Selbstmord oder Mord? Diese Frage lässt die beiden nicht los und gemeinsam mit Lieselotte wird ermittelt, was das Zeug hält. Ich habe mich immer wieder gefragt, warum googeln die, die Informationen nicht, bis mir wieder einfiel, in welcher Zeit der Roman spielt. Was haben wir nur früher gemacht, bevor das Internet unsere Informationsquelle wurde? Da werden alte Zeitungsberichte in Archiven gewälzt und Nachbarn befragt.

Bei ihren Recherchen wirbeln die drei jede Menge Staub auf und geraten sogar in Lebensgefahr und wer fährt eigentlich in diesen blauen VW Käfern, die allgegenwärtig zu sein scheinen?

Mein Resümee: Amüsanter Roadtrip in die Vergangenheit.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.12.2025

Das Verbrechen schläft nicht in Montreux

Letzter Ton in Montreux
0

Von Montreux kenne ich nur das Jazz Festival und das ist nicht meine Musikrichtung 😉 aber bisher dachte ich, dass es da mondän und idyllisch zugeht. Doch Laura Pfeiffer deckt ein abscheuliches Verbrechen ...

Von Montreux kenne ich nur das Jazz Festival und das ist nicht meine Musikrichtung 😉 aber bisher dachte ich, dass es da mondän und idyllisch zugeht. Doch Laura Pfeiffer deckt ein abscheuliches Verbrechen auf und bringt sich dadurch selbst in Gefahr.

Beim Lesen hatte ich öfters das Gefühl wie bei einem Film, wenn die Protagonisten etwas ziemlich Dummes machen, wie zum Beispiel allein durch einen dunklen Park zu gehen 🤣 und wollte Laura immer zurufen, sich doch vernünftiger zu verhalten, aber das ist nicht ihre große Stärke 😉.

Der Fall bringt Laura und mich mit Menschen in Berührung, auf die ich gerne verzichten würde und für die ein Menschenleben keine Bedeutung hat. Mir haben die Ermittlungen Spaß gemacht, da ich ja ungefährdet vom Sofa aus den Verbrechern nachjagen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2025

Viel Hokuspokus, wenig Krimi

Sonnwendmord
0

Nach Marillenknödelmord war ich riesig gespannt auf den zweiten Fall für Krimiautor Horvath und wieder war die ganze Mischpocke aus Teil 1 mit dabei: Freundin Mimi, ihre Schwester Maria und deren Schamane.

Es ...

Nach Marillenknödelmord war ich riesig gespannt auf den zweiten Fall für Krimiautor Horvath und wieder war die ganze Mischpocke aus Teil 1 mit dabei: Freundin Mimi, ihre Schwester Maria und deren Schamane.

Es beginnt gleich spannend, bei der Sonnwendfeier in der Wachau wird bei der Verbrennung einer Strohhexe eine Leiche entdeckt. Die Tote war mächtig unbeliebt, an Verdächtigen ist also kein Mangel. Aber dann sind die Ermittlungen nicht nur bei mir ins Stocken geraten.

Während ich Mimis Eskapaden in Teil 1 noch witzig fand, hat mich das Getrommel, die Mantras und das ganze esoterische Gedöns angefangen zu nerven und viel zu viel Raum in der Geschichte eingenommen. Ich habe mich gefragt, was die Mimi an ihrem Horvath eigentlich mag, denn wen man liebt, den sollte man nicht komplett verändern wollen. Und der Horvath ist sich seiner Mimi so unsicher, dass er alles mitmacht. Ich mache auch gerne etwas meinem Mann zuliebe und schließe Kompromisse, aber bleibe meinem Wesen dann doch treu. Bei Mimi und Horvath scheint mir das eine Beziehung zu sein, die arg im Ungleichgewicht ist.

Der eigentliche Kriminalfall ist dadurch ins Hintertreffen geraten und obwohl das Motiv durchaus interessant war, konnte Sonnwendmord bei Weitem nicht an Marillenknödelmord heranreichen.

Ich würde mir wünschen, dass der Horvath mit etwas mehr Selbstbewusstsein aus diesem Fall herausgeht und wieder ein ebenbürtiger Partner für die Mimi wird.

Für mich hat es leider nur für 3,5 Sterne gereicht und die Hoffnung auf mehr Inhalt und weniger nackerte Tänze im 3. Fall.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.08.2023

Die Geschichte einer toxischen Beziehung

Magnolia Parks
0

Sind Magnolia Parks und BJ Ballentine ein Paar? Die Presse meint Ja und was in der Zeitung steht, das muss doch stimmen, oder?

Die Autorin nimmt uns mit in die Londoner High Society und statt Neid auf ...

Sind Magnolia Parks und BJ Ballentine ein Paar? Die Presse meint Ja und was in der Zeitung steht, das muss doch stimmen, oder?

Die Autorin nimmt uns mit in die Londoner High Society und statt Neid auf den unermesslichen Reichtum dieser Menschen zu haben, bei denen ein Privatflugzeug so selbstverständlich ist, wie für mich ein Auto, empfinde ich Mitleid. Womit kann man Magnolia Parks eine Freude machen, wenn sie doch alles hat oder es sich kaufen kann? Ihr Leben dreht sich um die Kleidung, die sie trägt, sie kennt sämtliche angesagten Marken auswendig und die größte Sünde ist es natürlich, wenn man etwas anzieht, was womöglich nicht von dieser Saison ist, sondern bereits seit 3 Jahren schon im Kleiderschrank liegt 🤣. Nachhaltig ist irgendwie anders.

Magnolia und BJ lieben sich, doch sie verletzen sich permanent. Und obwohl sie nicht zusammen sein können, können sie doch auch nicht ohneeinander sein.

Irgendwie ist diese Geschichte wie ein Unfall, gleichzeitig schrecklich und faszinierend. Man kann die Augen einfach nicht abwenden und muss immer weiterlesen.

Für mich hätte die Geschichte gerne etwas kürzer sein dürfen, dieses ewige On-Off habe ich auf Dauer etwas als anstrengend empfunden.

Für Markenjunkies und alle, die schon immer mal wissen wollten, wie es bei den wirklich reichen Kids so zugeht, kann ich dieses Buch empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.06.2022

Provence Krimi, der Lust auf Urlaub macht

Späte Rache im Luberon
0

Capitaine Malbec wollte eigentlich mal wieder ein Wochenende mit seiner Liebsten verbringen, aber ein Leichenfund erfordert seine Anwesenheit in einem kleinen Bergdorf.

Der Tote, Dieter Steger, ist ein ...

Capitaine Malbec wollte eigentlich mal wieder ein Wochenende mit seiner Liebsten verbringen, aber ein Leichenfund erfordert seine Anwesenheit in einem kleinen Bergdorf.

Der Tote, Dieter Steger, ist ein Deutscher, der zusammen mit seiner Frau aus einer Ansammlung von Ruinen ein ganzes Dorf zu Leben erweckt hat. Wer wollte ihm Böses? Auf der Suche nach Motiven und Verdächtigen bringt uns der Autor die Provence näher und hier merkt man, dass Ralf Nestmeyer auch der Verfasser von Reiseführern ist. Die Beschreibungen der Orte, die Malbec aufsucht, machen Lust auf ein Glas Wein, Baguette und Käse und einen gemütlichen Liegestuhl mit einem guten Buch.

Besonders gut gefallen hat mir der Besuch des örtlichen Marktes in Apt, gerne bin ich mit Malbec durch die Altstadt geschlendert, vorbei an Töpfereien, Obstständen und einer kleinen Buchhandlung.

Der Schreibstil hat mir gefallen, das Buch ließ sich flüssig lesen, lediglich mit der Hauptfigur wurde ich bis zum Schluss nicht wirklich warm. Es gab viele Verdächtige und die vielen Nebenstränge haben es nicht leicht gemacht, den wahren Schuldigen oder war es eine Schuldige zu finden.

Ein solider Krimi, für den ich 3,5 Sterne vergebe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere