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Veröffentlicht am 24.02.2022

Gefühlvoll und mitreißend erzählt

April & Storm - Weiter als der Ozean
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April kehrt nach der Trennung von Storm mit gebrochenem Herzen nach Deutschland zurück. Sie will die Enttäuschung einfach nur vergessen und beruflich durchstarten. Ihr Ziel ist es, das "Hammerexamen" zu ...

April kehrt nach der Trennung von Storm mit gebrochenem Herzen nach Deutschland zurück. Sie will die Enttäuschung einfach nur vergessen und beruflich durchstarten. Ihr Ziel ist es, das "Hammerexamen" zu bestehen. Storm sucht in den USA verzweifelt nach April. Als er endlich erfährt, das sie zurück nach Deutschland geflogen ist, schnappt er sich den gemeinsamen Hund Sky und fliegt ihr kurzentschlossen nach. Doch in Deutschland erwartet ihn eine schockierende Nachricht. April liegt erneut in der Medizinischen Hochschule Hannover und kämpft um ihr Leben....

"Weiter als der Ozean" ist nach "Stärker als die Nacht" der zweite Band der Trilogie um April und Storm. Man kann der Handlung sicher auch dann folgen, wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat. Dennoch ist es empfehlenswert die Reihenfolge einzuhalten, da man so die Gefühle der beiden einfach besser nachvollziehen kann. 

Der zweite Teil knüpft unmittelbar an den ersten an. Die Handlung wird wieder abwechselnd aus der Sicht von April und Storm geschildert, wobei die Kapitel, in denen April im Zentrum der Ereignisse steht, in der Ich-Form erzählt werden. Dadurch bekommt man einen hautnahen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. 

Der erneute Einstieg in die Handlung gelingt mühelos, denn die Autorin versteht es wieder hervorragend, die Charaktere so lebendig zu beschreiben, dass man problemlos mit ihnen mitfiebern kann. Denn beide wirken, trotz der Trennung, sympathisch und ihre Handlungen nachvollziehbar. Man merkt sofort, dass die beiden sich noch immer lieben und verfolgt deshalb gespannt, was das Schicksal für sie vorgesehen hat. Einmal angefangen, mag man das Buch kaum noch aus der Hand legen, da es leicht fällt, sich auf das Geschehen einzulassen. Dabei durchlebt man eine mitreißende Achterbahnfahrt der Gefühle, die mit einem Cliffhanger endet, der dafür sorgt, dass man sofort erfahren möchte, wie es mit den beiden weitergeht.

Eine gefühlvoll erzählte Fortsetzung, die neugierig auf den letzten Teil der Trilogie macht. 

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Veröffentlicht am 13.02.2022

Spannender Rügen-Krimi

Ufermord
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Der Tierarzt Michael Bautner wird am Selliner See erstochen aufgefunden. Romy Beccare und ihr Team beginnen zu ermitteln. Schnell findet sich ein Tatverdächtiger. Die Staatsanwaltschaft ist zufrieden, ...

Der Tierarzt Michael Bautner wird am Selliner See erstochen aufgefunden. Romy Beccare und ihr Team beginnen zu ermitteln. Schnell findet sich ein Tatverdächtiger. Die Staatsanwaltschaft ist zufrieden, dass der Fall schnell abgeschlossen werden kann. Doch als bei Bauarbeiten das Skelett eines vor etwa dreißig Jahren verschwundenen Mannes aufgefunden wird, ergeben sich einige Parallelen zu dem Mord an Tierarzt Bautner. Romy Beccare beginnt den Fall deshalb genauer unter die Lupe zu nehmen. 

"Ufermord" ist bereits der elfte Band, in dem Kommissarin Romy Beccare auf Rügen ermittelt. Da die Fälle in sich abgeschlossen und die privaten Nebenhandlungen in diesem Band überschaubar sind, kann man diesen Teil der Reihe ohne Vorkenntnisse lesen. 

Auch in diesem Band versteht es die Autorin wieder von Anfang an, den Einstieg so mühelos zu gestalten, dass man sofort mitten im Geschehen ist. Die Ermittlungen im Mordfall Bautner schreiten zügig voran, ein Tatverdächtiger, der wenig kooperativ ist, wird schnell gefunden. Doch Romy Beccare hat dabei ein merkwürdiges Bauchgefühl. Die Sache lässt ihr keine Ruhe. Und, ganz wie Fans der Reihe sie kennen, lässt sie nicht locker. Gemeinsam mit ihrem Team gräbt sie einige Ungereimtheiten aus.

Diese Spurensuche wird so lebendig beschrieben, dass man als Krimi-Fan voll auf seine Kosten kommt. Denn plötzlich gibt es mehrere Verdächtige. Immer wenn man meint, dass man der Aufklärung einen Schritt näher kommt, sorgen überraschende Wendungen dafür, dass man die eigenen Überlegungen überdenken muss. Hier ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint und jeder scheint ein Geheimnis zu haben. Dadurch bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten. 

Ein gelungener Krimi, bei dem man bis zum Schluss miträtseln kann. 

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Veröffentlicht am 07.02.2022

Große Gefühle

Secrets of a Small Town Girl (Baileys-Serie 7)
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Seit früher Kindheit sind Juno Bailey und Colton Stone beste Freunde. Eigentlich ist nicht nur den Baileys, sondern allen Bewohnern von Lake Starlight klar, dass mehr zwischen den beiden ist. Doch Juno ...


Seit früher Kindheit sind Juno Bailey und Colton Stone beste Freunde. Eigentlich ist nicht nur den Baileys, sondern allen Bewohnern von Lake Starlight klar, dass mehr zwischen den beiden ist. Doch Juno hält streng daran fest, dass es sich nur um Freundschaft handelt. Doch plötzlich ist Colton mit einer schönen Französin verlobt. Die beiden stehen kurz vor der Hochzeit. Da stellt Juno schlagartig fest, dass sie doch weitaus mehr als Freundschaft für Colton empfindet. Ist es nun zu spät? 

"Secrets of a Small Town Girl" ist bereits der siebte Band um die Geschwister der Bailey-Familie, die in Lake Starlight leben. Da in jedem Teil der Serie ein anderes Paar im Zentrum des Geschehens steht, kann man die Bände auch unabhängig voneinander lesen. Dennoch lohnt es sich, die Reihenfolge einzuhalten, da man sich dann nicht nur über ein Wiedersehen mit altbekannten Charakteren freuen und beobachten kann, wie es ihnen mittlerweile geht, sondern außerdem leichter die Übersicht über die Familienmitglieder behält. Denn dadurch, dass schon einige Geschwister ihre große Liebe gefunden haben, wächst die Familie stetig. 

In diesem Band dreht sich alles um Juno und Colton. Wer die Reihe kennt, weiß, dass die beiden unzertrennlich und bisher stets im Doppelpack aufgetreten sind. Doch Juno beteuerte immer, dass sie nur Freundschaft mit Colton verbindet. Die Tatsache, dass Colton nun kurz vor der Hochzeit steht, löst in Juno endlich die Gefühle aus, die sie bisher stets verdrängt hat. Die Handlung wird in der Ich-Perspektive, abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptakteure, geschildert. Dadurch bekommt man nicht nur einen hautnahen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle, sondern kann außerdem beobachten, wie sie aufeinander wirken und was sie voneinander denken. Man kann die Anziehungskraft und das Knistern zwischen den beiden förmlich zwischen den Zeilen spüren. Die Gefühle wirken nicht zu dick aufgetragen, sondern glaubhaft und lebendig. Dadurch kann man sich ganz auf diesen Liebesroman einlassen. 

Auch die anderen Familienmitglieder, allen voran die rüstige Grandma, mischen wieder kräftig mit und sorgen für die ein oder andere skurrile Situation. Die eingestreute Prise Humor lockert die Handlung nicht nur auf, sondern macht diesen Roman zu einem ganz besonderen Lesegenuss, bei dem man bis zum Ende mitfiebern kann. 

Ein fesselnd erzählter Roman der beliebten Reihe, der die Lust darauf weckt, schnell den nächsten Teil zu lesen. 

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Veröffentlicht am 01.02.2022

Spannende Fortsetzung

Grenzfall - Ihr Schrei in der Nacht
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In der Grenzregion Karwendel herrscht starker Schneefall. Eine junge Frau, die sich auf dem Heimweg in ihr entlegenes Elternhaus befindet, kommt dort nie an. Zunächst geht man davon aus, dass sie im Schnee ...

In der Grenzregion Karwendel herrscht starker Schneefall. Eine junge Frau, die sich auf dem Heimweg in ihr entlegenes Elternhaus befindet, kommt dort nie an. Zunächst geht man davon aus, dass sie im Schnee die Orientierung verloren hat. Doch schon bald gibt es weitere Vermisste. Alexa Jahn ahnt schnell, dass das kein Zufall sein kann. Bernhard Krammer sucht in Innsbruck ebenfalls nach zwei vermissten Studentinnen. Die Spuren deuten darauf hin, dass sie aus ihrem Wohnheim verschleppt wurden. Als erste Spuren nach Deutschland verweisen, ahnt Krammer, dass der Zeitpunkt gekommen ist, um Kontakt mit Alexa Jahn aufzunehmen...

"Ihr Schrei in der Nacht" ist der zweite Grenzfall für Alexa Jahn und Bernhard Krammer. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ereignissen aber auch dann folgen, wenn man den Auftakt nicht gelesen hat. Allerdings gibt es private Nebenhandlungen, die sich fortsetzen. Da diese besonders interessant sind, lohnt es sich, die Reihenfolge einzuhalten. 

Beim Einstieg in den aktuellen Fall ist man sofort mitten im Geschehen. Man kann den eisigen Schnee, der der jungen Frau den Heimweg erschwert, beinahe selbst auf der Haut spüren. Und dann überschlagen sich die Ereignisse, wodurch die Spannung unmittelbar geweckt wird. 

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Man beobachtet Alex Jahns Ermittlungen in Deutschland und schaut außerdem Bernhard Krammer in Österreich über die Schulter. Immer wieder gibt es außerdem kurze Szenen, in denen man beobachtet, was den jungen Frauen zugestoßen ist. Dabei wird allerdings nicht zu viel verraten. Die Spannung bleibt durchgehend erhalten. 

Die Ermittlungen wirken realistisch. Gemeinsam mit den beiden Hauptprotagonisten versucht man, Zusammenhänge zu erkennen. Doch das ist gar nicht so einfach. Denn nichts passt richtig zusammen. Die beiden Ermittler, die man schon aus dem vorherigen Band kennt, haben darüber hinaus etwas erfahren, was sie zunächst verarbeiten müssen. Dieser private Handlungsstrang fügt sich glaubhaft ins Geschehen ein. Denn die Reaktionen der beiden sind nachvollziehbar und lassen die Charaktere lebendig wirken. Der Fall selbst nimmt ungeahnte Wendungen und gipfelt schließlich in einem unglaublich spannenden Finale. 

Eine spannende Fortsetzung der Reihe, bei der Krimifans sicher voll auf ihre Kosten kommen! 

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Veröffentlicht am 19.01.2022

Spannender Auftakt!

The Inheritance Games
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"The Inheritance Games" ist der Auftakt einer Trilogie. Im Zentrum der Ereignisse steht Avery Grambs, die völlig überraschend mehrere Milliarden Dollar von Tobias Hawthorne erbt. Avery weiß nicht, warum ...

"The Inheritance Games" ist der Auftakt einer Trilogie. Im Zentrum der Ereignisse steht Avery Grambs, die völlig überraschend mehrere Milliarden Dollar von Tobias Hawthorne erbt. Avery weiß nicht, warum sie die Erbschaft erhält und wer Tobias Hawthorne eigentlich war. Das Erbe ist an verschiedene Bedingungen geknüpft, die Avery erfüllen muss. Dabei sitzen ihr die enterbten Familienmitglieder, die weiterhin im Haus wohnen, das auch Averys neue Heimat ist, im Nacken. Es gilt viele Rätsel zu lösen. Avery kann nicht einschätzen, welche Rolle die vier äußerst attraktiven Enkel von Tobias Hawthorne in diesem Spiel übernehmen. Schnell wird klar, dass sie in Gefahr ist. Doch wem kann sie eigentlich trauen? 

Avery ist eine äußerst sympathische Hauptprotagonisten, die sehr lebendig wirkt. Dadurch kann man sich von Anfang an auf die Geschichte einlassen und mit ihr mitfiebern. Die Autorin versteht es hervorragend, Charaktere und Handlungsorte so zu beschreiben, dass man beinahe meint, selber vor Ort zu sein. 

Was bezweckt Tobias Hawthorne mit der Erbschaft und warum hat es ausgerechnet Avery getroffen? Diese Fragen schweben stets zwischen den Zeilen und sorgen dafür, dass man früh in den Sog der Ereignisse gerät. Der verstorbene Multimilliardär war ein großer Freund von Rätseln und deshalb stellt er seine Hinterbliebenen auch nach seinem Tod noch vor Herausforderung. Das Geheimnis, das hinter allem steckt, wird von ihm gut gehütet. Immer wenn man meint, dass Avery der Lösung einen Schritt näher kommt, sorgen unvorhergesehene Wendungen für Überraschungen. 

Die vier Enkel sind interessante Charaktere. Es lässt sich kaum einschätzen, wie sie zu Avery stehen. Wem liegt wirklich etwas an Avery und für wen ist sie nur Mittel zum Zweck? Die Brüder lassen sich nicht so leicht in die Karten schauen. Es kommt zu spannenden Szenen, die einen förmlich durch das Buch fliegen lassen. Einmal angefangen, ist es beinahe unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Da Avery sich zu zwei Brüdern hingezogen fühlt, erfüllt die Handlung zwar gängige Klischees, aber hier passt es einfach. Denn diese Tatsache sorgt für zusätzliche Spannung. 

Ein spannender Auftakt, der dafür sorgt, dass man es kaum erwarten kann, den nächsten Band der Reihe in den Händen zu halten. 

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