Profilbild von Lisa_V

Lisa_V

Lesejury Star
offline

Lisa_V ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lisa_V über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2022

Vielseitiges Backbuch für Einsteiger

Selber backen statt kaufen
0

Das Buch „Selber Backen statt kaufen“ von smarticular hat sich ein hehres Ziel gesetzt, selber machen, statt fertig kaufen. Dafür hält es unterschiedliche Rezepte für Brot, Brötchen, Kuchen, Gebäck, Kekse, ...

Das Buch „Selber Backen statt kaufen“ von smarticular hat sich ein hehres Ziel gesetzt, selber machen, statt fertig kaufen. Dafür hält es unterschiedliche Rezepte für Brot, Brötchen, Kuchen, Gebäck, Kekse, aber auch herzhafte Knabbereien und Gerichten aus dem Backofen bereit. Alle Rezepte sind auch für die vegane und glutenfreie Küche geeignet, denn gleich zu Beginn des Buchs, wird erklärt wie man herkömmliche Zutaten ersetzen kann. Übersichtlich und interessant wird hier Grundwissen, über unterschiedliche Mehle und vielfältige Möglichkeiten z.B. ein Ei zu ersetzen, vermittelt. Mich persönlich konnten vor allem die Brot und Brötchen Rezepte begeistern. Endlich habe ich mich an einen eigenen Sauerteig herangetraut. Durch die einfache aber gelungene Beschreibung, nimmt das Buch ganz locker eventuelle Hemmungen und macht einfach Lust aufs Ausprobieren. Die weiteren Kapiteln, besonders was Kuchen und Süßes betrifft, hielten für mich nur wenig Neues bereit. Wer noch kein Backbuch besitzt, erhält hier eine gute Grundlagensammlung, für geübte Bäcker:innen lohnt sich die Anschaffung nicht unbedingt. Gut gefielen mir die ansprechenden Fotos, welche jedes Rezept perfekt ergänzen. Auch die Zubereitungsanweisungen sind verständlich und übersichtlich formuliert. Einen Stern Abzug gibt es für die vielen altbekannten Rezepte, der Rest konnte mich aber überzeugen. Deswegen vergebe ich gute 4 Sterne und eine Empfehlung vor allem für Backneulinge.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 24.02.2022

Amüsant und Cosy, wenn auch leicht schwächer als der erste Band

Der Mann, der zweimal starb (Die Mordclub-Serie 2)
0

Schon lange habe ich auf „Der Mann, der zweimal starb“ des Autoren Richard Osman hin gefiebert, denn der erste Band des Donnerstagmordclubs konnte mich total begeistern. Sehr gefreut habe ich mich daher ...

Schon lange habe ich auf „Der Mann, der zweimal starb“ des Autoren Richard Osman hin gefiebert, denn der erste Band des Donnerstagmordclubs konnte mich total begeistern. Sehr gefreut habe ich mich daher das es nun endlich ein Wiedersehen, mit vielen bekannten Charakteren gab. Nicht nur die Senioren von Coopers Chase kommen in diesem neuen Abenteuer vor, sondern auch die bereits bekannten Polizist:innen Donna und Chris, sowie der treue Allrounder Bogdan, mischen weiterhin fleißig mit. Um die persönlichen Beziehungen und Verhaltensweisen der Protagonist:innen gut verstehen zu können, bietet es sich an zunächst den ersten Band zu lesen. Sonst stelle ich mir den Einstieg in die Geschichte, durchaus schwierig vor. Für den Fall an sich, benötigt man allerdings kein Vorwissen. Dieser ist unheimlich verzwickt, rätselhaft und hält bis zum Schluss Überraschungen bereit. Stellenweise wirken die Verstrickungen allerdings fast schon zu konstruiert, um realistisch zu erscheinen. Dies ist für mich auch einer der wenigen Kritikpunkte an diesem sonst tollen Krimi. Der Autor versucht alles perfekt zu kreieren und lässt seinen Text dabei zu ausgearbeitet wirken. Versteht mich nicht falsch, das Buch bietet eine wunderbare Unterhaltung und konnte auch durch seinen einzigartigen Humor erneut bei mir punkten. Dennoch war mir an jeder Stelle bewusst das es sich eben nur um eine Geschichte handelt. Für einen Kriminalroman an sich auch nicht schlimm, nur die Spannung blieb dadurch ein wenig auf der Strecke. Der Schreibstil las sich dafür locker leicht und so flog ich nur so durch die Seiten. Deshalb vergebe ich gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle Fans von kultigen Kriminalromanen.
Mein Fazit: Vergnügliche und kurzweilige Cosy Crime, welche mit großartigem britischem Humor punktet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2022

Tiefgründige und eher schwermütige Familiengeschichte

Der Papierpalast
0

Unter dem wunderschön gestalteten Cover von „Der Papierpalast“ der Autorin Miranda Cowley Heller, verbirgt sich eine gehaltvolle aber auch durchaus wuchtige Geschichte. Da sexualisierte Gewalt thematisch ...

Unter dem wunderschön gestalteten Cover von „Der Papierpalast“ der Autorin Miranda Cowley Heller, verbirgt sich eine gehaltvolle aber auch durchaus wuchtige Geschichte. Da sexualisierte Gewalt thematisch einen großen Raum einnimmt, hätte ich mir zunächst einmal eine Triggerwarnung diesbezüglich am Anfang des Romans gewünscht. Auch der Klappentext und die Kurzzusammenfassung warnen uns Leser:innen nicht vor. Allgemein finde ich diese nicht besonders treffend, da sie eine andere Handlung als die Tatsächliche suggerieren. Die Geschichte ist von der Grundstimmung her, trotz heiterer Momente, traurig und bringt eine gewisse Schwere mit sich.

Zwei Erzählstränge widmen sich einer dramatischen Familiengeschichte, in deren Zentrum Protagonistin Elle steht. Während die Kapitel der Gegenwart ein wundervolles Setting von großartigen Sommertagen an der Küste bereithalten, sind die Kapitel der Vergangenheit vielfältiger, sowohl was den Inhalt, als auch was die Handlungsorte angeht. Nicht nur aufgrund der Handlungsorte (New York sowie der malerische Ferienort an der Küste) ist die Geschichte durch und durch amerikanisch. Nicht jedes Verhalten der Protagonist:innen konnte ich deshalb verstehen oder gutheißen. Das vermittelte Frauenbild, welches mal mehr mal weniger unterschwellig, unter anderem durch Elles Mutter z. B. durch Sprüche wie „Sei nicht zu anstrengend“, erkennbar wird gefiel mir ganz und gar nicht. Durch den anspruchsvollen, aber doch auch poetischen Schreibstil, gelang es der Autorin dennoch mich in ihren Bann zu ziehen. Geschickt spielt sie mit unterschiedlichen Zeitebenen, welche nach und nach die gesamte Lebensgeschichte von Elle enthüllen und nachvollziehbar erklären, wie sie zur gegenwärtigen Frau geworden ist. Der Roman war für mich anders als erwartet und durch die provozierende und teils auch schockierende Geschichte, durchaus herausfordernd. Trotz einiger Kritikpunkte, ist das erzählerische Talent der Autorin auf jeder Seite spürbar, weswegen ich für den Roman 4 Sterne und eine Leseempfehlung, vergeben mag.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2022

Ruhige Geschichte über den Traum eines Lebens in Abgeschiedenheit

Fast am Ende der Welt
0

„Fast am Ende der Welt“ des Autoren Bernd Schroeder, erzählt eine beschauliche wie auch realistische Geschichte. Darin tun sich zwei höchst unterschiedliche Männer zusammen, welche beide der Wunsch nach ...

„Fast am Ende der Welt“ des Autoren Bernd Schroeder, erzählt eine beschauliche wie auch realistische Geschichte. Darin tun sich zwei höchst unterschiedliche Männer zusammen, welche beide der Wunsch nach einem Einsiedlerleben vereint. Und so machen sich die beiden Münchner schließlich auf die Suche nach ihrem perfekten Ort, welcher fast am Ende der Welt liegt. Die Handlung erstreckt sich dabei über mehrere Jahre und zeigt neben Erfolgen auch immer wieder realistische Rückschritte auf. Das Setting und die meisten Ereignisse waren für mich authentisch, so dass das Konzept des Romans für mich stimmig war. Die Sprache ist äußerst angenehm und hält sich mit Begriffen aus dem bayrischen Dialekt zurück. Die Kapitel haben darüber hinaus eine angenehme Länge und laden zum stetigen Weiterlesen ein. Neben zwei besonders sympathischen Figuren, gibt es allerdings auch einige unausstehliche Charaktere. Auch dadurch ist die Geschichte keine reine Wohlfühlgeschichte. Besonders die weiblichen Protagonistinnen kommen meist nicht gut weg und werden platt und stereotyp dargestellt. Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich außerdem das doch sehr offene Ende und auch einige thematische Abschweifungen machen im Nachhinein für die eigentliche Geschichte keinen Sinn. Alles in allem konnte mich „Fast am Ende der Welt“ dennoch fesseln, weswegen ich gute 4 Sterne vergebe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.02.2022

Gelungene Thriller-Unterhaltung, mitreißend wenn auch wenig realistisch

606
0

„606“ war das erste Buch welches ich von Candice Fox gelesen habe und es wird sicher nicht mein Letztes bleiben. Die Autorin schreibt wirklich packend und so konnte mich die actionreiche Geschichte gut ...

„606“ war das erste Buch welches ich von Candice Fox gelesen habe und es wird sicher nicht mein Letztes bleiben. Die Autorin schreibt wirklich packend und so konnte mich die actionreiche Geschichte gut unterhalten. Der Schreibstil gefiel mir dabei besonders, da er sich einfach las, aber trotzdem das Setting detailreich und verständlich beschreiben konnte. Die Handlung war schon ziemlich originell. Denn nach dem Gefängnisausbruch begleiten wir Leser:innen nicht nur die Ermittler:innen bei ihrer Jagd, sondern schlüpfen auch immer wieder in die Perspektive von entflohenen Häftlingen oder unbeteiligten Dritten. So entsteht durch das Zusammenspiel eine wirklich abwechslungsreiche Geschichte. Wobei wir nun bei meinem einzigen Kritikpunkt angekommen sind. Es ist und wirkt eben auch nur wie eine „Geschichte“. Die Handlung ist einfach zu abgedreht, verrückt und aufgesetzt, um authentisch wirken zu können. Stellenweise liest sich das Buch wie ein Hollywood Blockbuster, wobei die Autorin gerne mal auf ganz viel Drama, Gewalt und überraschende Wendungen setzt. Mir hat diese Vorgehensweise durchaus gefallen, da es so mal etwas Anderes war. Wer allerdings auf Realitätsnähe, psychologischen Tiefgang und Authentizität Wert legt, der wird hier enttäuscht werden. Gerade die Hauptprotagonist:innen hätten außerdem gerne noch ausgereifter und vielschichtiger sein dürfen. Trotzdem ist die Story in sich stimmig und war ein einmaliges Leseerlebnis. Und so vergebe ich gerne gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle die gewaltvolle und temporeiche Thriller mögen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere