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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2022

Hanbuch zur Verbesserung der Welt

Good News - Warum die Welt besser ist, als du denkst
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Laut der Rückseite richtet sich dieses kleine, hübsch gestaltete Sachbuch an Kinder ab 10 Jahren, tatsächlich aber würde ich den lockeren, verständlichen Schreibstil schon für Kinder ab 6 Jahren empfehlen. ...

Laut der Rückseite richtet sich dieses kleine, hübsch gestaltete Sachbuch an Kinder ab 10 Jahren, tatsächlich aber würde ich den lockeren, verständlichen Schreibstil schon für Kinder ab 6 Jahren empfehlen.
„Good News – Warum die Welt besser ist als du denkst“ stellt keine reine Sammlung positiver Fakten und Entwicklungstrends dar, sondern ist viel mehr eine Handreichung zu Themengebieten, in denen Verbesserung angestrebt wird. Es wird anschaulich erklärt, wie Falschnachrichten entstehen und Verbreitung finden, wodurch jüngere Leser in das heute so wichtige Thema der Medienkritik eingeführt werden.
Doch nicht nur zum Denken wird hier ermutigt, sondern auch zum Mitfühlen und Handeln.
Mit Beispielen und Zitaten bekannter Persönlichkeiten wird ein mutmachender Kontext geschaffen, allerdings fällt hierbei doch auf, dass es sich um eine Übersetzung handelt: ein Übermaß britischer Beispiele ist bemerkbar. Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, statt NHS deutsche Krankenkassen oder Unfallversicherungen anzusprechen.

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Veröffentlicht am 25.02.2022

Atmosphärische Lektüre

HOME – Haus der bösen Schatten
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Im Wechsel mit Maggies Suche nach der Wahrheit in der Gegenwart werden einzelne Kapitel aus jenem Buch, welches ihr Vater 25 Jahre zuvor über die Ereignisse schrieb präsentiert. Dabei entstehen Parallelen ...

Im Wechsel mit Maggies Suche nach der Wahrheit in der Gegenwart werden einzelne Kapitel aus jenem Buch, welches ihr Vater 25 Jahre zuvor über die Ereignisse schrieb präsentiert. Dabei entstehen Parallelen und Unterschiede, der Leser rätselt mit, ob es sich bei den Vorkommnissen um Übernatürliches handelt oder nicht. Allerdings ist dies kein Thriller, indem Ereignisse Schlag auf Schlag erfolgen, vielmehr wird eine spannungsgeladene Atmosphäre erzeugt und rasche plot twists gibt nur zum Ende hin. Absolut Empfehlenswert.

(Da ich die englische Ausgabe gelesen habe, kann ich hier den deutschen Schreibstil nicht kommentieren)

Veröffentlicht am 19.02.2022

Poetisches Märchen um einen Mörder

Das Parfum
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Süskinds Parfum ist eine jener wenigen Pflichtlektüren meiner Schulzeit, die mir positiv in Erinnerung geblieben ist. Eben deshalb entschloss ich mich kürzlich, es noch einmal zu lesen:

Der Schreibstil ...

Süskinds Parfum ist eine jener wenigen Pflichtlektüren meiner Schulzeit, die mir positiv in Erinnerung geblieben ist. Eben deshalb entschloss ich mich kürzlich, es noch einmal zu lesen:

Der Schreibstil Süßkinds ist angenehm zu lesen, vorallem seine Beschreibungen der Gerüche bzw. der Geruchwahrnehmungen des Hauptcharakters Grenouille sind mit rhetorischem Feingefühl als wahrhaft poetisch-lebendigen Momente inszeniert.

Die Handlung betreffend erschien mir der Verlauf in sich schlüssiger und stringenter, als ich ihn zur Schulzeit empfand (vorallem was das Handlungsende angeht). Leider sinkt im mittleren Teil des Buches der Spannungsbogen merklich, das Lesen wird nicht zäh, aber doch deutlich weniger kurzweilig.

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Veröffentlicht am 24.08.2024

Wenn dieser Schluss nicht wäre...

The Hike
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Was mir wirklich gut gefallen hat, was die glaubwürdige Freundschaft der Frauen. Häufig habe ich angebliche Freundschaften gelesen, bei denen man sich fragt, wieso sie sich überhaupt miteinander abgeben. ...

Was mir wirklich gut gefallen hat, was die glaubwürdige Freundschaft der Frauen. Häufig habe ich angebliche Freundschaften gelesen, bei denen man sich fragt, wieso sie sich überhaupt miteinander abgeben. Hier ist dies nicht der Fall, man hat zudem den Eindruck eines gleichmäßigen Nehmens und Gebens zwischen den vier Frauen. Diese wichtigen Beziehungen werden zu Beginn relativ lange ausgearbeitet, oder zumindest ich hatte den eigentlichen Beginn der Wanderung früher erwartet.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Beschreibungen der Natur und Empfindungen der Figuren sind anschaulich. Die meisten Handlungen, wenn die Situation ernst wird, sind sinnvoll und fragwürdige Entscheidungen werden auch als solche dargestellt.

Das Ende jedoch war mir zu "groß", die Verflechtungen der Umstände zu weit gefasst. Ich persönlich hätte da eine kleinere Lösung bzw. Auflösung bevorzugt. Ebenfalls unschön fand ich, dass SPOILER alle drei überlebenden Frauen Mütter sind/werden und das dies in einem Fall als Lösung einer Lebenskrise dargestellt wird. Ich dachte, wir hätte uns geeinigt, dass Frauen im 21. Jahrhundert ein vollständiges, glückliches Leben haben können, ohne eine Mutter zu sein? Tja, anscheinend nicht.

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Veröffentlicht am 24.09.2022

Biographischer Roman über Apollonia Radermecher

Allzeit aus Liebe
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"Allzeit aus Liebe" von Günter Krieger berichtet vom Werken der Apollonia Rademecher, die um 1622 in Aachen ein heruntergekommenes Spital übernahm und dieses aus eigenen Mitteln und gegen zahlreiche Widerstände ...

"Allzeit aus Liebe" von Günter Krieger berichtet vom Werken der Apollonia Rademecher, die um 1622 in Aachen ein heruntergekommenes Spital übernahm und dieses aus eigenen Mitteln und gegen zahlreiche Widerstände zu einer der modernsten Einrichtungen ihrer Zeit machte. Dabei zögert die tatkräftige Apollonia nicht, auch ungewöhnliche Wege zu beschreiten.
Auf unterhaltsame Weise werden historische Fakten – durch Zitate aus ihren Briefen kommt Apollonia wortwörtlich selbst zur Sprache – und fiktive Ergänzungen miteinander verwoben. Das Ergebnis ist ein Roman, dessen ausgezeichnete Recherche und latenter Sinn für Humor einen rasch in den Bann ziehen.
Die Missstände und alltäglichen Verhältnisse der Zeit werden von Günter Krieger auf eingängliche Weise vermittelt und wirken weder erschlagend noch unzureichend. Einziger Kritikpunkt: Beim Lektorat sind ein paar Kleinigkeiten übersehen worden, z.B. S. 69 ist die Rede von rabenschwarzem Haar wie Rabengefieder, S. 73 fehlt in einem Satz „ich“ und der Name des Onkels variiert in seiner Schreibweise von „Matthias“ und „Mathias“.
Alles in allem kann ich den Roman allen empfehlen, die mehr über ein Stück vergessener Aachener Geschichte erfahren möchten.

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