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Veröffentlicht am 01.03.2022

Ein spannender Thriller, der mich bestens unterhalten hat!

Braves Kind (Thriller)
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,,Braves Kind" von Gunnar Schwarz ist erneut ein gelungener Thriller, der am 24.02.2022 im FeuerWerke Verlag erschienen ist. ,,Sei ein braves Kind und erzähle niemandem ein Wort!", dieser Satz spielt hier ...

,,Braves Kind" von Gunnar Schwarz ist erneut ein gelungener Thriller, der am 24.02.2022 im FeuerWerke Verlag erschienen ist. ,,Sei ein braves Kind und erzähle niemandem ein Wort!", dieser Satz spielt hier neben Furcht einflößenden Puppen eine wichtige Rolle. In regelmäßigen Abständen verschwinden kleine Mädchen, die nach einigen Tagen verstört wieder auftauchen. Doch sie halten sich an die erwähnte Anweisung und sprechen nicht über ihre grausame Zeit. Dass sie sichtlich traumatisiert sind, kann keiner leugnen, die Spur nach dem Entführer bleibt jedoch kalt. Bis plötzlich verstörende und rätselhafte Videos auftauchen. Kurze Zeit später werden an den Schauplätzen der Videos bekannte Männer aus hochrangigen Positionen tot aufgefunden. An den Leichen ist deutlich zu erkennen, dass es für sie kein schneller und einfacher Tod war. Kommissarin Sina Claasen und ihr Kollege Eric Bartels suchen fieberhaft nach Zusammenhänge zwischen den Ermordeten und den entführten Mädchen, denn jedes Video enthält außerdem mysteriöse Botschaften, die auf ein grausames Verbrechen hinweisen. Jedoch sollen die Kommissare diese Spur schnell aufgeben, da die Morde höchst wahrscheinlich von einer gefährlichen Drogenbande ausgeführt worden sind. Sina Claasen lässt sich nicht beirren und versucht mit ihren unkonventionellen Ermittlungen das Gegenteil zu beweisen. Als die ganze Sache für sie zu einer persönlichen Angelegenheit wird und das Leben ihrer Familie in Gefahr ist, ist sie nicht mehr zu stoppen. 


Sina Claasen ist kein Püppchen, ihre taffe Art fand ich von Anfang an sehr sympathisch. Auch wenn ihre Ermittlungsmethoden nicht immer legal sind, konnte ich ihre Gedanken und Handlungen immer gut nachvollziehen. Sie lässt sich nicht einschüchtern und gibt nicht auf, bis sie ihr Ziel erreicht hat. Ihre Schwester dagegen ist das komplette Gegenteil. Eine kokainabhängige Kleinkriminelle, die sich nun auch noch mit einem schmierigen und gefährlichen Drogenboss einlässt. Aber sie treibt es mit ihrem dummen Verhalten so weit, dass sie flüchten muss. Denn auf die party- und männerliebende Nullnummer wurde ein Kopfgeld ausgesetzt, sodass Sina sich zusätzlich noch mit weiteren Problemen belasten muss. Sinas′ Kollege Eric Bartels ist eher das Gegenteil und versucht, sich an die Gesetze zu halten. Schnell wird klar, dass dies mit Sina an seiner Seite nicht immer umzusetzen ist. Er war mir ebenfalls sehr sympathisch und seine Versuche, sich in eine Frau zu verlieben, gelingen ihm nur mäßig. Obwohl er bei Frauen gut ankommt, ist er auf der Suche nach Schmetterlingen im Bauch. Eine Lehrerin entspricht ganz nach seinem Geschmack, doch der komplizierte Fall lässt dem Kommissar nicht viel Zeit, seine Traumfrau näher kennenzulernen. 


Zusammen ergibt das Ermittlerduo Claasen und Bartels ein gutes und klares Bild ab, dessen Ermittlungen ich gerne und gebannt gefolgt bin. Der erste Fall der beiden beinhaltet das grausame, heikle und leider immer aktuelle Thema Kindesmissbrauch. Deshalb ist der Inhalt nichts für Zartbesaitete, trotz allem ist die Handlung sehr spannend und rasant geschrieben. Es werden keine ausschweifenden oder detaillierten Beschreibungen von den traumatischen Erlebnissen der Mädchen beschrieben, was ich hier total befürworte. Denn alleine das Thema reicht schon aus, um hässliches Kopfkino zu bekommen. Der Autor hat sich somit genau für einen richtigen Spagat entschieden. 


Die Strukturen sind klar und die Ermittler werden mit ihren Ecken und Kanten authentisch rübergebracht. Sinas′ Schwester konnte ich zu keiner Zeit verstehen, weshalb mir ihre Handlungen im fortschreitenden Verlauf immer skurriler vorkamen. Aber da die Dame ihre grauen Hirnzellen regelmäßig mit Kokain füttert, hat dieses Verhalten gepasst. Ich bin bis zum Schluss nicht auf den Sprecher der Videos und Mörder der Männer gekommen, im Nachhinein ist mir jedoch klar geworden, dass ich einige Hinweise übersehen habe. Deshalb hat mich das Ende gut überrascht, da ich zwischendurch immer wieder auf falsche Fährten geführt wurde. Nicht nur Claasen und Bartels wussten mit der Zeit nicht mehr, wem sie überhaupt noch vertrauen konnten. Auch ich wurde immer skeptischer, da mir das Verhalten einiger Figuren sehr verdächtig vorgekommen ist. Der Thriller enthält 102 sehr kurze Kapitel, die für einen spannenden und schnellen Lesefluss sorgen. Mehrere Handlungsstränge sorgen für eine gut durchdachte, abwechslungsreiche und logische Geschichte. Der flüssige Schreibstil sowie die realistischen Schilderungen passen zu diesem spannenden Thriller. ,,Braves Kind" hat mich, wie erwartet, wieder bestens unterhalten! 




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Veröffentlicht am 22.02.2022

Spannende Mörderjagd auf Gotland!

Fuchsmädchen
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,,Fuchsmädchen“ (Originaltitel: ,,Dödssynden") ist ein schwedischer Thriller von Maria Grund, der am 24. Januar 2022 im Penguin-Verlag erschienen ist. In dieser atmosphärisch dichten und großartigen Geschichte ...

,,Fuchsmädchen“ (Originaltitel: ,,Dödssynden") ist ein schwedischer Thriller von Maria Grund, der am 24. Januar 2022 im Penguin-Verlag erschienen ist. In dieser atmosphärisch dichten und großartigen Geschichte versuchen zwei Ermittlerinnen, einen verzwickten Fall aufzulösen, der mit Voranschreiten der Ermittlungen grausame Details zu einer verstörenden Aufklärung beiträgt. Der Plot des Thrillers ist geschickt und bis zur letzten Seite sehr gut durchdacht. Außerdem hat er mich mit Wendungen überrascht, auf welche ich von alleine nicht gekommen wäre. Die Autorin hat mich, wie ihre beiden Ermittlerinnen, fast die ganze Zeit auf eine komplett falsche Fährte geführt und mich das Offensichtliche glauben lassen. Denn bis kurz vor Ende war ich mir über die wichtigsten Punkte der Handlung und der Auflösung ziemlich sicher, sodass meine Enttäuschung bis dahin immer deutlicher wurde. Aber auf den letzten Seiten hat sich meine Meinung definitiv geändert und ich wurde sprachlos, im positiven Sinne, zurückgelassen.

Obwohl der plötzliche Selbstmord des gefundenen Mädchens anfangs nicht viel Beachtung geschenkt wird, ändert sich dies jedoch nach einem brutalen Mord an einer alten und wohlhabenden Frau. Diese wurde bestialisch in ihrem Wohnzimmer hingerichtet, doch von ihrem Mann fehlt jede Spur. Ob er entführt wurde oder ob er was mit dem Tod seiner Frau zu tun hat, hat mich anfangs ziemlich beschäftigt. Während eine fieberhafte Suche nach dem spurlos verschwunden Ehemann gestartet wird, wird eine weitere Frau mit demselben Modus Operandi brutal ermordet aufgefunden. Obwohl das Ermittlerduo Sanna und Eir anfangs keinen Zusammenhang zwischen den beiden Opfern sehen kann, entdeckt Sanna ein Foto mit erschütternden Details im Haus des ersten Opfers. Schnell bekommt der Selbstmord des Mädchens mehr Aufmerksamkeit und ich begab mich mit den beiden taffen Protagonistinnen auf eine spannende Suche nach einem eiskalten Mörder. Zusammen haben sie erschreckende Zustände aus der Vergangenheit ans Licht gebracht. Währenddessen habe ich lange darüber gegrübelt, ob der Mörder aus Rache tötet oder ob dies zu einem schrecklichen Ritual gehört. Nicht nur die Fuchsmaske trägt zur Wahrheit und Aufklärung bei, auch weitere sechs Tiermasken gehören einer dunklen Vergangenheit an.

Verstörende Taten, die während der Handlung immer wieder vorkommen, aber nicht bis ins kleinste Detail beschrieben wurden, haben mir trotzdem regelmäßig eine immense Gänsehaut beschert. Wie gesagt, trägt die hier herrschende, düstere Atmosphäre sehr viel dazu bei, dass ich detaillierte und verstörende Bilder im Kopf hatte. Dafür brauchte die Autorin nämlich keine ausschweifenden Beschreibungen.

Der Schreibstil ist flüssig und lebendig, besonders die dynamischen, gut ausgearbeiteten und interessanten Protagonistinnen haben mit ihren starken Charakteren für eine spannende und abwechslungsreiche Handlung gesorgt. Sanna und Eir ermitteln nicht nur gründlich in menschliche Abgründe, auch die verschiedenen Vergangenheiten der beiden erzählen eine eigene Geschichte. Die Ermittlerinnen sind charakterlich komplett verschieden und auch dessen Lebensstile sind wie Tag und Nacht. Obwohl beide sich bei ihrem ersten Zusammentreffen erst einmal gründlich beschnuppert haben, dauert es seine Zeit, bis sie auf einen halbwegs harmonischen Nenner kommen. Doch bei den Ermittlungen sind sie sich einig, denn sie müssen so schnell wie möglich brutale Morde auflösen und weitere verhindern, da der Täter sehr geschickt vorgeht und keine Spuren hinterlässt. Ein schlimmes Ereignis trägt dazu bei, dass Sanna ihr Leben nicht mehr richtig führen kann. Ihre Aktivitäten nach ihrer Arbeitszeit bestimmen nur das Ziel der Rache, was dafür sorgt, dass sie immer tiefer in den Abgrund stürzt. Obwohl ihr der Fall nicht egal ist, kann sie die Ermittlungen nicht zu hundert Prozent ausführen, auch ist sie physisch nicht immer ganz dabei. Eir, die gleichzeitig noch die Verantwortung für ihre Schwester übernommen hat und weitere Probleme mit sich herschleppt, hält Sanna trotz allem den Rücken frei. Aber auch sie weiß, wann Sanna Grenzen setzen muss. Deshalb wird ihre Botschaft an ihre Kollegin immer deutlicher, die sie endlich den Ernst der Lage erkennt. Beide Frauen konnte ich zu Beginn nicht richtig einschätzen, da dessen Vergangenheiten zuerst unklar und nicht sehr sympathisch rüberkamen. Doch je mehr ich über jeden Charakter erfahren habe, desto mehr Gestalt nahm jede Protagonistin an. Sanna und Eir setzen sich füreinander ein und retten sich gegenseitig. Obwohl sie nicht immer einer Meinung sind, wissen sie gut, mit diesen Differenzen umgehen zu können. Nur so schaffen sie es, gemeinsam eine brutale und komplexe Mordserie aufzudecken.

Die Spannung wird in diesem Thriller kontinuierlich aufgebaut, auch konnte ich keine langatmigen oder uninteressanten Längen feststellen. Das Setting von ,,Fuchsmädchen" ist die Insel Gotland, eine kleine Insel vor der schwedischen Küste, dessen Ort perfekt zum stimmungsvollen Inhalt gepasst hat. Ich habe den Ort während des Lesens wirklich gespürt und deutliche Bilder vor meinen Augen gehabt. Eine unheimliche Bedrohung war nicht auf den ersten Blick zu erkennen, obwohl sie die ganze Zeit stark präsent war und auch das eiskalte Wetter hat mir eine beständige Gänsehaut beschert. Da dies der Auftakt des Ermittlerduos ist, freue ich mich auch in Zukunft auf weitere, spannende Fälle.

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Veröffentlicht am 11.02.2022

Ein brillianter, gut durchdachter, fesselnder, spannungsgeladener und wendungsreicher Thriller, den man gelesen haben muss!

The Fourth Monkey - Das Haus der bösen Kinder
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Erneut tauchen Leichen auf, die die Handschrift des Four Monkey Killers tragen. Doch als der Mörder sich stellt und behauptet, keine der Taten begangen zu haben, fällt der Verdacht auf Detective Porter ...

Erneut tauchen Leichen auf, die die Handschrift des Four Monkey Killers tragen. Doch als der Mörder sich stellt und behauptet, keine der Taten begangen zu haben, fällt der Verdacht auf Detective Porter selbst …

Eine Obdachlose findet auf dem Friedhof von Chicago die Leiche einer Frau, deren Augen, Zunge und Ohren entfernt und in kleine weiße Schachteln verpackt wurden. Neben der Toten liegt ein Schild mit der Aufschrift »Vater, vergib mir«. Kurz darauf tauchen weitere, ähnlich zugerichtete Opfer auf. Für die Polizei von Chicago und dem FBI ist klar, dass die Morde die Handschrift des immer noch flüchtigen ,,Four Monkey Killers" Anson Bishop tragen. Doch Detective Sam Porter glaubt nicht daran – die Tatorte liegen zu weit entfernt voneinander, als dass nur ein Täter infrage kommen könnte. Zudem stimmt auch etwas mit der Haut der Leichen nicht. Als sich Bishop aus heiterem Himmel stellt und beteuert, keines der Verbrechen begangen zu haben, die ihm zur Last gelegt werden, fällt der Verdacht auf Sam Porter selbst – denn er hat kein Alibi, dafür aber ein verheerendes Geheimnis …


,,The Fourth Monkey – Das Haus der bösen Kinder" (Originaltitel: ,,The Sixth Wicked Child") von J.D. Barker ist das Finale seiner Sam Porter-Trilogie, welches am 27. Juli 2020 im Blanvalet-Verlag erschienen ist und dessen 670 spannungsgeladene Seiten mich komplett gefesselt haben. In dieser Geschichte wusste ich bis zum Schluss nicht, wem oder was ich glauben konnte. Ein Polizist und ein gesuchter Serienmörder, die sich gegenseitig jagen, spielen in dieser rasanten Handlung die Hauptrollen. Beide wollen der Welt beweisen, dass sie unschuldig sind und zu Unrecht grausamer Morde verdächtigt werden. Wer von den beiden lügt und wie die Wahrheit Stück für Stück ans Licht kommt, hat der Autor in einen genialen, filmreifen Thriller umgewandelt. Mich hat dieser hinterhältige, spannungsgeladene, wendungsreiche, raffinierte und böse Plot mit unvorhersehbaren Wendungen bestens unterhalten. Dies ist ein Thriller, der wirklich alle Kriterien für unterhaltsame Spannung erfüllt. Besonders gut habe ich die Schrecken und Frustrationen der Protagonisten gespürt, eine komplett dichte und beklemmende Atmosphäre hat den Inhalt perfekt abgerundet. Dies war für mich von Anfang bis Ende ein gut durchdachter Thriller mit einem genialen Ende.

Bevor ich in die Handlung eingetaucht bin, sind mir die 670 Seiten anfangs ziemlich viel vorgekommen. Doch diese waren dann im Nachhinein leider viel zu schnell durchgelesen. Mir sind Lesepausen unheimlich schwergefallen, am besten nimmt man sich für dieses Buch ausreichend und ungestört Zeit. Von den kurzen Kapiteln kam ich schlecht weg, denn sie waren unter anderem der Grund, warum ich dieses Buch einfach nicht an die Seite legen konnte. Auch zahlreiche, gekonnt gesetzte Cliffhanger, haben mich meine Umwelt vergessen lassen und komplett in den Bann gezogen. Ich war gefesselt von den durchtriebenen Spielchen, die hier gespielt wurden. Die Gefahr, die an vielen Stellen gelauert hat, konnte ich in dem hier beschriebenen Ausmaß überhaupt nicht vorhersehen. Immer wieder wurde ich mit neuen Ereignissen konfrontiert, die mich überrascht und zum Miträtseln animiert haben. Viele Fragen haben sich zu Beginn angehäuft, die während der Handlung nicht verloren gegangen sind. Kleinigkeiten und Details, denen ich anfangs keine große Beachtung geschenkt habe, haben für ein rasantes und fulminantes Geschehen gesorgt. Das schnelle Tempo der Geschichte sorgt für abwechslungsreiche Stränge, besonders der clevere und hinterhältige 4MK beschert extrem viel Gänsehaut. Hinterhältige, aber gut durchdachte Pläne, die er geplant hat, haben mich schockiert. Diese habe ich in diesem Ausmaß nicht kommen sehen, weshalb ich durch einige Hergänge umso überraschter war. Denn der Killer, der ein Katz und Mausspiel mit der Polizei veranstaltet, ist ihnen immer einen Schritt voraus. Auch die CIA gehört zu seinen Marionetten, dessen Fäden er in aller Ruhe in seinen Händen hält. Bis zum Ende beteuert er seine Unschuld, sodass er die ihm vorgeworfenen Morde in aller Seelenruhe an Sam Porter übertragen konnte. Der Polizist ist deshalb auf dem besten Weg, ein gebrochener Mann zu werden. Denn er weiß selbst nicht mehr, was er denken, glauben und wem er überhaupt noch vertrauen kann. Da sein eigener Verstand ihn im Stich zu lassen droht, kommt er dem Wahnsinn immer näher. Ob er hinter den grauenvollen Taten des Fourth Monkey Killers steckt, hat mich bis zum Schluss mitfiebern lassen. Auch wenn Sam seine Unschuld beteuert, gibt es zahlreiche Beweise für seine Schuld. Ich war hin- und hergerissen und mitten in der Gefühlswelt eines Polizisten, dessen Frau vor nicht allzu langer Zeit brutal ermordet wurde und der nun auch noch von seinen Kollegen als Verbrecher gesucht wird. Ob sein angegebener Gedächtnisverlust der Wahrheit entspricht oder ob was ganz anderes dahinter steckt, hat für eine Menge Nervenkitzel gesorgt. Seine Erinnerungen, die plötzlich wieder aufgetaucht sind, haben mich sprachlos gemacht.

Ich kenne die beiden Vorgängerbände leider noch nicht, trotzdem kam ich schnell mitten ins Geschehen rein und ich konnte der Handlung gut folgen. Sie ist wirklich hervorragend strukturiert. J.D. Barker hat wirklich an jedes kleinste Detail gedacht, sodass eine logische und schlüssige Geschichte wie diese hier entstanden ist. Der Schreibstil ist sehr bildlich, flüssig, authentisch und lebendig, langatmige Erzählungen sind mir auf den 670 Seiten nicht ein einziges Mal begegnet. Alle offenen Fragen wurden bis zum Ende hin perfekt zusammengebunden, der Wechsel zwischen zwei Strängen aus der Vergangenheit und der Gegenwart haben den Spannungsbogen die ganze Zeit über sehr hochgehalten. Der 4MK und Sam Porter sind fantastisch ausgearbeitete Protagonisten. Sie werden tiefgründig beschrieben, sodass ich dessen Gedanken, Handlungen und Gefühle im Laufe der Zeit sehr gut nachvollziehen konnte. Je mehr ich aus deren dunkle Vergangenheiten erfuhr, desto besser konnte ich mich in dessen Situationen hineinversetzen. Ihre Hintergründe und miteinander verflochtene Vergangenheit wurde sehr gut herausgearbeitet, sodass am Ende jedes Puzzleteil an seinem richtigen Platz lag. Auch konnte ich aus verschiedenen, abwechselnden Perspektiven der Protagonisten lesen, was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat.

Zahlreiche Charaktere begleiten diese spannende Geschichte, einen Überblick über sie zu behalten fiel mir trotzdem nicht schwer. Einige haben mich durch ihre Handlungen sehr überrascht, womit ich von alleine nicht drauf gekommen wäre. Plötzliche und überraschende Wendungen haben diesen spektakulären Fall zu einer atemlosen Hetzjagd gemacht. Für Sam Porter beschwören die Worte „Vater, vergib mir“ längst vergessene Erinnerungen herauf, eine absichtlich begrabene Vergangenheit. Für Anson Bishop verbinden diese drei Worte eine Kindheit mit der Gegenwart, während er eine Wahrheit entfesselt, die seit Jahrzehnten verborgen ist. Während sich das Chicago Metro und das FBI im Chaos befinden, muss ein Krankenhaus einen strengen Lockdown miterleben, dessen Situation mich an die aktuelle Corona-Situation erinnert hat. Auch in dem Krankenhaus werden Leichen aufgefunden, die die Unterschrift von 4MK tragen. Wie der 4MK und Sam darin verwickelt sind, hat mich die ganze Zeit beschäftigt. Doch die Auflösung hat eine Wahrheit ans Licht gebracht, dessen Abgründe ins Unermessliche gestiegen sind.

Als sich Anson Bishop freiwillig stellt, enthüllt er eine völlig unerwartete Geschichte, die nicht nur die aktuellen Ermittlungen auf den Kopf gestellt , sondern auch das Leben aller Beteiligten verändert hat. Ich wusste bis zum Ende hin nicht, wem ich glauben konnte. Mit unerbittlicher und pulsierender Spannung entwirrt sich die Vergangenheit in halsbrecherischer Geschwindigkeit, als die Wahrheit hinter dem Motiv des Vier-Affen-Killers in diesem meisterhaft gestalteten Finale endlich enthüllt wird.

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Veröffentlicht am 09.02.2022

Ein wahrer, dänischer Kriminalfall, der spannend und wahrheitsgemäß erzählt wird!

Die Krankenschwester
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Das Krankenhaus Nykøbing Falster in Dänemark: Ein Patient stirbt. Da die Todesursache ungeklärt ist, wird die Polizei hinzugerufen. Ein Routineeinsatz – bis eine Krankenschwester den Verdacht äußert, ihre ...

Das Krankenhaus Nykøbing Falster in Dänemark: Ein Patient stirbt. Da die Todesursache ungeklärt ist, wird die Polizei hinzugerufen. Ein Routineeinsatz – bis eine Krankenschwester den Verdacht äußert, ihre Kollegin aus der Nachtschicht habe den Patienten vorsätzlich getötet. Schnell stellt sich heraus, dass es weitere verdächtige Todesfälle in den letzten Jahren gab – und Christina Aistrup Hansen gerät mehr und mehr in den Fokus der Ermittlungen. Doch wo sind die Beweise für ihre Taten? Und wieso wird die Polizei erst jetzt eingeschaltet?

Kristian Corfixen beschreibt die Ereignisse, die zu einer zwölfjährigen Haftstrafe für Christina Aistrup Hansen führten. Es ist die Dokumentation einer außergewöhnlichen Ermittlung, die Parallelen zum Fall Niels Högel aufweist. Alle Beteiligten kommen zu Wort – die Ermittler ebenso wie Christina Aistrup Hansen selbst.


,,Die Krankenschwester – der spektakuläre Kriminalfall aus Dänemark" von Kristian Corfixen habe ich als Hörbuch gehört, welches vom Sprecher Matthias Hinz gesprochen wird. Diese mitreißende und dokumentarische Schilderung einer tragischen Mordserie in einem dänischen Krankenhaus erscheint im Februar 2022 im Saga Egmont -Verlag. 11 Stunden und 57 Minuten hatte ich verstörende Einblicke in einen unfassbaren Kriminalfall einer Mörderin, die ihren Beruf benutzte, um eigenmächtig über Leben und Tod ahnungsloser Patienten zu bestimmen. Die Parallelen zum Fall Nils Högel sind erschreckend, denn auch hier steht an erster Stelle das Motiv Aufmerksamkeit. Nur hat es in diesem Fall nicht so extrem lange gedauert, bis eine aufmerksame Kollegin namens Pernille Larsen der Todesschwester auf die Spur gekommen ist. Ihr sind nämlich die Todesfälle, die in den Schichten ihrer Kollegin deutlich vermehrt auftraten, aufgefallen. Sie hat sich schließlich an den Oberarzt Niels Lunden gewendet und ihm ihren Verdacht geschildert. Obwohl er die Anschuldigung anfangs nicht ernst genommen hat, sieht er kurze Zeit später ein, dass die Krankenschwester, die auch gleichzeitig seine Lebenspartnerin ist, recht haben könnte. Zusammen sammeln sie Beweise und melden das verdächtige Verhalten von Christina Aistrup Hansen der Polizei.

Die dänische Krankenschwester wird nach eindeutigen Ermittlungen wegen versuchten Mordes an vier Patienten im Krankenhaus Nykøbing Falster verurteilt, doch bis zum Schluss und auch heute noch besteht sie auf ihre Unschuld. Zusätzlich wurde Christina Aistrup Hansen für schuldig befunden, ihrer eigenen 7-jährigen Tochter starke und verschreibungspflichtige Schlaftabletten gegeben zu haben, die für Kinder gefährlich und nur für Erwachsene geeignet sind. Die kranke Psyche einer Mutter, die ihr Kind aus eigener Hand krank gemacht hat und am Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom leidet, kam hier deutlich und verständlich rüber. Oft war ich einfach nur fassungslos, denn die schrecklichen Taten dieser Frau haben mich erschüttert und wütend gemacht. Dem Autor ist ein zutiefst erschütterndes Porträt einer Mörderin gelungen, dessen Abgründe schwer zu verdauen sind.

Dies ist ein wahrer, dänischer Kriminalfall, der vom Sprecher Matthias Hinz authentisch, spannend und wahrheitsgemäß erzählt wird. Zahlreiche Fakten über psychologische Gutachten, Aussagen von Angehörigen der Opfer und zahlreiche Verhöre und Ermittlungsprotokolle haben mir Gänsehaut beschert. Auch die Täterin selbst kam zu Wort, damit ich mir selbst einen guten Eindruck von dieser Person machen konnte. Bei solchen Menschen stelle ich oft alles infrage, was ich über die menschliche Natur zu wissen glaube. Mit viel Sachverstand gibt der Sprecher Matthias Hinz den Inhalt des Autors wieder, denn die schrecklichen Ereignisse aus dem Krankenhaus Nykøbing Falster in Dänemark werden von ihm wahrheitsgemäß geschildert. Es ist eine spannende, emotionale und ereignisreiche Geschichte, die schockiert und berührt. Ich war die ganze Zeit über fassungslos und dennoch gefesselt. Dieses wahre Verbrechen ist eine detaillierte Fallschilderung, die klar angekommen ist und psychologische Elemente enthält. Es wird versucht, die Verbrechen der Täterin zu erklären, entschuldigen können diese es aber trotzdem nicht. Meinen größten Respekt ging während des Hörens oft an die Krankenschwester Pernille Larsen, die ihre Kollegin zu Recht verdächtigt hat, Patienten absichtlich tödliche Dosen Morphium verabreicht zu haben. Da sie die angespannte Situation auf Station nicht mehr ertrug und in permanenter Angst um neue tote Patienten lebte, beschloss sie zusammen mit ihrem Freund Niels Lunden, dem Arzt in der Notaufnahme, die Polizei zu rufen. Ich erfuhr, wie schwer es der Krankenschwester gefallen ist, ihre Kollegin zu verdächtigen. Sie konnte es selbst kaum glauben und sie hat anfangs gezögert, ihren Verdacht laut auszusprechen. Denn es hätte ja schließlich sein können, dass ein Missverständnis vorliegt. Pernille wollte keine falschen Vermutungen an die Glocke hängen und somit ein Leben ruinieren. Doch Christina Aistrup Hansens' Verhalten wurde immer deutlicher, sodass alle Zweifel aus dem Weg geräumt werden konnten. Obwohl weitere Kolleginnen einen Verdacht geschöpft haben, hat sonst niemand was unternommen. Pernilles' Gedanken und Überlegungen vom 1. März 2015 wurden ausführlich wieder gegeben, denn es war der ausschlaggebende Tag nach einer dramatischen Nachtschicht mit Christina Aistrup Hansen und mehreren ungeklärten Todesfällen auf der Station.

Pernille Larsen berichtet detailliert und sachlich über ihre ehemalige Kollegin Christina Aistrup Hansen, die zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Pernille ist enttäuscht, dass die großen Akteure im Gesundheitswesen nach dem Urteil weitgehend versäumt haben, den Fall und mögliche Konsequenzen öffentlich zu diskutieren. Das Urteil ist milder als erwartet ausgefallen, was ich persönlich nicht verstehen kann. Die schreckliche Geschichte hat das Krankenhaus und viele weitere Menschen zutiefst berührt. Nicht nur der Autor Kristian Corfixen hat mit seiner Erzählung für spannende Hörstunden gesorgt, auch Matthias Hinz hat seinen Job als Sprecher hervorragend gemeistert. Er erzählt ruhig und sachlich, doch auch an seiner Stimmlagen konnte ich zwischendurch deutlich erkennen, dass ihm dieses Geschehen nicht kaltgelassen hat. Von mir gibt es eine klare Hörempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.02.2022

Eine taffe Profilerin auf einer spannenden Jagd nach einem zwangsgestörten Killer!

Sieben Opfer
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Rushhour in London. Ein vollbesetzter Pendlerzug rast gegen einen Tankwagen und explodiert. Im Sterben vertraut eines der Opfer der Profilerin Ziba MacKenzie eine rätselhafte Nachricht an: »Er hat es getan. ...

Rushhour in London. Ein vollbesetzter Pendlerzug rast gegen einen Tankwagen und explodiert. Im Sterben vertraut eines der Opfer der Profilerin Ziba MacKenzie eine rätselhafte Nachricht an: »Er hat es getan. Sie müssen es jemandem sagen.« Am nächsten Morgen wird Ziba zu einem spektakulären Mordfall hinzugezogen: Der meistgesuchte Serienmörder Großbritanniens hat wieder zugeschlagen – 25 Jahre nach seiner letzten Tat. War er mit der merkwürdigen Botschaft gemeint? Ziba setzt alles daran, den Killer zu enttarnen. Doch je näher sie ihm kommt, desto mehr lockt sie ihn auf ihre eigene Spur …


,,Sieben Opfer" (Originaltitel: ,,Blood for Blood") von Victoria Selman ist der erste Fall für Profilerin Ziba Mackenzie - ein Thriller, der am 17. Januar 2022 im Goldmann-Verlag erschienen ist. Der Inhalt dieses Taschenbuchs hat mir unheimlich spannende Lesestunden beschert, denn diese Geschichte ist verstörend, brutal und psychologisch gut ausgefeilt. Die Autorin hat mit der Hauptprotagonistin Ziba einen klugen, sympathischen und sachkundigen Charakter erschaffen, die in ihrer Arbeit als Profilerin aufgeht. Mit ihrem messerscharfen Verstand kann sie sich in Köpfe verschiedener Verbrecher hineinversetzen und ihnen somit zielsicher auf die Spur kommen. Doch ihr Leben wurde lange von einer Depression bestimmt, da ihr Ehemann getötet wurde und der Täter bis dato nicht ermittelt werden konnte. Dieses Ereignis hat ihr den Boden unter den Füßen weggerissen und sie hat sich lange in ihrer Wohnung von der Außenwelt abgeschottet. Ihre Trauer war zwischenzeitlich immer deutlich zu spüren, was sie noch lebendiger hat erscheinen lassen. Als sie es wagt, wieder vor die Tür zu gehen, passiert ausgerechnet ein schweres Zugunglück in London, welches sie hautnah miterleben musste. Sie hat das Unglück zwar unverletzt überlebt, jedoch geht ihr ein flehender Satz eines der Opfer nicht aus dem Kopf: ,,Er hat es getan. Sie müssen es jemandem sagen." Als sie am nächsten Tag gebeten wird, in einem Mordfall zu ermitteln, spitzen sich die Ereignisse immer mehr zu, die sich zu überschlagen drohen. Denn die Handschrift, die bei dem aktuellen Mordopfer hinterlassen wurde ,beweist, dass ein Serienmörder, der vor 25 Jahren sein Unwesen getrieben hat, wieder auf Jagd nach weiteren Opfern ist. Aber es bleibt nicht nur bei dieser Tat. Sieben sollen es sein.

Ziba, die langsam wieder im Leben ankommt, kann zunächst keine Verbindung zwischen den Opfern aufbauen. Als sie sich an die sterbende Frau aus dem Zug erinnert, versucht sie den Namen zu ermitteln. Sie erfährt mehr über eine sehr religiöse Person, dessen Sohn vor 25 Jahren verstorben ist. Obwohl der Profilerin der Ehemann des Unfallopfers nicht geheuer ist, scheint es keine Parallelen zu den aktuellen Morden zu geben. Auch kann sie bei ihm keine dunkle Vergangenheit erkennen, sodass der ,Lacerator’, der Spitzname des Serienmörders, seinen teuflischen Plan ungehindert weiter ausüben kann. Dass er auch im Zug war, als das Unglück geschah, war kein Geheimnis. Dieses Monster war nicht zufällig im Zug, sondern weil er seinem selbsternannten Engel heimlich gefolgt ist. Als er starb, war ausgerechnet Ziba an dessen Seite, doch sie konnte nichts mehr tun. Als Ziba den Täter schließlich mithilfe einer Pressemitteilung aus der Reserve locken und herausfordern will, versteht er ihre Worte in seinem Wahn komplett falsch. Er erkennt in ihr seinen neuen Engel, der ihm helfen und überzeugen soll, dass er auf dem falschen Weg ist. Schnell verschwimmt seine Realität mit unberechenbarem Wahnsinn. Er bezieht die trauernde Profilerin in ein rasantes Katz und Mausspiel mit ein und schickt ihr rätselhafte Botschaften, die an ihre Substanz gehen. Sein Ziel: Er will endlich verstanden werden!

Was der ,Lacerator’ will, wurde nach und nach offenbart. Dies hat den Spannungsbogen schön in die Höhe getrieben hat. Da abwechselnd aus seiner und Zibas’ Perspektive geschrieben wurde, hatte ich von beiden Charakteren gute Vorstellungen. Ich konnte mich in Zibas’ Handlungen und Gefühle sehr gut hineinversetzen und ihren logischen Gedankengängen folgen. Insgesamt ist die komplette Handlung gut strukturiert entwickelt. Einige Details, die während der gesamten Geschichte vorkommen und auf den ersten Blick unwichtig erscheinen, haben mich später überrascht. Ich konnte sehr deutlich die Liebe zum Detail der Protagonisten und der Handlung spüren, was der Autorin hervorragend gelungen ist. Der Plot führt zu einigen interessanten Schlussfolgerungen, denen ich permanent gebannt gefolgt bin. Mich hat dieser Thriller von der ersten Seite an gepackt, denn die kranke Psyche des Lacerators’ hat erschreckende Abgründe ans Licht gebracht. Sein krankes, religiöses, psychotisches und vor allem aber zwanghaftes Verhalten kam gut und deutlich rüber. Seine zwanghafte Störung stand deutlich im Vordergrund, die sehr authentisch wiedergegeben wurde. Wie diese Störung entstanden ist und was sie für ihn bedeutet, hat mich wirklich geschockt. Jedes Gebet, jede Handlung und jeder Gedanke, alles, aber auch wirklich alles, wird bei ihm sieben mal! angewendet - ein Leben, welches die Zahl sieben beherrscht. Doch ob er sich auch daran hält und er es bei sieben grausame Morde belässt, diese Frage hat mich bis zum Ende gepackt.

Diese rasante Handlung besteht aus überraschenden und subtilen Wendungen, die Grausamkeit des Täters und seine Gedankengänge haben mir Gänsehaut beschert. Die Schlussfolgerungen, mit denen sich der ,Lacerator’ rechtfertigt, sind verstörend, aber auch verständlich. Dank Rückblenden, die aus der Sicht eines Jungen aus der Vergangenheit geschrieben wurden, konnte ich die genauen Gründe und dessen Hintergründe über die hier beschriebenen, brutalen Morde erkennen. So erfuhr ich auch den genauen Zusammenhang, der zwischen all den Opfern aus der kompletten Mordzeit bestand. Für mich gab es in dieser Geschichte keine langatmigen/langweilen Stellen oder Beschreibungen. Mehr über Ziba zu erfahren, fand ich sehr interessant. Ihr angespanntes Verhältnis zu ihrem Partner Fingerling fand ich gut eingearbeitet, da mich sein Charakter und seine Art mehrmals verwirrt haben. Durch den lebendigen und flüssigen Schreibstil der Autorin und den sehr kurzen Kapiteln war ich leider viel zu schnell mit dem Buch durch. Außerdem wird die Handlung permanent von einer unheimlichen und dichten Atmosphäre beherrscht. Obwohl der Täter mit seinen Absichten schnell klar war, hat es den Spannungsbogen nicht in die Tiefe gerissen. Der ,Lacerator’ war der taffen Profilerin immer einen Schritt voraus, weshalb ich oft mit ihr mitgefiebert habe. Deshalb freue ich mich schon auf die Fortsetzung, die bald erscheinen wird und ich vergebe für dieses Werk eine klare, siebenfache Leseempfehlung!

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