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Veröffentlicht am 04.04.2022

Erster Teil einer spannenden Familiensaga um ein Kosmetikunternehmen

Das Goldblütenhaus - Der Ruf einer neuen Zeit
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Das "Goldblütenhaus - Ruf einer neuen Zeit" macht mit seiner sommerlichen und zugleich edlen Covergestaltung gleich Lust auf's Lesen. Es handelt sich dabei um den ersten von drei Teilen, in dessen Mittelpunkt ...

Das "Goldblütenhaus - Ruf einer neuen Zeit" macht mit seiner sommerlichen und zugleich edlen Covergestaltung gleich Lust auf's Lesen. Es handelt sich dabei um den ersten von drei Teilen, in dessen Mittelpunkt ein Familienunternehmen, die Firma Glanz, steht, dessen Gründer, der Großvater einer der Protagonistinnen nach dem Zweiten Weltkrieg mit der von ihm entwickelten Goldblütencreme erfolgreich wurde.

Mittlerweile führen seine Enkelinnen Leonie und Ella das Familienunternehmen, nachdem ihr Bruder Alex nach einem Sturz aus seinem Bürofenster ums Leben gekommen ist. Ihre Großmutter Hedi, die Witwe des einstigen Firmengründers lebt aber noch, genau wie ihre einzige Tochter, die Mutter der Zwillingsschwestern Leonie und Ella. Hedi scheint eine schwere Schuld auf sich geladen zu haben, man erfährt aber nur bruchstückhaft in Rückblenden mehr über ihre Vergangenheit, was die Spannung (auch auf den Folgeband) steigert. Aber auch die beiden Juniorchefinnen haben beruflich wie privat einige Themen, die dringend geklärt werden müssten.

Gabriela Gross schreibt sehr anschaulich und fesselnd darüber, was es bedeutet, eine Familie zu sein und einen Familienbetrieb zwischen Tradition und Moderne zu führen, was auch immer wieder gewisse Einschränkungen mit sich bringt und den Zusammenhalt aller erfordert. Man kann sich gut in die Beteiligten und ihr Leben hineinversetzen, auch wenn diese mir stellenweise doch etwas zu sehr in ihrer recht luxuriösen Welt leben, aber so ist das wohl oft, wenn man ein eigenes Unternehmen führt, und durch die Rückblicke in die Vergangenheit von Hedi und dadurch, dass nur portionsweise mehr über sie bekannt wird, wird viel Spannung erzeugt. Auch die Kosmetikentwicklung und die Vermarktung der Produkte werden thematisiert, hierzu hat die Autorin gründlich recherchiert. Der Schreibstil ist gut lesbar, sodass die Kapitel nur so verfliegen. Ich bin auf jeden Fall schon gespannt auf den zweiten Band.

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Veröffentlicht am 29.03.2022

Inspiration und Nachschlagewerk für den eigenen Garten

Selbstversorgung
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Marie Diederich befasst sich schon länger in ihrem Blog und auf YouTube unter dem Namen "Wurzelwerk" mit Themen rund um den Garten. Dieses Buch liefert nun auf über 300 Seiten gebündelt diverse Tipps zum ...

Marie Diederich befasst sich schon länger in ihrem Blog und auf YouTube unter dem Namen "Wurzelwerk" mit Themen rund um den Garten. Dieses Buch liefert nun auf über 300 Seiten gebündelt diverse Tipps zum Gemüseanbau und zur Tierhaltung und auch einige Küchentipps. Die Aufmachung des Buches hat mir gleich sehr gut gefallen, das Titelbild vermittelt richtig die Freude an der Arbeit im Garten und der Einband ist stabil und wirkt durch die raue Haptik sehr hochwertig und gut zum Thema des Buches passend.

Das Buch vermittelt dann zunächst Grundlegendes, zum Beispiel auch, wie man ganz ohne eigenes Grundstück selbst Gemüse anbauen und sogar Tiere halten kann und einen Realitätscheck, inwieweit Selbstversorgung wirklich möglich ist. Dann gibt es grundsätzliche Anbau-Tipps, zum Beispiel, wie man Beete anlegt, worauf bei der Fruchtfolge zu achten ist, wie man seinen eigenen Kompost bekommt und wie man aus Samen Jungpflanzen heranzieht und am Ende bestenfalls auch wieder neuen Samen gewinnt.

Anschließend folgen auf jeweils etwa zwei bis vier Seiten Portraits von den wichtigsten Gemüsesorten, aber auch einigen Kräutern und Obststräuchern. Hier wird dann genauer auf den besten Zeitpunkt für die Aussaat oder das Auspflanzen im Freien eingegangen, auf gute und schlechte Beetnachbarn, Schädlingsbefall und wie man dem entgegen wirken kann, besonders geeignete Sorten und ihre Vorzüge und die Vermehrung der jeweiligen Pflanze eingegangen.

Es folgen noch einmal gesondert Tipps gegen Schnecken, Läuse und Co, bevor es dann um die Nutztierhaltung in Form von Hühnern, Ziegen und Schafen geht, was für mich persönlich dann doch eine Nummer zu groß ist. Daher stellt sich mir die Frage nach der Verwertung und Haltbarmachung der Tierprodukte auch nicht. Die Rezepte für den eigenen Sauerteig und fermentiertes Gemüse klingen dagegen auch für mich spannend.

Das Buch bietet auf jeden Fall sehr viel Inspiration und auch Tipps für den eigenen Garten. Es ist zudem gespickt mit ansprechenden Fotos und Anekdoten der Autorin.

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Veröffentlicht am 29.03.2022

Die verschwundene Hauptdarstellerin

Nordwestnacht
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Im dritten Teil der in St. Peter Ording spielenden Krimireihe um die Kommissar:innen Hendrik Norberg und Anna Wagner steht der Dreh einer Krimiserie in dem Badeort unter keinem guten Stern. Zunächst wird ...

Im dritten Teil der in St. Peter Ording spielenden Krimireihe um die Kommissar:innen Hendrik Norberg und Anna Wagner steht der Dreh einer Krimiserie in dem Badeort unter keinem guten Stern. Zunächst wird ein Mitarbeiter des Filmteams tot an einen Pfahlbau gekettet aufgefunden und dann ist auch noch die neue Hauptdarstellerin verschwunden. Und auch privat läuft bei Hendrik und Anna nicht alles glatt.

Ich mag diese, recht neue Krimireihe sehr gern, weil mir die beiden Protagonist:innen sympathisch sind und auch ihr Privatleben nicht außen vor bleibt. Dafür ist auch dieser Fall wieder nicht zu gruselig oder blutig beschrieben, sondern die Ermittlungstaktik steht im Mittelpunkt und Spannung ist so trotzdem vorhanden. Auch den Schauplatz St. Peter Ording finde ich sehr interessant und es findet sich auch immer wieder eine Dosis Lokalkolorit. Der Cliffhanger am Ende dieses Teils lässt mich darauf hoffen, dass schon bald ein weiterer Fall für das Ermittlerteam folgen wird.

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Veröffentlicht am 06.03.2022

Spannende Familiensaga mit interessanten Schauplätzen

Zeiten des Wandels
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Bei "Zeiten des Wandels" handelt es sich um den fast 600 Seiten starken ersten Teil einer fünfbändigen Saga um die Familie Delgado, die zunächst am Fuße des Tramuntana-Gebirges auf Mallorca ein kleines ...

Bei "Zeiten des Wandels" handelt es sich um den fast 600 Seiten starken ersten Teil einer fünfbändigen Saga um die Familie Delgado, die zunächst am Fuße des Tramuntana-Gebirges auf Mallorca ein kleines Weingut betreibt und unter den wirtschaftlichen Folgen des Kriegsausbruchs im restlichen Europa und der Konkurrenz aus anderen Weinbaugebieten zu leiden hat. Das ist auch einer der Gründe, warum Tochter Antonia und deren Mann Mateo kurz nach ihrer Hochzeit ins Ferne Kuba auswandern, um unter den dortigen klimatischen Bedingungen Wein anzubauen, und Antonias Eltern und ihre drei Geschwister auf Mallorca zurücklassen. Sowohl der auf Mallorca zurückgebliebene Teil der Familie als auch die Auswanderer müssen im weiteren Verlauf der Handlung immer wieder Schicksalschläge überstehen.

Mich hat diese Familiengeschichte sehr gefesselt, ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, nachdem ich einmal mit dem Lesen begonnen hatte. Einerseits fand ich es spannend, in die Zeit vor gut 100 Jahren einzutauchen und mehr darüber zu erfahren, wie anders das Leben auf Mallorca und auf Kuba damals war. Andererseits haben ich vor allem die weiblichen Protagonistinnen schnell ins Herz geschlossen und mit ihnen mitgelitten und mitgefiebert, wenn mal wieder große Steine in ihrem Weg lagen. Der Schreibstil des Autorenduos war dabei gut lesbar und recht anschaulich, sodass man sich gut an den jeweiligen Schauplatz versetzen konnte, die historischen Tatsachen wirken gut recherchiert. Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung, dadurch dass dies erst der erste Band ist und noch vier weitere folgen, blieben natürlich so gut wie alle Handlungsstränge recht offen.

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Veröffentlicht am 28.01.2022

Eine Jugend in den 70er Jahren

Unser kostbares Leben
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Bei diesem Roman hat mich neben dem sehr ansprechend und passend zu den 70er Jahren gestalteten Cover auch gleich angesprochen, dass mir die Verfasserin bereits von anderen Romanen, die ich gerne gelesen ...

Bei diesem Roman hat mich neben dem sehr ansprechend und passend zu den 70er Jahren gestalteten Cover auch gleich angesprochen, dass mir die Verfasserin bereits von anderen Romanen, die ich gerne gelesen habe, bekannt ist.

"Unser kostbares Leben" spielt in Mainheim, einer Kleinstadt, geprägt von einer großen Schokoladenfabrik, deren Direktor Caros Vater im Jahr 1972 ist. Caro und ihre Freundin Minka, Tochter des Mainheimer SPD-Bürgermeisters besuchen damals die 4. Klasse der Grundschule und sind dabei, als ihr vietnamesischer Mitschüler Guy im Schwimmbad einen schweren Unfall hat, der auch das Einfluss auf das Leben von Caros und Minkas Eltern und einiger anderer Mainheimer haben wird. Zeitgleich kommt das vietnamesische Waisenkind Claire im Mainheimer Kinderheim an, wo auch nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen scheint.

Im Roman finden sich auch viele zeitgeschichtliche Themen, was ich sehr spannend fand, da ich erst Anfang der 80er Jahre geboren wurde und nun aus der Sicht der Mädchen und ihrer Familien das Misstrauensvotum gegen Willy Brandt oder die starke Verschmutzung der Flüsse damals miterleben konnte. Katharina Fuchs beschreibt das alles sehr anschaulich und fängt verschiedene Atmosphären sehr gut ein, sodass man sich gut in alles hineinversetzen kann. Dazu trägt auch bei, dass die verschiedenen Kapitel auch aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben sind, zum Beispiel aus Sicht eines der Mädchen, ihrer Väter oder auch der Ärztin im Waisenhaus, sodass man als Leser teilweise mehr weiß, als die anderen Personen aus dem Roman. Dennoch bleibt es spannend, was noch so alles passieren wird.

Was ich bei der Dicke des Romans mit über 600 Seiten ganz praktisch gefunden hätte, wäre ein Bändchen als Lesezeichen gewesen. Und auch eine Karte von Mainheim und seiner Umgebung hätte ich manchmal ganz interessant gefunden, um noch besser nachvollziehen zu können, wo sich etwas befindet.

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