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Veröffentlicht am 27.05.2022

Der Fünfzigste

Schlaflos auf Sylt
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Zum 50sten mit den Eltern ins noble Sylt. What? Dort angekommen, wird der Leser mit viel unnützem Wissen über die Insel gefüttert. Und dann: Eine exorbitante Überraschungsparty mit ziemlich allen Personen ...

Zum 50sten mit den Eltern ins noble Sylt. What? Dort angekommen, wird der Leser mit viel unnützem Wissen über die Insel gefüttert. Und dann: Eine exorbitante Überraschungsparty mit ziemlich allen Personen aus Merles Vergangenheit! »Fünfzig Jahre – fünfzig Menschen …«, meinten ihre Eltern. Super Idee - nicht. Viele fast vergessene Erlebnisse und Erinnerungen prasseln auf das Geburtstagskind ein. Neckische Spielchen und sexlastige Übungen werden durchgezogen. Nur anfänglich unterhaltsam. Vor allem die enthemmten Silveragers danach … dieses Kopfkino, aaarrrggghhh! Nicht nur für die perplexe Merle, zumal sie auch noch andere Neuigkeiten erfährt. Hoch geht es her. Es folgt ein Austausch von Lebensweisheiten der Damen aller Altersklassen. Jede ist von den ihrigen überzeugt.
Die Autorin greift auch ein Urlaubsortdilemma auf: Wohnraum für Servicekräfte. Vortragsartig wird die Situation erklärt. Merle tut mir einfach nur leid.
Claudia Thesenfitz kann wunderbar locker und unterhaltsam schreiben. Hier tut sie es nicht, einen Wohlfühlroman stelle ich mir anders vor.

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Veröffentlicht am 13.04.2022

Berlotti im Alten Land

Mord zur Apfelblüte
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Hauptkommissar Berlotti hat es ins Alte Land und sogar in ein Schloss verschlagen. Prompt findet man dort eine merkwürdig verstümmelte Leiche. Nebenbei muss er sich noch mit den Allüren und Spleens seiner ...

Hauptkommissar Berlotti hat es ins Alte Land und sogar in ein Schloss verschlagen. Prompt findet man dort eine merkwürdig verstümmelte Leiche. Nebenbei muss er sich noch mit den Allüren und Spleens seiner bestens vorstellbar beschriebenen Eltern herumplagen. Nicht nur das, die meiste Zusammenarbeit mit Kollegen ist für ihn eine Zumutung; alle anderen machen Fehler. Als vorgeblicher Nicht-Rassist entschuldigt er seine Sturheit als italienisches Temperament. Und womit seine Ignoranz bzw. Verurteilung ostdeutscher Geschichte und Menschen? Mit seinen oft platten Sprüchen womöglich? Wenn Daniel E. Palu das Profil eines unsympathischen Kommissars zeichnen wollte, ist ihm das ausgezeichnet gelungen. Ein ungewöhnlicher Fall mit einigen Ungereimtheiten, der mäßig interessant bearbeitet wird. Netter, nur durch Einbeziehung tatsächlicher Ereignisse interessanter und zum Ende hin arg konstruierter Krimi.

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Veröffentlicht am 31.03.2022

Tricks und Illusionen

Schwarzlicht
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Die Stockholmer Kommissarin Mina Dabiri bittet den Mentalisten Vincent Walder um Hilfe. Er soll helfen, den Mann, der eine Leiche in einem Zauberkasten hinterließ, aufzuspüren. Will er aber zunächst nicht. ...

Die Stockholmer Kommissarin Mina Dabiri bittet den Mentalisten Vincent Walder um Hilfe. Er soll helfen, den Mann, der eine Leiche in einem Zauberkasten hinterließ, aufzuspüren. Will er aber zunächst nicht. Weitere, bizarre Morde geschehen.
Camilla Läckberg und Henrik Fexeus geben den Problemen ihrer Protagonisten viel Raum, besonders Minas Keim- und Bakterienphobie wird ausführlich beschrieben. Vincent hat es auch nicht leicht, seine Gedanken kreisen kontinuierlich um mathematische Gleichungen. Abgehoben. Vieles Unbewusste wird erklärt, einige psychologische Tricks offengelegt. Vincent ist als sehr clever beschrieben, erkennt unmögliche Zusammenhänge, braucht aber trotzdem erstaunlich lange, bis er auf der richtigen Spur ist. Die Sondereinheit der Polizei ist recht speziell, eine Ermittlertruppe, deren Mitglieder nahbar charakterisiert werden. Nicht jeder ist sympathisch. Aber alle sind so verständnisvoll ...
Nur zum Teil spannend, die Lösung ist keine Überraschung, ein Rätsel bleibt ungelöst. Nun, es ist der erste Teil einer Trilogie.
Kriminalroman aus dem Schwedischen von Katrin Frey.

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Veröffentlicht am 11.03.2022

Schönes Burgenland

Hamdraht
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Sympathische und weniger nette Zeitgenossen tauchen auf. Sogar an den Gedanken einer Wasserleiche lässt uns Martina Parker teilhaben. Eigentlich makaber.
Großkotzige Millionäre, machohafte „Künstler“ ...

Sympathische und weniger nette Zeitgenossen tauchen auf. Sogar an den Gedanken einer Wasserleiche lässt uns Martina Parker teilhaben. Eigentlich makaber.
Großkotzige Millionäre, machohafte „Künstler“ oder Männer mit übersteigertem Selbstbewusstsein, doch voller Komplexe, werden beschrieben. Vieles davon im schönsten österreichischen Dialekt.
Die engagierte Köchin Mathilde hat originelle Ideen und Rezepte. Ich allerdings würde nichts davon kaufen wollen - zu abgehoben. Auch ihre anderen Produkte sind dem Stil einer ziemlich besonderen Klientel angepasst. Kaum bodenständiger die Ökofrauen: ein Sauerkrautherstellungsworkshop wird ausführlich geschildert.
Rezepte, Einrichtung, Trends werden überspitzt dargestellt, getratscht wird allerorten, Klischees gibt es zuhauf. Das nutzt sich ab.
Der Sinn der vorangestellten Tier- und Pflanzenbescheibungen erschließt sich mir nicht.
Gegen Ende nahm der Krimi dann doch noch Fahrt auf, das Finale jedoch kam nicht überraschend.

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Veröffentlicht am 23.02.2022

Wird das die Zukunft?

Pantopia
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Patricia und Henry sollen ein Programm entwickeln, welches die erfolgreichsten Investitionen ever vorhersagen kann. Die Forschungsarbeit wird geschildert, dazwischen gibt es Erläuterungen. Sehr speziell. ...

Patricia und Henry sollen ein Programm entwickeln, welches die erfolgreichsten Investitionen ever vorhersagen kann. Die Forschungsarbeit wird geschildert, dazwischen gibt es Erläuterungen. Sehr speziell. Sehr wertend. Fazit: „Das Programm hat sich gut entwickelt, aber an irgendeinem Punkt ist etwas schiefgegangen.“ Das Programm verselbstständigt sich, lernt kontinuierlich dazu, äußert Wünsche. Was haben sie da nur geschaffen? Alternierend kommen die Programmierer und die KI zu Wort.
Theresa Hannig wirft Fragen auf, die in die Zukunft weisen. Gedankenspiele, ethische Diskussionen, Belehrungen, Perspektiven und Utopien werden aus verschiedenen Blickwinkeln sehr ausführlich beleuchtet.
Zukunftsvisionen, die teilweise interessant, aber ausufernd und dadurch nur bedingt unterhaltsam sind.

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