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Veröffentlicht am 16.03.2022

So könnte es gewesen sein

Mrs Agatha Christie
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Das Buch hat zwei Handlungsstränge, die sich im zweiten Teil treffen. Zum einen gibt es das „Manuskript“ in dem Agatha selbst von ihrer Beziehung zu Archibald Christie erzählt, sie beginnt bei ihrer ersten ...

Das Buch hat zwei Handlungsstränge, die sich im zweiten Teil treffen. Zum einen gibt es das „Manuskript“ in dem Agatha selbst von ihrer Beziehung zu Archibald Christie erzählt, sie beginnt bei ihrer ersten Begegnung bei einem Ball. Kurz vor dem ersten Weltkrieg gelten noch die Benimmregeln der Viktorianischen Zeit und eine Frau hatte eine Tanzkarte, auf der die Herren, mit denen sie tanzen wollte, eingetragen sind. Archibald Christie hält sich nicht an diese Regel und irgendwie imponiert das der jungen Frau, deren Verlobter sich nicht in England aufhält. Archibald Christie umschwärmt Agatha weiterhin und so kommt es mit Beginn des Krieges zu einer Hochzeit. Doch der Krieg setzt Archie sehr zu und er muss seine Karriere als Flieger nach zwei Jahren beenden. So sind die beiden Eheleute, als sie endlich zusammen leben nicht mehr dieselben verliebten jungen Leute.
Der andere Erzählstrang befasst sich mit Archie und seinen Problemen während der Zeit des Verschwindens von Agatha. Da er einen Brief verbrennt, den Agatha ihm als Regieanweisung geschrieben hat, wird er schnell verdächtigt. Sein Benehmen wird zwar genau erklärt, ist aber immer wieder eigenartig. Die Eheleute haben sich auseinandergelebt, obwohl Agatha die Ratschläge ihrer Mutter, dass der Mann immer an erster Stelle stehen muss, befolgt hat.
Das Verschwinden der Schriftstellerin im Dezember 1926 ist Realität. Die Namen der Polizisten und die Suche mit einigen hundert Menschen sind fakt, auch den ominösen Brief gab es. Aber die Geschichte, die dieses Buch erzählt ist wohl Fiktion, nicht desto trotz, hätte Agatha dieses „Manuskript“ durchaus schreiben können und so ihr Verschwinden erklären können.
Ich fand die Beweggründe für das Handeln der Protagonisten, die in der Zeit ihren Ursprung haben, sehr interessant. Das Benehmen in der Gesellschaft, das völlige Aufopfern der Ehefrau gegenüber ihrem Mann, aber auch das Verhältnis zur Tochter, die wenig von ihrer Mutter hatte.



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Veröffentlicht am 05.03.2022

Lebenslange Schuld

Halterberg
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Gustav ist erfolgreicher Unternehmer und lebt mit einer Ärztin zusammen. Da seine Schwester bei ihrem neuen Mann auf Teneriffa lebt und sein älterer Bruder sich aufgrund seiner Arbeit als Geiger in einem ...

Gustav ist erfolgreicher Unternehmer und lebt mit einer Ärztin zusammen. Da seine Schwester bei ihrem neuen Mann auf Teneriffa lebt und sein älterer Bruder sich aufgrund seiner Arbeit als Geiger in einem Orchester nicht um die Mutter kümmert, geht er regelmäßig zu ihr ins Heim. Gustav tut das aus Pflichtgefühl, denn er hat keine guten Erinnerungen an seine Kindheit und seine Eltern.
Zunächst lebte die Familie in einer winzigen Kellerwohnung, dann zogen sie in ein Gemeindehaus in dem die Mutter als Hausbesorgerin tätig war. Als die Familie Murer, die sich trotz der Kinder einen Ford leisten können, einzieht, gibt es immer wieder Ärger. Da Gustav Mutter aus den Bergen kommt, fühlt sie sich nicht wohl und wird von den anderen ständig schikaniert. Gustav ist ein kluger Kopf, kann schon früh lesen und spart sich sein Geld durch Ministrieren zusammen. Auch er wird immer wieder von den Murer-Kindern gehänselt und traut sich nicht mehr auf den Halterberg, wo er gerne die Höhlen erforscht hat. Erst mit Beginn der Pubertät erwacht sein Interesse an Vera Murer, die seine Mutter als Hure bezeichnet. Doch dann ist Vera nach einem heftigen Gewitter plötzlich verschwunden und der Verdacht fällt auf Gustav.
Im Rückblick erfahren wir von Gustavs Kindheit und Jugend, die geprägt waren von Demütigungen und Boshaftigkeit. Als die alte Frau Murer dement und im Rollstuhl sitzend im Heim der Mutter auftaucht, fürchtet die Mutter um ihre Leben. Es wird nicht wirklich klar, ob Gustavs Vergangenheit wirklich so war, wie er es beschreibt, denn er hat weder Freunde noch vertraut er seiner Lebensgefährtin oder der Therapeutin zu erlange ging.
Die Geschichte wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, baut aber keine besondere Spannung auf. Der Protagonist Gustav wird nicht sympathisch und ich hatte wenig Mitleid mit ihm.

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Veröffentlicht am 05.03.2022

Jetzt kennst du Herrn Ohlsen

Herr Olsen mit dem roten Roller
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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Kniebuch und diesen Begriff höre ich hier zum ersten Mal. Auf der oberen Seite sieht man im Querformat das Bild und darunter zweimal den Text, einmal kann man ihn ...

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Kniebuch und diesen Begriff höre ich hier zum ersten Mal. Auf der oberen Seite sieht man im Querformat das Bild und darunter zweimal den Text, einmal kann man ihn ganz normal die Bildrichtig lesen, aber wenn man das Bild einer Gruppe zeigt, kann man den Text, der normal auf dem Kopf steht vorlesen. Für mich, die ich oft vielen Kindern vorlesen eine praktische Lösung.
Das Mädchen bittet seine Tante ihr eine Geschichte zu erzählen. Über „meinen neuen, schönen, roten Roller“ und den Hund, Herr Olsen. Die beiden sitzen sich in gemütlichen Sesseln gegenüber, davor liegt ein beiger Hund.
Dann sehen wir Herrn Olsen auf dem roten Roller fahren und das Mädchen nennt ihre Wünsche bezüglich des Ziels. Nachdem Herr Olsen am See und auf der Wiese war rollt er weiter. Doch er soll noch ein Abenteuer erleben. So nimmer er eine, Blume, einen Zwerg und noch andere Tiere mit, bis der Roller völlig überladen umfällt. Herr Olsen lädt alle zu sich in seine Hütte ein und auch für die Tante und das Mädchen steht Kuchen bereit.
Die Geschichte wird so erzählt, als wenn sie der Tante während des Erzählens einfiele, und es ruckelt etwas, wenn das Mädchen nachfragt. Die Bilder sind einfach, ich möchte sagen etwas bieder gezeichnet, man kann keine richtige Dynamik erkennen.
Zum Vorlesen eignet sich das Buch schon aufgrund seines Formtes sehr gut.

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Veröffentlicht am 02.03.2022

Was verbirgt sich im Stadtwald?

Sommerwaldfunkeln
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Malin zieht mit ihrer Mutter in einen kleinen Ort und wird nicht besonders nett in der neuen Klasse aufgenommen. Nur Flora, ihre Sitznachbarin, scheint ein nettes Mädchen zu sein, aber das Eigenartige ...

Malin zieht mit ihrer Mutter in einen kleinen Ort und wird nicht besonders nett in der neuen Klasse aufgenommen. Nur Flora, ihre Sitznachbarin, scheint ein nettes Mädchen zu sein, aber das Eigenartige an ihr ist, dass sie nicht spricht.
Doch dann bittet sie Malin um ein Treffen im Stadtwald. Dieser Stadtwald wirkt zunächst winzige, doch als die beiden Mädchen ihn betreten erweist er sich als ein richtiger Urwald. Flora, die nach Zypresse riecht, goldene Locken und Augen hat und die in sich ruht und von innen leuchtet. Diese Flora, die Malin gerne zur Freundin hätte und die sie dazu verleitet einen Brief der Lehrerin an ihre Mutter in einen Baum zu stecken. Flora, die in Rätseln spricht und die Malin als Sommergast in den Wald einlädt.
Doch was birgt de Wald für ein Geheimnis? Weshalb bezeichnet sich Flora als Hüterin und was erwartet sie von Malin. Wer sind die „Anderen“?
Zusammen mir Flora betritt sie eine andere Welt, die ihre eigenen Regeln hat, die genauestens befolgt werden müssen.
Diese anderen Welten zu erkunden, ihre Bewohner kennenzulernen und zu verstehen, war nicht immer ganz einfach, es gab viele Wendungen und für mich war einiges etwas verschwommen. Ich mag es, wenn die Parallelwelten logisch erklärt werden. Hier war das für mich nicht immer der Fall.
Die Geschichte im Hier entwickelt sich ebenfalls, vieles ist nicht so einfach, wie man zunächst glaubt. Malin leidet unter der Abwesenheit ihres Vaters und wünscht sich, dass er wenigstens zu ihrem Geburtstag kommen kann. Diese fantastische Geschichte wird in einer wunderschönen poetischen Sprache erzählt, die ich beim Lesen sehr genossen habe. Wenn die Autorin vom Leuchten, das Malin ausstrahlt spricht kann man es fast aus den Seiten herausstrahlen sehen. Spannung, Humor, Freundschaft, Tierliebe, Hilfsbereitschaft und Liebe sind hervorragend in diesem Buch untergebracht und das verspielte Cover passt sehr gut zum Thema.

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Veröffentlicht am 27.02.2022

Ein Känguru kocht für Kinder

Heute kocht das kleine Känguru
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Die Illustrationen in diesem vegetarischen Kochbuch für Kinder sind wunderschön. Schon auf dem Cover sehen wir das kleine Känguru Erbsen aus der Schote in eine Schüssel tut. Auf dem gemeinsamen Foto trägt ...

Die Illustrationen in diesem vegetarischen Kochbuch für Kinder sind wunderschön. Schon auf dem Cover sehen wir das kleine Känguru Erbsen aus der Schote in eine Schüssel tut. Auf dem gemeinsamen Foto trägt Mama schon ihre Schürzte. Dann folgen allgemeine Hinweise und das Känguru wäscht sich brav die Hände. Dann hilft es Mama beim Einräumen der Spülmaschine.
Die ersten Rezepte gehören zu einem Geburtstagsessen. „Radieschen mit Butter und Salz“ konnten mich nicht überzeugen, ob ein Gericht mit Oliven bei Kindern gut ankommt? Die Gemüselasagne wird sicher ein Hit. Nachdem es sich in die Pfote geschnitten hat, schneidet das Känguru mit Pflaster vorsichtig weiter. Noch schnell den Schokoladenkuchen mit Konfetti backen und schon sind die Gäste da. Nach den Frühlingsrezepten geht es im Sommer in den See zum Baden. Die Erbsen werden geröstet für ein Ricotta-Gemüse-Cake gebraucht. Wenn das Känguru auch etwas mit dem Quirl spritz, die Mascarponecrem mit Erdbeeren hört sich lecker an. Auch dieser Teil endet mit einem Kuchen. Im Spätsommer grillen die Tiere gemeinsam. Gefüllte Champignons und Tomaten werden auf den Grill gelegt. Diesmal gibt es selbstgemachtes Himbeereis. Mit dem Herbst kommt der Regen. Eine heiße Makkaroni-Gemüsesuppe tut da richtig gut. Beim Kartoffel-Lauch-Kuchen hilft der Igel mit seinen Stacheln Löcher in den Teig zu stechen. Ein herzallerliebstes Bild. „Winterzeit ist Plätzchenzeit“ heißt es im nächsten Kapitel. Nach einigen Plätzchenrezepten wird Pasta gemacht. Für Sugo und Pesto, die schon vorher als Zutat auftauchten, gibt es jetzt die Rezepte, danach erfahren wir wie man Parmesan-Chips im Ofen zubereitet. Über den „Tomme“, der im nächsten Rezept vorkommt, musste ich erstmal informieren. Ich weiß jetzt dass es sich um Weichkäse handelt. Auf der letzten Doppelseite sehen wir wieder die Familie Känguru im Schein einer Kerze im Kochbuch blättern. Sicher sind die Plätzchen, die sie dabei knabbern auch selbst gebacken. In den zwei Indexen kann man die Gerichte nach Namen oder Zutaten finden.
Das Buch ist sehr schon illustriert, wie oft bei Kochbüchern, möchte ich nicht alle Rezepte probieren. Eine sind sehr einfach und man brauchte dazu kein Kochbuch, andere sind schon komplizierter, ob da kleine Kinder bei der Stange bleiben?

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