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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2017

Ein Buch wie ein heißer Kakao mit Sahne

Hygge
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Der Titel spricht für sich: Hygge. Das ist Dänisch und lässt sich nur schwer übersetzen. Wohlbefinden, Gemütlichkeit, Positive Einstellung zum Leben... irgendetwas davon trifft es wohl. In diesem Buch ...

Der Titel spricht für sich: Hygge. Das ist Dänisch und lässt sich nur schwer übersetzen. Wohlbefinden, Gemütlichkeit, Positive Einstellung zum Leben... irgendetwas davon trifft es wohl. In diesem Buch geht es darum, ein wenig Hygge zu vermitteln. Allerdings gibt es keine langen Texte oder gar Erklärungen und Hintergründe. Vor allem gibt es Fotos, die Gemütlichkeit und ein behagliches Zuhause ausstrahlen! Von kleine Dekoideen, Rezepten bis zu Vorschlägen rund ums Entspannend bietet es eine schöne Sammlung kleiner Dinge, die den Alltag schöner machen. Dabei gilt hier: Wen das Cover anspricht, dem wird wohl auch das Buch gefallen. Es lenkt den Blick auf die kleinen Schätze des Lebens – und sei dies nur ein heißer Kakao. Viel neues darf man also nicht erwarten, die meisten von uns wissen, wie man eine Kerze anzündet oder im Schnee spazieren geht. Es ist also kein Buch, aus dem man etwas lernen kann, es ist wie eine Ausstellung bekannter Dinge, von der man sich gern inspirieren lässt.
Von daher ein schönes Geschenkbuch, das Durchblättern macht Spaß und es ist bis ins Detail liebevoll gestaltet.
Eine Kleinigkeit hat mich dann aber doch enttäuscht: Obwohl es ein Kapitel über Handarbeiten gibt und überall Wolle und gestricktes abgebildet ist, gibt es zu diesem Thema eigentlich nichts. Schade, das hätte das Buch noch abgerundet

Veröffentlicht am 03.10.2017

Solides Spielbuch - ein Klassiker

Einsamer Wolf 01 - Flucht aus dem Dunkeln
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Der Orden der Kai wird angegriffen und mitten in diesem Gemetzel erhältst du einen wichtigen Auftrag: Du musst das Notsignal zünden und dann das Kloster so schnell wie möglich verlassen um Hilfe zu holen!

Dies ...

Der Orden der Kai wird angegriffen und mitten in diesem Gemetzel erhältst du einen wichtigen Auftrag: Du musst das Notsignal zünden und dann das Kloster so schnell wie möglich verlassen um Hilfe zu holen!

Dies ist der erste Band der Klassiker-Spielbuch-Reihe „Einsamer Wolf“. Das bedeutet, bevor das Buch beginnt, erstellt man sich einen Charakter - den einsamen Wolf. Man kann unter verschiedenen Kai-Disziplinen auswählen und erwürfelt Kampfstärke, Ausdauer und Gesundheit. Wobei hier nicht zwingend gewürfelt werden muss, im Buch gibt es eine Zufallszahlentabelle, damit man ohne zusätzliches Material auskommen kann. Mit diesem Charakter erlebt man dann das Abenteuer, bei dem man Entscheidungen trifft und so den Verlauf der Geschichte beeinflusst.

Dabei gibt es natürlich nicht nur die Erzählung der Ereignisse, sondern auch Kämpfe, die man bestehen muss. Das Kampfsystem ist eher einfach gehalten und relativ stark vom Zufall abhängig. Wer bei der Charaktererstellung schon schlechte Werte hat, wird das ganze Spiel nicht davon loskommen. Alles in allem ist das Abenteuer aber gut schaffbar und es kommt eher wenig Frustration auf. Die Entscheidungen haben dabei zwar viel Einfluss auf den Verlauf der Geschichte, es scheint mir aber recht zufällig, was nun eine gute oder eine schlechte Wahl ist.

Die Story selbst ist kurzweilig und spannend, eine Art mittelalterlicher Roadtrip mit Magie und bösen Monstern hinter jedem Busch. Etwas mehr Tiefe hätte dem Buch hier aber gut getan. Trotzdem reizt es mich, dieses Buch noch einmal durchzuspielen um andere Wendungen und Begegnungen zu erzielen.

Ein Fazit zu ziehen fällt mir schwer, denn dieses Spielbuch reicht meiner Meinung nach nicht an die neueren (z.B. von Swen Harder) heran. War die Neuauflage der Einsamer-Wolf-Reihe im Mantikore Verlag also überflüssig? Nein. Denn diese Reihe gehört zu den Klassikern und ist auf jedenfall lesens- und spielenswert. In der Neufassung macht es noch mehr Spaß, denn Cover und Innengestaltung (mit farbigen Karten) sind gelungen, zusätzlich gibt es Download-Material damit nichts ins Buch geschrieben werden muss.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch genauso etwas für Nostalgiker, die schon alle neueren Spielbücher kennen, als auch für Anfänger die in dieses Genre hineinschnuppern wollen!

Veröffentlicht am 09.06.2017

Stellenweise eher langatmig

Die Bienen
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Dieses Buch war für mich sowohl optisch als auch vom Inhalt her etwas Besonderes. Die Sprache und Handlung ist auf die Welt der Bienen ausgelegt und man wird vollkommen ins Innere des Bienenstocks hineingezogen. ...

Dieses Buch war für mich sowohl optisch als auch vom Inhalt her etwas Besonderes. Die Sprache und Handlung ist auf die Welt der Bienen ausgelegt und man wird vollkommen ins Innere des Bienenstocks hineingezogen. Man erfährt, wie das Leben organisiert ist und wie die Tiere in Kasten eingeteilt werden, die mehr oder weniger Rechte haben als andere. Natürlich kann man sehr viele kristische Töne hinein interpretieren und das ganze Buch als Fabel auf eine Gesellschaft sehen. Man kann es aber auch einfach als fantasievolles Buch über einen Insektenstaat lesen.
Was mich gestört hat, war die Vermenschlichung an vielen Stellen, so tragen zum Beispiel einige Tiere Kleidung.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Flora 717, einer Arbeiterbiene, die einer eher niedrigen Schicht angehört. Sie ist ungewöhnlich schlau und durchläuft mehrere Stationen im Bienenstock. Wir folgen ihr auf die Brutstation und bis zur Königin. Mit ihr zusammen lernen wir die machohaften Drohnen kennen und entdecken das Leben außerhalb des Stocks. Es gibt viele Wendungen und Wirrungen, die das Buch interessant machen, aber richtige Spannung kommt nicht auf.

Ein lesenswertes Buch, dass aber etwas speziell ist.

Veröffentlicht am 27.05.2017

Gelungene Mischung mit bekannten Autoren

Glücksgeschichten
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Bei Anthologien gibt es immer Geschichten, die mich begeistern und welche die ich eher schlecht finde. Und natürlich sehr viel dazuwischen. Genauso ist es hier auch, aber es gab viele kleine Juwelen, die ...

Bei Anthologien gibt es immer Geschichten, die mich begeistern und welche die ich eher schlecht finde. Und natürlich sehr viel dazuwischen. Genauso ist es hier auch, aber es gab viele kleine Juwelen, die das Hören lohnenswert machen. Ich muss zugeben, dass es besonders (aber nicht nur!) die Geschichten namhafter Autoren waren, die mich zum Schmunzeln oder nachdenken gebracht haben.

Durch die unterschiedlichen Sprecherinnen und Sprecher kann man die Geschichten gut voneinander abgrenzen, aber mir viel es schwer, sie direkt hintereinander zu hören: Vom Rußland der 80er kann es nach Berlin (im Zeitalter von Smartphones) und gleich danach in die griechische Antike gehen. Eine gute Mischung also mit soliden literarischen Werken und eher kurzen Anekdoten.

Bei 6 CDs und knapp 40 Geschichten ist sicher für jeden Hörer etwas dabei. Allerdings ist die Überschrift "Glück" nicht ganz treffend, es geht viel um Liebe - und für mich war der Ausgang auch manchmal traurig (wie das in der Liebe eben so ist).
Eine schöne Sammlung also für Romantiker und Liebhaber von Geschichten, die einfach mitten aus dem Leben stammen.

Veröffentlicht am 24.05.2017

Sondermüll-Krimi im Weltraum

FX-97
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Die Autorin Carla Fischer hat ein ambitioniertes Ziel: Sie will realistische Science Fiction mit einer spannenden Geschichte verbinden. Meiner Meinung nach ist ihr das leider nur teilweise gelungen. Die ...

Die Autorin Carla Fischer hat ein ambitioniertes Ziel: Sie will realistische Science Fiction mit einer spannenden Geschichte verbinden. Meiner Meinung nach ist ihr das leider nur teilweise gelungen. Die Darstellungen der Raumfahrt sind gut und lesenswert für Fans des Genres. Das Buch ist mit 68 Seiten allerdings doch sehr kurz und für meinen Geschmack wirkt sich das negativ auf die Handlung aus.

Der Roman handelt von Michelle, die auf einem Raumfrachter als Navigatorin arbeitet. Gegen die Einsamkeit helfen Gespräche mit dem intelligenten Bordcomputer, der fast wie eine Freundin wirkt. Eine Störung, eigentlich unbedeutend, sorgt dafür, dass Michelle sich die Container, die sie transportiert genauer ansieht. Deklariert sind sie als Sondermüll, der in der Venusatmosphäre entsorgt werden soll. Aber was Michelle findet, bereitet ihr einen Gewissenskonflikt.

Für mich war der Aufbau des Spannungsbogens durchaus gelungen und ich war auf die Auflösung gespannte. Die gab es dann eher nicht, was natürlich Absicht war, mich aber vollkommen ratlos zurück gelassen hat.