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Gavroche

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2017

Auf welche Art und Weise wird diese Person sterben?

Für dich soll's tausend Tode regnen
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Emi ist mit ihrem Bruder und Vater nach Hamburg gezogen, weil ihr Vater eine Freundin hat. Emi ist genervt von Hamburg, von Mara (der Freundin ihres Vaters), ihrem Bruder, eigentlich von allem. Sie möchte ...

Emi ist mit ihrem Bruder und Vater nach Hamburg gezogen, weil ihr Vater eine Freundin hat. Emi ist genervt von Hamburg, von Mara (der Freundin ihres Vaters), ihrem Bruder, eigentlich von allem. Sie möchte zurück nach Heidelberg und gönnt es ihrem Bruder nicht, so schnell Anschluss gefunden zu haben.
Und dann passiert im Chemieunterricht auch noch eine "Panne'" und sie muss ausgerechnet mit Erik zusammen Strafarbeiten erledigen. Das passt weder ihr noch Erik und so denken sie sich eine Challenge füreinander aus. Wer seinen Teil nicht erledigt, muss die Strafarbeit für den anderen mit erledigen.

Das Buch ist witzig geschrieben und Emi, Erik und einige andere hatte ich gut vor Augen. Emis "Hobby" jedem innerlich eine Todesart zu verpassen und ihr "schwarzes Buch", in dem sie seltsame Todesfälle vermerkt, sind außergewöhnlich.
Ein lockerer Schreibstil, nicht zu viele aufgesetzte Probleme und Gejammer runden das Ganze ab.
Nichts Tiefgründiges, aber gute Unterhaltung.

Veröffentlicht am 30.05.2017

Eine Geschichte über die Freundschaft

Mein Freund Pax
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Schon ein paar Jahre lebt der Fuchs Pax nun schon bei Peter und seinem Vater und er hat sich immer auf Peter verlassen können, der ihn als Pax ein Welpe war, gerettet hat. Doch jetzt ist es anders. Peter ...

Schon ein paar Jahre lebt der Fuchs Pax nun schon bei Peter und seinem Vater und er hat sich immer auf Peter verlassen können, der ihn als Pax ein Welpe war, gerettet hat. Doch jetzt ist es anders. Peter lässt ihn ganz einfach im Wald zurück, das kann nur ein Missverständnis sein.

Abwechselnd wird die Geschichte aus Sicht des 12jährigen Peter und aus der Sicht des Fuchses Pax erzählt. Peter ist traurig, weil sein Vater ihn zu seinem Großvater schickt, wohin er seinen Fuchs nicht mitnehmen kann. Aber der Vater zieht in den Krieg und er kann Peter nicht alleine lassen. Peter macht sich schon bald auf die Suche nach seinem Fuchs und auch Pax kann nicht glauben, dass Peter ihn im Stich lässt. Beide machen viele neue Erfahrungen und wachsen über sich hinaus. Das Buch enthält viele Botschaften, gut verpackt und ist somit auch für erwachsene Leser ein Lesegenuss.

Ein einfacher Schreibstil, kurze Kapitel und ein paar schöne Zeichnungen runden das Bild ab.

Veröffentlicht am 28.05.2017

Wunschliste

Wir fliegen, wenn wir fallen
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Yara liest jeden Tag einem alten, blinden Mann im Altenheim, in dem ihre Tante arbeitet, etwas vor. Sie liebt es und kann nicht verstehen, dass Noel so selten bei seinem Opa ist und sich dann auch noch ...

Yara liest jeden Tag einem alten, blinden Mann im Altenheim, in dem ihre Tante arbeitet, etwas vor. Sie liebt es und kann nicht verstehen, dass Noel so selten bei seinem Opa ist und sich dann auch noch so schlecht benimmt. Dann stirbt der Opa und in seinem Testament hinterlässt er Yara und Noel eine Liste mit 10 seiner Wünsche, die die beiden an seiner Stelle erfüllen sollen. Geld genug bekommen sie dafür auch. Aber manche der Wünsche kosten auch gar nichts, für andere hingegegen müssen die beiden in fremde Länder fliegen.

Eine schöne Idee. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Yara und der von Noel erzählt. Allerdings hätten der Geschichte mehr Seiten gut getan. Ich hatte das Gefühl, die Punkte auf der Liste wie gehetzt mit den beiden abzuhaken und manch ein Punkt war zu schnell erledigt und schon waren die beiden wieder auf dem Weg zum nächsten auf der Liste. Insgesamt jedoch eine schöne Buchidee und Geschichte.

Veröffentlicht am 28.05.2017

Jungfernfahrt

Jungfernfahrt
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Muck Halbritter verbringt mit seiner Tochter einen Tag am Starnberger See und leidet furchtbar, weil seine Frau, die Sophie, ihn verlassen hat. Der Arme, dachte ich mir, ganz alleine mit seiner Tochter, ...

Muck Halbritter verbringt mit seiner Tochter einen Tag am Starnberger See und leidet furchtbar, weil seine Frau, die Sophie, ihn verlassen hat. Der Arme, dachte ich mir, ganz alleine mit seiner Tochter, die dann auch noch mit Teilen eines menschlichen Schädels auftaucht und bald sind weitere Teile des Skeletts entdeckt. Und dann ruft der Muck seine Sophie an – und ich erfahre, dass diese ihn gar nicht verlassen hat, sondern nur seit ein paar Stunden auf einer Fortbildung ist. Da habe ich mich aber für den Muck gefreut! Der Knochenfund gerät doch bald in den Hintergrund des Interesses, denn ein nachgebautes, historisches Prunkschiff, der Bucentaur, soll auf Jungfernfahrt gehen. Der Muck hat als Schreiner auch mitgebaut. Die Jungfernfahrt währt nicht lange, das Schiff sinkt – und alle werden gerettet, bis auf Einen, aber wer ist das und wo ist die Leiche abgeblieben?
Dies ist nach „Hendlmord“ der zweite Fall für Muck Halbritter. Ich kenne den ersten Fall (noch) nicht, bin aber von diesem Buch sehr angetan. Ida Ding gelingt ein witziger Krimi mit bayrischem Einschlag, aber auch internationale, sprich englische oder noch besser französische Sprachkenntnisse werden gefordert. Das Ergebnis ist herrlich witzig. Die Charaktere werden liebevoll und schrullig beschrieben, der Leser erlebt die Ereignisse mit Muck und bangt mit ihm – ich habe mehrfach herzlich gelacht. Ein besonderes Bonbon sind die tollen Zeichnungen, die auf den Buchseiten zu entdecken sind. Aber auch die Kapitelüberschriften sind sehr lustig und passend gewählt.

Veröffentlicht am 28.05.2017

Hilfe, die Haie

Bolle und die Bolzplatzbande: Hai-Alarm!
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Der zwölfjährige Wladi möchte seiner Mutter ein tolles Geschenk zum Geburtstag machen. Doch dafür muss er in ein Schmuckgeschäft, da er eine goldene Uhr, ein Erbstück, reparieren lassen möchte. Doch gerade ...

Der zwölfjährige Wladi möchte seiner Mutter ein tolles Geschenk zum Geburtstag machen. Doch dafür muss er in ein Schmuckgeschäft, da er eine goldene Uhr, ein Erbstück, reparieren lassen möchte. Doch gerade als er im Geschäft ist, wird dieses von zwei Männern mit Haimasken überfallen. Die Täter entkommen mit der Beute und auch mit der goldenen Uhr. Von nun an ist es für Wladi eine persönliche Sache, dass er dieser Bande, die schon mehrere Geschäfte überfallen hat, das Handwerk legt. Natürlich macht er das nicht alleine, sondern ruft seine Freunde von der Bolzplatzbande zur Unterstützung. Doch sie bekommen auch Hilfe von einigen Erwachsenen, so zum Beispiel Frau Troisdorf.
Die aufgeweckten Kinder jagen die Verbrecher in ihrem Viertel, gehen dabei aber keine unnötigen oder unglaubwürdigen Risiken oder Aktionen ein. Die Geschichte ist für Kinder spannend und unterhaltsam geschrieben. Die Kinder sind die Helfer der Polizei und leisten tolle Detektivarbeit, haben einen geheimen Treffpunkt, der etwas gruselig ist und bekommen immer wieder Hilfe von Erwachsenen oder sie helfen den Erwachsenen. Nebenbei werden viele lokale Orte im Kölner Norden genannt, die der Einheimische sicherlich wiedererkennt. Das Thema Miethaie bzw. überteuerte Mieten wird den Kindern gut verständlich gemacht. Einige Details waren ein wenig unglaubwürdig, aber insgesamt ein guter Kinder-Krimi.