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Veröffentlicht am 26.09.2017

interessant zu leben, aber so richtig gepackt hat mich dieser Thriller nicht

Du sollst nicht leben (Ein Marina-Esposito-Thriller 6)
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Dieses ist das erste Buch was ich von Tania Carver gelesen habe. Die Rückmeldungen zu den bisherigen Büchern und auch zu diesem waren überwiegend sehr positiv. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach ...

Dieses ist das erste Buch was ich von Tania Carver gelesen habe. Die Rückmeldungen zu den bisherigen Büchern und auch zu diesem waren überwiegend sehr positiv. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch. Ich fand diesen Thriller sehr interessant zu lesen, die Schreibweise fand ich klar und leicht verständlich aber so richtig fesselnd und packend fand ich diesen Thriller leider nicht.

Kurz noch etwas zum Inhalt: Es geht zum einen um den "Rechtsprecher" wie er sich selber nennt. Er treibt Menschen zu Straftaten an, das was dadurch angerichtet wird, ist in den Augen des Rechsprechers Gerechtigkeit. Z.B. sollte sich ein Vater von einem Baby entscheiden, dass er entweder sich selber tötet oder er seine Frau und das Baby tötet. Hintergrund: Der Vater hatte vor einiger Zeit einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem Mutter und Kind getötet wurden. Er hatte einen guten Anwalt und wurde in Augen des Rechtsbrechers nicht (ausreichend) bestraft. Zum Ermittelnden Detectiv Phil Brennan konnte ich mich nicht besonders gut auseinander setzten. Seine Frau ermittelt ebenfalls, allerdings in ihrem Bereich, sie kämpft als Polizei-Profilerin mit Dämonen ihrer Vergangenheit. Auch dieser Handlungsstrang war ganz interessant hat mich jetzt aber leider auch nicht richtig gefesselt. Ebenso wie bei Detectiv Phil Brennan, konnte ich auch zu seiner Frau keinen Bezug aufbauen. Vielleicht fehlt mir auch die Begeisterung, weil ich die ersten Teile dieser Ermittler-Reihe nicht kenne?

Veröffentlicht am 13.09.2017

sehr schöner Schreibstil und eine sehr realistisch beschriebene Landschaft - aber leider kein fesselnder Krimi

In tiefen Schluchten
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Dieses Buch hat die Autorin Cora Stephan unter ihrem Pseudonym geschrieben. Ich hatte seiner Zeit "Ab heute heiße ich Margo" gelesen und war davon sehr begeistert.

Nun war ich neugierig, wie sich ein ...

Dieses Buch hat die Autorin Cora Stephan unter ihrem Pseudonym geschrieben. Ich hatte seiner Zeit "Ab heute heiße ich Margo" gelesen und war davon sehr begeistert.

Nun war ich neugierig, wie sich ein Anne-Chaplet-Krimi liest. Ich hatte vernommen, dass sie mehrere preisgekrönte Kriminalromane veröffentlicht hat. Dementsprechend war meine Erwartung an diesen Kriminalroman. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch? Die Erwartungen an den Kriminalroman wurden zwar nicht erfüllt, dafür habe ich eine interessante Geschichte, die in ganz toll beschriebener Landschaft spielt, lesen dürfen. Im Vordergrund steht Tori Godon, sie ist erst 42 Jahre alt, aber schon Witwe. Sie hatten, als ihr Mann Carl noch lebte, in einem Dorf am Fuße der Cevennen ein Haus gekauft. Nun lebt Tori alleine dort und ist auf der Suche nach Carls Ahnen.

Als ein holländischer Tourist verschwindet, ein älterer Dorfbewohner stirbt und dessen Tod einige Rätsel aufwirft, ist Tori alarmiert. Tori begibt sich auf die Suche nach dem holländischen Touristen. Bald schwebt sie selber in Gefahr.

Fazit:
Einen Krimi, wo Ermittler auf der Suche nach Tätern sind, sucht man hier vergebens. Aber dafür findet der Leser hier eine lesenswerte Geschichte, die in einer faszinierenden Landschaft mit interessanten Persönlichkeiten erzählt.

Bei einem weiteren Teil aus dieser Reihe mit der sympathischen Tori Godon bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei.

Veröffentlicht am 06.08.2017

lockerer Roman für Frauen um die fünfzig

Mittsommerleuchten
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Gloria ist 53 Jahre alt und hat einen erwachsenen Sohn. Ihr Lebensgefährte Adrian hat sie gerade verlassen, der ist jetzt mit ihrer ehemals besten Freundin zusammen. Gloria überlegt, wie es mit ihrem Leben ...

Gloria ist 53 Jahre alt und hat einen erwachsenen Sohn. Ihr Lebensgefährte Adrian hat sie gerade verlassen, der ist jetzt mit ihrer ehemals besten Freundin zusammen. Gloria überlegt, wie es mit ihrem Leben weitergehen soll.

In dieser Zeit trennt sich gerade Glorias Schwester Agnes von ihrem Mann. Agnes ist vier Jahre jünger als Gloria und die beiden verstehen sich, trotz oder vielleicht auch gerade wegen der unterschiedlichen Väter, ausgezeichnet.

Gloria bekommt als schwedische Operndiva die Hauptrolle in dem Stück Carmen. Diese Rolle ist wie für Gloria gemacht, mit Dominic und Sebastian, die wie im wirklichen Leben um Gloria werben.

Mit Dominic war Gloria vor vielen Jahren sehr glücklich, mit ihm hätte sie auch gerne ihr Leben weiter verbracht. Dominic hat damals Gloria und auch Schweden verlassen, um in London erfolgreich zu sein.

Insgesamt ist es sicherlich ein passender Roman für Frauen um die fünfzig, die unbeschwerte Lesestunden genießen möchten. Mich selber hat dieses Buch leider nicht so gefesselt, ich hätte auch zwischendurch aufhören können zu lesen und hätte nicht das Gefühl gehabt, etwas von der Story zu verpassen - schade.

Das Cover ist wunderschön gestaltet - passt aber leider gar nicht zum Inhalt des Buches.

Veröffentlicht am 24.06.2017

Eine schöne historische Geschichte

Die zwei Leben der Florence Grace
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Den Buchtitel finde ich sehr passend. Es sind wirklich zwei komplett verschiedene Leben, die Florence Grace führt. Die Kindheit verlebt sie als Florrie Buckley sehr bescheiden und liebevoll in Cornwall. ...

Den Buchtitel finde ich sehr passend. Es sind wirklich zwei komplett verschiedene Leben, die Florence Grace führt. Die Kindheit verlebt sie als Florrie Buckley sehr bescheiden und liebevoll in Cornwall. Ihre Mutter ist bereits bei der Geburt gestorben, nachdem ihr Vater und als sie 15 Jahre alt ist, auch ihre liebe Großmutter verstirbt, nimmt die Verwandtschaft - die Familie Grace - sie im Jahr 1850 in ihre Obhut. Dort lernt sie ein völlig anderes Leben kennen, allerdings wird sie in dem prächtigen Haus in London nie heimisch. Immer wieder muss sie an ihr zuhause in Cornwall denken.

Ich habe das erste Buch von Tracy Rees (Die Reise der Amy Snow) mit Begeisterung gelesen und hatte mich sehr auf diesen neuen Roman von ihr gefreut. Ich muss sagen, dass ich ein wenig enttäuscht bin. Am Anfang und am Ende fand ich das Buch fesselnd und interessant, aber im großen Mittelteil fehlte es mir einfach an Spannung bzw. Neugierde, wie es in der Geschichte weitergeht. Es war zweifellos nett zu lesen, aber das Fesselnde fehlte mir leider oft.

Am Anfang des Buches lesen wir von der besonderen Gabe von Florrie, dass sie die Fähigkeit hat zu fühlen, was andere Menschen empfinden. Es wird zu der "Londoner Zeit" kurz thematisiert, dass diese Fähigkeit dort sehr in den Hintergrund getreten ist. Dennoch hätte ich mir dazu etwas mehr in dem Buch gewünscht.

Florence Grace ist ein ganz toller Charakter und es hat mir insgesamt Spaß gemacht, diesen schönen historischen Roman zu lesen.

Veröffentlicht am 29.05.2017

Eine sehr rührende Geschichte um die sechsjährige Harvey

Mit jedem Jahr
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In diesem Buch geht es um die sechsjährige Harvey. Sie wächst sehr behütet und glücklich bei ihren Eltern auf. Bis zu dem Tag, an dem ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommen. Sehr schön / ...

In diesem Buch geht es um die sechsjährige Harvey. Sie wächst sehr behütet und glücklich bei ihren Eltern auf. Bis zu dem Tag, an dem ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommen. Sehr schön / traurig zu lesen war die Stelle, als Harvey davon erfahren musste. Sie wurde in der Schule zu ihrem Rektor gerufen, in dem Moment hat sie überlegt, was wohl der Grund dafür sein könnte, da ihr nichts Schlechtes einfällt, wofür sie gerügt werden könnte, musste es wohl ein Lob sein, was sie erwartet. Mit Vorfreude auf die Nachricht muss Harvey dann vom Tod ihrer Eltern erfahren.

Es gibt außer Jason, dem Bruder von Harveys Vater, keine weiteren Verwandten. Das Problem bei Jason ist seine Vergangenheit. Er ist bereits sehr früh auf die schiefe Bahn geraten und hatte seit dem den Kontakt zu seiner Familie abgebrochen. Harveys Vater allerdings wäre gerne noch weiter für ihn da gewesen.

Wanda, eine Sozialarbeiterin kurz vor dem Ruhestand, nimmt sich Harvey an und möchte sie bei Jason in guten Händen wissen.

Jason möchte alles für seine Nichte tun, er möchte ihr ein guter Ersatzvater sein. Es ist sehr schön, diese Abschnitte im Buch zu lesen, wie rührend er da vorgeht.

Die Geschichte wird mehreren Zeitebenen erzählt, zum einen als Harvey ein Kind / eine Jugendliche ist und zum anderen als Harvey erwachsen ist und sich ein Leben in Paris aufgebaut hat. Jason ist bei ihr zu Besuch.

Es hat mir Freude bereitet, die Geschichte von Harvey und Jason zu lesen, wie sich Jason verändert hat und nur das Beste für seine Harvey möchte.