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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2022

Mysteriös, spannend, informativ

Mrs Agatha Christie
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Nach „Frau Einstein“ und „Lady Churchill“ ist dies nun der 3. Band der Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte-Reihe von Marie Benedict.
In diesem Buch nimmt sich die Autorin eines kurzen Abschnitts ...

Nach „Frau Einstein“ und „Lady Churchill“ ist dies nun der 3. Band der Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte-Reihe von Marie Benedict.
In diesem Buch nimmt sich die Autorin eines kurzen Abschnitts aus dem Leben der Agatha Christie an, die bis heute zu einem Mysterium geworden sind. Denn wo war Agatha in den elf Tagen im Dezember 1926 und was ist in dieser Zeit geschehen? Ob es sich um ein freiwilliges Untertauchen oder gar um ein Verbrechen handelte, werden wir wohl nie erfahren. Aber weder der Ruf von Agatha Christie noch der ihres Mannes Archibald Christie blieb von diesem Vorfall unberührt. Und an diesem Punkt ansetzend verbindet nun Marie Benedict Fakten und Fiktionen zu einem hervorragenden Roman über das Leben von Agatha und Archie Christie. Anhand der eigenen Werke Agathas erzählt sie hier ihre Sicht der Dinge und verknüpft geschickt Wahrheit und Fantasie. Im Wechsel wird zum einen von den polizeilichen Ermittlungen zum Verschwinden Agathas und zum anderen über ihr Leben von 1912, als sie ihren Mann zum ersten Mal trifft, bis 1926, wenige Tage vor ihrem Verschwinden erzählt. In diesen Kapiteln erhält der Leser interessante Einblicke in das Privatleben aber auch über ihre Schriftstellerkarriere und wie sich diese in gewisser Weise auf ihre Ehe auswirkte. Nur eins erfährt der Leser eben nicht, was in den elf Tagen des Verschwundenseins der Agatha Christie wirklich passierte.

Fazit: Von der ersten Seite an konnte mich diese rätselhafte Geschichte in seinen Bann ziehen. Mit jedem neuen Kapitel, was in den Zeitebenen geschickt wechselte, wurde die Handlung immer noch ein wenig spannender. Es ist ein Roman der von zwei Aspekten getragen wird, der Person Agatha Christie und dem Geheimnis um die elf Tage. Und diese beiden Grundpfeiler dieser Geschichte hat die Autorin äußerst geschickt zu diesem fesselnden Roman verknüpft. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen und ich empfehle ihn somit auch sehr gern weiter.

Veröffentlicht am 02.04.2022

Ergreifend, dramatisch – absolut lesenswert

Das verschlossene Zimmer
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Die Handlung des Romans spielt im Krakau des Jahres 1939, im Schatten der drohenden Invasion der Nazis, und hat eine Dringlichkeit, die zu den Themen und der Handlung passt. Die Art und Weise, wie in diesem ...

Die Handlung des Romans spielt im Krakau des Jahres 1939, im Schatten der drohenden Invasion der Nazis, und hat eine Dringlichkeit, die zu den Themen und der Handlung passt. Die Art und Weise, wie in diesem Roman die Behandlung, die mangelnde Fürsorge und der fehlende Respekt von Frauen dargestellt werden, war zuweilen schockierend, erschütternd, aber vor allem, so glaube ich, leider völlig zutreffend für diese Zeit.

Atmosphärisch dicht, mit überzeugender Handlung und Figuren sowie einem eingängigen Schreib- und Erzählstil, nimmt „Das verschlossene Zimmer“ gegen Ende noch einmal eine erstaunliche Wendung, die ich so nicht kommen sah, und damit aber einen brillanten Abschluss für diesen fabelhaften Roman darstellt.

Dies ist ein Roman, der mir in Erinnerung bleiben wird und den ich gern anderen Lesern ans Herz legen möchte. Es ist eine großartige Geschichte, die die Autorin hier zum Leben erweckt hat und die ich mit vollen 5 Sternen bewerte.

Veröffentlicht am 02.04.2022

Spannende Zeitreise und eine unerschütterliche Freundschaft

Revolution der Träume
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Endlich geht es nach „Schatten der Welt“ weiter mit Carl, Artur und Isi. Konnte der Leser im ersten Teil die drei als Heranwachsende in ihrem Heimatort begleiten bis zur Trennung durch den 1. Weltkrieg, ...

Endlich geht es nach „Schatten der Welt“ weiter mit Carl, Artur und Isi. Konnte der Leser im ersten Teil die drei als Heranwachsende in ihrem Heimatort begleiten bis zur Trennung durch den 1. Weltkrieg, setzt die Handlung von „Revolution der Träume“ nach dem Sturz des Kaisers und der Ernennung Eberts zum Reichskanzler, 1918, ein.
Isi, die Revolutionärin, die sich rebellisch und unwiderstehlich im Spartakusbund für ihre Überzeugungen einsetzt, Carl der als Fotograf auf die Reichen und Schönen im Filmgeschäft trifft und Artur, der sich in der Unterwelt Berlins einen Namen gemacht hat. Alle drei versuchen auf ihre Weise ihr Glück in dieser sich wandelnden neuen Zeit zu finden.
Die Geschichte wird zum größten Teil aus Carls Sicht erzählt. Alle drei haben eine Entwicklung durchlebt und diese hat sie auch ein Stück weit verändert. Aber im Notfall halten die drei zusammen und bilden eine unverrückbare Einheit. Und das ist auch notwendig, denn es passiert nicht nur Gutes in diesen unruhigen Zeiten in Berlin.
Fazit: Andreas Izquierdo hat die Geschichte der 3 Freunde mit all ihren Höhen und Tiefen, Freuden und Tragödien mit den damaligen historischen Begebenheiten verbunden. Durch die sehr authentisch gezeichneten Hauptcharaktere und die Epoche der Goldenen Zwanziger wurde der Roman für mich zu einem wahren Leseerlebnis. Ich hoffe sehr auf einen weiteren Teil mit Carl, Isi und Artur und bis dahin gibt es für Teil 2 eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 02.04.2022

Rasant, beklemmend, mitreißend

Stadt des Zorns
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Nach „Raum der Angst“ hier nun der zweite Escape-Room-Thriller von Marc Meller. Und auch hier treffen wieder Janus, der psychopathische Killer, und Hannah aufeinander. Allerdings ist der Escape-Room diesmal ...

Nach „Raum der Angst“ hier nun der zweite Escape-Room-Thriller von Marc Meller. Und auch hier treffen wieder Janus, der psychopathische Killer, und Hannah aufeinander. Allerdings ist der Escape-Room diesmal kein Zimmer sondern Janus hat seinen Radius auf die Stadt Köln ausgeweitet. Das gibt dem ganzen Wahnsinn naturgemäß viel größere Dimensionen und stellt die Beteiligten, ob Mitspieler oder Polizei, vor fast unlösbare Probleme.

Hannah, die glaubt aus ihrer bereits gemachten Bekanntschaft mit Janus', einen minimalen Vorteil ziehen zu können, sieht sich bald eines besseren belehrt. Aber auch die Polizei in Person Hauptkommissar Kappler bleibt nicht untätig. Das sich nun anbahnende Katz- und Maus-Spiel um Leben oder Tod hat Marc Meller erneut rasant in Worte gefasst. Zum einen gibt es da die sehr detailliert beschriebenen Schauplätze, so dass ich mir die Räumlichkeiten gut vorstellen konnte und zum anderen sind da aber auch die überzeugenden Beklemmungen und der Horror der „Mitspielenden“. Dieses stetige Hin und Her der Emotionen – gerettet, oder eben nicht – gibt dem Thriller die nötige Spannung, die von Beginn an auf einem wirklich guten Level liegt. Ob, wie und vor allem wer Janus' neuestes Spiel überlebt, müsst ihr selbst lesen – es lohnt sich.

Fazit: Auch wer Teil 1 (noch) nicht kennt, kann dieses Buch als eigenständigen Thriller lesen. Und durch den sehr lebendigen Schreib- und Erzählstil, die verschiedenen Perspektivwechsel aber auch die gut gesetzten Cliffhanger ist der Thriller leider auch viel zu schnell wieder ausgelesen. Aber es war wieder ein sehr gelungener Escape-Room-Thriller mit authentischen Charakteren und einem unvorhersehbaren Finale. Von mir gibt es dafür eine Leseempfehlung und volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 02.04.2022

Die Zwerge sind zurück – und wie!

Die Rückkehr der Zwerge 1
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Die wohl erfolgreichste deutsche Fantasy-Serie ist endlich zurück. Die Aufmachung des Buches finde ich absolut gelungen. Nicht nur das Cover mit seiner Farbkombination sieht toll aus, auch die Karte vom ...

Die wohl erfolgreichste deutsche Fantasy-Serie ist endlich zurück. Die Aufmachung des Buches finde ich absolut gelungen. Nicht nur das Cover mit seiner Farbkombination sieht toll aus, auch die Karte vom Geborgenen Land auf der Umschlagseite und eine Liste der Dramatis Personae und der wichtigsten Begriffe von Orten, Völkern und Arten sowie Titel und Bezeichnungen zu Beginn des Buches sind sehr hilfreich.
Durch den wie gewohnt großartigen Schreib- und Erzählstil ist man wieder in Null Komma nichts in der Geschichte drin. Und da auch wieder „Altbekannte“ auftauchen ist es wie ein nach Hause kommen, und ich wusste wieder warum ich die 5 Vorgänger-Zwergen-Bände so mochte. Es ist wieder so einiges los im Zwergenuniversum und durch die sehr detailreichen Beschreibungen ging bei mir sofort das Kopfkino an und ich war mitten drin in der abenteuerlichen Suche.
Wer die Zwergen-Reihe bis dato noch nicht kennt, kann meines Erachtens diesen Band trotzdem lesen, da ja die Charaktere, Orte und andere Begriffe erklärt werden. In dieser Hinsicht sollten auch NeueinsteigerInnen keine größeren Probleme bei der Verständlichkeit bzw. Übersichtlichkeit bekommen. Ich kann dieses neueste Zwergen-Abenteuer absolut empfehlen und vergebe volle 5 Sterne.