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Veröffentlicht am 14.04.2022

Nachhaltiges Gärtnern verständlich und sehr informativ

Permakultur im Bio-Garten
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Vom Schlagwort Permakultur hört man in den letzten Jahren immer häufiger und da wir gerade dabei sind, unseren Garten anzulegen, wollte ich mich vorab über die Vorteile eines Bio-Gartens informieren. Denn, ...

Vom Schlagwort Permakultur hört man in den letzten Jahren immer häufiger und da wir gerade dabei sind, unseren Garten anzulegen, wollte ich mich vorab über die Vorteile eines Bio-Gartens informieren. Denn, wenn sowieso neu geplant wird, warum dann nicht nachhaltig.

Der Ratgeber war mir dabei eine nahezu unerschöpfliche Quelle an Überblickswissen zur Permakultur selbst, aber auch zu Details und Tipps, die der Autor Damien Dekarz aufgrund großer Erfahrung reichlich einbringt. Mir gefällt sowohl seine Einstellung, als auch die Art und Weise, wie er seine Begeisterung in dem Buch auf mich überträgt. Alles klingt für mich logisch und sinnvoll. Die Möglichkeit einer Selbstversorgung ist natürlich gerade in der heutigen Zeit sehr reizvoll. Dem Autor ist es gelungen, mich davon zu überzeugen, dass ein Bio-Garten eine richtig gute Sache und für uns auch umsetzbar ist.

Zum Aufbau des Buches:

Im ersten Teil wird die Frage beantwortet, was Permakultur ist. Da gibt es nicht die eine Definition, doch bestimmte Punkte, die berücksichtigt werden sollten. Dann geht es um Themen wie das Design, Artenvielfalt, den Boden, Schädlinge, Hügelkultur, Mischkultur uvm. Es ist sehr interessant zu lesen, wie im Garten alles miteinander zusammenhängt und sich gegenseitig beeinflusst. Besonders positiv aufgefallen ist mir, dass der Autor hier wirklich beratend zur Seite steht und das in Worten, die auch für Neulinge verständlich sind. Was mir zum Beispiel gar nicht bekannt war, war die lange Liste mehrjähriger und selbstaussäender Pflanzen.

Im zweiten Teil des Buches beschreibt der Autor nach Monaten geordnet, welche Arbeitsschritte, Vorbereitungen, Pflanzungen und Erntevorgänge in welchem Monat anstehen. Hier gefällt mir besonders, dass die wichtigsten Schritte zum Säen, pflanzen und vermehren gleich am Anfang jedes Monats grün hervorgehoben genannt werden und im weitern Verlauf näher erklärt werden. Zudem findet man Informationen zu Wildpflanzen. Viele Arbeitsvorgänge sind nachvollziehbar mit realistischen Fotos beschrieben. Die Informationsfülle ist wirklich riesig.

Meiner Meinung nach ist das Buch gerade wegen des Überblicks über die Permakultur und des Detailwissens für Anfänger sehr gut geeignet, kann aber auch Erfahrenen Gärtnern wertvolle Tipps geben, wie nachhaltiges Gärtnern im Einklang mit der Natur gelingt. Von der Praxisnähe und der Verständlichkeit bin ich einfach nur begeistert. Ein sehr motivierendes Buch. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 14.04.2022

Spannendes Abenteuer in einer Welt voller Magie

Die vier verborgenen Reiche 1: Caspar und die Träne des Phönix
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Caspar ist nur mit seinen Zeitplänen überlebensfähig. Als Außenseiter im Internat, in dem seine Eltern leben und unterrichten, wird er dauernd von Mitschülern gehänselt und versteckt sich oft im Korb für ...

Caspar ist nur mit seinen Zeitplänen überlebensfähig. Als Außenseiter im Internat, in dem seine Eltern leben und unterrichten, wird er dauernd von Mitschülern gehänselt und versteckt sich oft im Korb für Fundsachen. Noch schlimmer wird es, als die Ferien wegen mysteriöser und besonders starker Stürme, die auf der ganzen Welt für Zerstörung sorgen, abgesagt werden. Als ihm eine Mitschülerin sogar bis in die Wohnung folgt, versteckt sich Caspar in einer alten Standuhr. Doch da ist noch jemand! Und ehe er sich versieht, wird er in einem vollkommen anderen, magischen Reich namens Wolkenstern von der jungen Bottlerin Wilda als Verbrecher festgenommen. Auch hier ist die Ordnung bedroht und die beiden müssen sich zusammenraufen, um für das Überleben ihrer beider Welten zu kämpfen.

Schon im Prolog wird die Geschichte unserer Welt und der verborgenen vier Reiche und der Zusammenhang zwischen beiden kurz erzählt, jedoch kann man sich noch keinen genauen Reim darauf machen, welche Rolle diese "Sage" im Abenteuer von Caspar spielen wird. Doch dann lernt man Caspar kennen, der einem nur leid tun kann. Besonders zwei Mitschüler sind besonders fies zu ihm, sogar richtig rassistisch, da Caspars Mutter aus Afrika stammt. Caspar tut alles, um den beiden nicht zu begegnen und versteckt sich. Freunde hat er nicht. Es tut richtig weh, dass er so leben muss. Dabei ist er eigentlich sehr sympathisch, nur denkt er sehr viel nach, anstatt aus sich herauszugehen. Wilda Undank, das Mädchen, das er auf der anderen Seite der Uhr trifft, ist das genaue Gegenteil. Mürrisch, manchmal vorlaut und oft sehr spontan. Doch auch sie trägt einen Sturm in sich, den sie allein nicht loswird.

Sofort fällt auf, dass auch in Wolkenstein einiges im Argen liegt und es ist spannend herauszufinden, was das ist. Nicht jedem kann man trauen und es ist total schön zu beobachten, wie die beiden Protagonisten zusammenhalten müssen, um das Abenteuer bestehen zu können.

Wirklich magisch ist die Welt, in der die Geschichte spielt. Viel dreht sich um Wetterphänomene, es gibt Ballonfahrer, Wolkenriesen, Nieselhexen, Schneetrolle und ganz viele andere Wesen mit besonderen Eigenschaften. Auch die Landschaften, die beschrieben werden, sind wunderschön, aber auch manchmal düster, doch immer sehr detailliert erdacht.

Zudem gefallen mir die Botschaften, die das Abenteuer ganz nebenbei rüberbringt, gerade in dieser auch in der Realität schwierigen und wenig hoffnungsvollen Zeit. Es geht viel um Zusammenhalt, Freundschaft, Vertrauen in sich selbst und den Mut, der immer in uns ist, auch wenn wir ihn vielleicht nicht sehen oder spüren können. Zusammen mit den gefährlichen und actionreichen Szenen ergibt sich das perfekte, fantastische Abenteuer für Mädchen und Jungen. Mit diesem traumhaften Cover erhält das Buch 5 magische Sterne.

Die Fortsetzung werden wir auf jeden Fall lesen!

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Veröffentlicht am 14.04.2022

Neue Lieblingsermittler

Gezeitenmord
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Lykke Teit ist eine gute Ermittlerin, aber leider nicht sehr zuverlässig und auch privat hat sie ihr Päckchen zu tragen. Trotzdem erhält sie die Gelegenheit ihre erste eigene Mordermittlung zu führen. ...

Lykke Teit ist eine gute Ermittlerin, aber leider nicht sehr zuverlässig und auch privat hat sie ihr Päckchen zu tragen. Trotzdem erhält sie die Gelegenheit ihre erste eigene Mordermittlung zu führen. Was der Chef nicht weiß ist, dass das männliche Opfer, welches an der Grenze zu Deutschland im Sand vergraben aufgefunden wurde, Lykke gut kannte und ihr am selben Tag eine merkwürdige SMS schrieb, in der es sich bedroht fühlte. Aufgrund der Auffindesituation muss Lykke mit dem deutschen Kommissar Rudi Lehmann zusammenarbeiten. Die Zeit drängt, denn der Junge, der das Opfer fand, wird vermisst. Schon vor mehr als einem Jahr verschwand ein kleines Mädchen. Hängen die Fälle zusammen?

Selten werde ich so schnell mit Ermittlern warm, wie mit Lykke und Rudi in diesem wirklich interessanten Start der neuen Reihe. Lykke ist etwas verpeilt, wie man später erfährt nicht ohne Grund, aber eine brillante Ermittlerin. Rudi, der ältere deutsche Kollege aus Flensburg ist einfach nur ein Original. Zu schön, wie er in Dänemark seine Sprüche über die Deutschen klopft, Futter für drei in sich hineinschaufelt und zeitweise ein Kompetenzgerangel mit dem dänischen Landpolizisten austrägt. So kommt zu der Spannung auch noch etwas Witz ins Spiel.

Auch sonst hat die Geschichte alles, was ich an guten Krimis mag. Eine spannende Kombination aus altem und neuem Fall, die bis zum Schluss undurchsichtig bleibt, viele mögliche Verdächtige, Gelegenheit zum Miträtseln, viel landschaftlich Schönes und Neues. Auch wenn es möglich ist, den Täter zu erraten, wird man nicht mit der Nase auf ihn gestoßen. Auch die Entwicklung der einzelnen Ermittler zu einem Team, war überzeugend.

Der Schreibstil ist flott, beschreibt auch gut die dänische Landschaft, aber nicht zu detailliert, sondern nur soviel wie nötig. Durch die kurzen Kapitel kommt man schnell vorwärts und das Tempo ist wirklich hoch. Am Ende gibt es einen tollen Showdown. Mich hat die Reihe um Teit und Lehmann mit Sicherheit als Fan gewonnen und ich bin schon sehr gespannt, in welchem Fall die beiden das nächste Mal zusammen ermitteln dürfen.

5 Sterne

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Veröffentlicht am 14.04.2022

Witzig und ideenreich

Henriette Huckepack – Gut geschraubt ist besser als schief gehext
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Henriette Huckepack ist eine ganz begabte kleine Hexe, nur nicht, was das Hexen betrifft. Sie hantiert lieber mit ihrem Werkzeugkasten herum, repariert und erfindet tolle Dinge. Immer mit dabei ist ihr ...

Henriette Huckepack ist eine ganz begabte kleine Hexe, nur nicht, was das Hexen betrifft. Sie hantiert lieber mit ihrem Werkzeugkasten herum, repariert und erfindet tolle Dinge. Immer mit dabei ist ihr Eichhörnchen Fussel. Doch leider müssen Junghexen alle sieben Jahre eine Prüfung bestehen, um ihre Hexkraft behalten zu dürfen. Als es nun Zeit für das große Hexentreffen mit Hexprüfung ist, versucht Henriettes Tante Martha ohne deren Wissen alles, um ihren Schützling durchzumogeln, nur um gut dazustehen. Doch natürlich hat Henriette zur Sicherheit auch ihr Werkzeug im Gepäck.

Schon das fröhlich-bunte Cover lässt vermuten, dass Henriette alles andere als eine normale kleine Hexe ist. Statt auf einem Besen, fliegt sie auf einem Staubsauger durch die Gegend, statt Rabe oder Katze ist Eichhörnchen Fussel ihr Hexentier und auch ihr Outfit ist alles andere als hexenlike. Henriette ist ein Mädchen, das statt Hexsprüche auswendig zu lernen lieber kaputte Dinge repariert. Und das kann sie im Gegensatz zum Hexen richtig gut.

Meine Tochter hatte total viel Freude an der Geschichte, weil es ihr gefallen hat, dass Henriette versucht ihren eigenen Weg zu gehen und das zu tun, was ihr Spaß macht. Ich denke da können sich vor allem Mädchen sehr gut hineinversetzen. Es ist doch unfair, dass viele immer noch denken, dass Herumwerkeln Jungssache ist. Sehr gut gefallen hat uns auch Fussel, der Henriette immer mit Rat und Tat zur Seite steht.

Die Schriftgröße und Textmenge im Buch eignet sich sowohl zum Vorlesen, als auch zum Selberlesen für gut geübte Erstleser, da die einzelnen Kapitel nicht zu lang sind. Zudem ist die Geschichte durchgehend sehr schön farbig illustriert, so dass das Textverständnis unterstützt wird. Der Schreibstil ist kindgerecht und witzig. Die Autorin hat ganz tolle Ideen im Buch umgesetzt und das ein oder andere Wortspiel eingesetzt.

Wir hatten sehr viel Spaß beim Lesen und würden uns über ein weiteres Abenteuer sehr freuen. Dicke Leseempfehlung vor allem für Kinder, die ihren eigenen Weg gehen möchten. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 14.04.2022

Geschwisterstreit und wilde Pferde

Doppel-Galoppel 1. Zwei wie Sonne und Wind
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Die Geschwister Fanndis und Jon sind bei ihren Großeltern in Island zu Besuch. Auf Opa Valdis Hof gibt es sogar Pferde. Trotzdem finden die beiden Kinder dauernd Anlass sich zu streiten. Da beginnt der ...

Die Geschwister Fanndis und Jon sind bei ihren Großeltern in Island zu Besuch. Auf Opa Valdis Hof gibt es sogar Pferde. Trotzdem finden die beiden Kinder dauernd Anlass sich zu streiten. Da beginnt der Großvater, ihnen von den beiden Fohlen Kappi und Skoppa zu erzählen, die wild und frei in der Natur Islands zusammen die ersten Abenteuer erleben, obwohl sie sehr verschieden sind. Werden auch Jon und Fanndis durch die Erzählungen des Großvaters aufeinander zu gehen können?

Schon das Cover zeigt, dass im Buch eine wunderschöne Geschichte steckt, die durch die vielen Bilder zum Vorlesen und Zuhören einlädt. Wer Geschwister hat, der kann sich sehr gut in die beiden Streithähne einfühlen, aber auch in den Großvater Valdi, der von den dauernden Diskussionen ziemlich enttäuscht und genervt ist. Zum Glück fällt ihm die tolle Geschichte der Fohlen Kappi und Skoppa ein.

Obwohl die Kinder sich auch da nicht gleich einig sind, lauschen sie aufmerksam den Abenteuern. Nicht nur kleine Pferdefans werden bei der Geschichte dahinschmelzen. Schon allein die Geburt des Fohlens und die Bilder von dem kleinen Wesen, haben hier für großes Entzücken gesorgt und es kommt zu Szenen, in denen man das kleine Fohlen sofort beschützen möchte, das von den anderen gehänselt und belächelt wird. Trotzdem findet es in Skoppa einen Freund, der es mitreißt und dafür sorgt, dass Kappi, der kleine Kämpfer, an ihren Abenteuern in der wilden Natur Islands wachsen kann.

Die Geschichte wir ganz einfühlsam und ruhig statt mit dem erhobenen Zeigefinger erzählt. Sie ist auch für Kleine ab 4 Jahren gut verständlich und genau richtig, um sie aufzubauen und das Selbstvertrauen zu stärken. Zudem gibt es jede Menge Anlässe, um mit dem eigenen Kind über Hänseleien und Streitigkeiten, aber auch Mut und Freundschaften in Kindergarten und Schule ins Gespräch zu kommen. Die Illustrationen der Pferde in der isländischen Landschaft sind einfach zauberhaft. Ein Buch, das in jedes Vorlesebücher-Regal einziehen sollte.

5 Sterne

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