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Veröffentlicht am 21.04.2022

Insektenforschung leicht gemacht

Insektenwelt für Ahnungslose
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Insektenwelt für Ahnungslose mag wie ein Kinderbuch daherkommen und es animiert diese auch mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und einen genaueren Blick auf unsere sechsbeinigen Mitbewohner zu werfen. ...

Insektenwelt für Ahnungslose mag wie ein Kinderbuch daherkommen und es animiert diese auch mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und einen genaueren Blick auf unsere sechsbeinigen Mitbewohner zu werfen. Und diese findet man fast überall (trotz Insektensterbens, man muss nur wissen wo). Aber Vero Mischitz’s Buch eignet sich auch für Erwachsene, die bisher eher ignorant durchs Leben gegangen sind und neben Bienen, Fliegen, Käfer und Ameisen wirklich ahnungslos in Bezug auf die Insektenwelt sind und für die es keinen Unterschied macht ob Spinne oder Insekt (beides eklig, wenn es kein Schmetterling ist).
Vero Mischitz nimmt den Ahnungslosen (Alter egal) mit auf eine leicht verständliche, gut bebilderte Reise. Sie gibt Tipps was man für die Insektenbeobachtung braucht, was man beachten muss und wo und wann man welche Insekten findet (und man müsste nicht einmal das Haus verlassen …). Außerdem zeigt sie woran man die bekanntesten Insektengruppen erkennt und stellt einige bekannte (und weniger bekannte) Vertreter dieser Gruppen vor. Viele Bilder, erklärender Text … und tatsächlich dürfte der anfänglich Ahnungslose danach mehr über Insekten wissen als vorher.
Bücher wie dieses brauchen wir, denn es zeigt, dass wichtige Inhalte einfach erklärt werden können. Kindgerecht mag es sein, aber auch der Erwachsene sollte nicht scheuen auf dieses Buch zurück zu greifen. Es ist kein Bestimmungsbuch, es beschränkt sich eher auf den Teil, der in Bestimmungsbüchern immer zu kurz kommt (verständlicherweise).
INSEKTENWELT FÜR AHNUNGSLOSE ist ein Buch für jeden, der mehr über Insekten wissen möchte, aber selbst der Insektenkenner wird seine Freude haben (und wenn es nur darum geht, die lustigen oder detailgetreuen Bilder anzusehen)

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Veröffentlicht am 18.04.2022

Amüsant und Spannend

Der Tote aus Zimmer 12
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DER TOTE AUS ZIMMER 12 ist der zweite "Fall" der Lektorin/Hotelbesitzerin Susan Ryeland. Und das Konzept ist vergleichbar mit DIE MORDE VON PYE HALL. Es gibt ein Verbrechen und neben der Handlung aus der ...

DER TOTE AUS ZIMMER 12 ist der zweite "Fall" der Lektorin/Hotelbesitzerin Susan Ryeland. Und das Konzept ist vergleichbar mit DIE MORDE VON PYE HALL. Es gibt ein Verbrechen und neben der Handlung aus der Gegenwart spielt auch ein ATTICUS PÜND-Roman eine Rolle. Diesmal handelt es sich allerdings um einen bereits veröffentlichten (aber Autor Alan Conway ist immer noch tot). Und trotzdem ... angeblich findet man die Tat eines Verbrechens, welches bis in die Gegenwart seine Spuren hinterlässt, in Conways dritten Roman, der sich von wahren Begebenheiten inspirieren ließ. Und so beginnt eine unterhaltsame Spurensuche zwischen den Zeilen, die auch den Leser nicht verschont. Romanpersonen werden verglichen und Motive gesucht.
Hinter den Morden von Pye Hall muss sich der Tote aus Zimmer 12 nicht verstecken. Eine (bzw. zwei) spannende Handlung sorgt für amüsanten Lesespaß, wobei ich diesmal nicht selbst gelesen habe sondern mir die Geschichte vorlesen ließ. Spaß hat es trotzdem gemacht.
Die Charaktere (egal ob "real" oder im Pünd-Roman) sind vielschichtig und wirken authentisch (obwohl sie hin und wieder auch etwas übertrieben dargestellt sind, vor allem im Roman). Ein bisschen schreibt Anthony Horowitz hier wie Agatha Christie, wobei er mit seinen zwei Geschichten dem klassischen Krimi noch ein Sahnehäubchen aufsetzt, auch wenn er nichts anderes macht als bei den Morden von Pye Hall. Ich frage mich wie lange das Konzept noch funktioniert und wie lange er es fortsetzen will. Im Moment würde ich gerne mehr von Susan und Pünd lesen/hören.
Die Umsetzung des Hörbuchs ist gut gelungen. Der Pünd-Roman wird souverän von Volker Hanisch gelesen, Susans Part übernimmt Katja Danowski. Dadurch wird der Hörer nicht verwirrt wenn er längere Pausen einlegt. Man findet schnell in die entsprechende Geschichte hinein.
Egal ob Hörbuch oder Buch, für Freunde klassischer Krimis ein absolutes Muss. Der Fall ist zwar abgeschlossen aber einige Hinweise auf den letzten Conway-Roman versteht man nur, wenn man DIE MORDE VON PYE HALL kennt. Aber das sollte man sowieso.

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Veröffentlicht am 14.04.2022

Ein persönlicher Blick auf Wale

Walfahrt
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Ein Deutscher auf den Spuren der Wale … und dabei geht es auf amüsante Art und Weise und sehr packend geschrieben nicht nur um Whalewatching, bzw. dem Beobachten von Orcas, was wohl der Auslöser für die ...

Ein Deutscher auf den Spuren der Wale … und dabei geht es auf amüsante Art und Weise und sehr packend geschrieben nicht nur um Whalewatching, bzw. dem Beobachten von Orcas, was wohl der Auslöser für die WALFAHRT war. Während der Autor über die Weltmeere ihre Küsten schippert um Orcas, Buckelwale und Ähnliches zu sehen (und enttäuscht ist, wenn es sich „nur“ um „normale“ Delfine handelt) erfährt der Leser einiges über die Entwicklungsgeschichte der Wale, den Walfang (den man in Bezug auf Wale nie vermeiden kann, und der auch heute noch ein wichtiges Thema ist), Whale- und Birdwatching und natürlich viel über verschiedene Walarten und einige Wissenschaftler, die ihr Leben den großen Meeressäugern gewidmet haben. Verhaltensweisen und Richtlinien, die es beim Whalewatching zu beachten gibt (und die nicht unbedingt selbstverständlich sind) fehlen natürlich auch nicht.
Ein Buch, das unterhaltsam und informativ zugleich ist und ein Verständnis für die größten Lebewesen aller Zeiten (zum bisherigen Stand der Wissenschaft …). weckt.
Was mich allerdings ein bisschen gestört hat und was für mich nicht nachvollziehbar ist: Warum müssen Vögel mit ihren englischen Namen benannt werden, obwohl es deutsche Bezeichnungen dafür gibt. Mag sein, dass sie etwas ungünstig gewählt sind (wie es u. a. am Beispiel der Trottellumme erwähnt wird), aber es gibt die deutschen Namen und man sollte sie auch verwenden. Verständlicher wären dann noch die wissenschaftlichen Bezeichnungen. Dass sich die Bezeichnung Puffin für den Papageitaucher einbürgert verstehe ich ebenso wenig, denn in meinen Augen ist die englische Bezeichnung nichtssagend und unter einem Papageitaucher kann man sich doch mehr vorstellen.
Abgesehen davon ist das Buch jedem Walfan zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 14.04.2022

Eine interessante Reise

Die silberne Riesin
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Clara, war so berühmt und einzigartig, dass ihr ein sehr detaillierter Wikipedia-Artikel gewidmet wurde. Manche Schauspieler dürfen mit weniger zufrieden sein.
Jeannine Meighörner hat Clara in ihrem aktuellen ...

Clara, war so berühmt und einzigartig, dass ihr ein sehr detaillierter Wikipedia-Artikel gewidmet wurde. Manche Schauspieler dürfen mit weniger zufrieden sein.
Jeannine Meighörner hat Clara in ihrem aktuellen historischen Roman DIE SILBERNE RIESIN neues Leben eingehaucht. Anhand des Untertitels und des Covers bin ich davon ausgegangen dass Maria Theresia eine größere Rolle spielt, zumal Jeannine Meighörner in ihren früheren Büchern über starke Frauengestalten schrieb (zumindest wenn ich nach den Klappentexten gehe, gelesen habe ich von der Autorin noch nichts) , andererseits … auch Clara ist eine starke Frau, nur anders als erwartet.
Meighörner fällt es leicht den Leser in Claras Zeit zu versetzen und ihm das Gefühl zu geben, hautnah dabei zu sein. Das 18. Jahrhundert wird lebendig und der Leser trifft auf interessante Schauplätze und Persönlichkeiten (von denen Maria Theresia nur den Anfang macht).
Ist DIE SILBERNE RIESIN nun ein Frauenroman? Die Hauptperson ist ein Nashorn, und jeder der ein Interesse an Nashörnern hat sollte dieses Buch lesen. Wikipedia hin oder her, hier wird (mit den üblichen künstlerischen Freiheiten, welche den Stoff erst lebendig machen und nicht so trocken wie einen Lexikoneintrag lesen lassen) der Leser direkt an Claras Reise beteiligt. Und das auf sehr kurzweilige Weise.

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Überraschende Wenungen

Keeper of the Lost Cities – Der Verrat (Keeper of the Lost Cities 4)
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TEIL 4 der kurzweiligen Fantasyserie ... und kein Ende abzusehen (auch wenn ich irgendwie davon ausgegangen bin dass es nur acht Bände gibt, scheint das nicht der Fall zu sein und zum jetzigen Zeitpunkt ...

TEIL 4 der kurzweiligen Fantasyserie ... und kein Ende abzusehen (auch wenn ich irgendwie davon ausgegangen bin dass es nur acht Bände gibt, scheint das nicht der Fall zu sein und zum jetzigen Zeitpunkt finde ich das auch gar nicht schlecht). Als ich angefangen habe zu lesen, dachte ich, dass nun die Luft aus der Geschichte wäre und DER VERRAT der bisher schlechteste Roman der Reihe ist, die bisher ja in jeder Hinsicht überzeugen konnte. Aber ich habe mich geirrt und das was ich anfangs als langweilig und belanglos hielt entwickelt nach einiger Zeit zu einer rasanten, spannenden Geschichte, die im Vergleich zu den vorangegangenen Teilen der Serie noch etwas an Tempo zulegt ... und das ist kaum zu glauben. Aber auch das, was die vorangegangenen Bände ausmacht fehlt nicht: Gut gezeichnete, sympathische und nachvollziehbare Charaktere, interessante Wendungen. Allerdings ist es hilfreich die ersten Bände zu kennen. Es wird zwar viel erklärt, aber das eine oder andere wird unterschlagen oder kommt zu kurz, vor allem was diverse Nebencharaktere betrifft. Von diesen tauchen ein paar neue und nicht weniger interessante auf und man darf gespannt sein wie sich diese im weiteren Verlauf der Handlung entwickeln.
DER VERRAT offenbart ein paar Geheimnisse über den Hohen Rat, Black Swan und den Neverseen, aber es bleiben noch genügend Geheimnisse, die es zu lesen gibt. Und natürlich kommen einige hinzu. Es leibt spannend und auch der Humor bleibt nicht auf der Strecke (was sich nicht nur im Zusammenspiel von Sophie und ihren Freunden zeigt), vor allem die eine oder andere sexuelle Anspielung verleitet zum Schmunzeln (selbst die Zielgruppe der pubertierenden Jugendlichen).
Kurz gesagt: Trotz leichter Anfangsschwierigkeiten entwickelt sich DER VERRAT zu einem kleinen Highlight der Serie (und ja, es wird auch emotional). Fans werden nicht enttäuscht und wer die Serie noch nicht kennt: Anfangen zu lesen! Es lohnt sich.

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