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Veröffentlicht am 15.04.2022

Tolle Geschichte mit spannenden Einblicken in die Welt der Ojibwe!

Firekeeper's Daughter
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Daunis Fontaine ist halb weiß, halb Native American und hat sich nie richtig dazugehörig gefühlt.
In den letzten paar Monaten musste Daunis viele Schicksalsschläge verkraften und hat sich gerade in ihrem ...

Daunis Fontaine ist halb weiß, halb Native American und hat sich nie richtig dazugehörig gefühlt.
In den letzten paar Monaten musste Daunis viele Schicksalsschläge verkraften und hat sich gerade in ihrem neuen Leben eingefunden, als sie Zeugin eines schrecklichen Mordes wird.
Als das FBI auf sie zukommt, willigt Daunis widerstrebend ein, als Informantin für sie zu arbeiten und beginnt zu ermitteln.
Doch sie hätte nicht damit gerechnet, dass das, was sie herausfindet, ihre komplette Welt auf den Kopf stellen würde!

"Firekeeper's Daughter" ist ein Einzelband von Angeline Boulley, der aus der Ich-Perspektive der achtzehn Jahre alten Daunis Fontaine erzählt wird.

Daunis hat eine weiße Mutter, während ihr Vater Native American war. Obwohl sie kein registriertes Mitglied des Ojibwe Tribes auf Sugar Island ist, lebt sie die Rituale und Traditionen ihres Tribes. Doch so richtig zugehörig fühlte sich Daunis nie, weder zu ihrer weißen Familie noch zu ihrem Tribe.
Ich habe bisher nur wenig Bücher gelesen, die Native Americans in den Fokus rücken und die Bücher haben mir ehrlich gesagt auch nicht ganz so gut gefallen, sodass ich lange überlegt habe, ob ich "Firekeeper's Daughter" lesen möchte. Die Neugier hat aber mal wieder gesiegt, worüber ich auch sehr froh bin, denn ich mochte das Buch richtig gerne!

Die Geschichte spielt im Jahr 2004, Daunis hat ihren Highschool-Abschluss gemacht, doch anstatt an die University of Michigan zu gehen, um wie geplant Medizin zu studieren, bleibt sie vorerst in Sault Ste. Marie, um in der Nähe ihrer Mutter zu sein. Zwei Schicksalsschläge mussten Daunis und ihre Familie in den letzten Monaten verkraften, doch ihre Gramma Pearl sagte stets alle schlechten Dinge sind drei und so kommt es dann auch, als Daunis Zeugin eines schrecklichen Mordes wird.

Daunis ist eine sehr intelligente Protagonistin, die mir gut gefallen hat, auch wenn ich manchmal Schwierigkeiten hatte, mich komplett in sie hineinzuversetzen. Besonders nach zwei schrecklichen Ereignissen, die sie durchleben musste, haben mir große Gefühlsregungen gefehlt, denn Daunis hat fast genauso mit ihrem Leben weitergemacht, als wäre nichts geschehen, was ich nicht ganz nachvollziehen konnte.

Die Geschichte braucht ein wenig Zeit, um ins Rollen zu kommen, aber danach konnte sie mich absolut fesseln!
Ich fand den Einstieg eher schwierig, denn es kamen viele Begriffe auf Anishinaabemowin vor, der Sprache der Ojibwe. Es gab am Ende des Buches zwar ein Glossar mit den Übersetzungen, aber da ich das E-Book gelesen habe, habe ich dieses leider auch erst am Ende entdeckt. Neben dem Glossar gab es noch Erklärungen und eine historische Einordnung, die die Geschichte der indigenen Völker in Amerika grob zusammengefasst hat, was ich sehr spannend fand!
Durch Daunis lernen wir die Community auf Sugar Island kennen und auch einige Traditionen und Rituale. Auch wenn Daunis sich nicht immer zugehörig fühlt, so ist sie doch Teil einer tollen Community, die füreinander einsteht, wenn es darauf ankommt, und mir hat besonders der Zusammenhalt gefallen!

Fantasyelemente gibt es in diesem Buch nicht, aber die haben mir auch nicht gefehlt!
Dafür gab es reichlich Krimielemente und die waren sehr spannend! Daunis hilft als Informantin des FBIs bei den Ermittlungen eines Falls und je mehr sie herausfindet, desto geschockter ist sie. Auch weil es hier um so viel mehr geht, als nur um eine Mordermittlung.
Manche Wendungen fand ich etwas vorhersehbar und besonders im Mittelteil hatte man oft das Gefühl, dass Daunis bei den Ermittlungen nur auf der Stelle tritt und man nicht vorankommt, aber an diesen Stellen hat man zum Teil mehr über die Ojibwe erfahren, sodass es nicht langweilig wurde und auch das Ende hat mir richtig gut gefallen!

Fazit:
"Firekeeper's Daughter" von Angeline Boulley ist ein sehr spannender Einzelband!
Die Geschichte brauchte ein wenig Zeit, um mich fesseln zu können, aber danach konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen!
Es gab zwar ein paar Längen, aber ich fand den Fall, bei dem Daunis hilft, sehr spannend und es hat mir sehr gut gefallen mehr über die Welt der Ojibwe zu erfahren!
Mir hat das Buch insgesamt richtig gut gefallen, sodass ich vier Kleeblätter vergebe!

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Veröffentlicht am 07.04.2022

Hat mir noch besser gefallen als der erste Band!

Crush
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Als Grace vor ein paar Monaten an die Katmere Academy kam, wusste sie schnell, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht, doch damit, dass sie mehr dazugehören würde als erwartet, hätte sie nie gerechnet. ...

Als Grace vor ein paar Monaten an die Katmere Academy kam, wusste sie schnell, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht, doch damit, dass sie mehr dazugehören würde als erwartet, hätte sie nie gerechnet.
Kaum ist sie aus ihren ersten Kämpfen siegreich hervorgegangen, muss sie sich schon den nächsten Herausforderungen stellen. Gut, dass sie sich immer auf ihre Freunde verlassen kann!

"Crush" ist der zweite Band von Tracy Wolffs sechsteiliger Katmere Academy Chroniken, der aus der Ich-Perspektive der siebzehn Jahre alten Grace Foster erzählt wird.

Der erste Band konnte mich von der ersten bis letzten Seite an komplett mitreißen und bis auf ein paar Kleinigkeiten war ich total begeistert, dennoch habe ich lange überlegt, ob ich den zweiten Band lesen möchte.
Die Neugier hat mal wieder gesiegt und ich bin sehr froh, dass ich "Crush" eine Chance gegeben habe, denn mir hat es insgesamt richtig gut gefallen!
Es war zwar ein ständiges Auf und Ab, denn mal konnte die Geschichte mich total fesseln, dann gab es wieder Längen, wo es mich nicht so mitreißen konnte. Besonders am Anfang fand ich den ersten Band viel stärker, weil ich diesen damals kaum aus der Hand legen konnte. Und dennoch bin ich mir schon jetzt sicher, dass ich den dritten Band auf jeden Fall lesen werde, denn ich mochte den Verlauf der Handlung richtig gerne und ich bin nach diesem spannenden Showdown so gespannt, wie es mit Grace weitergehen wird!

Grace hat mir auch richtig gut gefallen, denn sie kommt langsam in der Welt der Paranormalen an und muss sich damit auseinandersetzen, dass sie selbst nicht ganz so menschlich ist, wie sie gedacht hat. Grace hat ihren eigenen Kopf, den sie in diesem Band jedoch teilen muss, was einfach unglaublich amüsant war und ich liebe den Verlauf, den die Handlung hier genommen hat!
Auf jeden Fall steht Grace für sich selbst ein, findet heraus, was sie will und setzt sich durch, was ich sehr mochte!

Natürlich waren auch ihr Gefährte Jaxon Vega, sein bester Freund Mekhi, Graces quirlige Cousine Macy und der charmante Flint Montgomery wieder mit am Start, auf die Grace sich immer verlassen kann.
Wir lernen aber auch neue spannende Charaktere kennen und erfahren ein wenig mehr über die übernatürliche Welt, in der Grace gelandet ist und über dessen Bewohner. Einer der Charaktere, den wir neu kennenlernen durften, war mein absolutes Highlight, denn ich liebe die Dynamik zwischen ihm und Grace sehr!

Es ist schon komisch, denn obwohl ich den ersten Band viel lieber gelesen habe, einfach weil die Geschichte mich durchgehend so stark packen konnte, hat mir der zweite Band trotzdem irgendwie besser gefallen. Ich bin einfach so begeistert von dem Verlauf, den die Handlung genommen hat und kann es jetzt kaum erwarten zu erfahren, wie es im dritten Band weitergehen wird!

Fazit:
Ich bin sehr froh, dass ich "Crush" von Tracy Wolff eine Chance gegeben habe, denn trotz der Längen, die sich eingeschlichen haben, mochte ich den zweiten Band sogar noch lieber als den ersten!
Ich liebe den Verlauf, den die Handlung genommen hat und mag auch Graces Entwicklung sehr gerne! Einer der Charaktere, den wir neu kennengelernt haben, war mein absolutes Highlight, denn ich liebe die Dynamik zwischen diesem Charakter und Grace.
Das Ende war total spannend und ich konnte das Buch dann auch nicht mehr aus der Hand legen. Der dritte Band kann nicht schnell genug erscheinen, denn ich bin so gespannt, wie es weitergeht!
Ich vergebe vier Kleeblätter!

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Veröffentlicht am 01.04.2022

Gelungener zweiter Band!

Flesh and Fire – Liebe kennt keine Grenzen
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Alles, woran Poppy ihr Leben lang geglaubt hat, hat sich als Lüge entpuppt.
Doch nicht der Verrat der Aufgestiegenen trifft sie am härtesten, sondern die Wahrheit über Hawke, der in Wahrheit Prinz Casteel ...

Alles, woran Poppy ihr Leben lang geglaubt hat, hat sich als Lüge entpuppt.
Doch nicht der Verrat der Aufgestiegenen trifft sie am härtesten, sondern die Wahrheit über Hawke, der in Wahrheit Prinz Casteel Da'Neer ist und Poppy auf einmal heiraten möchte.
Während Poppy sich in einer ihr völlig neuen Welt zwischen Intrigen und Machtspielen zurechtzufinden muss, versucht sie auch herauszufinden, was sie wirklich will und ob sie Casteel vergeben kann.

"Flesh and Fire" ist der zweite Band von Jennifer L. Armentrouts Liebe kennt keine Grenzen Reihe und wird aus der Ich-Perspektive der achtzehn Jahre alten Penellaphe Balfour erzählt.

Poppy musste im ersten Band erkennen, dass in der Welt, in der sie aufwuchs, nichts so ist, wie es schien. Nun hat sie den Schleier der Jungfräulichen endgültig abgelegt und möchte endlich für sich selbst einstehen. Doch Casteel hat bereits Pläne für Poppy, worüber sie nicht begeistert ist.
Poppy mochte ich wieder sehr gerne! Sie ist sehr neugierig und hilfsbereit, aber auch sehr brutal, was mich manchmal etwas gestört hat.
Es hat mir aber gut gefallen, wie sie die Welt entdeckt und frei von fast allen Fesseln herauszufinden möchte, wer sie ist und was sie möchte!

Der erste Band hat mir schon gut gefallen und auch der zweite Band ließ sich sehr gut lesen! Nach dem fiesen Ende würde ich sogar sofort mit dem dritten Band starten, so gut hat es mir zum Schluss gefallen und ich bin natürlich gespannt, wie es weitergeht!
Ich hatte ehrlich gesagt, die Befürchtung, dass Poppy und Casteel kaum die Finger voneinander lassen würden, wurde dann aber positiv überrascht, denn sie fielen nicht so häufig übereinander her, wie ich erwartet habe. Nachdem Casteel Poppy über seine Identität belogen hat, muss er ihr Vertrauen erst mal zurückgewinnen, was Poppy ihm nicht zu leicht macht.
Casteel mochte ich ebenfalls, allerdings hat mir sein wölfischer Begleiter Kieran sogar noch besser gefallen und ich habe besonders die Szenen mit ihm und Poppy sehr genossen! Die Gespräche zwischen Poppy und Cas fand ich zum Teil sehr in die Länge gezogen, da mochte ich die Dynamik zwischen Kieran und Poppy echt lieber!

Die Handlung war von Beginn an spannend, denn der zweite Band setzt genau da an, wo der erste Band geendet hat, und konnte mich fast durchgehend fesseln! Wir lernen die Welt besser kennen und erfahren mehr über die Aufgestiegenen und die Atlantianer, was mir richtig gut gefallen hat, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, die Welt immer noch nicht richtig greifen zu können, was bei mir schon beim Lesen des ersten Bandes der Fall war. Man lernt auch neue spannende Charaktere kennen und weiß nicht, wem man vertrauen kann und wem nicht.
Insgesamt hat mir dieser zweite Band sehr gut gefallen und ich kann den dritten Band kaum erwarten!

Fazit:
"Flesh and Fire" ist ein gelungener und spannender zweiter Band der Liebe kennt keine Grenzen Reihe!
Die Handlung konnte mich fast durchgehend fesseln und Poppys Entwicklung hat mir richtig gut gefallen!
Nach dem fiesen Ende kann ich den dritten Band kaum erwarten und ich vergebe starke vier Kleeblätter!

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Veröffentlicht am 28.03.2022

Hochemotional und mitreißend!

Reminders of Him – Für immer ein Teil von dir
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Fünf Jahre ist es her, dass Kenna ihre große Liebe Scotty bei einem tragischen Unfall verloren hat. Nun kehrt sie zurück und möchte um ihre Tochter kämpfen, die sie nie kennenlernen durfte.
Gleich an ...

Fünf Jahre ist es her, dass Kenna ihre große Liebe Scotty bei einem tragischen Unfall verloren hat. Nun kehrt sie zurück und möchte um ihre Tochter kämpfen, die sie nie kennenlernen durfte.
Gleich an ihrem ersten Abend trifft sie auf Ledger, Scottys besten Freund und dem Mann, der sich zwischen sie und ihre Tochter stellt.

"Für immer ein Teil von dir" ist ein Einzelband von Colleen Hoover, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der sechsundzwanzig Jahre alten Kenna Rowan und des achtundzwanzig Jahre alten Ledger Ward erzählt wird.

Kenna hat durch eine einzige Nacht nicht nur ihre große Liebe Scotty verloren, sondern auch ihre Freiheit. Sie saß fünf Jahre im Gefängnis und hat dort ihre Tochter Diem geboren, die sie nie kennenlernen durfte.
Nun hat sie ihre Strafe abgesessen und möchte ihre Tochter kennenlernen, die bei Scottys Eltern aufwächst, doch die sind nicht begeistert über Kennas Rückkehr und so muss Kenna um Diem kämpfen.

Als wir Kenna kennenlernen, ist sie ein sehr einsamer und trauriger Mensch, der immer noch stark trauert. Ihre einzige Hoffnung ist es Diem endlich kennenzulernen und so gibt sie sich alle Mühe, sich wieder ein Leben aufzubauen und zu einer guten Mutter zu werden. Sie ist stärker als sie denkt und mir hat sie richtig gut gefallen!
Ledger war Scottys bester Freund und nun ist er für Diem einer der wichtigsten Menschen in ihrem Leben. Er ist mitfühlend und trägt viel Verantwortung für sich, seine Angestellten und seine Familie. Er will es allen recht machen und muss feststellen, dass das gar nicht so einfach ist.
Die beiden fühlen sich schnell zueinander hingezogen, doch die Umstände verhindern, dass Ledger und Kenna überstürzt den nächsten Schritt wagen. Letzten Endes war es mir dann trotzdem zu schnell zu ernst mit den beiden, aber ich mochte sie sehr gern!

Colleen Hoover hat mit diesem Buch mal wieder bewiesen, dass sie hochemotionale Geschichten schreiben kann! Das Thema ist wahrlich kein leichtes und ein richtig oder falsch gibt es einfach nicht. Ich konnte sowohl Kenna verstehen als auch Scottys Eltern Grace und Patrick.
Ich war sehr gespannt, wie dieser Konflikt wohl aufgelöst wird und auch die Frage, was in der Nacht, in der Scotty starb, wirklich geschah, sorgte dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte!
Kenna schreibt Scotty seit Jahren Briefe, in denen sie ihn auf dem Laufenden hält, was ihr Leben angeht, aber ihm auch erzählt, wie sie gemeinsame Erlebnisse wahrgenommen hat, sodass wir Scotty auch kennenlernen konnten, was mir sehr gut gefallen hat!
Das Ende und die Auflösung des Konflikts gingen für meinen Geschmack ein wenig zu schnell und zu reibungslos, aber dennoch mag ich das Ende richtig gerne!

Fazit:
"Für immer ein Teil von dir" ist ein hochemotionaler und sehr mitreißender Einzelband von Colleen Hoover, der mir richtig gut gefallen hat!
Ich mochte Kenna und Ledger sehr gerne und die Thematik des Buches fand ich sehr spannend, weil man beide Seiten sehr gut verstanden hat und ich gespannt war, wie alles aufgelöst wird!
Das Ende war mir dann etwas zu leicht gemacht und auch mit Kenna und Ledger wurde es mir zu schnell zu ernst, aber insgesamt hat mir das Buch richtig gut gefallen, sodass ich vier Kleeblätter vergebe!

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Veröffentlicht am 21.03.2022

Guter Auftakt mit kleinen Schwächen!

Four Houses of Oxford, Band 1 - Brich die Regeln
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Nachdem Harper in verschiedenen Pflegefamilien aufgewachsen ist, fühlt sie sich endlich frei, als sie achtzehn wird und in den Zug steigt, der sie nach Oxford bringt, wo sie ihr Jurastudium beginnen wird.
Doch ...

Nachdem Harper in verschiedenen Pflegefamilien aufgewachsen ist, fühlt sie sich endlich frei, als sie achtzehn wird und in den Zug steigt, der sie nach Oxford bringt, wo sie ihr Jurastudium beginnen wird.
Doch statt in einem Wohnheim unterzukommen, zieht Harper in das Verbindungshaus der Diamonds, einer mysteriösen Studentenverbindung und Teil der Vier Farben, bei denen es nicht mit rechten Dingen zuzugehen scheint.
Während Harper versucht, sich in ihrem neuen Leben zurechtzufinden, holt sie auch ihre Vergangenheit wieder ein, denn Finley, der sie vor zwei Jahren ohne ein Wort des Abschieds verlassen hat, ist ebenfalls ein Mitglied der Vier Farben und warnt Harper vor eben diesen.
Aber kann Harper ihm vertrauen?

"Brich die Regeln" ist der erste Band von Anna Savas Four Houses of Oxford Dilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der achtzehn Jahre alten Harper Scott und Finley Walsh erzählt wird.

Harper kennt ihre Eltern nicht und wuchs in verschiedenen Pflegefamilien auf. Nun möchte sie Jura studieren, um Kindern zu helfen, für die sich niemand interessiert. Als sie die Einladung bekommt, sich den Diamonds anzuschließen, glaubt sie erst an eine Verwechslung, denn sie hat sich nie für diese elitäre Studentenverbindung beworben, konnte es auch gar nicht, denn bei den Vier Farben kann man sich nicht bewerben, man wird ausgewählt und generell ist nur wenig über die Studentenverbindung bekannt. Doch ihre Mitglieder sind alle sehr erfolgreich, fast als wäre etwas Übernatürliches am Werk.

Harper ist ein sehr misstrauischer und sarkastischer Mensch, die für die wenigen Personen, die ihr etwas bedeuten, alles tun würde. Sie ist nicht naiv, hinterfragt vieles und ist auch etwas rebellisch.
Ich musste erst ein wenig mit ihr warm werden, aber zum Schluss mochte ich sie echt gern!
Finley studiert wie Harper Jura und ist nach Oxford gekommen, um herauszufinden, was mit seinem besten Freund Dorian geschehen ist, der ebenfalls Mitglied der Vier Farben war.
Auch Finn mochte ich, denn er ist ein lieber Kerl, aber ich hatte das Gefühl, ihn nicht so gut kennengelernt zu haben wie Harper und irgendwie haben mir bei ihm auch ein wenig die Ecken und Kanten gefehlt.
Zwei Jahre haben sie sich nicht gesehen, nachdem Finn Harper ohne ein Wort zurückgelassen hat, dementsprechend schlecht ist Harper auf Finley zu sprechen. Doch zwischen ihnen war einmal eine tiefe Verbundenheit, die immer noch zu spüren ist und so kommen die beiden sich schnell wieder näher, doch kann Harper ihm vergeben und wieder vertrauen?

Diamonds, Spades, Hearts und Cross bilden die Vier Farben, eine Studentenverbindung, in der es anscheinend nicht mit rechten Dingen zugeht und gemeinsam mit Harper und Finley versuchen wir hinter die Geheimnisse der Vier Farben zu kommen.
Das Buch ließ sich richtig gut lesen, denn es wird schnell spannend!
Jedes Jahr kommen sechzehn Novizen zu den Vier Farben, jeweils vier pro Farbe und diese Novizen treten in einem Spiel gegeneinander an, in dem sie ihre ganz besonderen Fähigkeiten unter Beweis stellen müssen! Doch nicht nur das Spiel sorgt für Spannung, denn Harper und Finley beschäftigen noch weitere Fragen.
Ich weiß, dass es ein Auftakt einer Dilogie ist, dennoch hätte ich mir gewünscht, dass wir zumindest Antworten auf ein paar Fragen bekommen hätten. Zum Schluss war ich leider noch genauso schlau wie am Anfang, was ich doch etwas schade fand.

Auch von Oxford haben wir nicht so viel gesehen, wie ich erwartet habe. Es spielt sich viel in den Verbindungshäusern ab und vom Campus hat man nur wenig gesehen, was ich schade fand!
Doch das Setting und auch die Atmosphäre haben mir gut gefallen!
Die Idee mit der Studentenverbindung, den Vier Farben und dem Spiel fand ich dagegen echt spannend und auch die einzelnen Mitglieder mochte ich zum Teil sehr gerne, weil sie sehr verschieden waren!
Ich bin echt gespannt, was hinter allem steckt und hoffe, dass alle Fragen im nächsten Band eine Antwort bekommen, den ich übrigens kaum erwarten kann, denn das Ende war noch mal richtig spannend und ich möchte am liebsten sofort weiterlesen!

Fazit:
"Four Houses of Oxford - Brich die Regeln" von Anna Savas ist für mich ein guter Auftakt mit kleinen Schwächen.
Ich mochte Harper echt gerne und auch die Idee an sich hat mir richtig gut gefallen!
Allerdings hätte ich gerne mehr von Oxford gesehen und hätte mir auch gewünscht, dass wir zumindest auf ein paar Fragen eine Antwort bekommen hätten!
Trotzdem ließ sich das Buch gut lesen, sodass ich schwache vier Kleeblätter vergebe und mich schon sehr auf den zweiten Band freue!

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