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Veröffentlicht am 17.07.2022

Komplex, durchdacht, mitreißend und großartig.

Cursed Worlds 1. Aus ihren Schatten …
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Durch die Vereitelung eines mächtigen Fluchs wurde die Welt vor 2517 Jahren in drei Teile gespalten und so vor der allumfassenden Dunkelheit geschützt …

»Du kannst die Welt nicht retten, bevor Du Dich ...

Durch die Vereitelung eines mächtigen Fluchs wurde die Welt vor 2517 Jahren in drei Teile gespalten und so vor der allumfassenden Dunkelheit geschützt …

»Du kannst die Welt nicht retten, bevor Du Dich nicht selbst gerettet hast.«

Der Auftakt von Rena Fischers neuer Urban-Fantasy Dilogie war ein absolutes Highlight – äußerst komplex, interessant, wendungsreich und von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd.
Wir werden verraten, von unscheinbaren Figuren, unheimlichen sowie fantastischen Geschöpfen überrascht, müssen Abschied nehmen und brutalem Gräuel beiwohnen.

Erzählt wird nicht nur auf verschiedenen Ebenen von Raum und Zeit, sondern auch aus mehreren Perspektiven. Dies ermöglicht ein intensives Kennenlernen, ein komplettes Eintauchen, hilft, den Überblick zu behalten und zu verstehen. Was anfänglich irritierend oder vorhersehbar erscheint, wird im Verlauf logisch aufgeschlüsselt, Fragmente setzten sich zusammen, Vermutungen werden zerstreut und verworfen, denn hier entwickelt sich alles anders, Figuren reagieren abseits des typischen Schemas, täuschen Sicherheit vor, um zu erschüttern und machen diese Fantasystory zu einem Erlebnis der besonderen Art.

Rena erschuf eine Welt mit Geschichte und Hintergrund, eigener Politik und einem ungeahnten Fortschritt, der mich zum Staunen brachte. Die Handlung ist intelligent und durchdacht, strotzt vor Geheimnissen und Mysterien, wurde gründlich recherchiert und diese Liebe zum Detail, die Arbeit, die einfloss, ist unverkennbar.
Nicht nur die drei Geschwister bekamen Tiefe und Facetten, alles und jeder wurde mit Leidenschaft und Sorgfalt kreiert.
Ein Liebling? Gibt’s nicht, denn jeder sticht durch eigene Merkmale hervor, beweist sich in größter Not, bringt Opfer.
Trotz bildlichen, vorstellbaren Beschreibungen gab es keine Längen, die Orte, die Natur tauchten realistisch vor meinen Augen auf und die einnehmende, oft erdrückende, bedrohliche und düstere Atmosphäre, das Leid und die Dunkelheit krochen mir unter die Haut. Genau wie fantastische, hoffnungsvolle Momente, Dramatik, Tode und Emotionen zu Herzen gehen, schier überwältigen.
Selbst in Pausen ließ mich das Schicksal der Menschen und Wesen nicht los. Denn nur eine Kleinigkeit fehlt dem „Blutäugigen“, um alle drei Teile der Welt zu unterjochen und in ewige Schwärze zu hüllen …

Obgleich im Auftakt viele Informationen, bedeutungsvolle Namen und Gegebenheiten auf mich einprasselten, fiel es mir sehr leicht, mich einzufinden, Wechseln zu folgen und mich durch die moderne, ausdrucksstarke Schreibweise und die Ungewissheit mitreißen zu lassen. Ich war nie lediglich nur Beobachter, sondern mittendrin, regelrecht gefangen. Zweifelte an liebgewonnenen Figuren, misstraute und litt.

„Cursed Worlds“ geizt weder mit Grausamkeiten noch Verlusten, nicht mit Hinterlist, Lügen oder Machtspielen. Zeigt uns tragische Wahrheiten, Finsternis und Verzweiflung. Doch gibt es auch tiefe Freundschaft, Vergebung und ungeahnte Helden sowie Humor und echte Gefühle. Der Verlauf ist spannend, authentisch und lebendig, entwickelt sich stetig in ungeahnte Richtungen, präsentiert die verschiedenen Arten von Magie, während das Worldbuilding durch Einfallsreichtum und Leidenschaft glänzt.

»Ich bin hier«, flüsterte sie. »Ich bin bei Dir. Du bist nicht allein.« Das war das Einzige, das sie ihm noch geben konnte: das Gefühl, dass jemand im Augenblick des Todes bei ihm war.“

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Veröffentlicht am 01.07.2022

Ein Schiff, dass das „normal“ sein vollkommen neu definiert

The Curse of Time and Taste
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»Ich stehe niemandem in etwas nach, nur weil ich eine Frau bin. Ich kenne meinen Wert. Dazu brauche ich deine Einschätzung nicht.«

Ein Schiff, dass das „normal“ sein vollkommen neu definiert

„The curse ...

»Ich stehe niemandem in etwas nach, nur weil ich eine Frau bin. Ich kenne meinen Wert. Dazu brauche ich deine Einschätzung nicht.«

Ein Schiff, dass das „normal“ sein vollkommen neu definiert

„The curse of time and taste“ ist wohl das beste Debüt, welches mir 2022 untergekommen ist. Nicht nur die charakterliche Vielfalt, die Anne Herzel in ihren fantastischen Piraten-Roman eingebunden hat, konnte mich begeistern und vollkommen gefangen nehmen, sondern auch der souveräne, einnehmende Schreibstil, die durchweg passende Atmosphäre, die Lust macht, sich auf hohe See zu begeben, und die Kreativität, mit der hier eine eigene mythologische, geheimnisvolle Weltentstehung erschaffen wurde.

Vanelle — angehende Piratenrächerin von Oceanshare und Rivay, Kapitän der berüchtigten Alverre Flotte. Die Umstände, wie das junge Mädchen auf die Oasis gelang, sind genauso tragisch wie glücklich. Denn nie hat sich Vanelle so frei und angekommen gefühlt. Doch das Vertrauen der Mannschaft zu gewinnen, zerrt an ihren Kräften.
Nach einigen gefährlichen Schwierigkeiten wird das Leben auf dem Schiff Alltag, zarte, freundschaftliche Bande entstehen — doch Rivay verbirgt etwas, eine Ruhelosigkeit umtreibt den Käpt’n. Setzt die Segel — doch wohin?
Was sucht die Oasis?

„The curse of time and taste“ verströmt durchweg das klassische Feeling eines Piraten Romans und unterscheidet sich doch komplett von bekannten Geschichten. Das liegt zum einen an der Diversität, den verschiedenen Neigungen und Lebensstilen der einzelnen Figuren, andererseits an der Intention, die Rivay antreibt und dem mythologischen, göttlichen Hauch.
Mir hat die Stärke der Charaktere sehr imponiert, die Undurchschaubarkeit des Geschehens und das Geheimnisvolle, das die trügerische Suche des Schiffs begleitet.
Was öfter ruhig erscheint, entwickelt sich ständig wild und gefährlich. Seien es Überfälle, Entführungen, göttliche Bestien oder der Fluch, der mit übermenschlichen Mächten einhergeht. Wir begegnen Legenden und alten Sagen, in denen mehr Wahrheit steckt, als die Menschen dieser Welt erahnen, und berührende, aktuelle Hintergründe der Crewmitglieder.

Obwohl Vanelle und Rivay im Vordergrund stehen, wirkt es doch so, als hätte hier jedes Besatzungsmitglied ausreichend Raum, um sich zu entfalten. Jeder Pirat ist etwas Besonderes, auch wenn wir bereits im Auftakt der Trilogie Abschied nehmen, Verluste ertragen müssen. Es macht wahnsinnig viel Spaß, wie „normal“ die individuellen Vorlieben eingeflochten wurden. Eins ist ganz klar: auf der Oasis ist niemand so, wie es scheint.
Auch wenn der Kapitän unnahbar und distanziert wirkt, erfahren wir im Verlauf ausreichend Hintergründe, dass ein greifbares Bild, wenn auch aus Vermutungen, entstehen kann.
Die Handlungsorte wurden voller Details, Szenen lebendig beschrieben, doch verliert sich die Autorin nie in Ausschweifungen. Wendungen, Ereignis und Ruhe halten sich die Waage, Erkenntnisse und fantastische Gegebenheiten ergänzen das wilde Meeresabenteuer und machen diese Geschichte zu einem mitreißenden, abwechslungsreichen Erlebnis.

Anne Herzel hebt Queerness nicht hervor, lässt diese so authentisch einfließen, wie ich es mir von der Realität wünschen würde. Die Dialoge lesen sich locker und flüssig, sind ernst, tiefgründig sowie humorvoll, und, obwohl dieses ganz bestimmte Gefühl eines Piraten-Romans präsent ist, war der Ausdruck sehr modern.

Für alle, die sich in einer fantastischen Story voller unbekannter Gefahren verlieren wollen, in der Romantik keine vordergründige Rolle einnimmt, die Charaktere so bunt sind, wie das Leben, und einen Cliffhanger ertragen: lest es.

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Veröffentlicht am 15.06.2022

♡Leben ist leichter mit ihm an meiner Seite.♡

Rise and Fall (Faith-Reihe 1)
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Nach „Perfectly Broken“ eroberte Sarah Stankewitz mit „Rise and Fall“ zum zweiten Mal mein Herz, auch wenn sie dieses während ihrer wunderbaren, gefühlvollen Geschichte mehrfach brach.
Ich mag die Art, ...

Nach „Perfectly Broken“ eroberte Sarah Stankewitz mit „Rise and Fall“ zum zweiten Mal mein Herz, auch wenn sie dieses während ihrer wunderbaren, gefühlvollen Geschichte mehrfach brach.
Ich mag die Art, wie die Autorin schreibt, wie sie es schafft, die dramatischen Momente nicht mit Kitsch und haltlosen Übertreibungen zu schmücken, sondern den Lesern durch Ruhe und Sorgfalt, durch poetische, sanfte Formulierungen den Boden entreißt.

Skylar und Carter waren beste Freunde, seit sie sich zum ersten Mal gegenseitig in den Weiten ihrer Ozean-Augen verloren. Aufgewachsen bei einer liebevollen Pflegefamilie konnte die beiden nicht mal Skyes Adaption trennen …
Fünfzehn Jahre Freundschaft, die Gewitterstürme, Sonnenschein, den Tanz des Erwachsenwerdens trotzte. Sie waren immer zusammen, immer gemeinsam.

Doch was, wenn eine Nacht alles verändert, zerrüttet, aus der Bahn wirft? Und es auch die schönsten Lügen nicht schaffen, der Realität den bitteren Beigeschmack, den Ungerechtigkeit hinterlässt, zu nehmen?

Neben all den tragischen Augenblicken, den Selbstzweifeln und -hass lebt die Geschichte doch von dem unerwarteten Optimismus, den Skyskye selbst der Jeep nicht nehmen konnte; lebt von Jakes Traum, den er sofort für seine beste Freundin aufgeben würde; lebt von dem intensiven, einzigartigen Band, das diese Menschen verbindet. Über Kontinente, alle Zeiten, Schmerz und pure Angst hinaus.
Die Erinnerungen der beiden, an ihr Zusammenfinden, ihre ungewöhnlich intensive Geschichte fügen sich stimmig in das aktuelle Geschehen, füllen die Lücken genauso aufschlussreich wie die wundervollen, herzlichen Nebencharaktere, die allesamt besonders waren, ebenso mit dem Schicksal hadern …

Sarah flocht eine Vielzahl wichtiger Themen in ihren emotionalen Roman. Sei es Krieg, Krebs, Tod, IQ-lose Intoleranz und die alltäglichen Schwierigkeiten für einen Menschen, der im Rollstuhl sitzt.
Es geht nicht nur um die eine, ganz große und bedingungslose Liebe, sondern um echte Freundschaften, jene, ohne Grenzen, um Familie und Zugehörigkeit. Um schiere Verzweiflung, Selbstlosigkeit und Trauer.

Machen wir uns nichts vor: „Rise and Fall“ ist kein typischer New Adult, der unterhält und eine wünschenswerte Beziehung mit seinen Ups and Downs zeigt. Dieses Buch geht tiefer, bewegt, bringt zum Nachdenken, lachen und tanzen. Und dazu, sich in das Leben zu verlieben.

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Veröffentlicht am 16.04.2022

„Nicht das Aussehen ist wichtig, sondern was sich dahinter verbirgt.“

Black Dawn
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„Black Dawn“ war eine ungewöhnliche, kreative und düstere Geschichte, der es trotz einer bedrückenden Atmosphäre und schweren Themen nicht an Gefühl fehlte.


Ellen Hunter schrieb bildlich und detailliert, ...

„Black Dawn“ war eine ungewöhnliche, kreative und düstere Geschichte, der es trotz einer bedrückenden Atmosphäre und schweren Themen nicht an Gefühl fehlte.


Ellen Hunter schrieb bildlich und detailliert, nimmt sich Zeit, um die Handlung aufzubauen und dem Leser das Gefühl zu vermitteln, hautnah dabei, mittendrin zu sein. Die Informationen über Dawn, ihre Fähigkeit und die wankelmütigen Gegebenheiten der „anderen Welt“ sind im lebendigen Verlauf verstreut, sodass eine gewisse Neugier konstant aufrechterhalten bleibt. Durch eine anhaltende, wenn auch teilweise unterschwellige Bedrohung, Ungewissheit und die Gefahren, die in den unerwarteten Momenten zuschlagen und überall lauern, begleitet den paranormalen Roman Anspannung und Vorsicht. Und dies spiegelt sich auch in dem ausdrucksstarken Stil der Autorin wider.

Unberechenbare Wesen, die jenen aus bekannten Horrorstreifen Konkurrenz machen, keinen Regeln folgen, waren überall präsent und ganz gleich, wie vorsichtig Dawn auch ist, sie kann ihnen nicht entkommen …


Was würdest Du tun, wenn Du nicht nur Geister hören und sehen könntest, sondern auch grauenvolle Wesen, die jede Seele verschlingen? Was wäre, wenn es keine Grenze mehr zwischen ihrer und Deiner Welt gibt? Du hilflos ausgeliefert bist — Du und all die anderen …?


Dawns Verlust ist tragisch genug, doch was dieser mit sich brachte, ändert das Leben und den Glauben der selbstlosen jungen Frau von Grund auf. Ellen schuf eine authentische, feinfühlige Protagonistin, die mir mit der Art, wie sie Mensch und Geist behandelt, ans Herz gewachsen ist. Zudem wurde eine Atmosphäre kreiert, die Gänsehaut beschert, während Orte und Szenen realistisch und detailgetreu zur Geltung kamen. Neben Trauer, Zweifel und Angst waren auch Dawns Sorgen und Beweggründe spürbar. Nichts blieb blass, Gefühle und Gedanken waren tiefsinnig und selbst die wichtigen Nebencharaktere bekamen markante Eigenschaften und wurden präsent im Geschehen verankert.

Familie und Freunde — egal, ob tot oder lebendig, sind für Dawn das wichtigste. Was zählt, ist das, was im Inneren steckt. Nicht nur in Becca, ihrem liebgewonnenen Hausgeist, sondern auch in ihrem unheimlichen Retter, der für Littlewood alles riskiert.


Vorurteilen, Warnungen und Panik zum Trotz, wagt sie es, hinter Blakes Maske zu sehen … der einsame Nachtwandler zeigt Dawn eine Welt, in der der Tod nicht das schlimmste ist.

Misstrauen und Sehnsucht wechseln sich ab, doch ist sie stark genug, um ihr Herz an das rätselhafte, gehörnte Wesen zu verlieren? Kann sie Zweisamkeit riskieren, während sie zur Gejagten wird?


„Black Dawn“ ist aufregende Dark Fantasy mit einer unerwarteten, schmerzvollen Liebesgeschichte, interessanten Hintergründen und einer abwechslungsreichen Storyline. Sogartig zieht Ellen Hunter ihre Leser in tiefe Abgründe, spannend und actionreich, dramatisch und sanft – durchweg überraschend.

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Veröffentlicht am 31.08.2021

Ein einzigartiger, unvergleichlicher Roman.

Regen von unten
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Eine Nacht.

Liebe und Schuld.

Und ein Versprechen, dass längst Verlorene am Leben hält.


„Regen von unten“ war ein … großartiger Roman, der von der Autorin passend in die Kategorie ’No-Genre’ verfrachtet ...

Eine Nacht.

Liebe und Schuld.

Und ein Versprechen, dass längst Verlorene am Leben hält.


„Regen von unten“ war ein … großartiger Roman, der von der Autorin passend in die Kategorie ’No-Genre’ verfrachtet wurde. Denn Mystik, Romantik und Drama vereinen sich mit Thrill - und Horrorelemente zu einem ganz besonderen Buch.


Die Art, wie Barbara Lah schreibt, ist vom ersten Satz an unglaublich einnehmend, der Situation und der Zeit angepasst. Nicht nur der rege wechsel der Perspektive schürt die Neugier, hält die Geschichte am Leben, sondern auch passend eingesetzte Rückblicke in das Jahr 1961. Denn hier fand die unglaubliche Situation, in der sich Paolo 2018 nun befindet, seinen Ursprung.

Dieser Roman ist wahnsinnig vielschichtig und komplex, vom Anfang bis zum Ende durchdacht und logisch nachzuvollziehen. Da es zahlreiche Charaktere und Handlungsstränge gibt, stetig neue Fakten und Fragen auftauchen, die Nacht, die so viel veränderte, im Verlauf mehrfach auseinander fällt und sich neu zusammensetzt, ist es eine Kunst den Faden beizubehalten und ein geschickt konstruiertes großes Ganzes entstehen zu lassen. Die Stimmung ist so wankelmütig, die Handlung so unberechenbar wie die Geister im Haus und jede Szene wird von einer angemessenen Atmosphäre begleitet: düster, unheimlich, hoffnungsvoll, ergreifend. Barbara schöpfte die Gefühlspalette voll und ganz aus. Geheimnisse und Zweifel, Lügen und verloren geglaubte Erinnerungen erschweren die Suche nach einer Wahrheit, die über 50 Jahre zurückliegt, irgendwo begraben, verdrängt – und ein ganzes Dorf doch nie losgelassen, Tote festgehalten hat.

Malerisch und intensiv folgte ich den Spuren, die die Autorin streute, vermutete, rätselt mit, und wurde ein ums andere Mal getäuscht, ebenso in die Irre geführt wie Paulo. Poetisch und einfühlsam wird eine Geschichte aufgedeckt, die tiefer liegt als irgendeiner ahnt, und zwischen all den leisen Worten tönen Schmerz und Schuld samt zahlreicher ungelebter Leben.


„Regen von unten“ ist reißt den Leser in einen Sog aus Missverständnissen und Gräuel, Schmerz und Irrsinn – doch am Ende bleibt nur noch eines: Vergebung.

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