Profilbild von CorniHolmes

CorniHolmes

Lesejury Star
offline

CorniHolmes ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit CorniHolmes über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2022

Einfühlsam, tiefgründig, mitreißend, witzig, wunderschön!

Sommerwind in der Mähne
0

Die Bücher von der Mina Teichert lese ich immer wahnsinnig gerne – vor allem ihre Pferderomane liebe ich sehr. Meine Freude war daher groß als ich hörte, dass dieses Frühjahr ein neuer Pferdeschmöker ...

Die Bücher von der Mina Teichert lese ich immer wahnsinnig gerne – vor allem ihre Pferderomane liebe ich sehr. Meine Freude war daher groß als ich hörte, dass dieses Frühjahr ein neuer Pferdeschmöker von ihr erscheinen wird. Das Buch war natürlich ein absolutes Muss für mich!

Die 15-jährige Enola hat einen tragischen Reitunfall hinter sich und hat seitdem nicht nur mit einer schweren Knieverletzung zu kämpfen, sondern auch mit großen Schuldgefühlen und Selbstzweifeln. Ihre Eltern fassen schließlich den Entschluss, ihre Tochter über den Sommer nach Schottland zu ihrer Tante Hillary zu schicken, in der Hoffnung, dass es ihr dort gelingen wird, den Verlust und das Geschehene zu verarbeiten. Doch auch der idyllisch gelegene Shetlandponyhof der Tante, die schottische Landschaft und süßen kleinen Shettys schaffen es nicht, Enola aus ihrer Melancholie herauszuholen. Doch dann stößt sie auf das alte Tagebuch eines Jungen namens Georgie, der in den 30er Jahren gemeinsam mit seinem Pit-Pony Lucky in den Kohleminen verschüttet wurde und der trotz der schlimmen Situation, in der er sich befand, niemals den Mut verloren hat. Die Einträge von Georgie bewegen etwas in Enola. Als sie dann auch noch mit den Nachbarskinder Effie und Finley Freundschaft schließt und viel Zeit mit ihnen verbringt, beginnt sie wieder Hoffnung zu schöpfen. Ob sie in Schottland vielleicht doch noch aus ihrer Trauer herausfinden wird?

Mich hat bisher noch kein Buch von Mina Teichert enttäuschen können. An ihr neues Werk aus dem Ueberreuter Verlag bin ich daher natürlich mit ziemlich hohen Erwartungen herangegangen und um es kurz zu machen: Sie konnten gänzlich erfüllt werden.
Mir hat das Buch genau das beschert, was ich mir erhofft habe: Eine gefühlvolle, mitreißende und sommerliche Geschichte mit Tiefgang, die einen tief berührt, zugleich aber auch bestens unterhält und die so viel mehr ist als nur ein Pferderoman. Natürlich spielen Pferde eine große Rolle – Cover, Titel und Klappentext versprechen da eindeutig nicht zu viel – aber die Story handelt auch noch von vielen anderen tollen und wichtigen Dingen wie Trauer, Schicksalsschläge, Selbstfindung, das Hinauswachsen über sich selbst, Liebe, Freundschaft und Vertrauen. Ich kann das Buch daher auch deutlich weniger pferdeverrückten Leserinnen nur ans Herz legen, sowohl Jugendlichen als auch Erwachsenen.

Mich hat die Handlung von den ersten Seiten an in ihren Bann ziehen und begeistern können. Mina Teicherts lockerer und spritziger Schreibstil gefiel mir mal wieder auf Anhieb – für mich hat er sich erneut superangenehm lesen lassen – und von dem Setting war ich ebenfalls sofort ganz angetan. Schottland zählt schon seit langem zu meinen liebsten Schauplätzen in Büchern. Mich hat es daher sehr gefreut, dass uns Mina Teichert dieses Mal dorthin mitnimmt und durchweg mit einer wunderbaren Schottland-Atmosphäre verzaubert.
Auch unsere 15-jährige Protagonistin und Ich-Erzählerin Enola mochte ich vom ersten Moment an. Mit Enola hat die Autorin eine starke und sympathische Hauptfigur erschaffen, die jederzeit völlig authentisch wirkt und der man sich dank der gewählten Erzählform und empathischen Darstellungsweise ihres Seelenlebens beim Lesen extrem nahe fühlt. Auch ich, als Erwachsene, habe mich unheimlich gut in Enola hineinversetzen und ihren Schmerz nur zu deutlich spüren können.

Als Leser
in wird einem gleich zu Beginn klar, dass Enola gerade eine verdammt harte Zeit durchmacht und ihren schlimmen Unfall und Verlust noch längst nicht verarbeitet hat. Ich habe zutiefst mit unserer Protagonistin mitgefühlt und mitgelitten, aber keine Sorge, zu bedrückend wird die Handlung nicht. Mina Teichert ist es in meinen Augen hervorragend gelungen, eine schwere Thematik altersgerecht zu verpacken. Enolas Trauerbewältigung wird mit viel Feingefühl und der genau richtigen Portion Leichtigkeit beschrieben und da uns die Geschichte zudem auch viele lustige und heitere Augenblicke beschert, ist das Buch trotz der schwierigen Themen ein echter Wohlfühlroman. Dennoch muss ich sagen, dass ich mit der Altersangabe ein kleines bisschen hadere. Für manche 10-jährige Leserinnen könnte die Story trotz allem vielleicht dann doch etwas zu ernst und emotional sein und da Enola überdies bereits 15 Jahre alt ist, würde ich persönlich „Sommerwind in der Mähne“ eher ab 12 Jahren empfehlen.

Mit den Nebenfiguren hat mich Mina Teichert ebenfalls komplett überzeugen können. Sie wurden allesamt liebevoll und glaubhaft skizziert und besitzen ihre Eigenschaften und Besonderheiten. Da hätten wir zum Beispiel Enolas herzensgute Tante Hillary, die ich richtig liebgewonnen habe, und die beiden Geschwister Effie und Finley, mit denen sich unsere Romanheldin innerhalb kurzer Zeit anfreunden wird und die sich sofort in mein Herz geschlichen haben. Vor allem Effie fand ich klasse. Sie ist so herrlich aufgeweckt und witzig drauf, ich habe mich stellenweise köstlich über ihre schräge Art amüsiert.
Bestens unterhalten haben mich auch zwei tierische Charaktere: Tante Hillarys verrückter Kater Dobby und ihr kleiner Shetty-Wallach Pitty. Die zwei sind ebenfalls einfach nur einmalig, ich musste ständig über die beiden schmunzeln. Für das Erschaffen von zauberhaften und unvergesslichen Figuren hat die Mina Teichert zweifellos ein wahres Händchen, mit diesem Aspekt kann sie mich jedes Mal aufs Neue begeistern.

Sehr gut gefallen haben mir auch die vielen berührenden Tagebucheinträge des Jungen Georgie, die uns in die 30er Jahre mitnehmen. Wie die vorherigen Pferderomane der Autorin, so enthält also auch „Sommerwind in der Mähne“ zwei verschiedene Erzählperspektiven, was schriftlich prima gekennzeichnet wurde. Ich mochte diesen Mix aus Gegenwart und Vergangenheit abermals total gerne, sie gestalten das Leseerlebnis nur noch spannender und machen die Pferdebücher von Mina Teichert zu etwas ganz Besonderem.

Für mich kam beim Lesen an keiner Stelle Langeweile auf. Mich hat die Handlung durchgehend packen können, vor allem zum Ende hin habe ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen können, da mich die dramatischen Geschehnisse so sehr gefesselt haben.
Das Ende hat mich ebenfalls zufriedenstellen können. Es ist bewegend und wunderschön und da keine Fragen offenbleiben, gehe ich davon aus, dass es sich auch bei „Sommerwind in der Mähne“ um einen Einzelband handelt. Potenzial für einen zweiten Teil wäre zwar durchaus vorhanden, aber da bisher alle Ueberreuter-Pferdebücher von Mina Teichert alleinstehende Werke waren, rechne ich auch hier mit keiner Fortsetzung. Aber wer weiß, vielleicht irre ich mich ja auch. Lassen wir uns einfach überraschen.

Fazit: Einfühlsam, tiefgründig, unterhaltsam. Eine wundervolle Geschichte, die bewegt, mitreißt und nicht mehr loslässt.
Die deutsche Autorin Mina Teichert hat mit „Sommerwind in der Mähne“ einen weiteren tollen Roman für Leser
innen ab 10 Jahren geschrieben, in dem so viel mehr steckt als nur eine typische Pferdegeschichte. Das Buch enthält einfach die perfekte Mischung aus Pferde, Sommer und Abenteuer und ist trotz der ernsten Themen eine richtige Wohlfühllektüre mit vielen Schmunzelmomenten. Ich habe großartige Lesestunden mit dem Buch verbracht und vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2022

Zauberhaft schön!

Annes turbulente erste Schultage
0

Was war meine Freude groß als ich erfuhr, dass dieses Frühjahr endlich ein weiterer Band der Vorlesebuch-Reihe zu Lucy Maud Montgomerys Kinderbuch-Klassiker „Anne auf Green Gables“ erscheinen wird. Von ...

Was war meine Freude groß als ich erfuhr, dass dieses Frühjahr endlich ein weiterer Band der Vorlesebuch-Reihe zu Lucy Maud Montgomerys Kinderbuch-Klassiker „Anne auf Green Gables“ erscheinen wird. Von dem ersten Teil war ich ganz hin und weg. Der zweite war daher natürlich ein absolutes Muss für mich.

Der Herbst ist da und wie jeder in Avonlea, so liebt auch Anne von Green Gables diese Jahreszeit über alles. Ihr Leben ist gerade einfach nur herrlich. Seit drei Wochen geht sie nun schon zur Schule und findet es dort ganz wunderbar. Dies soll sich jedoch ändern, als Gilbert Blythe in die Klasse zurückkehrt. Dieser ist zwar sehr gutaussehend, hat allerdings auch lauter Flausen im Kopf. Als er Anne an einem ihrer Zöpfe zieht und „Karotte“ nennt, schwört sie sich, nie wieder ein Wort mit diesem unverschämten Jungen zu wechseln. Dass er sich über ihre roten Haare lustig gemacht hat, kann sie ihm einfach nicht verzeihen. Doch dann gerät Anne eines Tages beim Spielen am Teich in eine äußerst unglückselige Situation und es ist ausgerechnet Gilbert, der sie rettet. Ob sie seine Entschuldigung vielleicht doch annehmen sollte?

Mit den Geschichten über das rothaarige Waisenmädchen Anne Shirley hat die kanadische Autorin Lucy Maud Montgomery etwas ganz Wunderbares und Einzigartiges erschaffen. Sie sind definitiv zurecht zu so bekannten Klassikern geworden und dürfen in meinen Augen auf gar keinen Fall in Vergessenheit geraten. Ich finde es daher großartig, dass es inzwischen eine Anne-Vorlesebuch-Reihe gibt, in denen die Erlebnisse des quirligen Rotschopfs für eine jüngere Leserschaft nacherzählt werden und dank der schon Kinder ab 5 Jahren die Möglichkeiten erhalten, ihre Liebe für Anne zu entdecken.
Also ich bin schon seit langem ein riesiger Fan der „Anne auf Green Gables“ - Serie und kann in die Bücher gar nicht oft genug eintauchen. Meine letzte buchige Reise nach Avonlea hat mir nun also Kallie George mit einer ihrer Nacherzählungen beschert und tja, was soll ich sagen, ich habe mich eindeutig zurecht so sehr drauf gefreut.

Mich hat auch dieser Band auf ganzer Linie überzeugen können. Kallie Georgie ist es meiner Meinung nach erneut hervorragend gelungen, einen Teil von „Anne auf Green Gables“ auf eine stark gekürzte und vereinfachte Art und Weise neu zu erzählen, ohne dass dabei der besondere Zauber des Originals verloren geht.
An alle, denen es noch nicht bewusst war: Die Bände dieser Reihe enthalten nicht die Originalgeschichten, sie beruhen nur darauf und das in einer sehr komprimierten und sprachlich altersgerechten Form. Wobei einem das ja eigentlich schon bei einem Blick auf die geringe Seitenzahlen der Bücher klar sein müsste. ;)
Dieser Band umfasst ungefähr 70 Seiten – anders als der vorherige, der gut doppelt so viele hat, da er gleich zwei Erzählungen enthält. Auf Englisch sind alle Bände einzeln erschienen, im Deutschen hat man sich jedoch dazu entschlossen, die ersten beiden Nacherzählungen in ein Buch zu packen. Das, was bei uns also als der zweite Teil der Reihe gilt, ist im Englischen der dritte. Nur so zur Info, falls ihr euch wundert, dass sich die Seitenzahlen der Ausgaben unterscheiden.

Da die Geschichte nicht so lang ist, die Sätze sehr einfach gehalten sind und die kurzen Kapitel eine ideale Vorleselänge besitzen, eignet sich auch dieser Band fabelhaft zum Vorlesen für Kinder ab 5 Jahren. Für Erstleser bietet er sich meiner Ansicht nach aber ebenfalls prima an. Die Schrift ist sehr groß und da sich stets nur wenig Text auf einer Seite befindet und es viele Bilder gibt, sollten Grundschulkinder das Buch problemlos selber lesen können.

Was die Aufmachung angeht, könnte ich euch nun wieder endlos etwas vorschwärmen. Das Cover sieht einfach nur bezaubernd aus und auch der Innenteil des Buches ist so hübsch und liebevoll gestaltet. Zu jedem Kapitelanfang gibt es eine von Blumen umrankte farbige Zeichnung und auch in den Kapiteln kommen wir in den Genuss von zahlreichen bunten Illustrationen, die meistens eine ganze Seite einnehmen.
Ich habe mich an den vielen Bildern mit ihren warmen, herbstlichen und satten Farben gar nicht sattsehen können. Sie sind einfach so wunderschön und fangen die besondere Atmosphäre des Originals rundum gelungen ein. Der nostalgische Zeichenstil von Abigail Halpin passt wahrlich einfach nur perfekt zu den zeitlosen Anne-Geschichten.

Bezüglich der Handlung habe ich euch ja bereits berichtet, dass es auch Kallie Georgie erneut prima geglückt ist, den Charme der herkömmlichen Geschichte in ihrer Nacherzählung beizubehalten. Anne ist das aufgeweckte, fantasievolle und dickköpfige junge Mädchen, wie wir es kennen und lieben; Gilbert der freche und sympathische Junge und auch die weiteren Figuren besitzen ihre jeweiligen bekannten Eigenschaften und Besonderheiten. Mir hat es erneut unheimlich viel Spaß gemacht, Zeit mit den ganzen liebenswerten Charakteren zu verbringen und ich freue mich schon sehr auf mein nächstes Wiedersehen mit ihnen. Zum Glück werde ich mich da gar nicht so schrecklich lange gedulden müssen. Der nächste Band wird nämlich voraussichtlich dieses Jahr im September erscheinen.

Fazit: Mit „Annes turbulente erste Schultage“ beschert uns Kallie George eine weitere ganz zauberhafte Nacherzählung des kanadischen Kinderbuchklassikers „Anne auf Green Gables“, die ich jedem, egal ob Jung oder Alt, nur ans Herz legen kann. Das Buch erzählt eine wundervolle Geschichte über Freundschaft, Schule, das Ärgern und Verzeihen. Es ist unterhaltsam und lehrreich zugleich, zum Träumen schön illustriert und ein großes Muss für alle Anne-Liebhaber*innen. Ich bin absolut begeistert von diesem Schätzchen und vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2022

Ein monsterstarker Auftakt voller Spannung, Spaß, Action & Grusel!

Creepy Chronicles – Bloß nicht den Kopf verlieren!
0

Als ich das erste Mal von „Creepy Chronicles“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Spannende und witzige Monster- und Horrorgeschichten für Kinder und Jugendliche sind einfach absolut mein Ding! Ich ...

Als ich das erste Mal von „Creepy Chronicles“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Spannende und witzige Monster- und Horrorgeschichten für Kinder und Jugendliche sind einfach absolut mein Ding! Ich zögerte daher gar nicht lange und ließ das Buch bei mir einziehen.

Der 14-jährige Padraig O‘Sullivan und sein Vater sind Monsterjäger und stehen im Dienste der Geheimorganisation BEAST. Gemeinsam reisen sie durch ganz Schottland, stets gut bewaffnet, und gehen auf Monsterjagd. Ihr letzter Auftrag, der sie in das Gewölbe einer Kirche führt, geht allerdings mächtig schief und Padraigs Vater verschwindet spurlos. Auf sich alleine gestellt stößt Padraig wenig später auf das Mädchen Hannah und rettet sie vor zwei Hautsammlern. Sie bietet ihm daraufhin ihre Hilfe bei der Suche nach seinem Vater an. Zusätzliche Verstärkung erhalten die zwei kurz darauf von Pfarrerssohn Brandon. Dieser ist ein absoluter Monsterfan und besitzt einen Blog namens „Creepy Chronicles“, auf welchen er über Vermisstenfälle und mysteriöse Vorkommnisse mit dämonischen Erscheinungen berichtet. Als sich seine Schwester auf einmal noch merkwürdiger verhält als sonst und ihre beste Freundin Cassy plötzlich vermisst wird, schrillen bei Brandon sofort sämtliche Alarmglocken. Hinter dem Ganzen steckt garantiert ein Dämon, davon ist er überzeugt. Während seiner Nachforschungen wird er auf Padraig und Hannah treffen und sich ihnen ohne zu zögern anschließen. Vielleicht können sich die drei ja gegenseitig helfen und sowohl Padraigs Vater als auch Cassy retten.

Als ich mit dem Lesen begann, ist mir bereits nach wenigen Seiten klar geworden, dass mich mein Riecher mal wieder nicht im Stich gelassen hat und ich mit dem Start der Creepy Chronicles-Serie einen echten Glückstreffer gelandet habe. Mich hat das Buch einfach von Anfang an begeistern und mitreißen können, sodass ich, einmal darin versunken, am liebsten gar nicht mehr daraus auftauchen wollte. Ich habe es innerhalb kurzer Zeit beendet und definitiv das zu lesen bekommen, was ich mir erhofft habe: Eine spannungsgeladene und actionreiche Fantasy-Mysterystory mit der perfekten Mischung aus Horror und Humor. Solltet ihr meine Leidenschaft für solche Geschichten mit mir teilen, kann ich euch nur ans Herz legen, es mir gleichzutun und ebenfalls zum Auftaktband der Creepy Chronicles-Reihe zu greifen.

Ich habe mühelos in die Handlung hineingefunden. Von dem packenden und humorvollen Schreibstil war ich vom ersten Moment an ganz angetan und auch die Erzählweise konnte sofort bei mir punkten.
Die Geschichte wird abwechselnd von Padraig und Brandon geschildert, jeweils in der Ich-Perspektive, und neben diesen ständigen Sichtwechseln kommen wir dann auch noch in den Genuss von ein paar Beiträgen von Brandons Blog sowie einiger Auszüge aus dem Notizbuch von Padraigs Vater, dem sogenannten Bestiarium. Das Leseerlebnis ist durch diese verschiedenen Erzählstile enorm abwechslungsreich gestaltet und da sich das Buch einfach nur klasse liest und einen die Handlung durchweg mitfiebern lässt, mag man mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören.

Padraig und Brandon waren mir beide auf Anhieb sympathisch. Mit ihnen hat der Autor zwei großartige und sehr verschiedene Hauptprotagonisten erschaffen.
Padraig und Brandon sind wirklich die reinsten Gegensätze. Padraig ist ein echter Monsterjäger und arbeitet für die BEAST-Organisation, er sieht gut aus und ist ziemlich mutig, selbstbewusst und furchtlos. Brandon dagegen ist ein absoluter Nerd und Sportmuffel, er ist von dicklicher Statur und besitzt ein großes Faible für Monster aller Art. Während er viel Zeit vor seinem Computer verbringt, regelmäßig Beiträge für seinen Blog „Creepy Chronicles“ schreibt und Abenteuer nur aus Büchern und Filmen kennt, geht Padraig ständig mit seinem Vater auf Monsterjagd und ist in seinem Leben schon lauter gefährlichen Kreaturen begegnet.
Eine wichtige Rolle nimmt dann auch noch das Mädel auf dem Cover ein: Hannah, auf die Padraig relativ zu Beginn des Buches stoßen wird. Über sie erfahren wir allerdings um einiges weniger als über unsere beiden Ich-Erzähler und da sie sich recht unnahbar gibt, strahlt sie die ganze Zeit etwas sehr Geheimnisvolles aus.

Neben den Dreien dürfen wir noch viele weitere wundervolle Charaktere kennenlernen wie zum Beispiel Padraigs Vater (der allerdings gleich im ersten Kapitel spurlos verschwinden wird) und Brandons große Schwester Penelope, die nichts lieber zu tun scheint, als ihren kleinen Bruder zu piesacken und zu ärgern.
Auch Ungeheuern dürfen wir im Verlauf der Geschichte natürlich begegnen und dies wahrlich nicht zu knapp. Monsterliebhaberinnen werden in diesem Buch auf jeden Fall ganz auf ihre Kosten kommen. Es treiben eine Menge furchterregende und abscheuliche Erscheinungen ihr Unwesen zwischen den Seiten wie Angstzehrer, Friedhofsschlurfer und Hautsammler. Also ich finde ja, dass schon die Bezeichnungen mehr als deutlich machen, dass viele von diesen Bestien ziemlich grausig sind und, so viel sei schon mal gesagt, die Namen sind wirklich vollkommen passend gewählt.
Für schwache Nerven ist dieses Buch zweifellos nichts, die Story enthält so einige eklige und etwas brutale Szenen. So werden beispielsweise Eiterbeulen zerquetscht und Köpfe abgeschlagen, Blut spritzt herum und auch vor kleinen schwarzen herumkrabbelnden Spinnen werden wir nicht verschont. Zu spooky und widerlich wird das Ganze aber natürlich nicht; der Spannungs- und Gruselfaktor ist in meinen Augen völlig angemessen für die Zielgruppe, sprich für Leser
innen ab 12 Jahren. Die Geschichte besitzt zudem auch zahlreiche unterhaltsame Momente, die die düstere Atmosphäre prima auflockern. So sorgen vor allem die vielen lustigen Dialoge und die coolen, flotten Sprüche unserer Hauptprotagonisten für die allerbeste Unterhaltung.

Für mich kam beim Lesen an keiner Stelle Langeweile. Mir hat es einfach nur tierisch viel Spaß gemacht, mich gemeinsam mit Padraig, Brandon und Hannah in ein monsterstarkes Abenteuer zu stürzen, zusammen mit ihnen gegen fiese Untiere zu kämpfen und lauter Geheimnissen auf den Grund zu gehen.

Am Ende bleibt so einiges offen, sodass man am liebsten sofort weiterlesen möchte. Hoffentlich müssen wir uns auf den zweiten Band nicht allzu lange gedulden. Ich bin total gespannt wie es wohl mit unserem Trio weitergehen wird.

Was dann auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, ist die Innengestaltung des Buches. Falk Holzapfel, dessen Zeichenstil ich wahnsinnig gerne mag, hat sowohl die Kapitelanfänge als auch die Seiten des Bestiariums mit tollen, stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen versehen. Besonders gut gefallen haben mir die Monster-Bilder aus dem Notizbuch, diese sehen wirklich genial aus. Gruselige Monstergestalten zeichnen hat der Falk Holzapfel, auch als Zapf bekannt, definitiv voll drauf!

Fazit: Fesselnd, originell, witzig-schräg und einfach nur monstermäßig gut. Ein herrliches Lesevergnügen voller Action, Spannung, Spaß und Grusel!
Sergio Dudli ist mit „Creepy Chronicles – Bloß nicht den Kopf verlieren!“ ein wunderbares Debüt gelungen, welches ich jedem Monsterfan, egal ob Jung oder Alt, nur ans Herz legen kann. Mir hat der schweizerische Autor mit seinem Erstlingswerk schaurig-schöne Lesestunden bescheren können. Ich habe unser ungleiches Team nur zu gerne auf ihrem ersten Abenteuer begleitet und freue mich schon riesig auf ihr nächstes. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2022

Ein wunderbarer Fantasyschmöker voller Magie und Abenteuer!

Die Adlerreiter und das Horn der Rohira
0

Sieht das Cover nicht wunderschön aus? Also um mich war es sofort geschehen, als ich es das erste Mal sah. Vermutlich hätte ich das Buch auch dann bei mir einziehen lassen, wenn mich der Klappentext nicht ...

Sieht das Cover nicht wunderschön aus? Also um mich war es sofort geschehen, als ich es das erste Mal sah. Vermutlich hätte ich das Buch auch dann bei mir einziehen lassen, wenn mich der Klappentext nicht völlig überzeugt hätte, ich bin einfach so ein Coveropfer. Hier allerdings hat mich auch die Inhaltsangabe direkt angesprochen. Von den beiden Autoren Bernd Perplies und Christian Humberg hatte ich bisher noch nichts gelesen. „Die Adlerreiter und das Horn der Rohira“ sollte also mein erstes Werk von ihnen werden.

Der 12-jährige Talyn lebt zusammen mit seiner Familie in der schwebenden Inselstadt Dûhn, die sich mitten im großen Wolkenmeer befindet, und hat bisher ein sehr ruhiges und beschauliches Leben geführt. Dies soll sich jedoch schlagartig ändern, als die Bewohner seiner Heimatstadt eine Herde von Bala vertreiben und damit den Zorn der Vorlakks auf sich ziehen – die Besitzer dieser fliegenden Blauwale. Die Bala müssen unbedingt wiedergefunden werden, nur so kann Dûhn vor einem Krieg mit den Vorlakks bewahrt werden. Talyn und seine Freunde begeben sich auf ihren riesigen Adlern sofort auf die Suche nach diesen mächtigen Wesen. Damit diese erfolgreich ist, brauchen sie jedoch das sagenhafte Horn der Rohira. Zudem drängt die Zeit – den Freunden bleiben nur fünfzehn Tage für ihre Suche. Ob es den mutigen Adlerreitern wohl gelingen wird, die Bala rechtzeitig wiederzufinden und die Völker zu versöhnen? Ein gefährliches Abenteuer beginnt...

Dies war also mein erstes Werk von Bernd Perplies und Christian Humberg und es wird bestimmt nicht mein letztes gewesen sein. Cover und Klappentext haben mir zum Glück nicht zu viel versprochen: Mir hat das Autorenduo mit ihrem neuen gemeinsamen Kinderbuch zauberhafte Lesestunden bereiten können, in meinen Augen haben die zwei mit „Die Adlerreiter und das Horn der Rohira“ ein gelungenes Fantasyabenteuer ab 10 Jahren aufs Papier gebracht.
Solltet ihr, wie ich, gerne in magische Welten eintauchen, die voller Geheimnisse, außergewöhnlicher Wesen und wundersamer Orte stecken, kann ich euch nur ans Herz legen, es mir gleichzutun und den Jungen Talyn und seine Freunde auf ihrer Reise durch das Wolkenmeer zu begleiten.

Ich habe problemlos in die Geschichte hineingefunden. Den Schreibstil mochte ich vom ersten Moment an, er ist packend, leicht und bildhaft und wie aus einem Guss. Für mich hat er es angenehm flüssig lesen lassen.
Auch die Erzählweise sagte mir auf Anhieb zu. Die Handlung wird abwechselnd von Talyn, seinen beiden Freunden Nehtiri und Dulf und seiner großen Schwester Salla geschildert, jeweils in der dritten Person, und meiner Ansicht nach sind die ständigen Sichtwechsel für diese Geschichte einfach die perfekte Wahl. Sie gestalten das Leseerlebnis so schön abwechslungsreich und mitreißend und da wir beide Geschlechter als erzählende Hauptprotagonisten vertreten haben, kann das Buch sowohl bei Mädchen und als auch bei Jungen mit Identifikationsfiguren punkten.

Neben Talyn, Salla, Nehtiri und Dulf gibt es noch einen weiteren Protagonisten: Der junge Vorlakk namens BaRakk. Er wird recht zu Beginn des Buches zu unseren Freunden stoßen und sich gemeinsam mit ihnen auf die gefahrvolle Suche nach den Bala begeben.
Unsere Romanhelden sind mir alle fünf sehr schnell ans Herz gewachsen. Sie sind abenteuerlustig, mutig und authentisch und immer füreinander da. Ich fand es wundervoll mitzuerleben, mit wie viel Tapferkeit, Entschlossenheit und Kameradschaftsgeist die Fünf ihr Abenteuer bestreiten und dabei über sich selbst hinauswachsen werden. Die Freundschaft und das Wir-Gefühl der Kinder wird einfach toll beschrieben. Ich mochte das Zusammenspiel unserer sympathischen Truppe und ihre witzigen Dialoge unheimlich gerne.
Auch die weiteren Figuren haben mir sehr gut gefallen. Egal ob gut oder böse, ob Mensch oder fantastisches Geschöpf wie Drache oder Riesenadler – allesamt wurden sie mit viel Liebe ausgearbeitet und besitzen ihre Eigenschaften und Besonderheiten.

Von dem Setting bin ich ebenfalls ganz begeistert. Mit dem Wolkenmeer hat das Autorenduo eine atemberaubende Welt erschaffen. Ich habe die Kulisse und die abenteuerliche Atmosphäre vom ersten Augenblick an geliebt und mich nur zu gerne von den Autoren an die faszinierendsten Orte mitnehmen lassen. Ein bisschen schade fand ich nur, dass es vorne oder hinten im Buch keine Karte von den Schauplätzen und der Reiseroute unserer Gefährten gibt. Diese habe ich irgendwie ein klein wenig vermisst. Da Bernd Perplies und Christian Humberg aber alles sehr anschaulich beschreiben, haben ich mich auch ohne Karte jederzeit mühelos zurechtfinden und mir alles ganz genau vorstellen können.

Für mich kam beim Lesen an keiner Stelle Langeweile auf. Die Handlung kann mit jeder Menge Spannung, Gefahren und überraschenden Wendungen aufwarten, die humorvollen Szenen kommen ebenfalls nicht zu kurz und der Einfallsreichtum kann sich wahrlich sehen lassen. Mir hat es richtig viel Spaß gemacht, unsere Freunde auf ihrer Suche nach den mächtigen Bala zu begleiten und zusammen mit ihnen gegen fiese Luftpiraten und gefährliche Ungeheuer zu kämpfen und schwierige Prüfungen zu meistern. Mehr über die Reise unserer Adlerreiter werde ich euch hier allerdings nicht erzählen. Wenn ihr gerne wissen möchtet, was unsere jungen Helden alles Aufregendes erleben werden, müsst ihr das Buch schon selber lesen.

Die Geschichte endet abgeschlossen, Potenzial für eine Fortsetzung ist aber auf jeden Fall vorhanden. Also ich hoffe sehr, dass es sich bei „Die Adlerreiter und das Horn der Rohira“ um einen Reihenauftakt handelt und es noch ein Wiedersehen mit Talyn und Co. geben wird.

Fazit: Spannend, unterhaltsam, fantasievoll. Ein wunderbarer Fantasyschmöker voller Magie und Abenteuer!
Die beiden deutschen Autoren Bernd Perplies und Christian Humberg haben mit „Die Adlerreiter und das Horn der Rohira“ einen tollen Kinderroman ab 10 Jahren aufs Papier gezaubert, welchen ich jedem Fantasyfan, egal ob Jung oder Alt, nur wärmstens empfehlen kann. Ich habe Talyn und seine Freunde nur zu gerne auf ihrer Reise durch das Wolkenmeer begleitet und würde mich sehr über weitere Abenteuer mit ihnen freuen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2022

Ein teuflisch genialer Urlaub mit Luzie und Co!

Luzifer junior (Band 11) - Campingtrip nach Hölland
0

Da ich seit dem Serienstart ein großer Luzifer-junior-Fan bin und mich bisher alle Bände hellauf begeistern konnten, habe ich mich auf den elften Band sehr gefreut. Ich war total gespannt, was Luzie und ...

Da ich seit dem Serienstart ein großer Luzifer-junior-Fan bin und mich bisher alle Bände hellauf begeistern konnten, habe ich mich auf den elften Band sehr gefreut. Ich war total gespannt, was Luzie und seine Freunde wohl Aufregendes in ihrem Campingurlaub erleben werden.

Luzie, Aaron, Gustav und Lilly haben ein anstrengendes, aber erfolgreiches Schuljahr hinter sich und sich die großen Ferien mehr als verdient. Die vier Freunde freuen riesig auf die Sommerferien, denn in diesen wird es für sie gleich zu Beginn gemeinsam mit Gustavs Eltern in deren Wohnmobil nach Holland gehen. Campingurlaub an der Nordsee, das wird bestimmt richtig klasse werden! Sonne, Strand und Meer und endlich mal Ruhe vor teuflischen Dämonen und der Unterwelt. Doch irgendwie sind ihre Nachbarn auf dem Campingplatz ziemlich merkwürdig. Sie haben blasse Gesichter, tragen schwarze Klamotten und auf ihrem Camper ist ein unheimlicher Totenkopf gemalt. Mit denen stimmt doch eindeutig etwas nicht!

Ehe ich euch berichte, ob ich mich zurecht so sehr auf das neue Luzifer-junior-Abenteuer gefreut habe, kurze Info an alle, die die Reihe noch nicht kennen: Ich persönlich rate sehr, mit dem ersten Teil zu starten und die Bände in der chronologischen Reihenfolge zu lesen. Zwingend erforderlich ist es zwar nicht, da die Geschichten größtenteils in sich abgeschlossen sind und es zudem vorne ein Figurenverzeichnis gibt, welches Neulingen den Einsteig erleichtert, aber da die Bücher dennoch aufeinander aufbauen, ist die Lesefreude zweifellos deutlich höher, wenn man von Band 1 an aufwärts liest.

Ich, als eingefleischter Fan dieser kultigen Kinderbuchserie, habe erneut völlig problemlos in das Luzifer-junior-Universum zurückgefunden und wie nicht anders zu erwarten, habe ich auch dieses Mal eine großartige Zeit darin verbracht. Meine Vorfreude auf den neuen Band war also mal wieder vollkommen gerechtfertigt, mich hat Jochen Till mit „Campingtrip nach Hölland“ auf ganzer Linie überzeugen können. Ich habe auch dieses Luzie-Abenteuer quasi in einem Rutsch durchgesuchtet und hätte mich danach am liebsten sofort in das nächste gestürzt. Leider gibt es dieses noch nicht, aber da die Geschichte mit einem fiesem Cliffhanger endet, können wir wohl sehr davon ausgehen, dass es ein weiteres Wiedersehen mit Luzie und Co. geben wird. Auf den zwölften Teil freue ich mich schon riesig!

Aber zurück zum elften Band. Nach dem obligatorischen kurzen Abstecher in die Hölle zu Beginn, bei dem wir ein unterhaltsames Gespräch zwischen dem Teufel und seinem Angestellten Steve mitverfolgen dürfen, befinden wir uns wieder bei Luzie und seinen Freunden im Internat St. Fidibus. Lange werden wir uns dort jedoch nicht aufhalten. Für Luzie, Lilly, Aaron, Gustav, Cornibus und Gustavs Eltern heißt es gleich am Anfang der Schulferien: Auf geht‘s nach Holland, Nordsee, wir kommen! Wer nun aber glaubt, dass der Campingtrip der sieben ziemlich ereignislos oder gar langweilig werden könnte, kennt definitiv Luzie und seine Freunde nicht. Ein ruhiger Urlaub mit dieser Truppe, bei dem es für uns Leserinnen nichts zum Mitfiebern und Lachen gibt, ist wahrlich ein Ding der Unmöglichkeit.

Ich war beim Lesen mal wieder richtig am Staunen, auf was für coole Ideen der Jochen Till erneut so gekommen sind. Seinem Einfallsreichtum scheinen einfach keine Grenzen gesetzt zu sein. So enthält natürlich auch dieser Band zahlreiche Szenen voller Situationskomik, die uns Leser
innen jede Menge laute Lacher entlocken; vor allem Luzie sorgt mal wieder für die beste Unterhaltung. Der Sohn des Teufels mag sich inzwischen recht gut an das Leben auf der Erde gewöhnt haben, aber viele Dinge stellen ihn dann eben doch noch vor ziemliche Rätsel. Ich habe mich mal wieder prächtig über Luzies Fehlinterpretationen amüsiert, besonders bei der Szene mit der Autobahnraststätte habe ich das Schmunzeln gar nicht mehr aus dem Gesicht bekommen.
Auch die Auftritte von Hausdämon Cornibus sind mal wieder ein wahres Futter für die Lachmuskeln, genauso wie die Vorstellungen einiger Abteilungen der Hölle, in deren Genuss wir natürlich auch in diesem Band kommen. So dürfen wir unter anderem die Abteilung 97 kennenlernen, in der sich die Aufdringlichen Neugierigen befinden oder die Abteilung 16, in der die Grausigen Grapscher landen (die Zeichnung dazu ist einfach nur köstlich, hihi).

Neben dem erstklassigen Humor kommt selbstverständlich auch die Spannung nicht zu kurz, vor allem zum Ende hin wird es ordentlich aufregend, und wertvolle Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft sind ebenfalls Teil der Handlung und fügen sich stimmig ins Geschehen ein.

Absolut grandios sind dann natürlich auch wieder die vielen schwarz-weiß Illustrationen von Raimund Frey. Diese sind wie gewohnt unglaublich witzig gezeichnet und passen hervorragend zur Geschichte. Jochen Till und Raimund Frey sind einfach ein echtes Dreamteam, Text und Bild harmoniert in ihren gemeinsamen Werken stets perfekt miteinander.

Fazit: Einfach nur mal wieder teuflisch gut! Ein herrliches Lesevergnügen mit Gute-Laune- und Lachgarantie!
Jochen Till ist mit „Campingtrip nach Hölland“ ein weiterer rundum gelungener Folgeband seiner erfolgreichen Luzifer-junior-Reihe geglückt, der seinen vielen Vorgängern in nichts nachsteht. Jede Menge superlustige und spannende Szenen, viele wunderbare Freundschaftsmomente und humorvolle Dialoge, ein tolles Urlaubsfeeling, höllisch geniale Illustrationen – all das und noch mehr erwartet euch in diesem Band. Ich hatte unheimlich viel Spaß beim Lesen und vergebe gerne 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere