Dystopie meets the bachelor. aber in einem royalen Setting!
Das Buch war Liebe pur, habe jede Seite und jeden Satz nur genossen. Der Schreibstil der Autorin war so locker und leicht zu lesen, dass das ...
Dystopie meets the bachelor. aber in einem royalen Setting!
Das Buch war Liebe pur, habe jede Seite und jeden Satz nur genossen. Der Schreibstil der Autorin war so locker und leicht zu lesen, dass das ganze Buch wie ein Film vor meinem inneren Auge abgespielt wurde. Neben der Story verbirgt sich eine tiefgründige Message: was würdest du wählen? Herz oder Hirn? Herz oder Krone? Was gewinnt? Zudem zeigt die Autorin ganz klassisch, dass man nur dann weiterkommt, wenn man sich selbst so zeigt, wie man ist. Dass America keine Maske trug und zum Liebling des Landes wurde, stärkt das Bewusstsein eines jeden Mädchens. Denn nichts ist unmöglich. Die Frage, ob America Maxon nimmt, bleibt spannend!
Ever - Wann immer du mich berührst ist ein Titel, der nicht nur perfekt den Inhalt der Geschichte einfängt, sondern den Lesenden tatsächlich berührt. Ein Roman, der unter die Haut geht. Ein Roman, der ...
Ever - Wann immer du mich berührst ist ein Titel, der nicht nur perfekt den Inhalt der Geschichte einfängt, sondern den Lesenden tatsächlich berührt. Ein Roman, der unter die Haut geht. Ein Roman, der die Seele berührt. Ein Roman, der das Herz ergreift. So ehrlich, verzweifelnd und bitter. Ganz die Realität.
In diesem Buch geht es um David und Abbie. Abbie, die wohlhabend ist, ein schwieriges Verhältnis zu ihrer mom hat und sich gerade in der Reha befindet, da sie einen Unfall hinter sich hatte. Nichts will sie lieber, als wieder nach Hause gehen und wieder laufen zu können, vor allem aber diese verdammten Schmerzen loszuwerden. Und dann ist da David. David, der es nie leicht hatte. Nicht nur finanziell, sondern auch im allgemeinen im Leben. Ziemlich früh lernt er, Verantwortung zu tragen. David, der einfühlsam, fürsorglich, verdammt weise und liebenswürdig ist. Doch er hat ein Geheimnis und möchte unter keinen Umständen Abbies Physiotherapeut werden. Aber das Schicksal und die Sterne haben einen anderen Plan. Ob es gut läuft?
Ach herrje. Es ist schon ein paar Wochen her, als ich dieses wunderbare Buch gelesen habe. Aber die Gefühle, die es in mir ausgelöst hat, sind genauso präsent wie die Figuren in meinem Kopf. Abbie und David wollen mich nicht loslassen. Ihre Geschichte ist, finde ich, sehr - hmm, wie beschreibe ich die Geschichte? Sie ist ehrlich, rau, lieb, mit Kanten und Ecken, aber auch bitter und voller Verzweiflung. Und traurig und grau. Zwischendurch scheint auch die Sonne, aber die Gewitterwolken sind uns jederzeit dicht auf den Fersen und sitzen uns wirklich wortwörtlich im Nacken. Und dieses Wissen verursacht eine unangenehme Anspannung in uns, die uns nie loslässt. David erzählt uns von seinem Leben, das mich so berührt hat. Und dennoch ist aus den Scherben ein wundervoller und einzigartiger Mann herangewachsen. Und Abbie ist so menschlich. So Abbie einfach. Ich habe keinen einzigen Kritikpunkt. Die Geschichte ist von Seite eins bis zum Ende einfach nur krass, spannend und hat mich mit jedem weiteren Buchstaben in ihren Bann gezogen. Meine Augen klebten förmlich an die Worte. Nicht zuletzt dank des Schreibstils der Autorin, der der Geschichte den letzen Touch an Magie und Zauber verleiht. Alles ist stimmig, es gibt kein unnötiges Drama, nur Ehrlichkeit, ausgesprochene Worte und so viele süße Momente. Vor allem das Ende raubt einen den letzten Nerv, den man noch hat. Boah, ich glaube, noch nie habe ich so sehr geflucht wie am Ende, weil David und Abbie mich echt kirre gemacht haben. Eine sehr nervenaufreibende Geschichte, die mich durch Himmel und Hölle gehen ließ, die mich hat leiden lassen, aber auch Liebe geschenkt und mir gezeigt, was es wirklich bedeutet, zu lieben und leben. Es gibt so viele wahre Worte, Weisheiten und Messages in ihrer Geschichte. Ich bin einfach nur begeistert und angetan von David und Abbie. Vor allem aber habe ich einen Riesen Respekt an die Autorin, was die Recherche betrifft. Ich bin zwar keine Physiotherapeutin, aber Medizinstudentin, und weiß, wie viele Wälzer man durchblättern muss, um die Thematik zu verstehen. Und dieser Aspekt - also der medizinische - ist Nikola so gut gelungen, dass ich einfach nur baff war. So detailgetreu, aber ohne dass es langweilig wurde, durften wir David über die Schulter blicken und mit ihm Physiotherapie machen. Und natürlich finden wir einige bekannte Gesichter aus der Blakeley Love Reihe wieder. Besonders Noah, hach, da habe ich gemerkt, wie sehr ich ihn vermisst habe. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich immer David nehmen. Also lest dieses Buch und wählt David!
In diesem Buch geht es um Noah und Aubree. Noah ist der jüngere Bruder von Asher und Aubree die beste Freundin von Ivy. Nach einem Vorfall auf ihrer Uni steht Aubree vor den Scherben ihres Lebens. Sie ...
In diesem Buch geht es um Noah und Aubree. Noah ist der jüngere Bruder von Asher und Aubree die beste Freundin von Ivy. Nach einem Vorfall auf ihrer Uni steht Aubree vor den Scherben ihres Lebens. Sie versteckt sich eine Weile bei Ivy und möchte nicht reden, denken, sprechen und leben. Sondern einfach nur existieren. Doch Noah macht ihr einen Strich durch die Rechnung …
Wo fange ich nur an? Bereits in Band 1 habe ich Noah ins Herz geschlossen und nach diesem Buch? Der Typ hat sich sowas von in meinem Herzen gemeißelt! Die Geschichte lässt sich zwar sehr schön und leicht lesen, liegt jedoch etwas schwerer im Magen, da es wichtige Themen anspricht.
Nikolas Schreibstil ist wie immer einfach nur perfekt. Nie stolpert man über einen Satz, muss ihn zweimal lesen oder die Stirn runzeln. Sie schreibt so wundervoll, greift die Gefühle der Protagonisten einwandfrei auf und verformt sie in Worten. Worten, die uns dann auf der Seele brennen. Weil sie so ehrlich, authentisch, tiefgreifend und erfrischend sind.
It was always love ist mein liebster Teil der Blakely Brüder Reihe. Was nicht nur an Noah liegt - ja, Noah als Grund ist ausreichend - sondern auch an Aubree und wie tapfer sie sich schlägt. Sie macht so eine starke Entwicklung durch und das beste an all dem ist, dass nicht Noah sie rettet, sondern Aubree sich selbst. Es ist keine der weiße Ritter kommt und rettet mich Geschichte. Es ist eine der weiße Ritter gibt mir noch mehr Ansporn und Reiz, mich selbst zu retten, während ich auch ihn zur Rettung verhelfe. Es ist ein nehmen und geben, sich gegenseitig unterstützen, fordern und helfen. Das schönste an all dem war zudem, dass es so viele Noah und Aubree Momente gab, so viele Szenen zwischen ihnen, die alle die Handlung, den Verlauf der Geschichte und die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden förderte und fortbrachte. Schade fand ich, dass das Buch nur aus Aubrees Perspektive ist. Ich hätte mir tatsächlich gewünscht, auch in Noahs Kopf sein zu dürfen. Denn da ist eine dicke Diskrepanz zwischen Noah, wie wir ihn durch Aubree kennenlernen - respektvoll, einfühlsam, liebevoll und feinfühlig - und wie wir ihn in Anwesenheit seiner Familie zu Gesicht bekommen - respektlos, laut, rebellisch und einfach nur ein Idiot. Aubree ist zu Beginn verschlossen, erzählt uns häppchenweise, was passiert ist. Zwar haben wir eine Vermutung und Vorahnung, zappeln aber lange im Dunkeln, was genau wirklich passiert ist. Was uns nicht verschwiegen wird, sind die Gefühle. Nikola hat diese so atmosphärisch eingefangen und so prägnant beschrieben, dass Aubrees Verzweiflung, Wut und Hilflosigkeit förmlich auf mich rübergesprungen ist. Ich habe wirklich mit ihr mit gezittert und wusste nicht mehr, wo oben und unten war. hat, merkt man, wie sehr es uns psychisch einnimmt. Die ganze Geschichte hinweg habe ich meinen Atem angehalten, mich in Noah und Aubree Hals über Kopf verliebt, mit ihnen gelernt, gezittert, geweint und gelebt, vor allem gefühlt. Und dann kamen glücklicherweise Szenen mit Noah, die mein Herz schneller schlagen lassen haben. Mit ihm war alles einfacher und unbeschwerter und Nikola ist es gelungen, diese komplett anderen Gefühle ebenfalls zu meiner Seele durchdringen zu lassen. Es gibt einfach so viele Sätze, die ich markieren könnte, so viele intensive Szenen zwischen Noah und Aubree. Das beste war, dass sie sich emotional genähert haben und eine emotionale Intimität entstand. Und ich bin ein großer Fan davon, wenn die Bindung auf emotionaler Ebene aufgebaut wird. Eine Szene nach der anderen war noch intensiver und vereinnahmender, dass ich Dauergänsehaut hatte. Zwischendurch kommen auch mal Szenen mit anderen Menschen und wo Noah nicht auftaucht. Aber glücklicherweise sind sie nicht so lang und viele und außerdem wichtig für Aubree.
Schließlich wird das nicht so geheime Geheimnis aufgelöst, wie und was genau passiert und nicht passiert ist. Ich fand es wundervoll gemacht und Hut ab für Nikola, dass sie ein so sensibles Thema so feinfühlig eingebaut hat. Es war alles so stimmig und harmonisch gemacht. Nichts überspitzt oder zu wenig, zu schnell. Das einzige, wo ich mir mehr Erklärung gewünscht hätte, ist tatsächlich Noahs Geschichte. Auch wenn das Buch nur aus Aubrees POV beschrieben ist, geht es auch um Noah und dass Aubree ihm hilft, zu sich zu finden. Ich konnte Noahs Gründe für sein Verhalten teilweise nachvollziehen, teilweise hatte ich das Gefühl, dass etwas noch fehlte. Ein letzter Puzzleteil, damit ich das Gesamtbild hätte. Aber dieser Punkt ist echt minimal und sehr wahrscheinlich nur subjektiv, weil ich mehr Drama oder Spektakuläres erwartet habe. Sonst ist das Buch echt sehr schön mit so vielen krassen Szenen. Erst nachdem man das Buch beendet hat, merkt man, wie sehr psychisch das Buch einen mitnimmt. Und es ist so süchtig machend, dass man wie ein Junkie mehr und mehr möchte. Bis schließlich das Ende da ist. Und es ist einer der schönsten Enden, die ich je gelesen habe. Wer bis hierhin meine Liebe für das tolle Buch nicht gespürt und gemerkt hat, hier noch mal: lest dieses wundervoll perfekte Buch und lasst euch verzaubern, Gefühle fühlen lassen, die ihr nicht kanntet, und eintauchen in einer sehr intensiven Welt.
Feels like Forever ist der letzte und somit Finalband der Reihe, der einige Jahre später als das Ende des zweiten Bands ansetzt. Mila und Leo stehen mittlerweile fest im Leben, beruflich sowie privat. ...
Feels like Forever ist der letzte und somit Finalband der Reihe, der einige Jahre später als das Ende des zweiten Bands ansetzt. Mila und Leo stehen mittlerweile fest im Leben, beruflich sowie privat. Alles scheint gut zu laufen, doch dann erleidet Mila eine Fehlgeburt, von der Leo nichts weiß. Gleichzeitig weckt in Leo der Wunsch, Finn als Kurzzeitpflegekind aufzunehmen. Mila verschließt sich weiterhin, während Leo auf seinen Wunsch beharrt, ohne zu wissen, dass er in Milas Wunde stochert. Kann das alles noch gut gehen?
Der Schreibstil der Autorin ist wie immer richtig angenehm zu lesen. Ich weiß nicht, aber ich empfinde ihn als spannend, weshalb man immer weiter lesen möchte, bis das Buch beendet ist.
Ich mochte von den Themen und der Atmosphäre her den dritten Band am meisten. Was nicht zuletzt daran lag, dass Finn eine große Rolle gespielt und unseren Tag versüßt hat. Die Autorin beschreibt wundervoll die Neuanfänge eines Elterndaseins, die Zweifeln, Fragen und die Ungewissheit, die in einem herrschen. Aber auch die schönen Seiten, wenn das Kind wächst, seine Liebe zu den Eltern größer wird und sich entwickelt. Und natürlich wie der Alltag nach einem Kind aussieht. Denn im Prinzip dreht es sich alles nur um das Kind. Sarah Sprinz hat diese Aspekte sehr feinfühlig eingebaut und in mir so viele Aww-Momente ausgelöst. Und während ich im „oh mein Gott wie niedlich“-Himmel schwebte, wird uns schmerzlichst bewusst gemacht, dass das alles nur kurzzeitig war. Denn Finn war von Beginn an nur eine kurze Frist gesetzt worden. Aber wenn man so eine schöne Zeit hat und alles liebgewinnt, denkt man nicht an das Ende. Und so beginnt der überaus toughste, spannendste und krasse Part - denn Mila und Leo wagen große Schritte: sie verklagen das Amt und wollen Finn für sich haben. Das ganze letzte Drittel handelt von den Gerichtsverhandlungen und ich muss sagen, dass Sarah diese ziemlich detailliert und authentisch und super toll dargestellt hat. Der ganze Prozess, die Fragen, das Antworten, die Verhörung, das Entwickeln einer Strategie - alles war so spannend dargestellt, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Dass wir dabei auf eine alte Bekanntschaft treffen, hätte ich nicht erwartet. Und dass wir gut miteinander auskommen, noch weniger. Dieser Teil war sehr nervenaufreibend gewesen, da man mit den Protagonisten gefiebert hat. Welche Entscheidung fällt das Gericht? Werden sie Finn bekommen? Oder doch verlieren? Gegen Ende der Geschichte hat die Autorin noch zwei Asse im Ärmel und überrascht uns mit einigen Wendungen. Und lässt uns natürlich wieder bis zum Ende zappeln, ob wir denn nun ein Happy End bekommen oder nicht. Bis zur letzten Seite war das Buch fesselnd. Während das erste Drittel von Trauer und Heilungsanfänge geprägt ist, handelt der zweite Teil von unglaublich niedlichen Momenten und das letzte Drittel von kräftezehrenden Szenen. Denn die Verhandlungen waren energiegeladen. Ob Mila, Leo und Finn ein Happy End bekommen, verrate ich nicht. Aber es war es wert zu lesen.
In diesem Buch entführt uns die Autorin in eine sehr komplexe, tiefgründige und sensible Welt, nämlich die der Vince‘ und Vickys. Beide lernen sich kurz in der Nacht des Abiballs kennen und treffen fünf ...
In diesem Buch entführt uns die Autorin in eine sehr komplexe, tiefgründige und sensible Welt, nämlich die der Vince‘ und Vickys. Beide lernen sich kurz in der Nacht des Abiballs kennen und treffen fünf Jahre später wieder aufeinander. Das Knistern, das bereits bei der ersten Begegnung zwischen ihnen herrschte, kommt mit geballter Ladung wieder zurück. Doch leider stehen ungesagte Worte zwischen ihnen, die wie eine Mauer das Zusammenkommen beider verhindern und erschweren. Ach wenn ihre erste Begegnung sehr magisch gewesen sein mag, nimmt sie doch eine sehr überraschende Wendung ein - sowohl für Vicky als auch für Vince.
Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt sehr flüssig und leicht zu lesen und lässt einen nur durch die Seiten fliegen. Ihre Worte haben eine Anziehungskraft, die es unmöglich macht, das Buch aus den Händen zu legen. Stück für Stück werden wir in die Welt der beiden eingeführt. Schnell wird klar, dass Vicky eine sehr starke Protagonistin ist, die sich nichts gefallen lässt und ihr eigenes Ding durchzieht - eine Queen durch und durch. Vince hingegen ist ein - ja, wie beschreibe ich ihn? Irgendwie fehlen mir bei ihm die Worte, weil er ein komplexer Mensch voller Widersprüchlichkeiten ist. Er ist wie eine Münze, die zwei Seiten hat - eine offene Person, gleichzeitig auch verschlossen; humorvoll, gleichzeitig auch sehr seriös; fröhlich, gleichzeitig von düsteren Emotionen umgeben. Wo Vince ist, ist Licht und Schatten, denn die Schatten der Vergangenheit haben ihn nie verlassen. Immer mehr taucht er in sie ein und lässt sein Leben durch diese eine schicksalhafte Nacht bestimmen. Vince ist sehr vielschichtig und voller Feinfühligkeit gestaltet, bei dem man die oberen Schalen abziehen muss, um in sein wahres Ich blicken zu können. Beide Hauptprotagonisten wurden sehr authentisch von der Autorin gezeichnet, sodass sie greifbar sind und wie reale Menschen mit einem Eigenleben wirken. Die Autorin hat ihnen ein Alleinstellungsmerkmal geschenkt, das sie sehr typisch charakterisiert. Vickys Liebe zu Ägypten, die einen persönlichen Touch hat, und Vince‘ Drang zu laufen, bedingt durch die Vergangenheit. Da steckt so viel in ihnen und wenn man die ganze Geschichte kennt, versteht man, warum sie so sind, wie sie sind. Die Vergangenheit formt die Gegenwart und somit die Zukunft.
Während wir im ersten Drittel durch die Autorin Flügel verliehen bekommen und uns hoch im Himmel bewegen, das Gefühl haben, Königinnen der Welt und unnahbar und unerreichbar für irgendjemanden zu sein, knallen wir mit dergleichen Wucht auf den Boden auf und bluten. Ja, wirklich bluten. Diese erste Wendung verschlagt uns die Sprache und ich glaube, dass sie bei einigen unter die Haut gehen wird. Das zweite Drittel ist voller Emotionen, voller Qual und Folter gekennzeichnet. Dieses Drittel ist geprägt von Schwere und Bedrücktheit. Auch wenn Vince auf unserer Seite ist, hat die Autorin es sehr realistisch gezeigt, dass kein Mensch durch einen anderen Menschen gerettet werden kann, wenn man sich selbst nicht retten möchte. Wir ziehen durch dunkle Tunnel und tanzen im Licht der Dunkelheit, bis das Eis langsam bricht und wir versuchen, zur Normalität zurückzukehren. Das letzte Drittel gibt uns einen kleinen Hoffnungsschimmer, ein Funke der Besserung, dass wir aus unserem Loch wieder auftauchen können. Bloß müssen wir daran arbeiten. Vor allem aber zeigt das ganze Buch, dass egal wie stark eine Person ist, egal, wie tough eine Person sein mag, sie letzten Endes doch nur ein Mensch ist, der Gefühle hat und den man verletzen kann. Denn letzten Endes sind unsere Emotionen aus Glas gemacht, das nicht nur durch eine falsche Bewegung in tausend Splitter bersten kann, sondern an denen wir uns selbst schneiden können.
Besonders gut hat mir die Beziehung zwischen Vince und Vicky gefallen, auch wenn sie zunächst durch Unverständnis und Fragezeichen geprägt ist. Denn während wir ihm einen Schritt Näherkommen, läuft Vince im nächsten Moment einen Schritt zurück. Warum? Wissen wir nicht. Dahinter steckt jedoch ein sehr krasser Grund, den wir gegen Ende des Buchs erfahren. Wer den ersten Band kennt, hat eine vage Vorahnung, was passiert sein könnte. Sicher ist man sich jedoch erst, als wir es wirklich schwarz auf weiß lesen. Vince‘ und Vickys Beziehung baut sich langsam auf und ist vor allem durch das Emotionale geformt. Mounia ist diese emotionale Bindung, der langsame Aufbau des Vertrauens und das Verstehen auf andere Ebenen zwischen den beiden sehr gut gelungen. Generell mag ich das zwischenmenschliche am liebsten. Die Autorin präsentiert uns diese Entwicklung der Beziehung auf einem silbernen Teller.
Das Buch hat mich auf viele verschiedene Weisen berührt. Ich habe mich verstanden gefühlt, geliebt, geschätzt und mir wurde vor Augen geführt, dass wir Frauen uns niemals runterziehen lassen sollten. Das Buch steckt voller female empowerment, gefühlt jeder zweite Satz spricht mir aus der Seele und zeigt uns, dass wir Frauen mehr als das sind, was die Gesellschaft uns weismachen möchte. Wir sind mehr als nur Kurven und Schönheit, mehr als nur Hausfrauen. Wir sind nämlich Menschen. Menschen mit Gefühlen, Gedanken, Wünschen und Träumen. Menschen mit Würde und Respekt! Diesen Aspekt hat Mounia sehr gut dargestellt.
Hinzukommt die kulturelle Vielfalt, die Rassismus und die unmögliche Integration in die Gesellschaft durch die penetrante Ignoranz der weißen Menschen zeigt. Bei einer Szene hat mich Mounia zur Weißglut gebracht, weil mich dieses eine Thema sehr wütend macht. Am liebsten würde ich alle Gefühle und Gedanken, die die Geschichte in mir hervorgerufen hat, mit euch teilen. Aber dann würde ich spoilern. Deswegen lest die Geschichte, bildet euch eure eigene Meinung und lasst uns austauschen. Lasst euch aber eins gesagt sein: das Buch lässt sich so gut lesen, aber wenn ihr aufmerksam seid, findet ihr zwischen den Zeilen viele kleine große Wahrheiten, wichtige Themen und Begebenheiten. Diese Geschichte ist so besonders, weil sie kein Blatt vor dem Mund hält und die ungefilterte Wahrheit und Tatsachen anspricht. Durch das ganze Buch hinweg rennen wir viel, versuchen unsere Gedanken zu ordnen und unseren Platz zu finden. Irgendwo anzukommen. Vergangenes loszuwerden. Neues Willkommen zu heißen. Doch das Leben lässt es nicht von heute auf morgen zu. Wir müssen viele Hürden und Berge durchqueren, um am Ende an einem Punkt anzukommen, wo wir zufrieden sind. Vor allem mit uns selbst.
Der Prolog schließt mit einem letzten Kapitel aus der Vergangenheit ab und während es uns Hoffnung für eine bessere Zeit gibt, teasert Mounia den Beginn des nächsten Buchs an. Ein ziemlich gemeiner obendrauf.
Vince und Vicky haben im Sturm mein Herz erobert und ein Stück mitgenommen. Sie waren wie beste Freunde für mich, mit denen ich über alles reden konnte, wo ich alles fühlen und denken durfte, ohne mir Gedanken machen zu müssen, was andere davon halten würden. So ehrlich, liebevoll und realistisch.
Vince und Vicky, mein Dramaking und meine Dramaqueen.
Das Buch bekommt eine klare Leseempfehlung von mir, behaltet aber im Hinterkopf, dass es keine leichte Lektüre wird, auch wenn es den Anschein zu Beginn gibt.