Profilbild von buchgestapel

buchgestapel

Lesejury Star
offline

buchgestapel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit buchgestapel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.05.2022

Hält nicht ganz, was es verspricht

Sisi – Kaiserin wider Willen
0

Worum geht’s?
Jung, naturverbunden und nicht dazu bereit, Kaiserin von Österreich-Ungarn zu werden – das ist Prinzessin Elisabeth, als sie mit 17 Jahren ihre große Liebe Franz Joseph heiratet. Plötzlich ...

Worum geht’s?
Jung, naturverbunden und nicht dazu bereit, Kaiserin von Österreich-Ungarn zu werden – das ist Prinzessin Elisabeth, als sie mit 17 Jahren ihre große Liebe Franz Joseph heiratet. Plötzlich steht ihr Leben Kopf, und bei Hofe stellen sie ungeahnt weitgreifende Intrigen und der Wunsch nach Freiheit vor die Frage, ob sie wirklich die richtige Entscheidung getroffen hat.


Meine Meinung
Eine meiner prägendsten Kindheitserinnerungen ist tatsächlich die alljährliche Tradition der Sisi – Verfilmungen, die bei uns auf dem Fernseher liefen. Umso mehr habe ich mich da natürlich auf ein Buch gefreut, das genau diese Erinnerungen wieder wach werden lässt – und habe dabei meine Erwartungen leider etwas zu hoch angesetzt.

Grundsätzlich muss man der Autorin auf jeden Fall zu Gute halten, dass sie wirklich ordentliche Recherchearbeit geleistet und sich bemüht hat, die Realität mit künstlerischen Freiheiten zu verbinden. Vermutlich hätte mich das Konzept eigentlich überzeugen können, wäre dann die restliche Umsetzung etwas weniger erzwungen gewesen.

Wer die Filme zur Geschichte der Kaiserin von Österreich kennt, dem wird hier sicherlich die ein oder andere Szene innerhalb des Buches bekannt vorkommen. Mich persönlich hat dabei aber leider nach einiger Zeit so ein wenig gestört, dass sowohl die Sprache, als auch die Charaktere irgendwie so überzogen dargestellt wurden. Alle Beschreibungen mussten extra lang und extra schwülstig sein, alle Charaktere dabei extra intrigant und unsympathisch – für mich war das irgendwann etwas zu anstrengend, um mich beim Lesen so wohl zu fühlen wie beim Schauen der Filme in meiner Kindheit.


Fazit
Grundsätzlich hätte dieses Buch mich gut unterhalten können, wenn der Schreibstil und die Gestaltung der Charaktere etwas weniger extrem gehalten worden wären. Verbindungen zu den Verfilmungen lassen sich auf jeden Fall ziehen, und wem dieses eher verklärte Bild gut gefällt, der kann sicherlich auch etwas mehr Gefallen an dieser Geschichte finden, als es bei mir der Fall war.

Dafür vergebe ich knappe drei Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.04.2022

Leicht schwächelnde Fortsetzung

Eiszeit für Beck
0

Worum geht’s?
Knapp zwei Jahre lang hat niemand etwas von ihm gehört, doch jetzt taucht der Elbripper scheinbar wieder auf der Bildfläche auf. Nick Beck wird aus seiner Versetzung zurück geholt, und auch ...

Worum geht’s?
Knapp zwei Jahre lang hat niemand etwas von ihm gehört, doch jetzt taucht der Elbripper scheinbar wieder auf der Bildfläche auf. Nick Beck wird aus seiner Versetzung zurück geholt, und auch wenn er mittlerweile wieder etwas an Halt gewonnen hat, droht ihn dieser Fall erneut von den Füßen zu reißen – denn niemand kennt den Mörder und sein Vorgehen so gut wie Nick, den die Erinnerungen davor warnen, den Killer noch einmal zu unterschätzen.


Meine Meinung
Nach dem wirklich gelungenen ersten Teil der Reihe hatte ich mich schon unglaublich auf eine ebenso gelungene Fortsetzung gefreut, die hier aber dann leider doch so ein bisschen hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben ist.

An sich hat mir der Fall eigentlich gut gefallen, der Spannungsaufbau hat mein Interesse halten können und ich war durchaus neugierig darauf, wie sich der Handlungsbogen weiterentwickeln würde. Leider hat sich dann aber recht schnell der ein oder andere Logikfehler eingeschlichen, den man leicht hätte korrigieren können. Selbiges traf auch auf die meisten Wiederholungen zu, die man sich meiner Meinung nach hätte schenken können.

Auch die Erzählperspektiven waren an sich interessant zu verfolgen, mir persönlich wäre es aber einfach lieber gewesen, wenn ich beim Lesen etwas mehr gefordert worden wäre. Täterwissen ist ja im Grunde spannend, wenn dabei aber der Erzählstrang der eigentlich vielversprechenden Protagonisten so ein wenig untergraben wird, ist das für mich einfach eher enttäuschend.

Insgesamt hatte die Geschichte durchaus Potenzial, was hier allerdings eher verschenkt wurde. Band eins hat mir sehr gut gefallen, aber meine dementsprechend hohen Erwartungen wurden hier dann leider enttäuscht.


Fazit
Auch wenn dieses Buch an sich trotz seiner Schwächen noch längst keine schlechte Geschichte darstellt, im Vergleich zum ersten Band der Reihe hat mich dieser Teil doch weniger begeistern können.

Von mir gibt es dafür knappe drei Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2022

Gute Ansätze mit schwächelndem Ende

Die Diplomatin
0

Worum geht’s?
Fred ist Konsulin und steht eigentlich mit beiden Beinen fest im Leben – bis sie in einen beruflichen Tiefschlag erleidet und zur Strafe nach Istanbul versetzt wird. Inmitten einer brodelnden ...

Worum geht’s?
Fred ist Konsulin und steht eigentlich mit beiden Beinen fest im Leben – bis sie in einen beruflichen Tiefschlag erleidet und zur Strafe nach Istanbul versetzt wird. Inmitten einer brodelnden politischen Umgebung stößt sie dabei an Grenzen, mit deren Existenz sie selbst nicht gerechnet hätte – und das wirft die Frage auf, wer sie eigentlich wirklich ist.


Meine Meinung
Ehrlich gesagt hätte ich von dem Gesamtpaket der Geschichte etwas mehr erwartet, als die Autorin hier abgeliefert hat. Ich finde politische Elemente in Büchern immer besonders spannend, und mit Fred habe ich mich daher auf eine Protagonistin gefreut, die genau diese Facetten abdeckt.

Grundsätzlich gut gemacht fand ich zunächst einmal die Einbindung authentischer politischer Situationen in die Handlung dieses Buches. Bestimmt Tendenzen sind dabei wirklich aktuell und daher in meinen Augen ein sehr gelungenes Element zur Verknüpfung von Realität und Fiktion.

Ein bisschen schwer getan habe ich mich dann leider mit Protagonistin Fred, was ich allerdings tatsächlich eher meinen Ansprüchen an das Genre zuschreiben würde. Bereits der Klappentext verspricht eine fulminante Geschichte, wirklich überwältigen konnte mich die Erzählung schlussendlich aber ehrlich gesagt eher nicht. Freds Gedanken und Reflexionen fand ich zwar grundsätzlich interessant, wirklich über das Maß einer soliden Geschichte hat aber leider weder sie als Figur, noch der Handlungsverlauf an sich herausgestochen.


Fazit
Grundsätzlich habe ich in diesem Buch einiges an Potenzial gesehen, vollständig ausgeschöpft wurde das meiner Meinung nach aber nicht. Beim Lesen habe ich mich zwar nicht wirklich gelangweilt, von einer als fulminant angepriesenen Geschichte habe ich aber definitiv etwas mehr Alleinstellungsmerkmale erwartet, als ich hier finden konnte. Wirklich beeindrucken konnte mich Die Diplomatin daher leider nicht, solide gemacht ist die Geschichte an sich aber schon.

Dafür vergebe ich drei Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.03.2022

Verwirrendes Abenteuer mit ungewöhnlichen Charakteren

Die magischen Buchhändler von London
0

Worum geht’s?
Eigentlich wollte Susan die Zeit vor dem Beginn ihres Studiums bloß dafür nutzen, um endlich ihren Vater kennenzulernen. Die Such nach ihm gestaltet sich jedoch durchaus schwierig, insbesondere ...

Worum geht’s?
Eigentlich wollte Susan die Zeit vor dem Beginn ihres Studiums bloß dafür nutzen, um endlich ihren Vater kennenzulernen. Die Such nach ihm gestaltet sich jedoch durchaus schwierig, insbesondere dann, als sie von einer mystischen Kreatur angegriffen wird und nur mithilfe des Buchhändlers Magnus fliehen kann. Gemeinsam machen sich die beiden daraufhin auf die Suche nach Susans Vater, während ihnen die Dunkelheit auf Schritt und Tritt folgt.


Meine Meinung
Dieses Buch ist beim Lesen denke ich entweder unglaublich verwirrend, oder sorgt für unglaubliche Begeisterung – ein Zwischending kann ich mir hier irgendwie nicht so wirklich vorstellen, denn so spannend wie die Idee auch war, die Umsetzung ist mitunter wirklich ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Magische Buchhändler, das klang für mich direkt nach einer wirklich interessanten Geschichte. Buchliebe und magische Fähigkeiten miteinander zu verknüpfen, erscheint dabei ja auch eigentlich gar nicht so abwegig und war für mich beim Lesen ein spannender Faktor, der definitiv für sich gesprochen hat.

Ein wenig schwer getan habe ich mich dann allerdings leider doch mit dem Erzählstil. Das Tempo an sich ist ausgesprochen hoch, wodurch grundsätzlich erst mal keine Langeweile aufkommen kann. Mir persönlich ist es so allerdings auch sehr schwer gefallen, die einzelnen Handlungsschritte zu verarbeiten und die Charaktere überhaupt als mehrdimensionale Figuren zu begreifen.

Wem das hohe Tempo und auch eventuell untergehende Charakterentwicklungen nichts ausmachen, für den ist dieses Buch sicherlich ein Volltreffer. Alle anderen werden hierbei eventuell den ein oder anderen Abstrich machen müssen, was aber nichts an dem grundsätzlich vorhandenen Unterhaltungswert dieser Lektüre ändert.


Fazit
Ich persönlich hätte mir insgesamt ein wenig mehr Raum für die Entfaltung der Figuren und ihrer Charakterzüge gewünscht, was es mir einfach leichter gemacht hätte, insbesondere die Protagonisten besser greifen zu können. Abgesehen davon ist das hohe Lesetempo aber eben auch einer der Faktoren, der das Buch zu einer spannenden Lektüre macht, die sicherlich auch ihre voll begeisterten Fans finden wird.

Von mir gibt es dafür solide drei Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2022

Die Idee war eigentlich top, die Umsetzung allerdings noch ausbaufähig

Imperator
0

Worum geht’s?
Nach dem Tod ihrer Mutter kann Anna so einiges glauben, aber ganz sicher nicht, dass ausgerechnet ihr Vater der Mörder sein soll. In ihrer Verzweiflung taucht sie undercover ins römische ...

Worum geht’s?
Nach dem Tod ihrer Mutter kann Anna so einiges glauben, aber ganz sicher nicht, dass ausgerechnet ihr Vater der Mörder sein soll. In ihrer Verzweiflung taucht sie undercover ins römische Nachtleben ein, nicht ahnend, dass sie dabei mitten hinein in einen Sumpf aus Intrigen und Machtspielen gerät, der sie dem Mörder stückchenweise näher bringt.


Meine Meinung
Hörbücher in gedruckte Versionen umzuwandeln, konnte mich bisher schon bei so einigen Exemplaren überzeugen. Hier bin ich allerdings tatsächlich ein wenig zwiegespalten, denn so gut wie mir die Idee auch gefallen hat, an der Umsetzung hätte man noch ein wenig feilen können.

Gut gefallen hat mir zunächst einmal das Setting im Rom der 60er – Jahre, das ich grundsätzlich ziemlich spannend fand. Die Abenteuer der Protagonistin in der Welt der Reichen und Schönen waren an sich interessant zu verfolgen, mir persönlich hat aber irgendwie so ein wenig die emotionale Bindung zu Anna gefehlt, um zu einhundert Prozent mit ihr mitfiebern zu können.

Auch die angepriesenen Fantasyelemente in diesem Buch waren meiner Meinung nach ein kleines bisschen unterentwickelt und hätten gerne mehr Raum einnehmen dürfen. Normalerweise begeistern mich die Bücher von Kai Meyer insbesondere in diesem Punkt so gut wie immer, hier hat mich der in der Umsetzung irgendwie inkonsequente Genremix aus Krimi und Fantasy aber nicht so richtig überzeugen können.

Sehr schade fand ich außerdem auch, dass das Format des Serienhörbuchs den Spannungsbogen im Buch selbst so ein wenig hat abflachen lassen. In vergleichsweise kurzen Hörbuchepisoden bewirkt das zwar vielleicht das genaue Gegenteil, beim Lesen hatte ich aber leider über weite Strecken der Geschichte das Gefühl, immer so ein wenig in der Luft hängen gelassen zu werden, was dann doch eher enttäuschend für mich war.


Fazit
Auch wenn ich die Grundidee der Geschichte eigentlich sehr vielversprechend fand, andere Bücher von Kai Meyer haben mir da ehrlich gesagt schon deutlich besser gefallen. Als Hörbuch wäre ich von dem Format vielleicht ein wenig überzeugter gewesen, so bin ich mir allerdings nicht sicher, ob ich mich wirklich auf einen zweiten Teil freuen möchte.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere