Profilbild von CynthiaM94

CynthiaM94

Lesejury Star
offline

CynthiaM94 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit CynthiaM94 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2022

Wow, was für ein Buch

Lonely Heart
0

Ich bin bisher kein Fan von Mona Kasten gewesen. Nicht, weil sie nicht schreiben kann, aber ihre Bücher haben mich bisher einfach nicht abgeholt, ohne dass genau festmachen könnte, woran das liegt. Aber ...

Ich bin bisher kein Fan von Mona Kasten gewesen. Nicht, weil sie nicht schreiben kann, aber ihre Bücher haben mich bisher einfach nicht abgeholt, ohne dass genau festmachen könnte, woran das liegt. Aber dann kam „Lonely Heart“ in diesem süßen Design daher und ich dachte mir ich geb dem ganzen nochmal eine Chance. Und ein Glück, denn dieses Buch liebe ich.

Zum Inhalt: Rosie hat sich mit ihrer eigenen Musik-Sendung einen Traum erfüllt. Als dann auch noch ihre absolute Lieblingsband Scarlet Luck ein Interview bestätigt, schwebt sie auf Wolke Sieben. Doch dann geht alles schief und Rosie sieht nicht nur ihre Karriere gefährdet. Doch die Jungs von Scarlet Luck wollen ihr helfen und besonders mit Beast verbindet sie bald eine besondere Freundschaft. Doch Beast versteckt ein dunkles Geheimnis, dass es ihn schwer macht, sich auf Rosie einzulassen.

Das Thema der Geschichte hat mir gut gefallen und war sehr nahbar. Wer träumt schon nicht davon seine Lieblingsband zu treffen?! Dass Rosie mit Scarlet Luck so einen echten Fan-Moment erlebt, hat das ganze sehr authentisch und sympathisch wirken lassen. Generell ist Rosie eine sehr liebenswerte und authentische Protagonistin, bei der es mir sehr leicht gefallen, mich in die Story fallen zu lassen.

Das Buch behandelt auch einige ernste Themen wie Social Media Mobbing, Panikattacke und psychische Erkrankungen. Das Buch schlägt dabei einen sehr einfühlsamen Ton an, der die Tiefe Bedeutung des Inhalts gut untermauert.
Die zarten Bande die Rosie und Beast knüpfen sind einfach herzerwärmend schön und ich bin so froh, dass die beiden es so langsam angehen lassen und Beast es schafft, sich auf Rosie einzulassen.

Das Buch hat nicht diese lockere Leichtigkeit die Young Adult Romane oft ausstrahlen. Aber gerade das gefällt mir. Es ist dunkler, nachdenklicher, selbstzerstörerischer, ängstlicher. Das Buch bringt diese Stimmungen gut rüber und holt den Leser auf vorsichtige Art ab.

Das Ende finde ich so heftig und ich kann nicht glauben, dass ich jetzt auf den zweiten Band warten muss um zu erfahren wie es weitergeht.
Mona Kasten hat mit „Lonely Heart“ definitiv einen Fan dazu gewonnen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2022

Faszinierende Einblicke in unser Gehirn

Kopfarbeit
0

Das Gehirn ist ein fantastisches, faszinierendes Organ, über dessen vollständige Fähigkeiten wir immer noch nicht alles wissen. Umso spannender finde es, Einblick in den Alltag eines Menschen zu bekommen, ...

Das Gehirn ist ein fantastisches, faszinierendes Organ, über dessen vollständige Fähigkeiten wir immer noch nicht alles wissen. Umso spannender finde es, Einblick in den Alltag eines Menschen zu bekommen, der tagtäglich damit arbeitet. Und dadurch Menschenleben rettet. Ein interessantes, sowie mitreißendes Buch über unser die Arbeit in der Neurochirurgie

Zum Inhalt: in diversen Unterkapiteln schildert Neurochirurg und Direktor der Klinik für Neuro-Chirurgie an der Charite in Berlin, Prof. Dr. Peter Vajkoczy ist, seinen Arbeitsalltag. Er beschreibt verschiedene Fälle und Krankheitsbilder, unterschiedliche Tumore und OP-Verfahren aus seiner Karriere und gewährt damit einen sehr bildhaften Einblick in die Welt der Neurochirurgie.

Dabei betont er immer wieder, dass jeder Fall anders ist, es nicht immer nur schwarz und weiß gibt und nicht jeder Patient gerettet werden kann. Er gibt damit nicht nur einen sehr faszinierenden, sondern auch überaus menschlichen Einblick in dieses Fachgebiet der Medizin. Immer wieder betont er, wie schwer es oft ist Nutzen gegen Risiken abzuwägen und dass er seine Arbeit, vor allem die Patienten, die nicht retten konnte, mit nach Hause nimmt.

Es werden einige Fachbegriffe verwendet, das bleibt natürlich nicht aus. Aber die werden soweit ich das beurteilen kann schlüssig erklärt. Ab und zu gibt es auch Illustrationen die den Ablauf verbindlichen sollen und die mir wirklich gut gefallen haben, um ein Gefühl besonders für die Anordnung im OP zu bekommen.

Was ich überraschend aber auch absolut großartig fand, sind die vielen Menschen, die Dr. Peter Vajkoczy in seinem Buch erwähnt und die alle an den OPs beteiligt sind. Denn natürlich steht der operierende Arzt nicht allein im OP und am erfolgreichen Ausgang sind viele Menschen beteiligt. Ich finde es toll, dass hier nochmal gezeigt wird, wie viele Leite tägliche alles geben, wie viel Vorbereitung für eine Hirn-Op nötig ist, welche Risiken und Folgeschäden sie bergen und viel Arbeit im Nachgang noch investiert werden muss, um den Normalzustand wiederzuerlangen. Und immer wieder zeigt er, was für ein unglaubliches, leistungsstarkes und vielseitiges Organ wir da haben.

Ja das Buch ist ein Sachbuch und trotzdem hat es mich zutiefst berührt, wie es selbst tragische Romane oft nicht schaffen. Ich wüsste nicht, wann ich zuletzt so viel geweint habe, so mitgenommen haben mich die einzelnen Schicksale der Patienten. Ein Buch, das ich jederzeit empfehlen würde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.05.2022

Mitreißend, skurril und irgendwie bezaubernd

Morgen kann kommen
0

„Morgen kann kommen“ ist für mich das erste Buch von Autorin Ildikó von Kürthy. Das Buch wurde vorab bereits groß beworben und angepriesen, sodass ich wirklich neugierig war. Mit dem Cover kann ich ehrlich ...

„Morgen kann kommen“ ist für mich das erste Buch von Autorin Ildikó von Kürthy. Das Buch wurde vorab bereits groß beworben und angepriesen, sodass ich wirklich neugierig war. Mit dem Cover kann ich ehrlich gesagt absolut nichts anfangen, einerseits weil ich absolut nicht weiß ob und was es darstellen soll und andererseits, weil Pink zwar eine Gute-Laune-Farbe ist, mir aber eher weniger gefällt. Zum Glück habe ich mich davon nicht abschrecken lassen, denn was hinter dem Buchdeckel steckt, ist wirklich toll.

Zum Inhalt: zwei Schwestern, die nicht mehr miteinander reden und ein Foto, das alles verändert. Ruth und Gloria haben seit Ruths Hochzeit keinen Kontakt mehr und Schuld ist ein Mann. Ruths narzisstischer Ehemann um genau zu sein. Dass aber ausgerechnet dieser die beiden wieder zusammenbringen soll ist Ironie des Schicksals. Und dann ist da noch seine Geliebte, die plötzlich genau dort auftaucht, wo auch Ruth ist und alles in Karls sauber arrangierter Welt durcheinanderbringt.

Die Kapitel werden aus den wechselnden Perspektiven der Hauptcharaktere erzählt, was dem Leser eine ganze Welt an Emotionen, Gedanken, Sorgen und Hoffnungen eröffnet. Das macht die Geschichte unglaublich plastisch und nahbar. Die Kapitel werden durch wunderschöne Wasserzeichnungen getrennt, die toll zum Inhalt passen und ein kleines Zitat aus dem jeweiligen Kapitel tragen. Dieses Detail ist wunderbar verspielt und hat mir wahnsinnig gut gefallen. Sie geben der ganzen Geschichte eine verträumte, persönliche Note.

Die Charaktere sind wahnsinnig eigen(sinnig), schrullig und hinreißend einzigartig. Ich denke für jeden Leser ist mindestens ein Sympathieträger dabei mit dem man sich identifizieren kann. Denn in dem Buch geht es um ganz alltägliche Probleme wie Trennung, Betrug, Familienstreits, Krankheit, Verlustangst, Selbstaufgabe und vieles mehr. Das macht dieses Buch so absolut authentisch und einzigartig. Denn neben all dieses Problemen strotzt es vor Liebe, Freundschaft, Solidarität und Hoffnung.

Das Buch ist eine gute Mischung aus ernsten und heiteren Themen und hat mir als Gesamtpaket richtig gut gefallen. Ich bin geradezu durch die Seiten geflogen und wollte es gar nicht aus der Hand legen. Das wird für mich sicher nicht das letzte Buch der Autorin sein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2022

Eine Brautjungfer für alle Fälle

Undercover Bridesmaid – Das perfekte Durcheinander
0

Zuallererst muss ich sagen, dass ich das Cover einfach klasse finde. Und es strahlt den Witz aus, denn das ganze Buch versprüht. „Undercover Bridesmaid“ ist ein herrlich leichter, witziger und charmanter ...

Zuallererst muss ich sagen, dass ich das Cover einfach klasse finde. Und es strahlt den Witz aus, denn das ganze Buch versprüht. „Undercover Bridesmaid“ ist ein herrlich leichter, witziger und charmanter Roman über Freundschaft, Liebe und das Chaos des Lebens. Für mich war es das erste Buch von Autorin Katy Birchall, aber es wird ganz sicher nicht das Letzte bleiben.

Zum Inhalt: Sophie hat ihre Liebe zu Hochzeiten und ihr Organisationstalent zum Beruf gemacht- sie ist eine professionelle Brautjungfer, die der Braut in der schönsten, aber auch stressigsten Zeit ihres Lebens mit allem zur Seite steht. Als eine Kundin aus den gehobenen kreisen Sophie einer Freundin weiterempfiehlt, kann diese ihr Glück kaum fassen. Denn ein erfolgreicher Job im Hochadel, könnte ihrer Karriere einen weiteren Schub geben. Doch was wenn die betreffende braut keinen Bock auf eine professionelle „Freundin“ hat?

Ich hab ja zuerst gedacht das Buch ist am Ende ein unterhaltsamer, aber recht flacher Wohlfühlroman. Ein paar zickige Bräute und „was alles schiefgehen kann“-Storys gepaart mit ein paar zuckersüßen Hochzeitsmomenten. Aber weit gefehlt. In diesem Büchlein versteckt sich eine echt tolle Story, in der es neben Liebe auch um Freundschaft, Vertrauen, das Verlassen werden und sich selbst finden geht. Denn auch Sophies eigenes Leben ist alles andere als rosarot. Herausgekommen ist ein wirklich gefühlvoller Roman mit viel Situationskomik. Der Spagat zwischen Witz und ernsteren Themen ist gut gelungen. Natürlich erreicht das Buch keine dramaturgische Tiefe, aber das ist auch nicht der Anspruch. Dieses Buch soll Spaß machen und das ist voll gelungen.

Die Figuren sind natürlich ein bisschen überspitzt dargestellt. Sophie als die risikoscheue Musterschülerin und Cordelia als Inbegriff der noblen Oberzicke, die immer ihren Willen durchsetzt und vor nichts zurückschreckt, um Sophie loszuwerden. Trotzdem ich hatte ich Spaß den beiden bei ihrer gemeinsamen Entwicklung zuzugucken.

Witzig fand ich auch, dass die Hauptstory immer wieder von Chatverläufen und Emails aus Sophies Berufsleben unterbrochen wurde, bei denen man gut gesehen, was so alles schiefgehen kann bzw. wie umständlich so eine Hochzeitsplanung doch ist und mit was für Händlern man sich da so rumschlägt. Das hat die Handlung toll aufgelockert und mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich war ein bisschen traurig, als es so schnell wieder vorbei war.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2022

Diese Geschichte hat mich echt fertig gemacht

Everything We Lost (Love and Trust 2)
0

Nachdem ich „Everything we had“ wirklich mochte, war ich schon wirklich gespannt auf den Folgeband. „Everything we lost“ hat mich völlig fertig gemacht und emotional richtig aufgewühlt. Die Geschichte ...

Nachdem ich „Everything we had“ wirklich mochte, war ich schon wirklich gespannt auf den Folgeband. „Everything we lost“ hat mich völlig fertig gemacht und emotional richtig aufgewühlt. Die Geschichte war so tragisch schön, dass ich selbst nach Ende des Buches noch total fertig bin. Obwohl es sich um eine. Folgeband handelt, sind die Bücher gut unabhängig voneinander lesbar.

Zum Inhalt: Hope war noch nie verliebt und seitdem ihre Familie immer mehr zerbricht, sieht sie auch keinen Sinn darin, sich auf die Liebe einzulassen. Bis sie sich mit Yeonjun anfreundet, der regelmäßig in dem Café auftaucht, in dem Hope jobbt. Schnell sehen sich die beiden fast jeden Tag und werden beste Freunde. Und noch so viel mehr als das, denn die körperliche Anziehung der beiden wird bald unübersehbar. Doch Hope will ihm nicht ihren Ballast aufladen und auch Yeonjun ist nicht ganz ehrlich, was seine Gefühle für Hope betrifft.

Das Cover finde ich wieder superschön und verspielt, genau wie beim ersten Band. Besonders gelungen finde ich auch den Farbverlauf der Schrift. Toll finde ich auch die Idee, die Playlist direkt auf den Einband zu drucken. Da hat das Designteam des Verlags gute Arbeit geleistet.

Die Story hat mich einfach umgehauen. Hope mochte ich schon im ersten Buch, als der Fokus noch nicht auf ihr lag. In diesem Buch habe ich mich einfach in ihr und ihren Schmerz verloren, um selbst in ihrem Harmoniebedürfnis und ihrer Leidenschaft wiederzufinden. Die ist eine starke, mutige und aufgeschlossene junge Frau, für die die Familie über allem steht. Sie opfert sich selbst auf für die Menschen die sie liebt und droht daran zu zerbrechen. Mit ihren Stärken und Schwächen wirkt sie sehr authentisch.

Auch die anderen Charaktere sind wieder sehr gelungen, auch wenn mich keiner so mitgerissen hat wie Hope. Die Story ist wirklich dramatisch und sehr emotional. Mir ist beim Lesen richtig schwer ums Herz geworden. Und obwohl ich öfters Schmunzeln musste war dies für mich keine locker leichte Liebesgeschichte. Das macht sie aber umso realistischer.

Ich habe dieses Buch inhaliert, mich in die Geschichte fallen lassen und den Emotionen verloren. Ein tolles Buch und eine mehr als würdige Fortsetzung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere