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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2022

Interessant, überraschend aber nur streckenweise spannend

Up to Date – Drei Dates machen noch keine Liebe – oder doch?
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Inhalt
Siobhan, Jane und Miranda haben alle drei ein Date am Valentinstag. Was sie aber nicht wissen: sie haben ein Date mit dem gleichen Mann und dieser ist bei keiner von den Dreien aufgetaucht. Was ...

Inhalt
Siobhan, Jane und Miranda haben alle drei ein Date am Valentinstag. Was sie aber nicht wissen: sie haben ein Date mit dem gleichen Mann und dieser ist bei keiner von den Dreien aufgetaucht. Was steckt dahinter und wie gehen sie nun damit um? Was ist Josephs' Geheimnis?

Meine Meinung
Die Bücher der Autorin haben mich aufgrund ihrer lockeren und leichten Art bislang immer für sich gewinnen können. Auch wenn ich diese Leichtigkeit hier ein wenig vermisst habe, konnte mich das Buch vor allem zum Ende hin komplett überzeugen.

Das Cover gefällt mir richtig gut, weil es einfach perfekt zu den anderen Büchern passt und durch die Farbgestaltung und die Optik des Titels und der Zeichnungen einfach einen Wiedererkennungswert hat.

Die Ausgangslage der Geschichte fand ich sehr spannend und interessant. Sie hat viele Fragen aufgeworfen und ich wollte einfach wissen, was hinter alldem steckt. Wir erleben die Geschichte aus der Perspektive der drei Frauen und erfahren so immer mehr über ihr Leben und ihre Verbindung zu Joseph. Dadurch bekam man auch ein gutes Bild von ihm und stellte sich noch mehr Fragen, die meine Neugier geweckt haben.
Die Geschichte war für mich ein sehr großes Rätsel, bis es zu einer Wendung und einer Überraschung kam, die ich nicht habe kommen sehen und mich eiskalt erwischt hatte. Sie hat noch einmal mehr für Spannung gesorgt und konnte mich richtig fesseln.
Leider hatte es diese Wendung auch wirklich gebraucht, weil im Zwischenteil die Handlung je nach Protagonistin mal mehr, mal weniger vor sich hin plätscherte und einfach ein bisschen Pepp und Tempo gebraucht hatte.
Auch die einzelnen Erzählstränge für sich waren interessant und spannend gehalten, wobei mir manche besser als andere gefallen hatten.
Ein bisschen fehlte mir die erwartete Leichtigkeit in der Geschichte, da sie irgendwie einen ernsten Unterton hatte, der auch schwerer wog. Auch die Themen, die hier angesprochen werden, wogen etwas schwerer und haben die Leichtigkeit ein wenig überlagert.

Die Protagonistinnen waren mir sehr sympathisch und ich fand es spannend, sie in der Geschichte zu begleiten, auch wenn bei manchen ab einem bestimmten Punkt ein bisschen die Luft raus war und die Handlung da ein bisschen vor sich hin plätscherte. Alle drei hatten Entwicklungspotenzial und ich war gespannt zu erfahren, inwieweit dieses ausgeschöpft wird.
Dadurch, dass die Perspektiven immer wieder wechselten ging für mich so ein bisschen die Tiefe bei ihnen verloren, aber ich konnte trotzdem gut eine Beziehung zu ihnen aufbauen und ich fand sie auch sehr sympathisch.

Der Schreibstil war einfach und flüssig gehalten, sodass ich gut und schnell voran gekommen bin. Die Atmosphäre fand ich ebenfalls schön und ich konnte gut in die Geschichte eintauchen. Sie war zwar, wie schon erwähnt, nicht so leicht, wie erhofft, aber hatte trotzdem etwas warmes, was für mich zu einem kleinen Wohlfühlfaktor geführt hatte. Die Gefühle und Emotionen wurden greifbar gemacht, sodass ich von der Geschichte auch berührt und emotional mitgerissen wurde.

Insgesamt eine wirklich schöne Geschichte, die mich komplett überrascht hat, aber die auch kleinere Schwächen hatte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2022

Anfangs stark, hat aber ein bisschen nachgelassen

Talus
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Inhalt
Erin wünscht sich nichts sehnlicher, als dass es Magie wirklich gibt, damit sie ihrer Tante helfen kann. An Geister glaubt sie allerdings gar nicht. Daher arbeitet sie als Guide für Gruseltouren ...

Inhalt
Erin wünscht sich nichts sehnlicher, als dass es Magie wirklich gibt, damit sie ihrer Tante helfen kann. An Geister glaubt sie allerdings gar nicht. Daher arbeitet sie als Guide für Gruseltouren in Edingburgh und führt Touristen an gruselige Orte und erzählt ihnen dort Geistergeschichten. Doch dann begegnet sie selbst einem Geist und ihre Welt wird auf den Kopf gestellt. Als sich dann die Möglichkeit ergibt, dass ihr Wunsch erfüllt wird, muss sie feststellen, wie gefährlich ihre Reise ist und, dass sie nicht die einzige ist, die sich einen Wunsch erfüllen lassen möchte...

Meine Meinung
Das Cover hat mich schon direkt angesprochen. Ich mag, das geheimnisvolle und magische was es ausgestrahlt hat und wurde dadurch direkt in seinen Bann gezogen. Dementsprechend war ich auch sehr neugierig auf die Geschichte. Und was soll ich sagen? Die Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn sie im Laufe der Seiten leider etwas nachgelassen hat.

Der Einstieg in die Geschichte war sehr interessant und hat direkt meine Neugier geweckt. Es war geheimnisvoll und magisch, weshalb ich gar nicht mehr genug davon kriegen konnte, weiter in die Geschichte einzutauchen.
Die Ausgangslage fand ich sehr interessant und spannend. Wir lernen die Protagonisten in ihrer jeweiligen aktuellen Situation kennen, was meine Neugier auf den Fortgang geweckt hatte.
Ebenso fand ich es spannend und toll, wie sich die Geschichte im weiteren Verlauf entwickelt hatte. Allerdings hatte meine anfängliche Euphorie dann so ein bisschen nachgelassen. Die Geschichte war zwar spannend und ich war auch gespannt darauf herausfinden, wie alles zusammenhängt und, was es mit Talus auf sich hat, aber irgendwie fehlte dem ganzen so ein bisschen der Pepp und das gewisse etwas. Da war für meinen Geschmack noch ein bisschen Luft nach oben.
Für Spannung konnte dann noch die eine oder andere unerwartete Wendung sorgen und die Handlungsentwicklung an sich fand ich ebenfalls interessant.

Die Protagonisten fand ich ebenfalls sehr spannend. Die Geschichte ist aus mehreren Perspektiven erzählt, die alle ihre eigenen Ziele und Absichten haben, aber irgendwie doch miteinander verknüpft sind. Das machte das Ganze noch einmal interessanter und abwechslungsreicher. Leider führte es aber auch manchmal ein bisschen zu Verwirrungen, was die zeitlichen Abläufe anging. Jedenfalls war ich aber gespannt darauf, mehr über die jeweiligen Charaktere zu erfahren und war neugierig, wie am Ende alles zusammenhängt und wie sich die einzelnen im Laufe der Handlung entwickeln könnten.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen und ich konnte das Buch leicht und flüssig lesen und mich so komplett in der Handlung fallen lassen. Das Setting in Edinburgh war wirklich toll und einfach passend für die Handlung gewählt. Die Atmosphäre hat mich ebenfalls überzeugen können. Sie war geheimnisvoll und magisch, weshalb das Buch dahingehend hält, was es verspricht. Die Gefühle und Emotionen hätten ein wenig präsenter und greifbar sein können, aber an den entscheidenden Stellen, war das auch der Fall gewesen.

Insgesamt ein spannender und fesselnder Reihenauftakt, bei dem noch Luft nach oben ist und ich deshalb auch gespannt auf den zweiten Teil bin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2022

Sommerlich, bewegend, gefühlvoll

Der Wind singt unser Lied
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Inhalt
Toni ist auf der ganzen Welt unterwegs und hat auch schon viel gesehen und erlebt. Nur selten besucht sie ihre Familie zu Hause, da sie dort von ihr Vergangenheit eingeholt wird. Doch als ihr Vater ...

Inhalt
Toni ist auf der ganzen Welt unterwegs und hat auch schon viel gesehen und erlebt. Nur selten besucht sie ihre Familie zu Hause, da sie dort von ihr Vergangenheit eingeholt wird. Doch als ihr Vater sich wie aus dem Nichts bei ihr meldet, macht sich Sorge in ihr breit, weshalb sie kurzerhand zurück nach St. Peter-Ording fliegt. Sie merkt, dass irgendetwas nicht stimmt und sich einiges verändert hat, seit sie das letzte Mal da war. Daher unterstützt sie alle, wo sie nur kann und probiert dahinter zu kommen, was hier wirklich los ist...

Meine Meinung
Nachdem mich die ersten beiden Bände der Autorin schon gut unterhalten und in sommerliche Stimmung versetzen konnte, war ich nun neugierig auf die Weltenbummlerin Toni. Und was soll ich sagen? Das Buch hat mir ebenfalls gut gefallen, auch wenn es irgendwie schwerer wog, als die ersten Bände.

Die Geschichte begann schon sehr sommerlich und kurzweilig, sodass ich gut und schnell in sie eintauchen konnte.
Anschließenden wurde auch meine Neugier geweckt, was die Familie Toni verheimlichen könnte und, warum Toni nur so schwer zu Hause sein kann. Viele Fragen wurden aufgeworfen, die für Spannung sorgten und sogar zum Ende hin, als ich dachte, ich würde schon alles wissen, konnte die Geschichte noch mit der einen oder anderen Überraschung aufwarten. Insgesamt wurde die Handlung dadurch auch sehr spannend und fesselnd und all das, vor einem sommerlichen Wohfühl-Setting.
Die Geschichte war insgesamt sehr locker und leicht gehalten. Dennoch wurden viele ernste Dinge hier thematisiert, die bedrückend waren und auch nahe gingen. Diese bekamen auch ihren raum und stellten so eine gute Mischung zu der Leichtigkeit dar ohne unterzugehen.
Schön fand ich auch, dass hier keine Liebesgeschichte im Vordergrund stand, sondern mehr wert auf die Familie gelegt wurde.
Die Handlungsentwicklung konnte mich ebenfalls überzeugen, da anfangs nicht viel Preis gegeben wurde und erst nach und nach ein Gesamtbild entstand.

Die Protagonisten, allen voran natürlich Toni, haben mir wirklich gut gefallen und ich habe sie direkt in mein Herz geschlossen. Sie wirkten alle so lebendig und authentisch, wie mitten aus dem Leben gegriffen. Toni fand ich als Charakter an sich auch sehr interessant, vor allem, weil ich gespannt war, mehr über sie zu erfahren und, wie sie sich weiterentwickeln wird.

Der Schreibstil war locker und leicht, hat alle nötigen Gefühle und Emotionen greifbar gemacht und ließ die Geschichte sehr kurzweilig erscheinen. Die Atmosphäre und das Setting haben mir ebenfalls gut gefallen, auch wenn ich aufgrund der ganzen Geschichte manchmal Schwierigkeiten hatte, die ganzen sommerlichen Gefühle zuzulassen.

Insgesamt eine wunderschöne, emotionale aber auch irgendwie leichte Geschichte, die sich für den Sommer eignet, aber auch schwer wiegt.

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Veröffentlicht am 04.05.2022

Magisch, spannend, aber sehr temporeich

Die magischen Buchhändler von London
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Inhalt
Merlin ist ein Buchhändler, dessen Aufgabe es ist, das Wissen um die übernatürliche Welt zu bewahren und die normalen Menschen vor dieser zu beschützen. Er gehört einem größeren Bund von Buchhändler ...

Inhalt
Merlin ist ein Buchhändler, dessen Aufgabe es ist, das Wissen um die übernatürliche Welt zu bewahren und die normalen Menschen vor dieser zu beschützen. Er gehört einem größeren Bund von Buchhändler an, die sich das zum Ziel gesetzt haben. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse, als er Susan, eine junge Frau, die auf der Suche nach ihrem Vater ist, vor einem bösen Wesen rettet. Plötzlich scheinen es alle auf Susan abgesehen zu haben und er versucht sie mit allen Mitteln zu beschützen, bis sich herausstellt, dass mehr hinter alldem steckt und er vielleicht auch herausfindet, wer Schuld am Tod seiner Eltern ist...

Meine Meinung
Das Cover hatte mich sofort in seinen Bann gezogen. Es wird geheimnisvoll, magisch und mystisch und ist einfach ein Eyecatcher. Ich mag die glänzenden kräftigen Farben vor dem neutraleren Hintergrund sehr gerne.

Die Handlung beginnt schon sehr spannend und hat meine Neugier direkt geweckt. Allerdings habe sie anfangs auch als sehr verwirrend und merkwürdig empfunden. Es werden viele neue Begriffe aufgeworfen und Fantasyelemente dargestellt, ohne, diese groß zu erklären, sodass ich mich etwas erschlagen und verwirrt gefühlt habe. Ich konnte mir so leider erst recht spät ein Bild von alldem machen und die Dinge richte einordnen, weshalb ich so meine Schwierigkeiten mit dem Anfang hatte.
Hinzukam, dass die Geschichte sehr schnell voran schritt und das Tempo sehr hoch gehalten wurde. Die Dinge passierten Schlag auf Schlag und es wurde einem kaum eine Ruhepause gegönnt. Zum Ende hin nahmen dann die actionreicheren Szenen zu und das Tempo noch einmal angezogen, was dann letztlich einfach zu schnell war.
Trotz allem hat mir die Handlung an sich und, wie sie sich entwickelt hat insgesamt gut gefallen. Ich mochte die Geschichte, die hier erzählt wurde und fand diese auch sehr spannend und hat mich neugierig gemacht.
Ebenso hat mir der Humor in der Geschichte auch gut gefallen. Er hat zwar nicht komplett meinen Geschmack getroffen, aber er hat für eine tolle Leichtigkeit gesorgt und gerade die düsteren Stellen aufgelockert.

Merlin und Susan waren passende und sympathische Protagonisten für diese Geschichte. Ich habe zwar etwas gebraucht um mit ihnen warm zu werden und fand sie vor allem am Anfang nicht wirklich greifbar, aber zum Ende hin hat sich das gelegt. Ich denke, das lag vor allem an dem hohen Tempo, dass keine große Zeit blieb, sich großartig auf die Protagonisten einzulassen. Die Dynamik und Harmonie zwischen ihnen hat auf jeden Fall gestimmt.

Der Schreibstil war ebenfalls etwas anders, als ich gewöhnt bin, aber, sobald ich in der Geschichte drin war, hat sich das gelegt und ich konnte komplett in ihr versinken.
Die Atmosphäre ist geheimnisvoll, magisch und mystisch, was mir wirklich gut gefallen hat und auch perfekt zu dem Setting in London gepasst hat. Generell fand ich, dass Setting in London einfach perfekt gewählt und passend für die ganze Geschichte.
Die Gefühle und Emotionen hätten für mein Empfinden noch etwas präsenter sein können.

Insgesamt eine schöne, magische und geheimnisvolle Geschichte, die aber leider ein zu hohes Tempo hatte, wodurch einiges verloren gegangen ist.

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Veröffentlicht am 04.04.2022

Spannend, fesselnd, aber leider nicht mein Humor

Schreib oder stirb
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Inhalt
David Dolla ist Literaturagent und richtig gut in seinem Job. Als jedoch der Patient einer psychiatrischen Privatklinik, Carl Vorlau, nach ihm verlang, ändert sich sein Leben schlagartig. Der Patient ...

Inhalt
David Dolla ist Literaturagent und richtig gut in seinem Job. Als jedoch der Patient einer psychiatrischen Privatklinik, Carl Vorlau, nach ihm verlang, ändert sich sein Leben schlagartig. Der Patient gesteht ihm, dass er die vermisste siebenjährige Pia entführt haben soll und diese nicht mehr lange zu leben hat. Er wird ihm das Versteck nennen und David so zu einem Helden machen, wenn er ihm im Gegenzug einen Verlagsvorschuss in Höhe von einer Million Euro für einen True-Crime-Thriller rund um das Verschwinden von Pia verschafft. David weiß nicht, was er davon halten soll, bis Vorlau seine Drohung wahr macht, das Leben von David zu zerstören...

Meine Meinung
Wie immer habe ich mich auch jetzt wieder riesig auf den neuen Fitzek gefreut. Dieser hat auch extra noch mal meine Neugier geweckt, da er kein reiner Thriller sondern aufgrund der Zusammenarbeit mit Micky Beisenherz auch einen humorvollen Aspekt bekommen sollte. Die Mischung war definitiv etwas neues und besonderes für mich, aber leider muss ich sagen, dass das nicht meine Art von Humor war.

Vom Thriller-Aspekt her hat mich das Buch wirklich überzeugen und begeistern können. Da merkt man, dass auf jeder Seite Fitzek steckt und auch, wie sich der ganze Thriller entwickelte, schrie regelrecht nach ihm. Die Handlung war spannend und fesselnd, wartete mit überraschenden Wendungen auf, die noch einmal für Tempo und Spannung sorgten und veranschaulichte die Abgründe des menschlichen Wesens.
Auch die Konstellation in der Geschichte mit dem Literaturagenten und seinen Klienten fand ich interessant und neu. Das war teilweise schon sehr kurios und humorvoll und hat mich gut unterhalten.
Leider muss ich aber sagen, dass der Humor in der Geschichte leider nicht meins war. Dieser sollte verdeutlichen, was David Dolla für ein humorvoller Typ ist, was auch geklappt hat, aber mir war das einfach zu viel. Wenn David eine Situation, eine Person oder sonst irgendetwas beschrieb, wurde sich hier ganz stark eines Vergleichshumors bedient. Zunächst fand ich das etwas gewöhnungsbedürftig, weil ich das in der Form noch nicht in einer Geschichte hatte. Aber dann habe ich schnell gemerkt, dass mir das auch nicht wirklich zusagte und habe es eher als störend empfunden. Er war noch dazu einfach zu dominant und präsent in der Geschichte und hat sie für mein Empfinden noch eher in die Länge gezogen und hat viel Tempo aus der Geschichte genommen.
Mir persönlich hätte es tatsächlich gereicht, wenn sich hier auf den Humor in den Dialogen beschränkt worden wäre. Dieser hat mir besser gefallen und den Charakter der Hauptfigur auch gut wiedergegeben.

David Dolla ist wirklich eine interessante Hauptfigur, die man so in keinem Thriller erwartet hätte. Er hat viel Witz und Charme und mit den merkwürdigsten Leuten zu tun, die man ebenfalls nicht erwartet hätte. Ich mochte seine Art sehr gerne und auch den Umgang mit den Menschen. Generell fand ich, dass alle Protagonisten hier sehr individuelle gezeichnet sind und einfach ihre Eigenheiten und besondere Art hatten. Das machte für mich den Thriller schon sehr unterhaltsam.

Der Schreibstil war fesselnd, einfach und flüssig, sodass ich schnell durch die Seiten geflogen bin. Die Atmosphäre war weniger düster, als bei „normalen“ Thrillern, da durch den Humor die ganze Situation immer mal wieder aufgelockert wurde. Natürlich kam auch die Spannung und die grausamen Momente in ihrer Form so rüber, aber man wurde durch den Humor schnell wieder aus dem bedrückenden Gefühl herausgeholt, was mir gut gefallen hat.

Insgesamt hat mir die Geschichte richtig gut gefallen. Sie konnte mich fesseln und mitreißen. Lediglich der Humor und seine ausschweifende Präsenz in der Geschichte war leider nicht so meins.

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