"Basteln für Einsteiger" von Christine Rechl bietet Bastelspaß für die ganze Familie. Die meisten Ideen sind bereits für kleine Kinder leicht umsetzbar. Und das Material ist fast alles im Haushalt vorhanden. ...
"Basteln für Einsteiger" von Christine Rechl bietet Bastelspaß für die ganze Familie. Die meisten Ideen sind bereits für kleine Kinder leicht umsetzbar. Und das Material ist fast alles im Haushalt vorhanden. Man kann also sofort loslegen.
Verregnete Ferientage werden so zu spannenden Basteltagen. Meine Kids lieben es Steine zu bemalen. In diesem Buch finden sich nett und witzige Anregungen dazu. Eine wunderschöne Idee ist das Glitzer-Mobile. Auch die Klorollentiere oder das Windrad kommen sehr gut an.
Windrad.
Die Anleitungen sind super einfach nachzuarbeiten, da alles nicht nur gut beschrieben, sondern auch bebildert ist. Die gesamte Aufmachung des Buches ist hochwertig und ansprechend.
Fazit: Her mit Kleber und Schere. Lasst uns loslegen.
„Mit Zen durch das Jahr“ ist ein wunderschön gestaltetes Journal für tägliche Schreibungen, gestaltet von Zen-Lehrerin Bonnie Myotai Treace. Es macht Freude darin zu blättern und sich einen Überblick zu ...
„Mit Zen durch das Jahr“ ist ein wunderschön gestaltetes Journal für tägliche Schreibungen, gestaltet von Zen-Lehrerin Bonnie Myotai Treace. Es macht Freude darin zu blättern und sich einen Überblick zu verschaffen. Die einzelnen Wochen sind den sieben Bereichen der Zen-Praxis gewidmet: Meditation, Liturgie, Arbeit, Kunst, Studium, Körper und Welt. Das Journal nimmt uns mit auf eine spannende Reise durch das Alltägliche, durch Traurigkeit, und wundervolle Momente, durch die Höhne und Tiefen unseres Lebens. Die täglichen Fragestellungen und Aufgaben sind anregend, z.B. „Beschreibe oder zeichne den Duft von Regen, ohne ihn zu benennen“ oder es gibt Bewegungsübungen, die dich auffordern, zu beschreiben, wie du dich fühlst. Das Buch biete eine Fundgrube an Inspirationen sich selber neu zu entdecken, sich daran zu erinnern, was wirklich wichtig ist. Eine tolle Methode für Menschen, die ohnehin gerne Tagebuch schreiben, sie erhalten Anregungen auch mal den Blickwinkel zu wechseln.
Ich bin jedenfalls gespannt, wohin mich diese Reise des meditativen Schreibens führt.
Fazit: Sich entdecken und zur Ruhe kommen durch meditatives Schreiben
Der Arzt Dr. Max Keller hat seiner schwer an Alzheimer-Demenz erkrankten Tante ihren Wunsch nach Sterbehilfe erfüllt und gerät damit in die Grauzonen des Gesetzes. Gerade er als Arzt ist doch dem Leben ...
Der Arzt Dr. Max Keller hat seiner schwer an Alzheimer-Demenz erkrankten Tante ihren Wunsch nach Sterbehilfe erfüllt und gerät damit in die Grauzonen des Gesetzes. Gerade er als Arzt ist doch dem Leben verpflichtet. Darf man überhaupt jemanden den Wunsch nach selbstbestimmten Sterben ermöglichen. Wie sieht die Gesetzeslage aus? Wie weit darf man gehen, und ab wann ist es Mord? Die Staatsanwaltschaft nimmt die Ermittlungen auf. Die Anklage lautet: Tötung auf Verlangen. Keller droht eine Freiheitsstrafe und der und der Entzug seiner Arztzulassung. Damit wäre sein Leben ruiniert.
Max erhofft sich Hilfe von seinem alten Freund, dem Staatsanwalt Jonas van Loon, den er vor Jahren einen unschätzbaren Dienst erwiesen hatte. Jonas gerät in einem Zwiespalt. Er steht kurz vor der Ernennung zum Generalstaatsanwalt und hat Bedenken, dass ihm diese Geschichte seine Karriere kosten könnte.
Ein Roman zu einem brisanten Thema. Mich hat die Geschichte von Anfang bis zum Ende in Atem gehalten. Der Autor Markus Thiele ist ein promovierter Rechtsanwalt. Seine Erfahrungen im Gerichtsaal prägen diesen hochspannenden Roman. Markus Thiele versteht sein Handwerk. Sein Schreibstil ist flüssig. Es gelingt ihm, dem Leser in die einzelnen Charaktere zu versetzen. In Zeitsprüngen, bekommen wir Einblick in die Vorgeschichte und in die Vergangenheit. Max ist ein vom Schicksal gebeutelter Mann. In Rückblicken erfahren wir von seiner schwierigen Kindheit. Ohne Mutter aufgewachsen, mit einem grausamen, alkoholkranken Vater, der ihn, für den Tod der Mutter verantwortlich macht. Er sagt zu dem Jungen, mit Max sei der Zorn Gottes auf die Weltgekommen. Der Junge lebt erst auf, als ihm das Jugendamt zu seiner Tante Maria bringt. In ihr findet er zum ersten Mal Wärme und Liebe. Doch Marias Tochter Agnes reagiert eifersüchtig auf den neunen Bruder. Jonas hingegen wächst in einem großbürgerlichen Elternhaus auf, ihm fehlt es an nichts. Doch auch er hat es schwer mit seinem Vater, er kann es ihm nie recht machen. Egal was er leistet, für seinen Vater ist es nie gut genug ist.
Der Roman liefert neben einer gutdurchdachten Geschichte Argumente zu Pro und Contra der Sterbehilfe. Ich bin als Leser gefordert, mir eine eigene Meinung zu bilden. Was Max für Maria getan hat, wie ich soll ich das bewerten? Wäre ich selbst in der Lage, dass zu tun?
Das Gericht beschäftigt sich mit der Frage: Wollte Maria sterben? Und wenn ja, durfte ein anderer Mensch, ihr dabei helfen. Maria Linz hat ihren Sterbewunsch genau niedergeschrieben. Ist Max nun ein Mörder oder ein Helfer? Sehr schön ist die Erklärung des Titels mit den sieben Schalen des Zorns.
Ein absolut toller Roman. Ich habe mir zum ersten Mal bewusst Gedanken zum Alter, der Altersdemenz und der Sterbehilfe gemacht. Jeder von uns wünscht sich bis zum Schluss geistig fit zu bleiben, leider hat es keiner von uns in der Hand. Die Frage: Wie möchte ich sterben, wenn es denn mal so weit ist? Ich glaube, ich hätte auch gerne so einen Arzt wie Max.
Fazit: Unbedingt lesen uns sich eine eigene Meinung bilden
Jan Philipp Cleusters zeigt uns in seinem Kochbuch „Kochen für Faultiere“. Wie man in maximal acht Minuten ein leckeres und gesundes Gericht zubereitet. Das hört sich schon mal hervorragend an, jedenfalls ...
Jan Philipp Cleusters zeigt uns in seinem Kochbuch „Kochen für Faultiere“. Wie man in maximal acht Minuten ein leckeres und gesundes Gericht zubereitet. Das hört sich schon mal hervorragend an, jedenfalls für mich, die sich nur am Wochenende Zeit nimmt für aufwendiges Kochen, unter der Woche muss es fix gehen.
Und nein, es ist tatsächlich keine Hexerei. Die Frühstücksideen mit Joghurt und frischen Obst treffen bei mir genau den richtigen Nerv. Hm… lecker. Das Healthy Bred Omlett sieht schmackhaft aus und ist einfach zuzubereiten. Genau richtig für Faultiere. Und in das „Filling me softly“ habe ich auf den ersten Blick verliebt. Gefüllte Croissants, was für eine geniale Idee. Was mich persönlich ein bisschen stört, sind die englischen Titel der Gerichte. Da hätten sich bestimmt auch gute griffige deutsche Namen gefunden?
Und ein Klassiker: Spiegelei. Geht immer, vor allem wenn es mit ein paar Zutaten aufgepeppt wird.
Vegetarier finden im schnellsten Kochbuch aller Zeiten ebenfalls tolle Anregungen und Rezepte, z. B. die „Speedy Spaghettini. Und wer auf Vegan steht, wird das „Tabouleh Rasa“ lieben.
Auf die Idee, das Spaghetti-Wasser mit dem Wasserkocher zu erhitzen und dann einem Topf die Spaghetti noch 7 Minuten bissfest zu garen, wie in der „Schnellsten Bolognese aller Zeiten“ beschrieben, hätte man auch selber kommen können. Beim Rezept dem „3-Minuten Frozen Yoghurt“ läuft mir bereits beim Durchlesen das Wasser im Munde zusammen, Und der Mandarinen Quark ist einfach nur köstlich.
Das Kochbuch kann mich tatsächlich begeistern. Es ist ansprechend und liebevoll gestaltet, mit professionellen Fotos. Die Gerichte sind appetitlich angerichtet, die Rezepte gut beschrieben und scheinen tatsächlich ohne großen Aufwand zu bewerkstelligen zu sein. Zudem habe ich sogar einige echt raffinierte Rezepte entdeckt.
Was ich überhaupt nicht schätze, ist das Pappcover. Dieser Einband ist für ein Kochbuch völlig ungeeignet. Was ist das bloß wieder für eine neue Mode? Ich habe bereits ein anderes Kochbuch mit dieser Haptik ruiniert. Kochbücher werden ja in der Regel auch benutzt und da kommt es schon mal vor, dass ein Tropfen Wasser auf der Tischplatte landet. Bei mir hat sich dieser Tropfen sofort in das ungeschützte Papp-Cover eingegraben und beim Darüberwischen ist ein Stück vom Titelbild im Lappen verschwunden. Na herrlich!!! Ich finde, für den stolzen Preis, sollte das Buch besser geschützt sein. Denn auch Fettflecken nimmt das Cover übel. Und genau dafür wollte ich eigentlich einen Punkt abziehen, habe mich dann doch anders entschieden, da mir das Kochbuch wirklich gefällt.
Fazit: Rezepte schnell und schmackhaft, wie versprochen. Daumen hoch.
Die deutsche Familie Blom zieht in das kleine, idyllisch gelegene Bergdorf Vischnanca in Graubünden. Katja hat hier einen Job gefunden und Fabio wird seinen Beruf in Homeoffice erledigen. Die Familie ...
Die deutsche Familie Blom zieht in das kleine, idyllisch gelegene Bergdorf Vischnanca in Graubünden. Katja hat hier einen Job gefunden und Fabio wird seinen Beruf in Homeoffice erledigen. Die Familie freut sich auf den Neuanfang. Das Dorf ist überschaubar, es hat nur 60 Einwohner. Jasper und Johanna, die heranwachsenden Kinder der Bloms, erkunden den Ort mit ihrem Moped und erleben den Schreck ihres Lebens. Ein Felsbrocken fällt ihnen direkt vor die Maschine.
Ria, der jungen Bio-Bäuerin zählt zu den Alteingesessenen des Dorfes. Ihre Familie lebt schon seit Generationen in diesem Dorf. Rias Vorfahren haben diesen Ort gegründet. Anfangs dachte ich, was hat Ria für ein Problem mit dem Berg. Sie hadert mit ihm, nennt ihn ‚rosna-tgigl‘ ..rschloch. Sie scheint einen Kampf mit ihm auszufechten. Und schon bald wird klar, das mit dieser scheinbaren Idylle was nicht stimmt. Die Stimmung ist unheilschwanger und düster. Die Bedrohung in dem kleinen Dorf ist spürbar. Der Berg rutscht und mit ihm auch das Dorf und zwar nicht zu knapp, einen Meter zwanzig jedes Jahr. Buh. Das erklärt die leerstehenden, verlassenen, zum Teil auch verfallenen Häuser. Die Dorfbewohner stehen vor der Frage: Sollen sie ihre Heimat aufgeben oder doch bleiben?
Mich hat das Buch von der ersten Zeile an gefesselt. Der Schreibstil der Autorin versteht es dem Leser mit nach Vischnanca mitzunehmen. Die Stimmung wird greifbar, die Dorfbewohner kommen uns sehr nahe. Es könnten unsere Nachbarn sein. Besonders gelungen empfand ich, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, dadurch wird dem Leser Einblick in Gedanken der einzelnen Personen gewährt, und somit werden auch die Gründe der Menschen nachvollziehen, die sich fürs Gehen oder Bleiben aussprechen. Die Stimmung bei der Dorfversammlung war jedenfalls sehr aufgeladen. Die Natur und Landschaftsbeschreibungen haben mich in die Bergwelt versetzt. Ich war mitten drin.
Da ist die sympathische Ria. Sie ist eine Frau die zupacken kann, die an ihrem Hof hängt. Sie war neben Fabio, dem neu zugezogenen Dorfbewohner, meine Lieblingsfigur. Ich mochte auch die starrköpfige Mathilda.
Ein Buch, dass emotional sehr berührt. Ich hatte mir bisher keine Gedanken darüber gemacht, dass die idyllische Alpenwelt auch ihre Schattenseiten haben kann.