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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2022

Informativ und schön!

Atlas der Unordnung
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Der Atlas der Unordnung vermittelt durch anschauliche und sehr spannende Karten eine riesige Menge an Wissen zu unserer Politik, Geschichte, Geographie und vielen Mehr. Ich bin selbst Geographin und war ...

Der Atlas der Unordnung vermittelt durch anschauliche und sehr spannende Karten eine riesige Menge an Wissen zu unserer Politik, Geschichte, Geographie und vielen Mehr. Ich bin selbst Geographin und war wirklich überrascht, dass auch für mich eigentlich das meiste Wissen völlig neu war. Dabei fand ich aber toll, dass alles auf eine leicht verständliche Weise vermittelt wird und dass man vor allem nicht von Informationen erschlagen wird, sondern dass die Karten die Wichtigsten Informationen vermitteln. Den ein oder anderen Erklärtext, insbesondere zu einigen historischen Ereignissen und Hintergründen, hätte ich mir an mancher Stelle aber trotzdem noch gewünscht. Denn beim Aufschlagen einer neuen Seite hat mich die neue Karte oft erstmal erschlagen und ich hättr es toll gefunden, dann erst mal einen kleinen Orientierungstext lesen zu können, der mir erklärt, was ich darauf überhaupt sehen soll, bevor ich mich dann in der Karte orientiert hätte. Teilweise waren mir die Texte, die es gab, auch zu kurz und ich hätte gerne noch mehr gelernt, insbesondere bei räumlichen Beispielen, die zwar erwähnt und kurz erläutert wurden, aber da wäre sicherlich noch wesentlich mehr Spannendes dazu zu sagen gewesen.
Die Aufteilung nach Themenbereichen hat mir total gut gefallen und vor allem das Kapitel über Meeresgrenzen fand ich total spannend, weil so viele Konflikte und Probleme erklärt wurden, von denen mir bisher gar nicht bewusst war, dass es sie gibt, beziehungsweise wie schwierig es ist, eine Lösung zu finden, die für alle beteiligten Staaten tragbar ist...
Die Gestaltung des Buches fand ich grundsätzlich auch toll, die Karten waren nicht nur informativ, sondern teilweise auch echt schön gestaltet. Manchmal war es mir aber auch etwas zu viel des Guten und die Legenden waren manchmal nicht so klar als solche erkennbar oder aus gestalterischen Gründen an seltsamen Stellen auf der Seite platziert. Da hätte ich mir manchmal ein wenig mehr Einfachkeit und mehr Einheitlichkeit gewünscht. Das quadaratische Format des Buches finde ich grundsätzlich auch schön und ungewöhnlich und es bietet auch viel Platz für die Karten, aber aufgeschlagen ist das Buch dann schon echt groß und auch ziemlich unhandlich.
Cover und Titel finde ich sehr ansprechend und passend. Spannend fand ich auch die Zitate berühmter Persönlichkeiten zu Beginn, die ganz unterschiedliche Meinungen zu Grenzen ausdrücken und einem direkt aufzeigen, wie konfliktbeladen und aktuell dieses Thema ist!
Abschließend kann ich sagen, dass mich ein paar Dinge zwar gestört haben, ich das Buch aber echt toll umgesetzt finde und mehr gelernt habe, als ich anfangs dachte!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2022

Außergewöhnliche und wunderschöne Atmospäre

Das unglaubliche Leben des Wallace Price
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Da ich "Mr. Parnassus Heim für magisch Begabte" von TJ Klune total geliebt habe - wie vermutlich auch viele andere - konnte ich es gar nicht abwarten, sein neues Buch in die Finger zu bekommen. Allein ...

Da ich "Mr. Parnassus Heim für magisch Begabte" von TJ Klune total geliebt habe - wie vermutlich auch viele andere - konnte ich es gar nicht abwarten, sein neues Buch in die Finger zu bekommen. Allein schon das wunderschöne Cover, das stilistisch so toll zu TJ Klunes anderem Buch passt, hatte mich schon davon überzeugt, dass dieses Buch genauso toll werden muss. Vorab dazu gleich mal: Ganz heran kam die Geschichte für mich nicht an Mr. Parnassus, aber dennoch handelt es sich auch hier um ein tolles Buch mit vielen wichtigen Botschaften, die in sanften Zwischentönen in die Geschichte einfließen.

Die Charaktere fand ich überwiegend toll und sehr speziell, teilweise aber auch mal zu übertrieben dargestellt. Es ist spannend zu sehen, welche Charakterveränderung der Protagonist Wallace durchmacht, auch wenn sie mir stellenweise etwas zu schnell ging. Ihn und einige der anderen Charaktere habe ich schnell ins Herz geschlossen.

Was mich so von TJ Klune überzeugt ist vor allem der Schreibstil des Autors, der so eine tolle Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit darstellt und meiner Meinung nach total einzigartig und anders ist. Deshalb braucht man am Anfang auch erstmal kurz, um in die Geschichte hinein zu finden, doch wenn man sich darauf einlässt, wird man als Leser reicht belohnt! Toll ist vor allem auch, wie selbstverständlich das Thema Diversität in die Geschichte eingearbeitet ist.

Emotional konnte mich das Buch nicht ganz so abholen, wie es vermutlich die Intention war, aber trotzdem habe ich immer mit gefiebert und mitgedacht, nur eben nicht mit geweint. Vor allem das Nachwort des Autors fand ich am Ende dann noch sehr bewegend.

Alles in allem für mich ein tolles, außergewöhnliches Buch. Ich denke, es ist nicht für jeden etwas, aber es lohnt sich auf jeden Fall, das herauszufinden!

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Veröffentlicht am 24.03.2022

Zeitreise in Romanform

Man vergisst nicht, wie man schwimmt
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Auf "Man vergisst nicht, wie man schwimmt" war ich allein schon deshalb so neugierig, weil Cover und Titel so interessant waren und so gut miteinander harmonierten. Auch der Klappentext klang spannend ...

Auf "Man vergisst nicht, wie man schwimmt" war ich allein schon deshalb so neugierig, weil Cover und Titel so interessant waren und so gut miteinander harmonierten. Auch der Klappentext klang spannend und ich war gespannt, ob das Buch selbst sich auch so gut in dieses Gesamtbild einfügt.
Den Einstieg in die Geschichte fand ich toll. Der Schreibstil ist gut zu lesen und auch das Kennenlernen von Krüger fand ich spannend - und im Verlauf der Geschichte dann auch immer wieder die Einblicke in seine Gedankenwelt. Überzeugt haben mich aber vor allem die detaillierten Beschreibungen seiner Umgebung, seiner Gefühle, der Welt um ihn herum, die einen einfach aus der heutigen Zeit herausreißen und einen mühelos über 20 Jahre zurück katapultieren. Die Erzählungen machen einen als Leser total nostalgisch und geben einem wirklich das Gefühl, verstehen zu können wie sich das Leben damals für Krüger angefühlt hat. Das fand ich total faszinierend, weil ich mich teilweise selbst nicht mehr so richtig daran erinnern kann, wie sich das Leben für mich z.B. vor Corona angefühlt hat
Leider hat sich die anfängliche Begeisterung für mich nicht durch das gesamte Buch gezogen. Es fing damit an, dass ich immer mal wieder über Rechtschreibfehler oder Sätze gestoplert bin, deren Satzbau verdreht war, so dass mein Lesefluss schon ab und zu gestört war. Gleichzeitig hatte das Buch so ab der Hälfte schon immer mal wieder Längen, ich fand es vor allem schwierig zu verstehen, wo die Geschichte hin will.
Mit dem Ende des Buches ergab dann alles wieder mehr Sinn und meine Fragen haben sich aufgelöst. Die Geschichte kam mir dann in sich total stimmig vor und vor allem den Schluss fand ich sehr berührend. Dennoch war es zwischendurch alles nicht ganz so klar, weshalb das Buch dann doch einen Punkt Abzug von mir bekommt.
Trotzdem handelt es sich um einen tollen Roman, der in einer ganz anderen Welt zu spielen scheint!

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Veröffentlicht am 01.03.2022

Toller Roman zum Wegträumen

Golden Hill Touches
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Den ersten Band von Nicole Böhms neuer New-Adult Reihe mochte ich sehr gerne, wie auch alle anderen Bücher, die ich bisher von ihr gelesen habe. Der Schreibstil ist toll und das Buch ließ sich flüssig ...

Den ersten Band von Nicole Böhms neuer New-Adult Reihe mochte ich sehr gerne, wie auch alle anderen Bücher, die ich bisher von ihr gelesen habe. Der Schreibstil ist toll und das Buch ließ sich flüssig und leicht lesen, die Figuren habe ich schnell liebgewonnen und besonders war vor allem die Szenerie in der amerikanischen Wildnis, in der man sich so schön wegträumen konnte und die total realistisch und gut vorstellbar beschrieben wurde.
Ich mochte die wechselnden Kapitel zwischen Parker und Clay und fand es toll, wie die Handlung gleichzeitig zwischen heute und der Zeit in der Jugend der beiden hin und her wechselte. Zugegebenermaßen wurde es dadurch manchmal ein bisschen verwirrend und ich musste mich das ein oder andere Mal bei einem neuen Kapitel erst wieder orientieren, aber die Grundidee und die Umsetzung haben mir grundsätzlich sehr gut gefallen. Dadurch wurde ein toller Spannungsbogen aufgebaut und man hatte quasi zwei Liebesgeschichten zwischen den gleichen Charakteren in einem Buch
Toll fand ich auch Parkers Arbeit an Golden Hill mitzuerleben und mehr über die Arbeit mit Pferden zu erfahren.
Ein paar Kleinigkeiten sind mir gleichzeitig aber auch aufgefallen: manchmal fand ich die Wortwahl etwas irritierend, beispielsweise spricht Parker in Bezug auf Sadies Unfall von "verheerenden Verletzungen", was ich persönlich zumindest vorher nie gehört habe und gleichzeitig sind mir ungewöhnlich viele Rechtschreibfehler im Buch aufgefallen, was den Lesefluss dann schon etwas gehemmt hat, weil ich als Fehlerteufel immer schnell dazu neige, nach einem Rechtschreibfehler gleich nach dem nächsten Ausschau zu halten anstatt meinen Fokus auf den Inhalt zu legen.
Was mir auch auffällt: ich habe das Buch bereits vor ein paar Tagen beendet, bin aber jetzt erst dazu gekommen, meine Rezension zu schreiben. Normalerweise kann ich mir ohne Probleme merken, worum es in einem Buch ging und was mir daran gefallen, oder nicht gefallen hat, hier habe ich aber tatsächlich schnell anfangen, die Handlung schon wieder zu vergessen. Tatsächlich liegt das vermutlich am Genre, eben weil ich finde, dass New-Adult zwar immer schön zu lesen ist, die Geschichten aber immer einen derart stringenten Handlungsmuster folgen, dass es irgendwann schwerfällt, die Bücher auseinander zu halten. Klar, hier war die Besonderheit die Szenerie, aber ich erinnere mich an ein ganz ähnliches Buch in ähnlicher Atmosphäre, das ich vor nicht allzu langer Zeit gelesen habe, und schon verschwimmen die Handlungen ineinander. Schade! Ich würde mir wirklich wünschen, dass die Autorinnen und Autoren hier mal ein paar neue Ideen bringen. Daher reicht es bei mir nicht für die 5 Sterne, empfehlen kann ich das Buch trotzdem!

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Veröffentlicht am 20.11.2021

Ich bin positiv überrascht!

Feuerblut - Der Schwur der Jagdlinge
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Zugegeben, bei "Feuerblut" war ich erstmal etwas skeptisch. Ich war zwar sehr neugierig auf die Geschichte, aber durch die seltsamen Namen der Figuren (Sechs, Zwölf, Sieg, Silber, Hund, ...) und auch die ...

Zugegeben, bei "Feuerblut" war ich erstmal etwas skeptisch. Ich war zwar sehr neugierig auf die Geschichte, aber durch die seltsamen Namen der Figuren (Sechs, Zwölf, Sieg, Silber, Hund, ...) und auch die schwierige Leseprobe, die mitten in der Handlung begann und bei mir eher Verwirrung ausgelöst hat, hätte ich niemals gedacht, dass mir das Buch so gut gefällt! Dazu kommt, dass ich eigentlich keine Jugendbücher mehr lese, aber trotz dem jungen Alter der Protagonistin fand ich die Geschichte total spannend und einnehmend.
Auch an die schrägen Namen hatte ich mich sehr schnell gewöhnt und die Handlung hat mich sehr schnell gefangen genommen. Der Schreibstil war sehr angenehm und zudem total spannend, so dass ich das Buch wirklich schnell durchgelesen hatte, ohne es gerne aus der Hand legen zu wollen. Die Handlung fand ich dabei unvorhersehbar und interessant. Die Figuren waren zwar allesamt sehr geheimnisvoll, aber trotzdem konnte ich schnell Sympathien entwickelt. Schade fand ich, dass es für meinen Geschmack zu wenige Hintergrundinfos zu der Welt gab, in der die Geschichte spielte. Durch ein Buch, welches die Protagonistin Zwölf auf ihrem Abenteuer stets bei sich trug, gab es zwar vereinzelte Informationen zu geheimnisvollen Wesen, aber beispielsweise die Geschichte der Clans oder deren jeweilige Eigenarten hätten mich total interessiert. Oder auch mehr Hintergründe zum Leben in der Jägerloge. Da hätte das Potenzial der Geschichte noch mehr genutzt werden können.
Trotzdem für mich eine total positive Überraschung und daher auch eine eindeutige Empfehlung des Buches!

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