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Mianna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.07.2018

Ehrlich aber öde

Paula kommt
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Paula Lambert lädt in ihrem Sex-Buch zu einem Austausch über Sexualität und Liebesbeziehungen ein. In drei Teilen geht sie auf Alles ein von dem sie glaubt, das man es schon immer wissen wollte, aber nie ...

Paula Lambert lädt in ihrem Sex-Buch zu einem Austausch über Sexualität und Liebesbeziehungen ein. In drei Teilen geht sie auf Alles ein von dem sie glaubt, das man es schon immer wissen wollte, aber nie zu fragen gewagt hat. Von ersten Dates, Trennungen geht es zu Sextechniken und dann zu ungewöhnlichen Sexpraktiken. Ihre Erzählungen speist sie einerseits aus persönlichen Erfahrungen, Allgemeinwissen und ihren Erlebnissen aus ihrer gleichnamigen Fernsehsendung.

Die Autorin trifft in ihrem Buch einen vertraulichen und humorvollen Ton. In ihren Texten kommt sie ins Plaudern, gerät dabei von einem Thema ins Nächste. Ihr Frage-Antwort-Schema erinnert stark an die Dr. Sommer-Seiten in der Bravo. Inhaltlich wirken die Fragen und Antworten doch eher banal, wenig aussagekräftig und fad. Immer wieder geht die Autorin zu persönlichen Erfahrungen und den Aussagen befragter Frauen und Männer über. Ihre „Plaudereien vom Set“ sind da schon etwas interessanter und machen neugierig auf die Sendung selbst.

Anders als erwartet gibt es kaum Erklärungen zu Begrifflichkeiten, wie z.B. Squirting. Es fehlt an greifbarem Wissen. Der Fokus der Buches liegt auf dem wenig nachhaltigen Darstellen ihrer Meinung und ihrer Wahrnehmung. Die Frage, die sich durchgehend stellt ist an wen sich dieses Buch richtet. Vielleicht können jüngere Frauen am Ehesten Interesse an diesem Sex-Buch haben. Alle anderen könnten dagegen enttäuscht werden.

Nicht wie erwartet. Ein Buch das an BRAVO-Zeiten und Dr. Sommer erinnert. Banal aber mit einem gewissen Unterhaltungswert.

Veröffentlicht am 08.05.2022

Demenz, Suizid usw

Das Fundbüro der verlorenen Träume
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Der Klappentext schürt falsche Erwartungen. Die Beschreibung müsste so lauten: Dot hat sich im Fundbüro verloren. Nach dem Suizid ihres Vaters, der Pflege der dementen Mutter ist ihr Leben leer. (Triggerwarnung) ...

Der Klappentext schürt falsche Erwartungen. Die Beschreibung müsste so lauten: Dot hat sich im Fundbüro verloren. Nach dem Suizid ihres Vaters, der Pflege der dementen Mutter ist ihr Leben leer. (Triggerwarnung) Ihre einzige Leidenschaft ist es, Verlorenes an die Besitzer zurückzugeben.

Die Geschichte hat anfänglich einen gewissen Charme. Da ist die Beschreibung des Fundbüros und das Auftreten von Dot. Lange plätschert der Alltag Dot's vor sich hin. Die Geschichte verliert sich in Nebensächlichkeiten. Nur schemenhaft sind die Charaktere zu erkennen. Sie sind nicht wirklich interessant und anrührend. Dot's Erleben hat etwas Depressives. Vom Tod ihres Vaters durch Suizid wird meiner Meinung nach zu konkret und zu ausführlich erzählt, dafür dass die Beschreibung des Buches dies nicht erwarten lässt. Noch krasser ist dann, was ihr im Weiteren durch ihren Chef widerfährt und dann unter den anderen Erzählsträngen verschütt geht. Da fehlt es an Feinfühlung. Es werden Traumen aufgemacht, ohne dass sie wirklich aufgefangen werden. Triggergefahr! Das passt dann garnicht zu dem weiter dahin plätschernden, seichten Verlauf. Ich bin dann aus der Geschichte ausgestiegen.

Demenz, Suizid, Depressionen und noch mehr. Ansonsten seichte Geschichte, die den Faden verliert.

Veröffentlicht am 21.10.2018

Schrecklich

Gork der Schreckliche
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Gork lebt auf dem Drachenplaneten Blegwesia und besucht die WarWings-Akademie im Abschlussjahrgang. Am heutigen Krönungstag hat er die letzte Chance ein Weibchen für die EierLege zu finden, sich mit ihr ...

Gork lebt auf dem Drachenplaneten Blegwesia und besucht die WarWings-Akademie im Abschlussjahrgang. Am heutigen Krönungstag hat er die letzte Chance ein Weibchen für die EierLege zu finden, sich mit ihr auf einen anderen Planeten schießen zu lassen, Kinder zu zeugen und den Planeten zu erobern. Eine schwere Aufgabe für einen Drachen mit großem Herzen und kleinem Horn. Vertut er die letzte Chance wird er versklavt.

In Gork der Schreckliche beschäftigt sich Gabe Hudson mit der Welt der Teenager und dem Streben nach einem Platz in der Gesellschaft. Unter den Drachen ist es angesehen sich gegenseitig zu zerfetzten, zu versklaven und auch sich auch gegenüber allen anderen Lebensformen gewalttätig zu verhalten. Das Gork so anders als seine Artgenossen ist hat für ihn große Folgen.

Hudson hat eine fantastische Welt geschaffen, in der verschiedene Arten von Drachen leben, die nach Macht streben. Es ist schwer nachzuvollziehen warum er diese Welt als ein totalitäres System voller Mord und Todschlag sowie öffentlichen Exekutionen geschaffen hat. Die Geschichte strotzt unnötig vor brutaler Gewalt und ist trotz dem Teenager-Thema nichts für jugendliche Leser.

Für seine Drachenwelt bedient sich Hudson vieler kreativer Wortschöpfungen. So ist von Powerstäben, der EierLege, dem WILLE ZUR MACHT-Ranking die Rede. Passend zum Teenager-Thema hat er eine jugendliche Sprache gewählt, in welcher Gork seine Geschichte erzählt. Von Hurensohn, krass, megamäßig, Bastard bis geile Schnecke ist alles dabei. Wirkt die Ausdrucksweise und das Auftreten des Drachen Gork anfänglich noch witzig und originell wird es im weiteren Verlauf eher anstrengend und albern. Erwachsene Leser könnten durch diese Sprachweise schnell abgeschreckt sein.

Gorks Geschichte wird in mehreren Teilen erzählt. Im Großen und Ganzen geht es um das Geschehen am Krönungstag, welches durch uninteressante Rückblenden in Gorks Leben und unnötige Nebenhandlungen ergänzt wird. Die Geschichte entwickelt sich sehr langsam und ohne Spannung. Die Handlung ist sprunghaft und inhaltlich dünn. Es ist schwer das Buch nicht vorzeitig aus der Hand zu legen.

Kreative Idee, unnötigerweise von brutaler Gewalt durchzogen in jugendlicher Sprache. Weder für Jugendliche noch für Erwachsene was.