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Veröffentlicht am 10.05.2022

Superspannend, fesselnd, unvorhersehbar. Ein genialer Thriller!

Pride & Pretty
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Mit ihrem Thriller-Debüt „Watched“ hat mich Chris Kaspar im vergangenen Jahr total vom Hocker hauen können. Für mich stand daher natürlich sofort fest, dass ich auch ihr zweites Buch unbedingt lesen muss. ...

Mit ihrem Thriller-Debüt „Watched“ hat mich Chris Kaspar im vergangenen Jahr total vom Hocker hauen können. Für mich stand daher natürlich sofort fest, dass ich auch ihr zweites Buch unbedingt lesen muss. Auf „Pride & Pretty“ war ich wahnsinnig gespannt.

Sie sind reich, unantastbar und extrem einflussreich: Die Pretty Pennies, bestehend aus Vince, Evie und Pat. Am Graham College tanzen alle Schüler nach ihren Regeln, wer sich ihnen in den Weg stellt, wird es sofort bitter bereuen. Seit kurzem hat diese berüchtigte Clique aber noch ein weiteres Mitglied: Lynn, die Neue am College. Sie hat es geschafft, die Pretty Pennies von sich zu überzeugen und sich mit einem Riesenberg an Lügen und einer neuen Identität bei ihnen eingeschlichen, mit dem Ziel, Rache an ihnen zu üben. Während die drei annehmen, dass auch Lynn wohlhabend ist, ist jedoch genau das Gegenteil der Fall. Nur der Junge namens Bacon, der ebenfalls neu an der Schule ist und der von den Pretty Pennies übelst gemobbt wird, weiß, wer sie in Wahrheit ist. Um seine eigenen Pläne zu verwirklichen, nutzt er sein Wissen aus und erpresst Lynn. Da Lynn ihre Vergeltung unbedingt bekommen möchte, bleibt ihr nichts anderes übrig als sich auf einen Deal mit Bacon einzulassen.

Da ich „Watched“ so gefeiert habe und der Klappentext von „Pride & Pretty“ einfach so gut klang, habe ich mir von dem neuen Werk von Chris Kaspar nun natürlich sehr viel erhofft. Hinzu kam, dass ich von dem Buch bisher nur Positives gehört habe. Ich bin also mit hohen Erwartungen in das Buch eingetaucht und um es kurz zu machen: Sie konnten komplett erfüllt werden! Chris Kaspar hat es erneut geschafft und mir ein echtes Lesehighlight bescheren können. Ihr ist mit „Pride & Pretty“ ein weiterer superspannender und vielschichtiger Psychothriller gelungen, der ihrem Erstlingswerk in meinen Augen in nichts nachsteht.

Mich hat das Buch von der ersten Seite an catchen und begeistern können. Ehe es mit der Story richtig losgeht, gibt es zunächst eine kurze Einführung der Londoner Gossip App „The London Eye“, welcher ein mehrseitiger Gruppenchat der Pretty Pennies folgt, in dem wir unsere vier Protagonisten Lynn, Vince, Pat und Evie kennenlernen dürfen.
Mir hat dieser originelle Einstieg in das Buch total gut gefallen. Zum einen, weil sowohl die App als auch der Textnachrichtenaustausch toll aufgemacht sind und zum anderen, weil das Spannungslevel dadurch von Anfang an sehr hoch ist. Auch die eigentliche Geschichte, die nach dem Chatgespräch startet, kann vom ersten Moment an mit einer packenden Stimmung aufwarten, sodass man sofort ganz gefesselt von den Geschehnissen ist. Für eine zusätzliche Sogwirkung sowie schöne Textauflockerung sorgen dann noch die gelegentlichen weiteren Chatverläufe und Einblendungen der Londoner Gossip App. Man mag mit dem Lesen wirklich gar nicht mehr aufhören, weil einen die Handlung so sehr mitreißt und das Leseerlebnis so herrlich abwechslungsreich gestaltet ist.

Auch was die Charaktere angeht, hat Chris Kaspar mal wieder einen erstklassigen Job gemacht. Sämtliche Figuren wurden facettenreich ausgearbeitet, sie sind authentisch, echt und einzigartig, frei von jeglichen Klischees und obwohl mir der größte Teil von ihnen nicht so wirklich sympathisch war, hat es mir unheimlich viel Vergnügen bereitet, Zeit mit ihnen zu verbringen.
Da hätten wir zum Beispiel Lynn, aus deren Sicht der größte der Handlung in der Ich-Perspektive geschildert wird. Mit ihr hat die Autorin eine ausgesprochen interessante und ziemlich toughe Hauptprotagonistin erschaffen. Ich habe Lynn sehr für ihre Stärke und ihren Mut bewundert und fand es bemerkenswert zu sehen, was sie alles zu tun bereit, um ihre Pläne zu verwirklichen.
Neben der starken Lynn dürfen wir aber auch noch eine ganz andere, deutlich weniger selbstbewusste Seite in ihr kennenlernen. Als Leser*in wird einem schnell klar, dass Lynn kein leichtes Leben führt und eine Menge Ballast mit sich herumschleppt. Geheimnisse, ein immer größer werdendes Lügengerüst, Gewissensbisse...Ihr innerer Zwiespalt wird hervorragend veranschaulicht, mir hat die gesamte Charakterdarstellung von Lynn ungemein gut gefallen.
Eine weitere faszinierende Figur ist Bacon, der sich, wie Lynn, an den Pretty Pennies rächen will. Während man aber seine Beweggründe recht früh erfährt, bleiben die von Lynn zunächst äußerst vage.

Ihr könnt mir glauben: Langeweile sucht man in diesem Buch wahrlich vergebens. Die Handlung kann mit zahlreichen unerwarteten Wendungen und raffinierter Plottwists aufwarten, sie steckt voller Nervenkitzel und Emotionen und lässt einen einfach nicht mehr los. Sie ist allerdings auch sehr anspruchsvoll. Mitdenken ist hier zweifellos angesagt, damit man alle Zusammenhänge erfassen und verstehen kann. Der Plot ist wirklich extrem gut und clever konstruiert – „Pride & Pretty“ ist daher definitiv nicht nur ein gelungener Thriller für Jugendliche ab 16 Jahren, sondern auch für Erwachsene vollkommen lesenswert. Und für Fans von „Pretty Little Liars“, „Gossip Girl“ und „One of us is lying“ ist das Buch auf jeden Fall ein großes Muss! Die Story verströmt ein wunderbares PLL- und Gossip-Girl-Feeling, was ich großartig fand. Die Großstadt-Kulisse und die geheimnisvolle Atmosphäre, die durchweg herrscht, war einfach absolut meins, ich habe das Setting richtig geliebt.

Überaus gut gefallen hat mir auch, dass sich die Geschichte mit vielen wichtigen und teils sehr ernsten Themen auseinandersetzt wie Mobbing, Rache, Erpressung, Verlust und Selbstmord. Die Story besitzt eine Menge Tiefgang und ist zweifellos nicht ohne. Die Triggerwarnung, die sich hinten im Buch befindet, halte ich daher für durchaus angebracht.

Das Ende fand ich ebenfalls genial. Es ist überraschend, schlüssig und lässt keine Fragen offen, mich hat es gänzlich zufriedenstellen können.

Fazit: Mit ihrem zweiten Werk „Pride & Pretty“ hat die deutsche Autorin Chris Kaspar erneut unter Beweis gestellt, dass sie eine wahre Könnerin darin ist, hochspannende Thriller mit Sogwirkung zu schreiben. Die Story ist fesselnd, komplex, emotional und unvorhersehbar, sie ist brillant durchdacht und hält einen von Anfang bis Ende in Atem. Für mich war dieses Buch ein echtes Highlight, ich habe es nicht mehr aus der Hand legen können und richtig verschlungen. Ich kann „Pride & Pretty“ nur empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 06.05.2022

Emotional, tiefgründig, mitreißend und ergreifend!

Summer of Hearts and Souls
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Seit meinem ersten Werk von Colleen Hoover bin ich ein absolutes Fan-Girl von ihr. Ich liebe ihre Bücher einfach über alles und lege mir stets jedes neues Buch von ihr blind zu. So war natürlich auch „Summer ...

Seit meinem ersten Werk von Colleen Hoover bin ich ein absolutes Fan-Girl von ihr. Ich liebe ihre Bücher einfach über alles und lege mir stets jedes neues Buch von ihr blind zu. So war natürlich auch „Summer of Hearts and Souls“ ein ganz großes Muss für mich.

Die 18-jährige Beyah ist bei ihrer drogensüchtigen Mutter in einer Trailersiedlung aufgewachsen und musste von klein auf lernen, sich allein durchs Leben zu kämpfen. Als ihre Mutter an einer Überdosis stirbt, bleibt Beyah nichts anderes übrig als zu ihrem Vater zu ziehen, den sie kaum kennt und der den Sommer mit seiner neuen reichen Familie auf einer Halbinsel vor der texanischen Küste verbringt. An diesem Ort wird Beyah zum ersten Mal erleben, wie es anfühlt eine richtige Familie zu haben und geliebt zu werden. Und sie wird den attraktiven Nachbarsjungen Samson kennenlernen, der ähnlich zerbrochen zu sein scheint wie sie selbst...

Da ich mir in der Regel nie die Klappentexte von Colleen Hoovers Büchern durchlese und es auch dieses Mal nicht getan habe, hatte ich keine Ahnung, was mich in „Summer of Hearts and Souls“ inhaltlich in etwa erwarten wird. Meine Ansprüche waren allerdings dennoch enorm hoch. Ließ sich nicht vermeiden, schließlich habe ich bisher jeden CoHo-Roman, bis auf „Never never“, über alles geliebt.
Als ich schließlich mit dem Lesen begann, war ich mir schon nach wenigen Zeilen vollkommen sicher, dass mich auch „Summer of Hearts and Souls“ vom Hocker hauen wird und tja, was soll ich sagen, ich habe goldrichtig vermutet. Colleen Hoover hat es mal wieder geschafft und mir ein weiteres Highlight beschert. Ich habe auch diesen Roman aus ihrer Feder regelrecht verschlungen und wurde dabei auf die reinste emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen.

Bereits die ersten Sätze haben mich absolut packen können und in mir die verschiedensten Empfindungen ausgelöst. Gleich zu Beginn der Geschichte wird man mit den Tod der Mutter unserer Hauptprotagonistin konfrontiert und bekommt schonungslos vor Augen gehalten, was für ein heftiges Leben unsere 18-jährge Romanheldin führt.
Beyah, aus deren Sicht alles in der Ich-Perspektive erzählt wird, ist in extrem ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und lebt in einem Viertel, in der Drogen, Alkohol und Gewalt an der Tagesordnung stehen. Da die Mutter von mehreren Dingen abhängig war und sich nie groß um ihre Tochter gekümmert hat, war Beyah schon immer auf sich alleine gestellt und musste selbst gucken, wie sie klarkommt. Mich hat es zutiefst erschüttert zu sehen, in was für einer Welt unsere Ich-Erzählerin groß geworden ist, bin zugleich aber auch unweigerlich an manchen Stellen ins Schmunzeln geraten. Obwohl es Beyah so schwer im Leben hat, hat sie ihren Humor nicht verloren und schildert die Geschichte teilweise auf eine recht sarkastische Art. Bei mir hat Beyas zynische Erzählweise gänzlich punkten können, sie ist genau richtig dosiert und lockert die drückende Stimmung prima auf.
Beyah selbst mochte ich ebenfalls vom ersten Moment an. Als die größte Sympathieträgerin kann man sie in meinen Augen zwar nicht bezeichnen, aber da man als Leserin ja weiß, wie sie sehr von ihrer harten Vergangenheit geprägt ist, habe ich es nur zu gut nachvollziehen können, warum sie sich gegenüber anderen Menschen meist so bissig, abweisend und misstrauisch verhält und mich jederzeit mühelos in sie hineinversetzen können. Ich habe beim Lesen richtig mit ihr mitgefühlt und mitgelitten und fand es großartig mitzuerleben, wie sie sich im Verlauf des Buches weiterentwickelt. Beyah ist eine bemerkenswert starke Persönlichkeit, ich habe zutiefst für ihre Stärke und Entschlossenheit bewundert.

Auch mit Samson hat Colleen Hoover eine sehr vielschichtige Figur erschaffen und auch er hat sein Päckchen zu tragen – oder um es mal in Beyahs Worten zu formulieren: Auch er ist „beschädigt“. Über Samson erfahren wir allerdings eine lange Zeit nur sehr wenig, ihn umgibt einen Großteil der Geschichte etwas ziemlich Mysteriöses, was ihn zu einem äußerst spannenden und interessanten Charakter macht. Ich mochte Samson, obwohl er sich zunächst so unnahbar und verschlossen gibt, auf Anhieb und wollte wie Beyah unbedingt erfahren, welche Geheimnisse er verbirgt und warum er so schweigsam ist.

Mit den Nebenfiguren hat mich die Autorin ebenfalls überzeugen können. Sie wurden allesamt hervorragend ausgearbeitet und sind, wie Beyah und Samson, echt und einzigartig. Besonders fest in mein Herz geschlossen habe ich Sara, Beyahs Stiefschwester. Sie besitzt so eine schön aufgeweckte und ehrliche Art und bringt eine wunderbare Leichtigkeit mit ein.

Meiner Ansicht nach ist Colleen Hoover der Mix aus Spannung, Ernst, Humor, Liebe, Herzschmerz und Drama mal wieder perfekt gelungen. Das Buch setzt sich mit so einigen schwierigen Themen auseinander wie Tod, Verlust, Armut und Vernachlässigung und geht stellenweise echt unter die Haut – zarter besaiteten Leser
innen rate ich daher, besser eine Packung Taschentücher griffbereit zu halten. Wie aber bereits von mir erwähnt: Die Geschichte wird niemals zu schwermütig und traurig. So sorgen neben den bereits genannten Aspekten auch die unterhaltsamen Dialoge für eine angenehme Auflockerung und dank der Kulisse kommen wir in den Genuss einer tollen, sommerlichen Wohlfühlatmosphäre. Das Setting habe ich total geliebt. Die kleine Halbinsel vor der texanischen Küste, auf der die Erzählung hauptsächlich spielt, wird klasse beschrieben. Das Meer, die warmen Temperaturen, romantische Sonnenauf- und untergänge, Lagerfeuer am Strand – hach, herrlich, ich habe diese Urlaubs-Vibes unheimlich genossen.

Die Liebesgeschichte zwischen Beyah und Samson hat mir ebenfalls wahnsinnig gut gefallen. Romantiker werden in diesem Buch auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Die Geschichte kann mit vielen gefühlvollen Szenen aufwarten, die überhaupt nicht kitschig sind, sondern einfach nur wunderschön und die mich tief bewegt haben.

Was den Schreibstil angeht, brauche ich vermutlich gar nicht groß was sagen, oder? Wer schon etwas von Colleen Hoover gelesen hat, wird mir sicherlich recht geben: Diese Frau kann so unglaublich toll schreiben! Ich habe mich mal wieder sofort in ihre bildliche und emotionale Sprache verliebt.
Erzählt wird die Handlung auf eine sehr ruhige Weise, vor allem im Mittelteil, aber durchweg fesseln tut sie einen dennoch. Bei mir zumindest war es so. Mich hat die Story von Anfang bis Ende in Atmen halten können und da mich auch der Ausgang der Geschichte komplett zufriedenstellen konnte, habe ich das Buch rundum glücklich und begeistert wieder zuklappen können.

Fazit: Fesselnd, tiefgründig und ergreifend. Eine herzzerreißende Geschichte, die aufwühlt, berührt und mitreißt und einen einfach nicht mehr loslässt.
Colleen Hoover hat mir mit „Summer of Hearts and Souls“ mal wieder gezeigt, dass sie zurecht zu meinen Lieblingsautorinnen zählt. Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seiten geliebt und so richtig weggesuchtet. Die Story steckt voller Emotionen, Sommerfeeling und Liebe und enthält eine wundervolle Mischung aus schmerzlicher Melancholie und sommerlicher Leichtigkeit, die Charaktere sind authentisch, das Setting ist traumhaft – hier stimmt einfach alles. Ich kann „Summer of Hearts and Souls“ jedem nur ans Herz legen und vergebe 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 05.05.2022

Ein wundervolles Debüt!

Du bist das Licht in meiner Welt
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Als ich hörte, dass Emily dieses Frühjahr ihr erstes Buch herausbringen wird, stand für mich sofort fest, dass ich es unbedingt lesen muss. Ihrem Instagram-Account „Wörtermädchen“ folge ich nun schon seit ...

Als ich hörte, dass Emily dieses Frühjahr ihr erstes Buch herausbringen wird, stand für mich sofort fest, dass ich es unbedingt lesen muss. Ihrem Instagram-Account „Wörtermädchen“ folge ich nun schon seit einigen Jahren und da sie zu meinen Lieblingsbloggerinnen zählt, war ich auf ihr Debüt wahnsinnig gespannt.

Für ihr Studium zieht die 19-jährige Enna nach Starfall, eine idyllische Kleinstadt im US-Bundesstaat Connecticut. Sie freut sich sehr auf ihr neues Studentenleben und fühlt sich in ihrer neuen Heimat von Beginn an richtig wohl. Doch dann trifft sie auf einmal auf Finn. Finn, ihr bester Freund aus Kindheitstagen, mit dem sie alles teilen konnte und der immer für sie da war. Die beiden waren damals unzertrennlich, doch der tragische Unfall, bei dem Enna ihre Mutter verlor, hat alles verändert. Seit diesem schlimmen Ereignis haben sich die beiden nicht mehr gesehen. Nach fünf Jahren Funkstille stehen sie sich nun wieder gegenüber und sind überwältigt von dem, was das Wiedersehen in ihnen auslöst. Die beiden kommen sich sehr schnell wieder näher und aus Freundschaft wird schließlich Liebe werden. Die Frage, warum Finn damals so plötzlich aus ihrem Leben verschwunden ist, lässt Enna jedoch nicht los. Was verheimlicht Finn ihr nur?

Auf dieses Buch habe ich mich wirklich tierisch gefreut. Es klang einfach so gut, das Cover sieht traumhaft aus und wie oben bereits erwähnt, folge ich der Autorin schon seit langem auf Instagram. Erwartungsvoll begann ich also mit dem Lesen – und war mir schon nach wenigen Seiten vollkommen sicher, dass ich Emilys Erstlingswerk lieben werde. Und tja, was soll ich sagen, ich habe damit goldrichtig gelegen. In meinen Augen hat Emily mit dem ersten Band ihrer Starfall Love-Reihe einen bezaubernden Dilogie-Auftakt geschrieben, bestückt mit jeder Menge Liebe, Büchern, Musik und vielen weiteren großartigen Dingen.

Ich habe mich von Beginn an pudelwohl zwischen den Buchdeckeln gefühlt. Den Schreibstil mochte ich auf Anhieb, er ist locker-leicht, ausdrucksstark und bildhaft, für mich hat er sich angenehm flüssig lesen lassen. Mich persönlich haben nur die gelegentlichen Wortwiederholungen ein kleines bisschen gestört. Manche Wörter sind mir für meinen Geschmack etwas zu oft gefallen, wobei ich dazu sagen muss, dass ich bei dieser Sache ziemlich anfällig an und immer extrem darauf achte. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es anderen Leserinnen gar nicht auffallen wird. Ich habe mich auch dazu entschlossen, keinen Punkt deswegen abzuziehen. Mir hat das Buch so gut gefallen, für mich hat es definitiv die volle Sternenzahl verdient.

Auch die Erzählform hat bei mir punkten können. Die Geschichte wird abwechselnd aus den Blickwinkeln von Enna und Finn geschildert, jeweils in der Ich-Perspektive, und spielt sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit. Mir haben die ständigen Sichtwechsel und vielen Rückblicke, die von Ennas und Finns gemeinsamer Kind- und Jugendzeit berichten, total gut gefallen. Zum einen, weil das Leseerlebnis dadurch herrlich abwechslungsreich und spannend gestaltet wird, und zum anderen, weil wir so beide Protagonisten sehr genau kennenlernen dürfen und uns ihnen beim Lesen ungeheuer nahe fühlen. Ich habe sowohl Enna als auch Finn ganz fest in mein Herz geschlossen und mich in beide mühelos hineinversetzen können, allen voran in Enna.

Zu Enna habe ich sofort eine starke Verbundenheit gespürt. Es war ehrlich gesagt fast schon ein wenig gruselig, wie sehr ich mich in ihr wiedergefunden habe und wie gut ich mich in sie hineindenken konnte. Ich gehe jedoch fest davon aus, dass es vielen anderen Leser
innen genauso ergehen wird wie mir. Enna liebt Bücher und das Lesen, sie hegt eine große Leidenschaft für Klassiker, ihr absolutes Lieblingsbuch ist „Mary Poppins“, sie ist ein großer Fan der „Gilmore Girls“, sie ist liebenswert, verträumt, empathisch und schüchtern – man muss Enna einfach gernhaben.

Was Finn angeht, kann ich nur sagen, dass ich Enna ziemlich darum beneide, dass sie so einen verständnisvollen, einfühlsamen und loyalen Freund hat. Ich meine: Er liest ihr aus ihren Lieblingsbüchern vor, wie süß ist das bitte? Finn ist einfach ein wahrer Traumtyp, mein Herz hat er im Sturm erobert. Ich fand es so rührend zu sehen, mit wie viel Liebe er sich um Enna kümmert und auch die Szenen, die von ihrem Kennenlernen und ihrer Freundschaft in der Vergangenheit erzählen, haben mir ein breites Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ich habe einfach jeden einzelnen gemeinsamen Augenblick zwischen den beiden zutiefst genossen. Ihre Liebesgeschichte wird wundervoll beschrieben. Sie ist echt, romantisch und zart und überhaupt nicht kitschig, mich hat sie komplett überzeugen können und tief bewegt.

Für mich kam beim Lesen an keiner Stelle Langeweile auf. Mich hat die Handlung von Anfang bis Ende an die Seiten fesseln können und auf die reinste emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen. Ich habe mitgefühlt und mitgelitten und den Schmerz unserer beiden Hauptprotagonisten nur zu deutlich spüren können. Ich habe mich mit ihnen gefreut und zusammen mit ihnen gelacht und stellenweise hatte ich sogar eine richtige Gänsehaut beim Lesen, weil einfach alles so unglaublich schön, bewegend und magisch beschrieben wird.
Meiner Ansicht nach ist Emily der Mix aus Romantik, Spannung, Drama, Humor, Ernst und Leichtigkeit hervorragend geglückt. „Du bist das Licht in meiner Welt“ erzählt eine herzergreifende Geschichte über Liebe, Freundschaft, Familie und Neuanfänge, über Verlust, Trauerbewältigung und Schuldgefühle. Das Buch steckt voller Tiefgang und wertvoller Messages und führt uns unter anderem vor Augen, wie wichtig es ist sich seinen Ängsten zu stellen und stets ehrlich zueinander zu sein.

Das Setting mit seinen vielen Gilmore Girls Vibes hat mich ebenfalls vollauf begeistern können. Mit der fiktiven Kleinstadt Starfall hat Emily einen echten Wohlfühlort erschaffen. Ich habe mich sofort in dieses idyllische Städtchen verliebt und wäre beim Lesen nur zu gerne in das Buch hineingekrochen, um selbst mal ausgiebig in der kleinen Buchhandlung „Starfall Books“ zu stöbern, im Café „C&C – Coffee & Cakes“ von den berühmten Starfall Pies zu kosten und nachts am Starfall Lake zu sitzen und den Sternenhimmel zu betrachten, in der Hoffnung, eine Sternschnuppe zu entdecken.

Zu den Nebenfiguren kann ich mich ebenfalls nur positiv äußern. Sie wurden allesamt facettenreich ausgearbeitet und wirken jederzeit völlig real und authentisch. Mira, Jase, Ennas herzensguter Vater, ihre niedliche Katze Beth – ich habe sie alle super liebgewonnen. Vor allem Mira, die eine Doppelgängerin von Taylor Swift ist und mit der sich Enna schnell anfreunden wird, mochte ich unheimlich gerne. Auf den zweiten Band, der ihre Geschichte erzählen wird, freue ich mich daher schon sehr.

Fazit: Herzerwärmend, mitreißend, tiefgründig und berührend. Eine zauberhafte Geschichte voller Emotionen, wunderbarer Botschaften und Gänsehautmomente.
Mit dem Auftaktband der Starfall Love-Reihe ist Emily Stopp ein tolles Debüt gelungen, welches ich jedem, der gerne in gefühlvolle New Adult-Romane eintaucht, nur ans Herz legen kann. Für mich war „Du bist das Licht in meiner Welt“ ein absolutes Wohlfühlbuch. Ich habe mich von Beginn an in die Kleinstadt Starfall und die einzigartigen Charaktere verliebt und musste mich von allem leider viel zu schnell wieder verabschieden. Dem Erscheinen von Band 2 fiebere ich nun ganz ungeduldig entgegen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 02.05.2022

Ein wundervolles Buch!

Randvoll mit Glück
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Da ich die Jugendkrimis von der Monika Feth über alles liebe, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich von ihrem neuen Roman aus dem cbj Verlag hörte. Das Cover, muss ich gestehen, ist nicht so wirklich ...

Da ich die Jugendkrimis von der Monika Feth über alles liebe, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich von ihrem neuen Roman aus dem cbj Verlag hörte. Das Cover, muss ich gestehen, ist nicht so wirklich mein Fall, der Klappentext sprach mich dafür aber umso mehr an. Ich ließ „Randvoll mit Glück“ daher sehr gerne bei mir einziehen.

Die 12-jährige Suri und ihr beiden Brüder Bjarne und Erik können es nicht fassen: Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass ihre Eltern getrennt voneinander leben und ihr Papa mit seiner Freundin ein Kind erwartet, eröffnet ihre Mutter ihnen nun auch noch, dass sie umziehen werden. Zu ihrem neuen Freund, der Schlossverwalter ist, und dessen Tochter Amy. Dass die beiden in einem echten Schloss leben, ist für die drei Geschwister nur ein schwacher Trost. Sie möchten nicht weg von ihrem Zuhause und ihren Freunden und in einem irgendeinem blöden Schloss wohnen, das mitten auf dem platten Land steht. Und dass Amy ziemlich speziell ist, macht das Ganze definitiv nicht einfacher. Amy aber ist überglücklich. Sie wünscht nichts mehr als Teil einer großen Familie zu sein und endlich eine echte Freundin zu finden. Leider scheint es zunächst aber nicht danach auszusehen, dass sich ihr Wunsch erfüllen wird…

Wie oben bereits erwähnt, bin ich ein großer Fan von den Jugendthrillern von Monika Feth. Bis auf diese war mir nur noch ein anderes Werk aus ihrer Feder bekannt – ihr Weihnachtsbuch „Weihnachten steht vor der Tür“. Ich war daher nun äußerst gespannt, wie mir wohl ihr neuer Titel gefallen wird, welcher aus einem ganz anderen Genre stammt. Erwartungsvoll begann ich mit dem Lesen – und verliebte mich bereits nach wenigen Seiten in die Geschichte.
Schon im ersten Kapitel war mir klar, dass mich Monika Feth auch dieses Mal absolut begeistern wird und wisst ihr was? Ich habe damit goldrichtig gelegen, für mich hat sich „Randvoll mit Glück“ als ein echtes Highlight entpuppt. Bei diesem Buch hoffe ich sehr, dass es die Beachtung erhalten wird, die es verdient. Irgendwie ist nur leider mein Eindruck, dass es bisher ziemlich unbekannt ist. Hoffentlich wird meine Rezension nun ein bisschen dazu beitragen, dass mehr Menschen auf dieses Schätzchen aufmerksam werden und beschließen, Amy, Suri und die weiteren wunderbaren Charaktere kennenzulernen.

Mit „Randvoll mit Glück“ hat Monika einen ganz zauberhaften Roman für Leserinnen ab 10 Jahren geschrieben, in welchem sie uns auf eine warmherzige und genau richtig humorvolle Art und Weise viele wichtige und tiefgründige Themen näherbringt wie das Anderssein, Freundschaft, (Patchwork-) Familie, Scheidung, Eifersucht, Zusammenhalt und das Hinauswachsen über sich selbst.
Die Geschichte ist berührend, mitreißend, witzig, lehrreich und klug – alles zugleich, und definitiv nicht nur für Kinder, sondern auch für Jugendliche und Erwachsene vollkommen lesens- und empfehlenswert.

Ich habe viel aus der Geschichte mitnehmen können und eine Menge Neues dazugelernt, insbesondere über das Downsyndrom. Da ich mich bisher noch nicht allzu groß mit diesem Thema beschäftigt habe und auch noch nie Kontakt zu jemanden hatte, der an Trisomie 21 leidet, hat mir dieses Buch wirklich viel mitgeben können. Wobei ich nun natürlich nicht sicher sagen kann, ob alles realistisch beschrieben wird. Ich gehe aber fest davon aus, dass dem so ist und die Autorin alles mit viel Authentizität behandelt. Auf mich jedenfalls hat die Darstellungsweise von Amys Charakter völlig glaubhaft gewirkt. Ich habe mich dank der feinfühligen Veranschaulichung von Amys Empfindungen, Gedanken und Problemen jederzeit in sie hineinversetzen können und fand es unheimlich interessant und spannend die Welt aus ihren Augen zu erleben.

Mich hat Amys Schicksal tief bewegt und teilweise auch ziemlich traurig gemacht. Aufgrund ihrer genetischen Besonderheit hat es Amy oft nicht leicht im Leben und wird in ihrem Alltag ständig mit Erschwernissen und unschönen Situationen konfrontiert. Ein Beispiel wären die verletzenden Bemerkungen von denjenigen, die keine Ahnung vom Downsyndrom haben und viel zu wenig Verständnis dafür aufbringen. Amy aber ist ein starkes Mädchen und lässt sich nicht unterkriegen. Ich habe sie sehr für ihre Stärke bewundert und ganz fest in mein Herz geschlossen, mit all ihren liebenswerten Einzigartigkeiten. Mit ihr hat die Autorin eine echte Figur zum Gernhaben erschaffen. Amy ist der reinste Sonnenschein, ich fand sie einfach nur bezaubernd.

Auch Suri, unsere zweite Hauptprotagonistin, mochte ich auf Anhieb und auch in sie habe ich mich mühelos hineindenken können. Die Geschichte wird abwechselnd von Amy und Suri erzählt, jeweils in der dritten Person, was mir total gut gefallen hat. Dank der Perspektivwechsel dürfen wir beide Mädchen sehr genau kennenlernen und da die zwei grundverschieden sind, ist das Leseerlebnis ein überaus abwechslungsreiches und unterhaltsames.

Auch Suris Kapitel haben mich stellenweise richtig mitfühlen lassen. Sie leidet sehr darunter, dass ihre Eltern getrennt voneinander leben und ihr Papa eine Freundin hat, die ein Kind von ihm erwartet. Als es dann auch noch heißt, dass sie umziehen werden, zu dem neuen Freund der Mutter, sinkt Suris Stimmung nur noch weiter. Mir tat Suri echt leid, genauso wie ihre beiden Brüder, denen es genauso ergeht wie ihrer Schwester.
Insgesamt kann man die Geschichte schon als sehr ernst und emotional bezeichnen, aber da es der Autorin perfekt gelungen ist, die schwierigen Themen leicht und sensibel zu verpacken, wird das Buch niemals zu drückend oder schwermütig. Die vier Kinder machen zudem alle großartige Entwicklungen durch, die einem das Herz erwärmen.

Für mich kam beim Lesen an keiner Stelle Langeweile auf. Mich hat die Handlung von Anfang bis Ende in ihren Bann ziehen können, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Monika Feth versteht sich einfach bestens darin, uns Leser
innen mit ihrem packenden Schreibstil durchweg an die Seiten zu fesseln. Und da sie auch ein großes Talent dafür besitzt, Orte anschaulich und stimmungsvoll zu beschreiben, bescheren einem ihre Bücher stets ein wahres Kopfkino. So auch hier. Vor allem von dem Schloss, in welchem Amy und ihr Vater leben, hat man beim Lesen tolle Bilder im Kopf.

Fazit: Spannend, lustig, einfühlsam und authentisch. Eine herzerwärmende und wertvolle Geschichte, die mitreißt, berührt, sensibilisiert und glücklich macht.
„Randvoll mit Glück“ von Monika Feth ist so ein Buch, bei welchem ich mir sehr wünsche, dass es eine große Leserschaft erhalten wird. Es stecken einfach so viele bereichernde und schöne Dinge zwischen diesen Seiten. Ich kann das Buch jedem, egal ob Jung oder Alt, nur ans Herz legen, mir hat es wundervolle Lesestunden bescheren können. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.04.2022

Herzerwärmend, tiefgründig, unterhaltsam, wunderschön.

Café Meerblick
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Da mir „Pension Herzschmerz“ so gut gefallen hat, war meine Freude als ich hörte, dass dieses Jahr ein neuer Roman von Christin-Marie Below erscheinen wird, in welchem sie uns erneut auf die ostfriesische ...

Da mir „Pension Herzschmerz“ so gut gefallen hat, war meine Freude als ich hörte, dass dieses Jahr ein neuer Roman von Christin-Marie Below erscheinen wird, in welchem sie uns erneut auf die ostfriesische Insel Norderney mitnimmt. Da stand für mich natürlich sofort fest, dass ich ihn unbedingt lesen.

Es ist nun ein Jahr her, dass ihre beste Freundin Sophie verstarb und Mona ist es bisher noch nicht gelungen, diesen schweren Verlust zu verarbeiten. Erst als sie am ersten Todestag ihrer Freundin ein Päckchen von Sophies kleiner Schwester Franzi überreicht bekommt, beginnt sich ihr Leben zu ändern. Das Paket stammt von Sophie und enthält unter anderem einen Brief, in welchem sie Mona darum bittet nach Norderney zu fahren, wo die beiden viele schöne gemeinsame Sommer verbracht haben. Mona kommt den Wunsch ihrer Freundin nach und reist, begleitet von Sophies Tagebuch, an deren Lieblingsort. Kurz nach ihrer Ankunft wird sie Caro kennenlernen und sich sehr schnell mit ihr anfreunden. Von ihr erfährt sie von einem Café, dessen Besitzer nach einem Nachfolger sucht. Mona, die eine gelernte Konditorin ist, bewirbt sich kurzerhand darum, sie möchte einen Neuanfang wagen. Doch dann lernt sie den jungen Koch Tjark kennen, der ihr Herz höherschlagen lässt, und sie gerät ins zögern. Ist sie wirklich bereit für so viel Veränderung?

Findet ihr nicht auch, dass das Cover etwas wunderbar Unbeschwertes ausstrahlt und total Lust auf Sommer, Strand und Meer macht? Und auf Kuchen? Also in mir hat es irgendwie sofort eine große Sehnsucht nach dem Meer ausgelöst. Und nach einem leckeren Stück Torte. Anstatt aber meine Koffer zu packen oder zum nächsten Bäcker zu düsen, habe ich es mir mit dem Buch gemütlich gemacht und das Meer und den Kuchen zu mir nach Hause geholt. Schon nach wenigen Seiten ist mir klar geworden, dass das Cover nicht zu viel verspricht. Auch die Geschichte verströmt, trotz der traurigen Themen, eine leichtherzige, sommerliche Wohlfühlatmosphäre und lässt die reinste Urlaubsstimmung aufkommen. Wie schon bei „Pension Herzschmerz“, so wäre ich auch dieses Mal nur zu gerne in das Buch hineingekrochen und nach Norderney gereist. Christin-Marie Below ist es einfach mal wieder hervorragend gelungen, den besonderen Charme der Insel einzufangen und uns diesen beliebten Ferienort mit ihren bildlichen Beschreibungen so richtig schmackhaft zu machen. Man meint beim Lesen das Rauschen der Wellen regelrecht hören und die warme Meeresbrise förmlich auf der Haut spüren zu können.

Was die Kulisse angeht, hat das neue Werk von Christin-Marie Below also schon mal bei mir punkten können. Wie aber schaut es mit dem Rest aus?
Um es kurz zu machen: Meine Erwartungen konnten vollends erfüllt werden. Ich habe zauberhafte Lesestunden mit dem Buch verbracht und es für meinen Geschmack viel zu schnell beendet.

Ich hatte einen prima Einstieg in die Geschichte. Der angenehme, flüssige Schreibstil von Christin-Marie Below gefiel mir erneut auf Anhieb und auch unsere Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin Mona mochte ich vom ersten Moment an. Ihre herzliche Art und liebenswerten kleinen Macken machen sie zu einem unheimlich sympathischen Menschen und da ihre Empfindungen und Gedanken empathisch und authentisch dargestellt werden, gelingt es einem als Leser*in mühelos, sich in sie hineinversetzen. Bei mir zumindest war es so. Ich habe mich jederzeit in Mona hineindenken können und mit ihr mitgefühlt, mitgelitten und mich gemeinsam mit ihr gefreut.

Neben Monas Kapiteln bekommen wir auch immer wieder einige Seiten aus dem Tagebuch ihrer verstorbenen Freundin Sophie zu lesen, die von der gemeinsamen Zeit der beiden Freundinnen berichten. Mir haben diese Auszüge überaus gut gefallen, sie sind berührend und wunderschön geschrieben und machen das Leseerlebnis zu etwas ganz Besonderem.

Was die Handlung angeht, verrät ja bereits der Klappentext, dass sie sich mit den schweren Themen Verlust, Trauerbewältigung und dem Loslassen auseinandersetzt. Da es der Autorin aber hervorragend geglückt ist, diese Thematik leicht und einfühlsam zu verpacken, wird die Story, trotz Monas großer Traurigkeit, an keiner Stelle zu ernst oder drückend.
Der Schmerz unserer Protagonistin steht zudem auch gar nicht im Fokus der Erzählung, es geht vielmehr um ihren Neuanfang auf der Insel, mit allem, was dazu gehört, sowie ihre positive und Mut machende Entwicklung. Das Buch handelt also auch noch von anderen, deutlich fröhlicheren Dingen wie Veränderungen, Liebe, Zusammenhalt, Vertrauen und Freundschaft. Vor allem letzteres nimmt viel Raum ein, die Geschichte steckt voller toller Freundschaftsmomente, die einem so richtig das Herz erwärmen und ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Die Romantik kommt dabei etwas zu kurz, ich jedenfalls hatte mit mehr gerechnet. Dass der romantische Anteil geringer ausfiel als erwartet, hat mich jedoch nicht gestört und auch dass die Handlung teilweise recht vorhersehbar für mich war, fand ich überhaupt nicht schlimm. Mich haben die Geschehnisse dennoch durchweg mitreißen und fesseln können. Vor allem den Wettbewerb habe ich als aufregend empfunden. Da bin ich ordentlich ins Mitfiebern geraten und die Kuchen, die Mona backt, habe ich mir verdammt lecker vorgestellt. Diesbezüglich sollte ich vielleicht besser mal vorwarnen: Nicht nur die Kulisse, auch Monas Backkünste werden sehr anschaulich beschrieben. Man hat beim Lesen also nicht nur die salzige Meeresluft in der Nase – man meint auch ständig den Duft von frischen Gebäck riechen zu können. Zum Glück gibt es hinten im Buch ein paar der erwähnten Backrezepte – wenn man mag, kann man die Kuchen also nachbacken.

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zu den Nebenfiguren. Auch mit diesen hat mich die Autorin überzeugen können. Sie wurden allesamt facettenreich und glaubhaft ausgearbeitet und tragen mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften dazu bei, dass man eine tolle Zeit mit dem Buch verbringt. Besonders liebgewonnen habe ich Franzi, die kleine Schwester von Sophie, und Caro, die Mona auf der Insel kennenlernen wird. Die Freundschaft der drei Frauen wird einfach großartig beschrieben, bewegend und lustig zugleich, sodass es die reinste Freude ist, Zeit mit ihnen zu verbringen.
Sehr gefreut hat mich, dass auch Lou und Anna aus „Pension Herzschmerz“ ihren Auftritt haben. Die beiden Romane hängen also ein kleines bisschen zusammen, sie erzählen aber dennoch komplett eigenständige Geschichten. Also falls ihr euch gefragt habt, ob man den Vorgänger kennen muss, um der Handlung in „Café Meerblick“ folgen zu können: Nein, muss man nicht, man kann die Bücher wirklich völlig problemlos unabhängig voneinander lesen.

Fazit: Herzerwärmend, tiefgründig, unterhaltsam. Eine wundervolle Sommerlektüre mit traumhaftem Setting, jeder Menge Urlaubsfeeling und ganz viel herrlichem Inselflair.
Nach „Pension Herzschmerz“ hat mich die deutsche Autorin Christin-Marie Below nun auch mit ihrem zweiten Liebesroman absolut begeistern können. Für mich war „Café Meerblick“ so ein richtiges Wohlfühlbuch. Die Geschichte enthält einfach die perfekte Mischung aus Gefühl, Ernst, Leichtigkeit und Tiefgang und weckt ein großes Fernweh nach der Nordsee. Ich habe Mona nur zu gerne nach Norderney begleitet und kann jedem nur empfehlen, es mir gleichzutun. Von mit gibt es 5 von 5 Sternen!

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