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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2022

Rezension zum Hörbuch - ruhig, dennoch angenehm zum Hören

Die kleine Buchhandlung im alten Postamt
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Ein eher ruhiges Buch, bei dem man wenig überrascht wird.

Hannah ist Mutter eines Teenagers, ihr Ehemann Phil arbeitet viel und sie fristet ein Dasein ohne sich jemals um sich selbst gekümmert zu haben. ...

Ein eher ruhiges Buch, bei dem man wenig überrascht wird.

Hannah ist Mutter eines Teenagers, ihr Ehemann Phil arbeitet viel und sie fristet ein Dasein ohne sich jemals um sich selbst gekümmert zu haben. Bis sie die Chance ergreift und einen kleinen Dorfladen übernimmt. Ein neues Leben beginnt das so manche Überraschung und Änderung für sie bereit hält.

Wenn man sich den Klappentext durchliest, ahnt man schon, wohin die Geschichte führt. Wenn man sich darauf einlässt, sollte man keine großartigen Sprünge erwarten, keine Spannung, sondern eine Geschichte zum Wohlfühlen, bei der es eher um die kleine Stadt und ihre Bewohner geht, als um Aufregung oder ähnliches. Und genau das bekommt man hier. Ein Buch für gemütliche Stunden zum Abschalten. Ich habe es als Hörbuch gehört und glaube das war ein großer Pluspunkt. Victoria Schaetzle liest wirklich gut und schafft es Little Maudley Leben einzuhauchen. Man wird an die diversen anderen Kleinstadtgeschichten erinnert und doch mochte ich es gern. Sehr mochte ich auch Hannah und ihre bunten Ideen, die sie verwirklichen will und auch in Angriff nimmt. Man bekommt das Gefühl, das man auch an sich selbst denken muss und nicht nur andere. Jeder darf sich seine Träume erfüllen.



Eine eher ruhige Geschichte ohne große Aufregung, recht vorhersehbar und doch für gemütliche Stunden.

Veröffentlicht am 23.05.2022

Hat noch Luft nach oben

Ancora
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Ein Buch, das mich etwas gespalten zurücklässt. Einerseits mochte ich die Geschichte, andererseits fehlte mir einfach was.
Romy, Aurel und Janis verbringen ihren Sommer in Ancora. Ein Ort, versteckt vor ...

Ein Buch, das mich etwas gespalten zurücklässt. Einerseits mochte ich die Geschichte, andererseits fehlte mir einfach was.
Romy, Aurel und Janis verbringen ihren Sommer in Ancora. Ein Ort, versteckt vor der Außenwelt, ohne Handy und fernab von jeglicher Zivilisation. Doch der erste Schein trügt und es gibt nicht nur ein Geheimnis, dass die Freunde lüften werden. Doch warum sind sie dort und was hat es mit dem Gedicht ihrer Mutter auf sich?
Mir fällt es schon schwer den Inhalt des Buches zusammen zu fassen. Die Idee hat mir echt gut gefallen und die Auflösung am Ende hat mich überrascht, doch der Weg dorthin konnte mich nicht so recht überzeugen. Mir haben die Emotionen gefehlt, es war für mich nicht komplett greifbar. Zudem dachte ich die geheimnisumwobenen Prüfungen stehen mehr im Vordergrund und man erfährt allgemein mehr über das Dorf und seine Bewohner. Mir fehlte so der Zusammenhang und ich konnte nicht alle Fäden miteinander verknüpfen. Doch unterhalten wurde ich gut und ich mochte Romy schon, auch wenn sie ein wenig blass gezeichnet war. So ging es mir auch mit den anderen Charakteren, es fehlt einfach allgemein etwas an Tiefe.

Eine Geschichte mit so viel Potenzial, das leider nicht vollständig genutzt wurde. Dennoch lässt es sich super schnell und angenehm lesen.

Veröffentlicht am 23.05.2022

Eher ruhiger Roman, bei dem mir das Winzerleben am meisten gefallen hat

Gretas Erbe
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Der Auftakt einer neuen Reihe rund um die Winzerin. Mir war anfangs gar nicht bewusst, dass es sich um den ersten Band handelt. Wobei man es sich ja aufgrund des (Unter-)Titel denken kann.

Greta lebt ...

Der Auftakt einer neuen Reihe rund um die Winzerin. Mir war anfangs gar nicht bewusst, dass es sich um den ersten Band handelt. Wobei man es sich ja aufgrund des (Unter-)Titel denken kann.

Greta lebt bei den Hellerts, die sich nach dem Tod ihrer Mutter um sie gekümmert haben. Auch wenn sie ein Haus über dem Kopf hat, vermisst sie doch etwas die Zuneigung innerhalb einer Familie. Eine Geschichte über eine junge Frau, die es nie leicht hatte im Leben.

Ich mochte die Geschichte, auch wenn sie mich jetzt nicht komplett mitgerissen hat. Es passiert vieles, manches ist noch unklar, bei manchen Dingen fehlte mir eine Erklärung. Vielleicht kommt das ja noch in einem der Folgebände. Der Schreibstil war gut zu lesen, auch wenn ich mich erst einfinden musste.

Greta ist ein liebenswerter Charakter, der gern etwas mehr Glück und Liebe im Leben verdient hat. Sie ist stark und hat ihre eigenen Träume, lässt sich dennoch etwas herumkommandieren und bleibt sich selbst aber schon treu. Ich finde ihre Entwicklung im Laufe des Buches gut und das offene Ende lässt auf eine interessante Fortsetzung hoffen. Ein paar Dinge waren mir zu viel des Guten, doch an sich ist es eine Geschichte aus dem Leben. Kann mir gut vorstellen, das es genau so passiert und eben nicht nur eine Erzählung ist. Das Buch erzählt von einem Leben voll Entbehrungen, voll Schmerz und viel Arbeit auf den Weinbergen. Das fand ich sehr interessant, denn so umfangreich habe ich mich damit noch nie befasst. Und doch ist das Buch auch recht vorhersehbar und es sind schon so einige Klischees dabei. Gerade das Erbe war für mich dann nicht wirklich überraschend.


Ein Roman aus dem Leben, wenn auch etwas einfach gestrickt. Doch die Arbeit als Winzer/in hat mir sehr gefallen.

Veröffentlicht am 11.05.2022

Süße Geschichte - Die Natur- und Tierwelt erwacht

Es wird Frühling, kleiner Bär!
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Das Buch passt perfekt zur Jahreszeit, ist jetzt ja Frühling und die Natur erwacht und blüht wieder. Das Buch wird für Kinder ab drei empfohlen, ich fände vier bis fünf Jahre angebrachter, auch wenn der ...

Das Buch passt perfekt zur Jahreszeit, ist jetzt ja Frühling und die Natur erwacht und blüht wieder. Das Buch wird für Kinder ab drei empfohlen, ich fände vier bis fünf Jahre angebrachter, auch wenn der sich wiederholende Text auch für kleinere Kinder einprägsam ist. Doch die Szene mit den Wölfen finde ich für Dreijährige nicht altersgemäß.
Im Buch erwacht der kleine Bär aus dem Winterschlaf und ist ganz alleine. Bis er einen kleinen Stein findet und so einen neuen Freund hat. Während er durch die Gegend läuft, trifft er auf so manches Tier und fragt, ob nicht jemand spielen möchte. Doch die Vögel, Kaninchen und Wölfe möchten alle nicht mit ihm spielen, denn der Frühling naht und es gibt so viel zu entdecken und erleben. So findet er keine richtigen Freunde und erfährt nur Dinge über den Frühling, mit denen er gar nichts richtig anfangen kann. Ich fand es wichtig ein paar der Texte und Bilder noch gemeinsam mit meinem Sohn zu besprechen, damit er auch alles richtig verstehen konnte. Daher auch eher eine Empfehlung des Alters, mein Sohn ist fast fünf Jahre alt.
Schön sind die Bilder im Buch, dort gibt es viel zu entdecken und für mich wirkte die Szenerie harmonisch. Wenn der Winter langsam das Land verlässt und es wärmer wird.
Was mich etwas gestört hat, ist die fehlende Bärenmutter, denn welches Bärenkind macht sich alleine auf den Weg, das ist nicht realistisch. Meinem Sohn hat die Geschichte jedoch sehr gefallen und wir haben uns die Bilder einige Mal gemeinsam angeschaut.

Eine süße Geschichte, die jedoch nicht wirklich realistisch ist. Durch die Reimform und sich wiederholende Passagen ist der Text recht einprägsam.

Veröffentlicht am 31.03.2022

Bedrückende Themen, hat ein paar Längen

Das Fundbüro der verlorenen Träume
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Für mich war dieses Buch aktuell schwere Kost, was aber auch an meiner privaten Situation lag. Der Verlust des Vaters, die Krankheit der Mutter und Dot, die sich in ihr Schneckenhaus zurückgezogen hat. ...

Für mich war dieses Buch aktuell schwere Kost, was aber auch an meiner privaten Situation lag. Der Verlust des Vaters, die Krankheit der Mutter und Dot, die sich in ihr Schneckenhaus zurückgezogen hat. Alles sehr ernste und schwere Themen. Doch kurz mehr zur Geschichte selbst:
Dot arbeitet in einem Londoner Fundbüro und lebt für ihre Arbeit. Sie liebt es die verlorenen Gegenstände zu katalogisieren und diese in ihr entsprechendes Fach einzusortieren. All das gibt ihr Sicherheit, denn sie braucht feste Regeln seit ihr Vater nicht mehr da ist. Doch irgendwann beginnt über ihr Leben nachzudenken und als die Tasche des älteren Herren wieder auftaucht, wagt sie einen großen Schritt, der ihr Leben verändert.
Letztendlich fand ich den Klappentext etwas irreführend. Mir wäre wichtig gewesen, wenn mehr hervorgehoben würde, dass es um Dot und die Suche nach sich selbst geht. Es wird zwar angerissen, doch für mich war Mr. Appleby Dreh- und Angelpunkt. Nur gibt er eigentlich nur einen kurzen Anstoß.
Die Geschichte verläuft lange ruhig und mich konnte sie anfangs nicht so recht packen, was auch am Stil lag, der für mich schon recht sprunghaft war. Dot selbst mochte ich meist ganz gern, auch wenn ich ihr gerne früher geholfen hätte. Sie wirkt so hilfsbedürftig, einsam und traurig und das zieht sich auch lange durchs Buch. Die Stimmung ist allgemein eher bedrückend, auch wenn es immer mal kleinere Lichtblicke gibt. Man sollte das Buch nicht unbedingt lesen, wenn man selbst etwas bedrückt ist.
Toll fand ich die Kapitelanfänge mit den Notizen zu Verlorenen/Gefundenen-Gegenständen oder Sachen, immer passend zum Kapitel. Das hatte Wiedererkennungswert und war einfach stimmig.
Am Ende ging mir dann vieles zu schnell und wurde auch zu rasch abgehandelt, da wäre vielleicht weniger mehr gewesen oder eben weiter verteilt.


Ein Buch mit einem bedrückenden Thema und einer Protagonistin, die aus ihrem Schneckenhaus herauskommt. Es hat schöne Momente, doch es gibt auch ein paar Längen und Dinge, die mir nicht so gefallen haben.