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Veröffentlicht am 11.05.2022

Tolles Setting und eine überzeugende Story

Die Liebe tanzt barfuß am Strand
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Der Auftakt der neuen Lütteby-Serie klang nach einem Buch zum Wohlfühlen. Ein kleines Städtchen an der Nordsee, Liebe und eine alte Legende.. "Die Liebe tanzt barfuß am Strand" schien genau das zu sein, ...

Der Auftakt der neuen Lütteby-Serie klang nach einem Buch zum Wohlfühlen. Ein kleines Städtchen an der Nordsee, Liebe und eine alte Legende.. "Die Liebe tanzt barfuß am Strand" schien genau das zu sein, was ich aktuell gut gebrauchen kann. Außerdem wollte ich schon lange mehr von Gabriella Engelmann lesen, ihre Jugendbücher mochte ich früher so gern!

Lina liebt ihr Leben in Lütteby. Das Rauschen der Nordsee, der alte Leuchtturm, ihre Wohnung in dem alten Giebelhäuschen und ihr Job im Tourismusbüro der Stadt. Das Einzige, wonach sie sich sehnt, ist ihre Mutter, die sie nie kennengelernt hat, und Liebe, seit sie vor Jahren von ihrem Verlobten kurz vor der Hochzeit verlassen wurde. Als Lina dann vorübergehend einen neuen Chef bekommt, kann sie ihn erst gar nicht leiden, doch langsam schleicht sich Jonas in ihr Herz..

Ich habe mich total auf "Die Liebe tanzt barfuß am Strand" gefreut, als ich dann endlich mit dem Buch beginnen konnte, machte sich aber Ernüchterung breit - ich kam so gar nicht in die Geschichte hinein und weiß nicht mal wieso! Da es sowieso schon spät war, habe ich das Buch schnell zur Seite gelegt und es mir am nächsten Tag erneut vorgenommen. Es fühlte sich plötzlich wie ein ganz anderes Buch an!
Die ersten rund 50-100 Seiten packten mich zwar noch nicht zu 100%, doch es gefiel mir so fiel besser als noch am Abend vorher.

Nach und nach schlich es sich in mein Herz, sodass ich nur sehr widerwillig eine weitere Lesepause gemacht habe. Gabriella Engelmann erzählt im Ich-Erzähler aus Sicht von Hauptfigur Lina, ihr Schreibstil las sich toll und passte mit den immer wieder vorkommenden nordfriesischen Begriffen wunderbar zum Setting. Ergänzt wird das Ganze durch interessante Einblicke in die Vergangenheit von Lütteby, in der eine alte Fehde mit dem benachbartem Grotersum begann, oder Lebensweisheiten, aus dem Glückstagebuch. Fand ich richtig toll und brachte mich ab und zu echt zum Schmunzeln!

Lina gefiel mir richtig gut, generell mochte ich die ganze Figuren total gern. Ich liebe diese Kleinstadtgemeinschaft und den Zusammenhalt so sehr! Sie sind alle wunderbar dargestellt, wirkten sehr realistisch auf mich und ich habe mich zwischen ihnen wohl gefühlt, zumindest zwischen fast allen.
Bei Jonas, Linas vorübergehendem neuen Chef, wusste ich erst nicht so recht, was ich von ihm halten soll. Mir ging es da so ein wenig wie Lina, von Kapitel zu Kapitel wurde er mir sympathischer. Die Entwicklung ihrer Beziehung zueinander gefiel mir sehr.

Die Story ist sehr ruhig, aber total interessant und unterhaltsam. Man erfährt vieles über Lüttebys Geschichte, lernt die ganzen Figuren kennen und begleitet Lina bei ihrem normalen Alltag im Tourismusbüro, ihrem zweiten Job im kleinen Laden ihrer Großmutter und bei den Treffen mit ihren Freunden. Nachdem ich in die Geschichte eintauchen konnte, konnte mich das Buch unerwartet sehr packen und ließ mich kaum noch los. Ich war so neugierig, wie sich alles entwickelt und auf die Veränderungen, die auf Lütteby zukommen. Die Entwicklung am Ende hat mich richtig überrascht und als ich die letzten Seiten gelesen habe, war ich erst einen Moment sprachlos. Ich kann es kaum erwarten, den zweiten Band zwischen die Finger zu kriegen und bin so unfassbar neugierig darauf, was es damit auf sich hat und wie sich das alles weiter entwickelt!

Das Setting gefiel mir auch unheimlich gut und weckt die Sehnsucht in mir, selbst an die Nordsee zu reisen. Ich stelle es mir so idyllisch vor und freue mich schon jetzt auf den nächsten Lütteby-Besuch.
Der Rabe Abraxas, der eine große Rolle für die Stadt spielt, verdient an dieser Stelle noch eine Extra-Erwähnung. Ich fand ihn so cool!

"Die Liebe tanzt barfuß am Strand" konnte mich nach einem etwas schwierigeren Start sehr überzeugen. Ich liebe das Setting und ich mochte sowohl die Geschichte als auch die Figuren so gern! Ich freu mich sehr auf Band 2.

Veröffentlicht am 15.04.2022

Gelungener New Adult Roman

With you I dream
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"With you I dream" hat mich als erstes wegen dem tollen Cover auf sich aufmerksam gemacht - ich liebe diese Blautöne! Über die Bücher von Justine Pust habe ich auch schon viel Gutes gehört und dieses hier ...

"With you I dream" hat mich als erstes wegen dem tollen Cover auf sich aufmerksam gemacht - ich liebe diese Blautöne! Über die Bücher von Justine Pust habe ich auch schon viel Gutes gehört und dieses hier hat mich gleich sehr angesprochen. Es klang nach einer sehr emotionalen und mitreißenden New Adult Story!

Mia verlässt New York, um ihr altes Leben hinter sich zu lassen - das Medizinstudium, das sie nicht glücklich macht, ihre Wohnung und ihren toxischen Ex-Freund. Sie kommt bei ihrer Schwester in Belmont Bay unter, einer kleinen Stadt in Idaho, die von Bergen, Wäldern und Seen umgeben ist. Dort will Mia zur Ruhe kommen und überlegen, was sie nun mit ihrem Leben anstellen soll. Ein neuer Mann steht dabei definitiv nicht auf dem Plan, doch schon bald klopft ihr Herz in Conners Nähe schneller. Ist sie überhaupt bereit, sich wieder jemandem zu öffnen? Und was zieht Conner immer wieder in die Tiefe der Wälder?

"With you I dream" behandelt sensible Themen, die manche Menschen triggern können. Bitte unbedingt vor dem Lesen die Triggerwarnung beachten, falls ihr mit manchen Themen Schwierigkeiten habt!

Ich war so gespannt auf "With you I dream" und als Jassy (@lowin1000) mich gefragt hat, ob wir das Buch als BuddyRead lesen wollen, habe ich sofort Ja gesagt. Wir haben das Buch in 2 Abschnitten gelesen und ich muss sagen, dass ich es wohl in einem Rutsch beendet hätte, wenn ich alleine gelesen hätte.

Justine Pusts Schreibstil las sich einfach unheimlich angenehm und ich hatte das Gefühl, nur so durch die Seiten zu fliegen. Ich glaube, ich habe das Buch in Rekordzeit beendet. Sie erzählt die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Mia und Conner im Ich-Erzähler, was mir sehr gefiel.

Das Setting in Belmont Bay, einer kleinen Stadt mitten in der Natur, fand ich großartig. Ich lese im Moment sehr gern Bücher, die in Kleinstädten spielen, ich mag diese Gemeinschaft und das sich die Leute kennen. Finde ich auch hier sehr gelungen. Die Natur dazu mochte ich ebenfalls und ich stelle mir die Berge, Seen und Wälder atemberaubend vor!

Die Geschichte von Mia und Conner ist alles andere als einfach. Beide Charaktere haben viel mitgemacht, ihr Verhalten, ihre Gedanken und Gefühle sind von der Vergangenheit geprägt. Es ist keine lockerleichte Lovestory, wie man anhand des Covers vermuten würde, nein. Es ist emotional, hart und behandelt einige sensible Themen.

Ich fand beide Figuren sehr gut und sehr überzeugend dargestellt und bis zu einem gewissen Punkt konnte ich mich wunderbar in sie hineinfühlen. Emotional fehlte mir ein Funke, der einfach nicht zu mir übergesprungen ist. Zwar konnten mich Mia und Conner schon berühren, nur so richtig mitgerissen haben sie mich einfach nicht, was ich schade fand und wo ich nicht so genau weiß, warum das so war. Sie sind wunderbar nachvollziehbare und überzeugende Figuren mit Tiefe und auch die vielen anderen Charaktere wie beispielsweise Mias Schwester oder die Stadtgemeinschaft, waren einfach toll.

Der Verlauf der Geschichte gefiel mir sehr. Ich mochte es, wie sich Mia und Conner und die Beziehung zwischen ihnen entwickelt haben und habe mich trotz der teilweise schweren Thematik, dessen Darstellung ich gelungen fand, gut unterhalten gefühlt. Ich wollte immer wissen, wie es weiter geht und hätte das Buch vermutlich in einem Rutsch verschlungen. Das Ende fand ich richtig gut und ich freue mich sehr auf den nächsten Besuch in Belmont Bay.

"With you I dream" ist ein gelungener New Adult Roman, den ich trotz schwerer Thematik sehr gerne gelesen habe. Ich liebe das Kleinstadtfeeling und die Natur! Nur emotional sprang der letzte Funke leider nicht so über, wie ich es mir gewünscht hätte.

Veröffentlicht am 11.04.2022

Spannender zweiter Fall

Der dreizehnte Mann
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Vor einiger Zeit wurde mir überraschend der erste Band der Reihe um Eberhardt und Jarmer zugesendet. Eigentlich lese ich keine Krimis, da ich "Die siebte Zeugin" dann aber sowieso da hatte, wollte ich ...

Vor einiger Zeit wurde mir überraschend der erste Band der Reihe um Eberhardt und Jarmer zugesendet. Eigentlich lese ich keine Krimis, da ich "Die siebte Zeugin" dann aber sowieso da hatte, wollte ich zumindest kurz reingucken.. das Buch ließ mich nicht mehr los und ich war so gespannt auf den zweiten Fall, der mit "Der dreizehnte Mann" nun endlich erschienen ist.

Rocco Eberhardt wird von Timo Krampe und der Reporterin Anja Liebig beauftragt, nach Timos verschwundenem Freund Jörg Grünwald zu suchen. Eigentlich ein Fall für die Polizei, doch nachdem Rocco ihre Geschichte gehört hat, nimmt er sich ihnen an. Timo und Jörg wollten ein Interview geben, in dem ein skandalöser Fall von Kindesmissbrauch aufgedeckt werden könnte, bei dem die Jugendämter Pflegekinder bewusst an pädophile Männer vermittelt haben. Als dann eine Wasserleiche gefunden wird, bei der es sich vermutlich um den vermissten Jörg handelt, deutet alles auf Mord hin und das nun möglicherweise auch Timo in Gefahr schwebt..

Endlich ein neuer Fall für Eberhardt und Jarmer! Wie schon im ersten Band konnte mich das Autorenduo schnell in den Bann der Geschichte ziehen und ließ mich kaum los. Das Thema ist nicht ohne und ist tatsächlich von einer wahren Geschichte inspiriert. Von Anfang an ist es unheimlich spannend zu lesen und ich war so neugierig, was Eberhardt und Jarmer alles bei ihren Ermittlungen herausfinden, was mit Jörg Grünwald geschehen ist und was es mit dem Missbrauchsskandal auf sich hat. Es fiel mir nicht leicht, das Buch aus den Händen zu legen und man merkt einfach, dass Florian Schwiecker und Michael Tsokos ganz genau wissen, wovon sie schreiben. Der Handlungsverlauf ist unvorhersehbar und die Entwicklungen überraschten und überzeugten mich sehr, es ist erschreckend, was da nach und nach ans Tageslicht kommt!

Der Hauptfall um Timo, Jörg und den Skandal wurde abgeschlossen, im Hintergrund gibt es aber einen weiteren Handlungsstrang, der im ersten Band schon begonnen hat und hier weitergeführt wurde. Das blieb aber auch wirklich sehr im Hintergrund, wurde eher angedeutet, und ich bin so neugierig, was da noch passieren wird. Hoffentlich gibt es bald eine Fortsetzung.

Erzählt wird die Geschichte wieder im personalen Erzähler aus verschiedenen Perspektiven, was wunderbar zur Story passte und sehr viel Spannung rein brachte. Auch die wirklich sehr kurzen Kapitel von teilweise nur ein bis zwei Seiten machten das Ganze noch spannender und sorgten dafür, dass ich rasend schnell durch die Seiten flog, ohne dabei aber gehetzt zu wirken. Der Schreibstil las sich sehr flüssig und gut.

Die Charaktere, zu viele um auf Einzelne einzugehen, sind gewohnt überzeugend und in meinen Augen authentisch dargestellt. Zwar hatte ich auch hier wieder das Gefühl, dass ich den Figuren nicht so nahe kommen kann, wie ich es mir wünsche, so richtig gestört hat mich das aber nicht. Rocco Eberhardt und Justus Jarmer sind ein tolles Duo, welches ich sehr gerne bei ihren Ermittlungen begleitet habe.

"Der dreizehnte Mann" ist ein spannender zweiter Fall für Eberhardt und Jarmer, der mich wieder sehr überzeugen und packen konnte. Ich hoffe, es wird nicht ihr letzter Fall sein!

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Veröffentlicht am 24.03.2022

Überzeugender Auftakt

Cards of Love 1. Die Magie des Todes
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"Cards of Love: Die Magie des Todes" ist durch eine Buchbox bei mir eingezogen, aber auch ohne diese Box wäre es früher oder später in meinem Regal gelandet. Venedig, Tarot, ein rätselhafter Todesfall ...

"Cards of Love: Die Magie des Todes" ist durch eine Buchbox bei mir eingezogen, aber auch ohne diese Box wäre es früher oder später in meinem Regal gelandet. Venedig, Tarot, ein rätselhafter Todesfall und ein mysteriöses Hotel.. es klang einfach wie für mich gemacht!

Als Giulietta die Nachricht erhält, dass ihr Vater bei einem Überfall in Venedig gestorben ist, kann sie es nicht fassen. Ihr Vater hasst diese Stadt, würde niemals dort hinfahren und hielt auch sie immer von dort fern. Trotz seiner Warnung, nicht nach Venedig zu fahren, egal was auch passiert, macht sie sich auf den Weg dorthin, um mehr über seinen Tod zu erfahren. Sie kommt im Luxushotel ihres Onkels unter und schnell merkt sie, dass es dort seltsam zugeht. Wer sind die mysteriösen Schauspieler aus dem ersten Stock, von denen sie sich ausdrücklich fernhalten sollte, die aber ein ungewöhnliches Interesse an ihr und ihrer Tarotkunst haben?

Schon nach den ersten rund 100 Seiten war mir klar, dass ich "Cards of Love: Die Magie des Todes" mögen werde. Es beginnt sehr spannend und mysteriös, das Setting und die wichtige Rolle der Tarotkarten gefiel mir sehr.

Nena Tramountani erzählt die Geschichte im Ich-Erzähler aus der Perspektive von Giulietta und einer weiteren, zu Beginn noch unbekannten Person. Ihr Schreibstil gefiel mir sehr, er las sich total flüssig und hat mich direkt nach Venedig an Giuliettas Seite gezogen.

Ich war so gespannt, wer die zweite Ich-Perspektive ist, was es mit dem Tod von Giuliettas Vater und den mysteriösen Schauspielern im Hotel wirklich auf sich hat und was die Tarotkarten für eine Rolle bei dem Ganzen spielen. Nach den ersten rund 100 Seiten musste ich eine Lesepause machen, abends vor dem Schlafen wollte ich nur noch ein paar Kapitel weiterlesen und bin nur so durch den Rest des Buches geflogen, ohne zu merken, wie die Zeit vergeht. Erst nach den letzten Sätzen konnte ich wieder aus der Geschichte auftauchen und habe mich richtig erschrocken, als es schon halb 3 Nachts war.

Der Handlungsverlauf ist so spannend und packend! Immer wieder passierte etwas, was ich nicht erwartet hatte, die Rolle der Tarotkarten hat mich sehr überrascht und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, an Giuliettas Seite die Geheimnisse zu ergründen.

"Cards of Love: Die Magie des Todes" ist der Auftakt einer Reihe und ich bin so froh, dass der zweite und so weit ich weiß abschließende Band nicht allzu lange auf sich warten lässt - das Ende bringt ein neues großes Problem mit sich und ich bin so gespannt, wie das wohl gelöst wird! Am liebsten würde ich ja sofort weiterlesen..

Das Einzige, was mich nicht so richtig begeistern konnte, waren die Charaktere. Versteht mich nicht falsch, sie waren alle sehr gut dargestellt, handelten vollkommen nachvollziehbar und überzeugten mich.. ich habe nur trotzdem nicht so richtig Zugang zu ihnen gefunden und sie konnten mich nicht ganz so berühren oder mitreißen, wie ich es mir gewünscht hätte. Warum das so war, kann ich leider nicht sagen.

"Cards of Love: Die Magie des Todes" ist ein überzeugender Auftaktband. Die Idee gefiel mir sehr, die Umsetzung war richtig spannend und konnte mich so packen, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe.

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Veröffentlicht am 17.03.2022

Toller winterlicher NA Roman

Like Snow We Fall
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Eiskunstlauf finde ich schon immer sehr interessant und das in Kombination mit dem winterlichen Setting in Aspen und der Lovestory hat mich unheimlich angesprochen. Schnell ist "Like Snow We Fall" deswegen ...

Eiskunstlauf finde ich schon immer sehr interessant und das in Kombination mit dem winterlichen Setting in Aspen und der Lovestory hat mich unheimlich angesprochen. Schnell ist "Like Snow We Fall" deswegen auf meiner Wunschliste gelandet, wo es nicht lange bleiben sollte.

Nur mit einer Handvoll Kleidung und ihren Schlittschuhen flüchtet Paisley vor ihrem bisherigen Leben nach Aspen, um dort an der renommierten Eiskunstlaufschule iSkate ihr Training fortzuführen. Sie träumt von Olympia und auf dem Weg dorthin darf sie sich von nichts ablenken lassen. Vor allem nicht von Knox, dem attraktiven Snowboardstar, von allen geliebt und ein echter Aufreißer. Paisley versucht ihn und die Anziehungskraft, die er ausübt, zu ignorieren, doch sie laufen sich immer öfter über den Weg, wodurch es ihr immer schwerer fällt..

Zu allererst möchte ich sagen, dass ich mir eine Contentwarnung gewünscht hätte. Ich weiß nicht, wie es beim Print aussieht, aber hier im eBook gab es keine. Es werden echt heftige Themen behandelt, auf die ich nicht vorbereitet war und womit ich auch überhaupt nicht gerechnet habe. Glücklicherweise habe ich keine Probleme damit, doch es gibt sicher nicht wenige Leser*innen, die sensibel auf bestimmte Themen reagieren. An meiner Wertung für die Geschichte ändert der Punkt nichts, mir war es nur wichtig, darauf hinzuweisen.

Ayla Dade erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Paisley und Knox im Ich-Erzähler, was ich sehr gerne mochte. Ihr Schreibstil las sich sehr angenehm und flüssig und gefiel mir ebenfalls sehr, ich konnte gut in die Geschichte und das verschneite Aspen eintauchen.

Paisley und Knox sind zwei Figuren, die es nicht leicht im Leben hatten. Sie haben viel durchgemacht, was sie zu den Menschen geformt hat, die sie nun sind. Paisley war mir auf Anhieb sehr sympathisch, mit Knox musste ich ein erst ein wenig warm werden, doch dann mochte ich auch ihn unheimlich gerne. Sie handelten überzeugend und sind toll dargestellt, ich hätte mir nur manchmal gewünscht, dass sie einfach mal den Mund aufgemacht und mit irgendwem über das geredet hätten, was in ihnen vorgeht. Auch die vielen Nebenfiguren finde ich wirklich sehr gelungen und ich freue mich schon sehr auf ein Wiedersehen mit ihnen im zweiten Band, in dem zwei andere Figuren die Hauptrolle spielen, die man hier schon kurz kennengelernt hat.

Die Story ist an sich ziemlich vorhersehbar, was mich an sich nicht unbedingt gestört hat. Wenn man eine New Adult Romance liest, weiß man einfach, was man bekommt. An sich finde ich das auch vollkommen okay, doch hier war mir die Wendung ein wenig.. zu dramatisch, zu offensichtlich und zu gewollt, als ob man zwingend noch irgendwas einbauen müsste. Hätte für mich so nicht sein müssen, um das Buch zu einem gelungenen Abschluss zu bringen.
Abgesehen davon fand ich die Geschichte aber sehr packend und unterhaltsam, das Thema mit dem Eiskunstlauf und dem Snowboarden gefiel mir sehr, das Setting in Aspen und die Gemeinschaft der Stadt mochte ich auch total. Am Anfang kam das Knistern zwischen Paisley und Knox bei mir nicht ganz an, zum Ende konnte es mich aber auch emotional packen und mit etwas mehr Konzentration hätte ich das Buch vermutlich in einem Rutsch verschlungen.

Das Ende schließt die Geschichte um die Beiden gut ab und man kann das Buch sehr gut als Einzelband stehen lassen, wenn man das möchte. Auf die Geschichte von Wyatt und Aria, von der man hier schon ein wenig was erfahren hat, bin ich aber einfach zu neugierig und so steht "Like Fire We Burn" schon weit oben auf meiner Liste.

Insgesamt gefiel mir der Auftakt dieser winterlichen New Adult Romance Reihe wirklich gut, es gibt nur wenig, was mich gestört hat. Ich hatte viel Spaß mit "Like Snow We Fall" und freue mich schon total auf "Like Fire We Burn".

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