Die verbindende Kraft der Musik
Ein Lied für MollyBonnie lebt mit ihrem kleinen Sohn Josh in Dublin und hat es nicht leicht. Doch für ihren Sohn würde sie alles tun. Als Mutter und Sohn in einem Bus ein Bündel handschriftlicher Noten findet, verspricht ...
Bonnie lebt mit ihrem kleinen Sohn Josh in Dublin und hat es nicht leicht. Doch für ihren Sohn würde sie alles tun. Als Mutter und Sohn in einem Bus ein Bündel handschriftlicher Noten findet, verspricht sie ihm, diese Mappe dem Besitzer zurück zu geben. Ihre Suche führt sie zu Robert, einem ehemaligen Konzertpianisten und Musiklehrer. Auch er hat Interesse den Besitzer der Noten ausfindig zu machen und so reisen sie gemeinsam an die Westküste Irlands ins beschauliche Ballystone….
Ich liebe Geschichten, die in Irland spielen und so war dieser Roman ein Muss für mich. Die Autorin Claudia Winter kannte ich bisher nicht, aber ihr angenehmer Schreibstil und die liebevolle Art, wie sie Charaktere und Situationen beschreibt gefiel mir sofort. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen; im Jahr 2001 begleiten wir Robert, der eben erst nach Dublin kam und in einer Schule unterrichtet und in der heutigen Zeit reisen wir mit Bonnie, Josh und Robert nach Ballystone auf der Suche nach dem Besitzer der Noten. Die einzelnen Charaktere sind sehr vielschichtig. Als Leser erlebe ich sie in unterschiedlichen Situationen, erfahre welche Entscheidungen sie treffen und was das für die Entwicklung der Geschichte bedeutet. In Ballystone lernen wir einen weiteren Hauptprotagonisten kennen. Liam ist ein knurriger Mann, der seine Ruhe will. Dass Bonnie und Josh seinen Weg kreuzen, passt ihm nicht… Die Einwohner von Ballystone wirken eigenwillig, halten aber fest zusammen, wenn es darauf ankommt. So manche Szene bzw. Dialog hat mich zum Schmunzeln gebracht.
Mir hat „Ein Lied für Molly“ sehr gut gefallen. Die Geschichte lässt sich leicht lesen, fesselt mit ihrer Thematik. Es ist interessant zu verfolgen wie sehr Entscheidungen der Vergangenheit das Heute beeinflussen. Musik zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte. Gern empfehle ich das Buch weiter.