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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.10.2022

Der Vorhang fällt...

One Last Act
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"One last act" ist der Abschluss-Band der One Last-Trilogie von Nicole Böhm. Ich habe mich ziemlich darauf gefreut, dieses Buch zu lesen, nachdem Teil 2 so grandios geschrieben war. Leider musste ich nun ...

"One last act" ist der Abschluss-Band der One Last-Trilogie von Nicole Böhm. Ich habe mich ziemlich darauf gefreut, dieses Buch zu lesen, nachdem Teil 2 so grandios geschrieben war. Leider musste ich nun feststellen, dass der finale Akt nicht mit den ersten beiden mithalten kann.

Die Handlung hätte meines Erachtens ziemlich viel Potenzial gehabt. Es geht um den Druck im Showgeschäft und die vielen, gefährlichen Wege, diesen ein wenig abzumildern. Mehr möchte ich hier gar nicht dazu sagen, die Spoilergefahr wäre zu groß.

Auch schriftstellerisch habe ich nicht viel auszusetzen - die Geschichte war wieder interessant geschrieben. Vor allem bei Allys Problem hat mir gut gefallen, wie unterschwellig die Entwicklung stattgefunden hat. Es ist ja für Autorinnen und Autoren nie einfach, einen schleichenden Prozess so darzustellen, dass es nicht fad wird, aber in diesem Buch ist das ziemlich gut gelungen.

Tja, woran lag es denn nun, dass mich das Buch nicht mitnehmen konnte? Ich fürchte, Ally war das Problem. Während Ethan mich in seiner Rolle als gebrochener und geläuterter Rockstar total überzeugt hat, war Ally einfach nur ein furchtbar nerviger Gegenpart. Sie war auf ihre verkopfte Art echt unsympathisch, und es strengte mich allein schon an, ihre heillos überfüllten Wochenpläne zu lesen. Da wollte man jedes Mal in das Buch rein greifen und schreien: Mädchen, checkst du noch was???
Mir ist klar, dass es dieses Buch wahrscheinlich nicht geben würde, wenn ihr Charakter anders angelegt wäre. Aber es war einfach nicht schön zu lesen, und es ist leider auch jegliches positive Gefühl dabei auf der Strecke geblieben. Gerade auch im Zusammenspiel mit Ethan konnte ich nicht nachvollziehen, woher die Emotionen kommen sollten, es hat sich oft eher nach einer wackeligen Zweckgemeinschaft angefühlt als nach einer echten Liebe.

Mein Fazit: Neben vielen positiven Aspekten wartet dieser Roman leider auch mit einer Protagonistin auf, die mir das Leben sehr schwer gemacht und die Lust an dem Buch verleidet hat. Ich vergebe darum 2,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 01.10.2022

Leider enttäuschend

Über die dunkelste See
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Ich bin eigentlich ein ganz großer Brittainy C. Cherry-Fan und hätte nie gedacht, dass ich das irgendwann mal sagen müsste, aber leider hat mich ihr aktueller Roman ziemlich enttäuscht. Band 3 der Compass-Reihe, ...

Ich bin eigentlich ein ganz großer Brittainy C. Cherry-Fan und hätte nie gedacht, dass ich das irgendwann mal sagen müsste, aber leider hat mich ihr aktueller Roman ziemlich enttäuscht. Band 3 der Compass-Reihe, "Über die dunkelste See", konnte mich überhaupt nicht abholen. Ich fand die Story von Anfang an total an den Haaren herbei gezogen, konnte die Chemie zwischen den Protagonisten nicht wirklich spüren und habe auch sonst vergebens auf den klassischen BCC-Taschentuch-Effekt gewartet.

Zu Damian konnte ich absolut keine Verbindung aufbauen. Der Leser erfährt zwar von seiner Vergangenheit, aber trotzdem hatte ich ständig das Gefühl, das sein Charakter nicht "rund" ist. Sein Selbstbild wich so stark von seinen Handlungen und seinen Reaktionen ab, dass es nicht mehr glaubwürdig war.
Stellas Charakter fand ich sehr interessant und vielschichtig. An sich war sie für mich das Beste an diesem Roman, allerdings machte ihre Selbstreflexion das Buch auch recht anstrengend zu lesen.
Die Beziehung der beiden ist meines Erachtens eher ein Nebenprodukt der eigentlichen Geschichte (Stellas Selbstfindung) und wurde deshalb auch stellenweise nicht mit der nötigen Tiefe beschrieben. Vielleicht liegt es daran, dass ich den beiden zwar ihre Liebe, nicht aber ihr Chemie abgekauft habe.

Mein Fazit: Es ist bei mir einfach kein Lesevergnügen aufgekommen, der Funke ist schlicht nicht übergesprungen. Richtig schade, weil ich mich auf jedes neue BCC-Buch immer so freue. Ich vergebe jetzt 2,5 von 5 Sternen und mache dann einen Haken dahinter. Und dann freue ich mich auf Teil 4 der Reihe.

Veröffentlicht am 03.09.2022

Nicht überzeugend

Kissing in the Rain
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Ich habe zu diesem Buch schon einige sehr gute Rezensionen gelesen und muss nun leider sagen, dass ich die Begeisterung nur bedingt teilen kann.

Das erste Drittel fand ich noch richtig gut, ich hab mich ...

Ich habe zu diesem Buch schon einige sehr gute Rezensionen gelesen und muss nun leider sagen, dass ich die Begeisterung nur bedingt teilen kann.

Das erste Drittel fand ich noch richtig gut, ich hab mich total wohlgefühlt mit dem Schreibstil und musste aufgrund der Absurdität dieser verschrobenen, direkten und hochpeinlichen Familie einige Male lauthals auflachen. Was für ein toller Humor!

Leider wurde das jedoch ab dem zweiten Drittel ziemlich ins Gegenteil verkehrt - das ging sogar so weit, dass ich mich irgendwann sogar geschämt habe, weil ich über die sicherlich lustigen, aber eben auch oft verletzenden Bemerkungen gegenüber der Protagonistin gelacht hatte.
Und dann kommt da auch noch der Protagonist daher, ein echtes Schnuckelchen, wäre da nicht die Tatsache, dass er versucht, seine Flamme durch das Abarbeiten einer Liste zu verbiegen und - böse ausgedrückt - zu optimieren. Das Ziel dahinter mag ein gutes gewesen sein, dennoch fand ich seine Herangehensweise ziemlich entwürdigend.

Camryn fand ich als Protagonistin ziemlich interessant angelegt, aber sie hat für mich einen richtig schlechten Beigeschmack bekommen, weil durch das Buch eben vermittelt wurde, dass sie nicht gut so ist wie sie ist. Ich fand den Aufenthalt in ihrer Gedankenwelt deshalb oft anstrengend und wäre gern wieder zurück zum Anfang des Buchs gegangen, als wir noch so unbeschwert über die blöden Witze der buckligen Verwandtschaft lachen konnten...

Mein Fazit: Ein Buch, das mich leider ziemlich unzufrieden zurück gelassen hat. Trotzdem 2,5 Sterne für den tollen Humor und die Message, die natürlich trotz der nicht allzu positiven Kritik angekommen ist.

Veröffentlicht am 17.06.2022

Konnte mich nicht überzeugen

Deluxe Nights
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Ich bin schon mit einem durchwachsenen Gefühl an dieses Buch herangegangen, als ich gesehen habe, dass Pascal der Protagonist sein würde. Pascal, der in den ersten beiden Bänden als absoluter Unsympath, ...

Ich bin schon mit einem durchwachsenen Gefühl an dieses Buch herangegangen, als ich gesehen habe, dass Pascal der Protagonist sein würde. Pascal, der in den ersten beiden Bänden als absoluter Unsympath, als Handlanger des Teufels und als skrupelloser Widerling rüberkam. Wie, bitte, sollte der denn nun in Band 3 zum Sympathieträger, Ritter in glänzender Rüstung und liebevollen Liebhaber werden?
Leider: gar nicht. Ich konnte mich auf ihn absolut nicht einlassen, die ganze Entwicklung wirkte total unglaubwürdig und ich konnte bis zum Ende keine positiven Gefühle in seine Richtung aufbringen.

Gabrielles Geschichte fand ich sehr tragisch, aber sie kam dadurch als extrem starke Frau rüber. Sie hat mir gut gefallen und rettet dem Buch die 2,5 Sterne. Ebenso die Krimielemente - teilweise war dieser Handlungsstrang zwar recht vorhersehbar, aber er verlieh dem Buch ein wenig Würze.

Veröffentlicht am 20.05.2022

Für mich leider der schwächste Teil der Reihe.

New Horizons
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Als ich gelesen habe, dass "New Horizons" von Annie Hudgens und Cole Jacobs handelt, hatte ich schon so meine Befürchtungen. Denn Cole fand ich schon im zweiten Teil der Reihe nicht so doll. Leider haben ...

Als ich gelesen habe, dass "New Horizons" von Annie Hudgens und Cole Jacobs handelt, hatte ich schon so meine Befürchtungen. Denn Cole fand ich schon im zweiten Teil der Reihe nicht so doll. Leider haben sich diese Befürchtungen bewahrheitet - für mich war Teil vier der schwächste Band der Reihe.

Cole war mir irgendwie zu geschleckt. Die Autorin hat zwar immer wieder versucht, ihm etwas Tiefe zu geben, aber für mich blieb er trotzdem der oberflächliche Netflix-Star, als der er zu Anfang ja auch erscheinen sollte. Zwischendurch wollte ich Annie immer wieder zurufen, dass sie sich lieber an den heißen Barkeeper Sam halten sollte, aber ich fürchte, sie hätte eh nicht auf mich gehört...
Annie fand ich im Prinzip ganz cool, aber weit von dem entfernt, was ich erwartet hatte. In Band drei wurde sie mit Mutter Theresa verglichen, aber so richtig weiß ich nach Band vier nicht, warum. Sie ist eben eine ganz normale junge Erwachsene, mit all ihren Ecken und Kanten... Außerdem hätte ich mir nach fünf Monaten Koma mehr Einschränkungen erwartet. Aber außer einem gelegentlichen Schmerz im Bein ist wohl nichts zurück geblieben. Schön für Annie, aber irgendwie nicht ganz realistisch.

In den ersten Bänden hatte mich das atemberaubende Setting in den Rocky Mountains schier aus den Socken gehauen. Hiervon ist in Band vier leider nicht allzu viel zu spüren, da sich die Handlung die meiste Zeit im Hotel und in der Kirche abspielt. Auch die Handlung mit dem Krippenspiel konnte mich nicht überzeugen - das wirkte sehr konstruiert, leider ebenso wie das Ende des Buches.

Hm, ihr seht schon, so richtig konnte mich das Buch nicht abholen...

Mein Fazit: Ein kleiner Durchhänger in dieser ansonsten supertollen Reihe... Band vier abhaken und weiter zu Band fünf - der megaheiße Sam und Baby Maja sind dran! Für "New Horizons" vergebe ich 2,5 von 5 Sternen.