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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.06.2022

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Als Markus’ Frau entführt und im Darknet ihre Misshandlung öffentlich gezeigt wird, beginnt für den Unternehmer der Schrecken. Während er seine Frau am nächsten Morgen auffindet, wird seine Tochter entführt ...

Als Markus’ Frau entführt und im Darknet ihre Misshandlung öffentlich gezeigt wird, beginnt für den Unternehmer der Schrecken. Während er seine Frau am nächsten Morgen auffindet, wird seine Tochter entführt und Markus auf eine Reise in seine eigene Vergangenheit geschickt. Warum passieren ihm diese Dinge, und ist Markus wirklich der, der er zu sein vorgibt?

Das Buch beginnt richtig spannend und ich konnte mir Markus’ Verzweiflung sehr gut vorstellen. Wie er untätig bleiben musste, um seine Frau heil zurückzubekommen, die Polizei ihm nicht glaubt, Beweise auftauchen, die seine Unschuld in ein anderes Licht tauchen. Spannend und verwirrend. Lange konnte ich mir nicht vorstellen, warum die Täter sich auf Markus und seine Familie eingeschossen haben.

Dann driftete die Geschichte leider so ein bisschen „Fitzek-mäßig“ ab. Das ist für mich immer der Fall, wenn die Geschehnisse so unglaublich werden, dass ich auch an die wahre Existenz von Christkind und Osterhase glauben könnte. Auch die Auflösung war für mich so ein Moment, wobei die Geschichte bis zum Schluss spannend zu lesen war, wobei die „Ja, klar-Momente“ im Laufe des Buches zunahmen.

Insgesamt mochte ich die Geschichte, auch wenn ich sie unglaubwürdig fand. Okay!

Veröffentlicht am 06.06.2022

Schwach

Das Zeichen der Vier
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Die junge Mary Morstan wendet sich an Sherlock Holmes und Dr. Watson, da sie ein Geheimnis in ihrem Leben von den beiden klären lassen will. Vor Jahren nahm ihr unbekannter Vater Kontakt zu ihr auf, wollte ...

Die junge Mary Morstan wendet sich an Sherlock Holmes und Dr. Watson, da sie ein Geheimnis in ihrem Leben von den beiden klären lassen will. Vor Jahren nahm ihr unbekannter Vater Kontakt zu ihr auf, wollte sich mit ihr treffen, verschwand dann aber spurlos. Seitdem bekam die junge Frau in jedem Jahr eine Perle zugeschickt, die ihr laut einem beiliegendem Schreiben zusteht. Nun möchte Mary endlich wissen, was es damit auf sich hat.

Ich wollte endlich mal die alten Sherlock-Holmes-Fälle lesen und habe mit diesem hier meinen dritten Fall von Holmes und Watson gelöst.

Leider muss ich sagen, dass mir „Das Zeichen der Vier“ am wenigsten gefallen hat. Irgendwie war die Geschichte sehr langgezogen und für mich auch nicht richtig stimmig. Der Fall zog sich einfach nur und war auch wenig spannend. Viel zu früh hat Holmes das Rätsel gelöst, so dass es nur noch um das Auffinden der Bösewichte ging.

Anfangs war ich noch gut unterhalten, doch spätestens ab der Hälfte des Buches wollte ich nur noch, dass es vorbei ist. Anders als bei „Eine Studie in Scharlachrot“ und „Der Hund der Baskervilles“ fühlte ich mich einfach nicht sehr gut unterhalten.

Schade, aber natürlich kommt „Das Zeichen der Vier“ in meine Sammlung von Klassikern, wird mir aber nicht in besonders guter Erinnerung bleiben.

Veröffentlicht am 29.05.2022

Der Hellseher

NEXX: Die Spur
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Journalistin Valerie de Crécy hat die Gelegenheit, den Hellseher Gabriel Nexx zu interviewen. Schon zuvor, als die beiden in einer Fernsehshow aufeinandertreffen, macht er ihr gruselige Vorhersagen. Doch ...

Journalistin Valerie de Crécy hat die Gelegenheit, den Hellseher Gabriel Nexx zu interviewen. Schon zuvor, als die beiden in einer Fernsehshow aufeinandertreffen, macht er ihr gruselige Vorhersagen. Doch das ist nichts gegen das, was nach dem Interview auf Valerie zukommt. Der Mann stalkt Valerie auf schlimmste Weise. Kann Valerie ihr Leben zurückbekommen?

Der Einstieg in die Geschichte ist schon ziemlich spannend. Das Aufeinandertreffen von Valerie und Nexx in der Fernsehshow zeigt, was den Hellseher ausmacht. Er macht Vorhersagen, die gruselig und zutreffend sind. Auch Valeries Aufenthalt in Nexxes Haus hat was von einem unangenehmen Besuch, weshalb ich froh war, als Valerie heil wieder heim kommt.

Und dann wurde es richtig gefährlich. Das hat mir gut gefallen, auch weil Nexx seine Angriffe so einfädelt, dass es den Menschen in Valeries Umfeld schwer fällt, ihr zu glauben.

Das Buch geht spannend weiter, hier und da fand ich es etwas zu weit hergeholt, fühlte mich aber die ganze Zeit sehr gut unterhalten. Auch das Ende hat mich überzeugt, auch weil der Showdown spannend war.

Insgesamt eine spannende und gut unterhaltende Geschichte! Gut!

Veröffentlicht am 24.05.2022

Die Geschichte des geschriebenen Wortes

Papyrus
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Mit „Papyrus“ entführt uns die Autorin in die Geschichte des geschriebenen Wortes und in die des Buches. Das klingt gut und es fängt auch gut an. Im Klappentext zu diesem Buch heißt es: „Irene Vallejo ...

Mit „Papyrus“ entführt uns die Autorin in die Geschichte des geschriebenen Wortes und in die des Buches. Das klingt gut und es fängt auch gut an. Im Klappentext zu diesem Buch heißt es: „Irene Vallejo nimmt uns mit auf eine abenteuerliche Reise durch die faszinierende Geschichte des Buches, …“, was beim Leser eine gewisse Erwartung schürt. Für mich wurde diese Erwartung nur teilweise erfüllt.

Irene Vallejo hat für dieses Buch sicher viel Recherchearbeit geleistet und man merkt ihr ihre Liebe zum Buch auch an. Anfangs liest sich das Buch wie ein Roman, das stimmt Doch im Laufe des Buches fiel mir das Lesen schwerer, weil es so viele Informationen zu verarbeiten gab.

Ich hatte Erwartungen an dieses Buch. Die Geschichte des Buches beschränkt sich für mich nämlich nicht nur auf Griechenland und das Römische Reich, doch das Buch gliedert sich genau in diese beiden Teile. Es gibt Ausflüge in andere Zeiten, auch zu aktuellen Büchern, aber damit werden nur Beispiele klargemacht. Für mich eben nicht die Geschichte des Buches, sondern nur ein Teil davon.

Insgesamt konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Es ist mir zu sprunghaft, zu ausführlich auf der einen, zu wenig ausführlich auf der anderen Seite. Ich habe über viele interessante Dinge gelesen, habe im Netz zu diesen Themen weitergeforscht und fühlte mich dabei gut unterhalten. Aber andererseits habe ich mich hier und da auch zwingen müssen, das Buch nicht zur Seite zu legen.

Von mir gibt es 3 Sterne für ein informatives Buch zu einem schönen Thema!

Veröffentlicht am 22.05.2022

Jagd auf den Killer

Der Opiummörder
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London 1854. Ein grausamer Mörder tötet eine vierköpfige Familie und das Hausmädchen. Detective Sean Ryan und der Polizist Joseph Becker entdecken Parallelen zu einer Mordserie, die sich 1811 in London ...

London 1854. Ein grausamer Mörder tötet eine vierköpfige Familie und das Hausmädchen. Detective Sean Ryan und der Polizist Joseph Becker entdecken Parallelen zu einer Mordserie, die sich 1811 in London ereignet hat. Auch damals tötete ein Mann zunächst eine Familie und danach die Anwesenden in einem Pub. Über das alte Verbrechen schrieb der opiumsüchtige Schriftsteller Thomas De Quincey ein Buch. Könnte er mit der neuen Mordserie in Verbindung stehen?

Das Buch hatte das Potenzial, eine richtig gute Krimigeschichte zu erzählen. Alle Teile für einen viktorianischen Krimi waren vorhanden: Ein tolles Ermittlerteam, blutrünstige Morde und ein fabelhafter Verdächtiger, der dann zum Helfer der Polizisten wird.

Leider hielt das Buch nicht so ganz, was es versprochen hat. Irgendwie war die Geschichte zu langwierig erzählt und verlor deshalb oft die Spannung. Die Teile über die Morde und die eigentlichen Ermittlungen gefielen mir, während mich die Tagebucheinträge De Quinceys Tochter Emily und auch Rückblicke in das Leben und das Denken des Killers langweilten, ebenso Einblicke in politische Intrigen, die das Buch auch nicht gebraucht hat. Schade!

Der Fall ist gut konstruiert und hat mir gefallen, das Ermittlerteam mochte ich auch, aber insgesamt musste ich mich ein bisschen durch die 500 Seiten quälen.