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Veröffentlicht am 23.05.2022

Vom „schlechtesten Schiedsrichter“ zum „Schiedsrichter des Jahres“ – der besondere Lebensweg des Deniz Aytekin. Nicht nur für Fußballfans!

Respekt ist alles
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Heute ist Deniz Aytekin einer der bekanntesten, beliebtesten und, ja, respektiertesten Schiedsrichter der Fußball-Bundesliga. Doch das war nicht immer so – die Geschichte von einem, der mit viel Ehrgeiz ...

Heute ist Deniz Aytekin einer der bekanntesten, beliebtesten und, ja, respektiertesten Schiedsrichter der Fußball-Bundesliga. Doch das war nicht immer so – die Geschichte von einem, der mit viel Ehrgeiz seinen Weg an die Spitze verfolgte, und sich dabei selbst untreu wurde. Es gipfelt in der Bewertung als „schlechtester“ Schiedsrichter der Liga – eine fragwürdige Auszeichnung eines Fachmagazins. Sein Vorgänger in dieser Kategorie, Babak Rafati, versuchte vor einem Bundesligaspiel, sich das Leben zu nehmen. Diese zweifelhafte Kategorie wurde abgeschafft – und einige Jahre später wurde Aytekin nicht nur von den Bundesligaprofis zum besten Schiedsrichter gewählt, sondern auch als Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet.

Wie Aytekin es durch Reflexion und eine kritische Auseinandersetzung mit sich selbst geschafft hat, zu dem Schiedsrichter zu werden, der er sein wollte – empathisch, souverän, nahbar und dennoch konsequent, fair und immer auf Ballhöhe, beschreibt er selbst mit einem Co-Autor in diesem Buch.

Er liefert persönliche Einblicke in seinen Lebensweg, seine Karriere – aber auch die Schattenseiten des Schiedsrichterdaseins. „Respekt ist alles“ ist dabei kein Ratgeber und stellt keine künstlichen Analogien zwischen dem Fußball und dem Alltagsleben her, sondern vermittelt auf lockere Weise Deniz Aytekins Anspruch an sich selbst und andere, was respektvollen Umgang betrifft. Kein Ratgeber, kein moralisch erhobener Zeigefinger, sondern ein kurzweiliger Einblick in ein interessantes Leben einer sympathischen Figur des öffentlichen Lebens.

Fußballfans werden ihre Freude an vielen Anekdoten und Details aus der Bundesliga haben – aber auch Menschen, die nicht in der Bettwäsche ihres Lieblingsclubs schlafen, werden das Buch gern lesen.

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Veröffentlicht am 23.05.2022

Spannender Fantasy-Einzelband

Queen of Magic – Das Zeichen der Königin
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In „Queen of Magic“ geht es um Shay, die ein mysteriöses, sich veränderndes Tattoo in Form einer Zahl am Arm trägt. Die Zahl zählt immer weiter runter und als zwei Fremde auftauchen, die ihr erklären, ...

In „Queen of Magic“ geht es um Shay, die ein mysteriöses, sich veränderndes Tattoo in Form einer Zahl am Arm trägt. Die Zahl zählt immer weiter runter und als zwei Fremde auftauchen, die ihr erklären, was es damit auf sich hat, ändert sich ihr Leben schlagartig, markiert die Zahl auf ihrem Arm doch ihre Stelle in der Thronfolge einer magischen Welt.

Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und ich hatte keine Probleme, mich in die Protagonisten einzufühlen und in die Geschichte hineinzufinden. Der Schreibstil ist locker und leicht, bildhaft und humorvoll: Oft musste ich schmunzeln! Schon der Klappentext hat mich neugierig gemacht – die Grundidee mit dem Tattoo fand ich unglaublich spannend. Die Handlung ist überraschend, fesselnd und zauberhaft. Bis zum Ende habe ich mit Shay und den anderen Charakteren mitgefiebert. Besonders schön fand ich die Idee, dass die Magie getanzt wird. Das Ende der Geschichte hat mich überrascht und nochmal richtig geflasht. Ich bin richtig traurig, dass die Geschichte vorbei ist – ich werde Shay, Lionee, Nat und Theon vermissen.

Fazit:
Ein spannender Fantasy-Einzelband mit überraschendem Ende und sympathischen Charakteren.

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Veröffentlicht am 23.05.2022

Düstere Fantasygeschichte nach meinem Geschmack

Seraphimzorn
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Das Cover hat mich umgehauen, ich musste das Buch umbedingt lesen! Toll fand ich außerdem, dass sich im Buch eine Karte der fantastischen Welt befindet.

Das Buch ist der erste Teil einer Fantasy-Dilogie ...

Das Cover hat mich umgehauen, ich musste das Buch umbedingt lesen! Toll fand ich außerdem, dass sich im Buch eine Karte der fantastischen Welt befindet.

Das Buch ist der erste Teil einer Fantasy-Dilogie und das Debüt von der Autorin.

Am Anfang spielt die Geschichte in unserer Welt, dann wechselt sie in die Fantasywelt namens Athoria. Diese Mischung aus Urban- und High-Fantasy hat mir sehr gut gefallen. Auf Athoria leben zwei Rassen, die Elohim und die Ishim. Sie vertragen sich nicht und es herrscht Krieg zwischen den Völkern.

In „Seraphimzorn“ begleiten wir den jungen Auftragsjäger Blake Nightingale auf seinem Rachefeldzug für den brutalen Mord an seine Familie. Nach und nach lernen wir seine Geschichte kennen und warum er gleichzeitig Jäger und Gejagter ist. Wird er seinen Peiniger erwischen? Als er die mysteriöse Sylvara Forsythe kennen lernt, stellt er seine Weltanschauung infrage und begibt sich auf eine riskante Reise.

Von Anfang an schwebt eine düstere Atmosphäre über der Geschichte, was mir richtig gut gefallen hat. Die Autorin hat eine tolle mystische Welt erschaffen, in der sowohl die Hauptprotagonisten, als auch die Nebendarsteller interessant sind. Der Schreibstil war am Anfang gewöhnungsbedürftig für mich, da plötzlich ein Perspektivwechsel stattfindet und eine andere Person die Geschichte weitererzählt. Ich habe mich aber schnell daran gewöhnt und konnte flüssig von Anfang bis Ende lesen. Zwischendurch hatte das Buch einige Längen, aber ich bin dran geblieben und wurde mehr als belohnt mit einem atemberaubendem Showdown. Über die Fantasywelt hätte ich gerne noch mehr erfahren. Ich hoffe sehr, dass das in der Fortsetzung passiert, auf die ich mich schon freue.

Fazit: Wer auf der Suche nach einer düsteren Fantasygeschichte mit außergewöhnlichen Protagonisten ist, der sollte dieses Buch lesen!

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Veröffentlicht am 23.05.2022

Schöne Internatsgeschichte

Dunbridge Academy - Anywhere
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Emma verlässt Deutschland, um an der Dunbridge Academy in Schottland ein Austauschschuljahr zu machen. Außerdem will sie dort ihren Vater aufspüren, der vor Jahren einfach aus ihrem Leben verschwunden ...

Emma verlässt Deutschland, um an der Dunbridge Academy in Schottland ein Austauschschuljahr zu machen. Außerdem will sie dort ihren Vater aufspüren, der vor Jahren einfach aus ihrem Leben verschwunden ist. Sie liebt es zu laufen, ganz im Gegensatz zu ihrem neuen Klassenkameraden Henry, den sie bereits am Flughafen trifft. Sie sind sich gleich sympathisch. Leider hat er eine Freundin. Ob sie sich wohl trotzdem näher kommen?

Das Buch wird jeweils aus der Perspektive von Emma und von Henry in der Ich-Form erzählt. Das und auch das Setting insgesamt haben mir gut gefallen.

Das Internatsleben kommt authentisch rüber und sowohl die Protagonisten als auch die Nebendarsteller waren mir von Anfang an sympathisch.

Der Schreibstil hat mich direkt abgeholt und ist locker, bildhaft und flüssig.

Die Geschichte startet seicht, nimmt immer mehr Fahrt auf und nimmt schließlich eine unerwartete und dramatische Wendung, die ich so nicht habe kommen sehen. Ich habe mich sehr gewundert, dass Emma und ihre Freundin Grace in ihrem Alter stets so klug und erwachsen reagieren konnten. Themen wie die Vatergeschichte oder der noch vergebene Henry hätten aber noch mehr Potential gehabt.

Der Ball, auf den ich mich total gefreut hatte, wurde bedauerlicherweise kurz abgehandelt und schon war das Buch zu Ende.

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich Internats-Geschichten und auch Schottland liebe. Leider konnte es mich nicht hundertprozentig überzeugen, hat mich aber dennoch gut unterhalten. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Ich vergebe 4/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 23.05.2022

Tolle Sommerlektüre

Sommerträume auf Sylt
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Vier Frauen beschließen, zusammen nach Sylt zu fahren. Dorthin, wo vor 25 Jahren ihre Freundschaft begann. Sie wollen sich gegenseitig bei der Erfüllung ihrer Träume helfen. Cafébesitzerin Lucy träumt ...

Vier Frauen beschließen, zusammen nach Sylt zu fahren. Dorthin, wo vor 25 Jahren ihre Freundschaft begann. Sie wollen sich gegenseitig bei der Erfüllung ihrer Träume helfen. Cafébesitzerin Lucy träumt vom Heiraten, Anwältin Mado von einem One-Night-Stand, Dreifachmama Sonja vom Kitesurfen und Zeit für sich und die flippige Rieke möchte endlich sesshaft werden. Ob ihre Träume wohl wahr werden?

Ich habe die Geschichte so geliebt. Vier unterschiedliche Frauen, vereint in Freundschaft, verbringen einen Sommer auf Sylt, der alles verändern soll. Bis zum Schluss habe ich mit ihnen mitgefiebert, ob ihre Herzenswünsche auch tatsächlich in Erfüllung gehen.

Das Autorinnenduo hat eine wundervolle Geschichte über Freundschaft, Mut, Selbstfindung und Glück geschrieben. Mit einer Prise Humor und einer kleinen Portion Tiefgang dürfen die Leser*innen das Freundinnen-Kleeblatt auf ihrer Reise ins Glück begleiten.

Eine tolle Sommerlektüre, die zum Träumen einlädt.

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