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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2022

Gefühlsgeladene Story, aber nicht ganz so stark wie Band 1

Our Hearts at Dawn (Seoul Dreams 2)
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Achtung: 2. Band. Rezension enthält inhaltliche Spoiler zum Vorgänger.

Das Buch war ein Wechselbad der Gefühle – sowohl innerhalb der Geschichte als auch vom Leseempfinden. Während ich den ersten Band ...

Achtung: 2. Band. Rezension enthält inhaltliche Spoiler zum Vorgänger.

Das Buch war ein Wechselbad der Gefühle – sowohl innerhalb der Geschichte als auch vom Leseempfinden. Während ich den ersten Band vom Anfang bis zum Ende geliebt habe, empfand ich den Einstieg hier etwas langatmig. Es dauert eine Weile, bis überhaupt etwas passiert. Beide Figuren sind extrem viel in ihren immer wiederkehrenden Gedanken versunken, ohne vernünftig miteinander zu reden. Im Mittelteil gab es für mich dann noch eine weitere zähere Passagen, in der die Handlung ein wenig auf der Stelle tritt.

Den Rest des Buches habe ich allerdings geliebt und inhaliert. Aria und Min-ho sind toll zusammen. Nach dem schockierenden Ende von Band 1 war ich super gespannt, wie ihre Geschichte weitergeht. Beide haben mit verschiedenen Problemen zu kämpfen, die sie nun einholen.
Besonders Arias Vergangenheitsbewältigung geht mit schockierenden, dramatischen und sehr bewegenden Szenen einher.
Aber auch Min-hos Sorgen fand ich nicht weniger interessant. Das Business verschlingt ihn völlig. Die Fans laufen Sturm. Aber er liebt die Musik. Seine Begeisterung und Leidenschaft wird in seinen Passagen immer wieder deutlich. Doch es scheint keinen Ausweg zu geben…
Beide müssen sich darüber klar werden, was ihnen wichtig ist und wer sie sein wollen, was mit vielen emotionalen Erkenntnissen und Gesprächen verbunden ist.

Dass es nun auch Abschnitte aus der Ich-Perspektive des K-Pop-Stars gibt, fand ich besonders schön. Diese hätte ich mir bereits im ersten Band gewünscht, geben sie doch einen tollen Einblick in die aufgewühlten Gedanken des Koreaners.

Das Ende empfand ich insgesamt als stimmig, auch wenn es gern etwas ausführlicher hätte sein dürfen.

Fazit

Nach dem großartigen ersten Band hatte ich mit dem Start dieses Buches ein paar Probleme – die Figuren waren mir zu sehr mit sich selbst beschäftigt, ohne vernünftig miteinander zu reden. Es dauert, bis die Handlung wirklich in Gang kommt. Doch dann gibt es wieder sehr emotionale, aufwühlende Szenen, die mich ans Buch fesseln konnten. Die Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren ist unglaublich toll beschrieben.

Veröffentlicht am 13.05.2022

stimmungsvolles Camp-Setting

All These Broken Strings
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MacKenzies Großmutter leitet das Camp Melody. Doch die Anmeldezahlen gehen zurück. Um das Camp zu retten, springt MacKenzie über ihren Schatten und bittet einen ehemaligen Camper, der sie vor Jahren tief ...

MacKenzies Großmutter leitet das Camp Melody. Doch die Anmeldezahlen gehen zurück. Um das Camp zu retten, springt MacKenzie über ihren Schatten und bittet einen ehemaligen Camper, der sie vor Jahren tief verletzt hat und heute ein gefeierter Star ist, um Hilfe…

Ich liebe den Film „Camp Rock”. Ein Buch mit Sommer-Musik-Camp musste ich daher unbedingt lesen. Tatsächlich hat mich die ganze Camp-Atmosphäre immer wieder an den Film erinnert. Die Handlungen sind aber nicht vergleichbar.

Sechs Jahre nach ihrem eigenen Camp Aufenthalt, der am Final Jam-Abend in einer Katastrophe endete, treffen sich MacKenzie, die seitdem die Musik meidet, und Vincent, der nach dem Final Jam zum Star wurde, wieder.

Abwechselnd schildern beide die Ereignisse aus der Ich-Perspektive und geben dabei Einblicke in ihre Gedanken. Schnell wird dadurch klar, dass es zwischen den beiden ein großes Missverständnis gibt, welches ihre Meinung von einander stark geprägt hat.
Das Problem ist nur, dass die zwei das Thema lange nicht ansprechen. Sehr, sehr lange…
Da dieses Missverständnis aber auch ihr Handeln beeinflusst, werden daher Konflikte über einen längeren Zeitraum geschürt, die es eigentlich gar nicht geben müsste. Da in beiden dennoch eine Einwicklung stattfindet, fand ich den Zeitpunkt, zudem das Problem dann endlich geklärt wird, gerade noch ok. Länger hätte sich das Thema nicht ziehen dürfen. Allerdings kommt es kurz danach zu einem weiteren unnötigen Drama, das ebenfalls durch mangelnde Kommunikation ausgelöst wird.
Im letzten Drittel gibt es ein paar Situationen, in denen ich das Verhalten der Figuren nur bedingt nachvollziehen konnte. Gleichzeitig gibt es hier kleinere Überraschungen und eine unerwartete Aufdeckung.

Alles in allem habe ich das Buch aber sehr gern gelesen. Die Musikbegeisterung und Camp-Stimmung sind toll. Gern hätte das Camp-Leben noch ausgführlicher beschrieben werden können.
Aber auch die Entwicklung zwischen MacKenzie und Vincent hat mir insgesamt gefallen. Es gibt hitzige Wortgefechte, witzige Momente und gefühlsgeladene Szenen.
Besonders spannend fand ich die Einblicke ins Show-Business, die Vincent gewährt. Zwar gibt es viele Dinge, die er am Musikmachen liebt, doch hat er auch schon viele schlechte Erfahrungen machen müssen, die er nach und nach preisgibt.

Auch die meisten Nebencharaktere haben mir gut gefallen und sorgen ebenfalls für ein paar spaßige, aber auch berührende Momente.

Fazit

Insgesamt mochte ich die Geschichte total gern. Die beschriebene Camp-Atmosphäre ist toll. Die Figuren sind durchweg sympathisch (mit Mini-Ausnahmen). Ich mochte das Zusammenspiel von Vincent und MacKenzie gern. Allerdings gibt es zwischen den beiden ziemlich viel Gesprächsbedarf und es dauert unnötig lange, bis sie diese Gespräche auch tatsächlich führen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 07.05.2022

Tolles Wintersetting – Fernwehbuch

Nordlichtglanz und Rentierglück
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Zoey lebt in New York. Da ihre Familie Geld hat, mangelt es ihr an nichts. Bis sie zu ihrem Schutz in Finnland versteckt wird, ohne Beseitz, ohne Kontakt zu ihrer Familie. An Finnland gefällt ihr nichts ...

Zoey lebt in New York. Da ihre Familie Geld hat, mangelt es ihr an nichts. Bis sie zu ihrem Schutz in Finnland versteckt wird, ohne Beseitz, ohne Kontakt zu ihrer Familie. An Finnland gefällt ihr nichts auf der Rentierfarm, außer vielleicht ihr neuer „Cousin“ Shane, der zwar nett anzusehen ist, Zoey aber ununterbrochen auf die Palme bringt.

Das Buch hat mich vor allem aufgrund des Handlungsortes angesprochen: Lappland im tiefsten Winter. Die Rentierfarm und das ländliche, teils abgeschiedene Leben werden toll beschreiben. Da wird Schnee und Kälte schon fast schön. Besonders gefallen hat mir auch der Ausflug in einen berühmten finnischen Ort – hätte ich dieses Jahr nicht eh schon Fernweh, hätte dieser Roman es auf jeden Fall geweckt.

Auch die Story hat mir durchaus gefallen. Allerdings habe ich auch ein paar kleinere Kritikpunkte. Diese betreffen vor allem Hauptfigur Zoey, die sich immer wieder ziemlich naiv verhält. Sie befindet sich im Zeugenschutzprogramm. Ihr Wunsch, Kontakt zu ihrem alten Zuhause zuhaben, ist nachvollziehbar. Allerdings leistest sie sich eine absolute Dummheit, die auch wirklich dämlich gewesen wäre, wenn nicht noch ganz viel Unglück hinzu gekommen wäre. Abgesehen davon, ist mir Zoey im Verlauf aber durchaus sympathisch geworden – was am Anfang gar nicht der Fall war. Sie ist ein verwöhntes, reiches Mädchen, dass keinerlei Vorstellung von einem „normalen“ Leben hat. Als eine Frau aus der Küche kommt, hält sie diese ganz selbstverständlich für die Köchin. Weil ja jeder normale Haushalt eine bezahlte Köchin hat… Zum Glück verändert sie sich im Verlauf stark und packt auch mit an.

Die eingebaute „verbotene Liebe“ war ganz niedlich, wenn auch in ihrer Art und ihrem Verlauf wenig überraschend. Und auch sonst kommt das Buch nur mit wenig Unerwartetem daher, sondern punktet vor allem mit den tollen Landschaftsbeschreibungen und ganz viel Wintergefühl.
Gerade am Ende gab es einige Beschreibungen, die mir viel zu knapp waren und dadurch sehr eigenwillig wirkten.

Fazit

Als Einstimmung für die kalte Jahreszeit und zur Vergrößerung des Fernwehs der perfekte Roman. Ich mochte Zoeys „Gastfamilie“ total gern, das Leben auf der Rentierfarm ist toll dargestellt. Mit Zoey habe ich immer mal gehadert. Am Anfang mit ihrer Art, wie sie immer wieder das verwöhnte Mädchen herauskehrt, später auch mit ihrer Naivität. Allerdings macht sie eine große Entwicklung durch und wurde mir im Verlauf sympathischer. Die Lovestory ist süß, auch wenn die Geschichte insgesamt wenig überraschend ist.

Veröffentlicht am 07.05.2022

Schöne Mischung aus ruhigen und aufregenden Passagen

Elite Secrets. Herz in der Brandung
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Nach einem Auslandsaufenthalt kehrt Josie an ihre Elite-Schule in Saint Tropez zurück. Dort trifft sie auf Tristan, der seit kurzem ihre Schule sucht und bereits Anschluss bei ihren Freunden gefunden hat. ...

Nach einem Auslandsaufenthalt kehrt Josie an ihre Elite-Schule in Saint Tropez zurück. Dort trifft sie auf Tristan, der seit kurzem ihre Schule sucht und bereits Anschluss bei ihren Freunden gefunden hat. Schon beim ersten Aufeinandertreffen passiert etwas zwischen ihnen. Doch Tristan ist nicht der, der er vorgibt zu sein…

Von Jess A. Loup habe ich bereits drei Fantasyreihen gelesen, von denen mich besonders Enchanted und das zugehörige Spin-off beigestern konnten. Daher war ich gespannt auf den Non-Fantasy-Liebesroman, der mir auf jeden Fall gefallen hat, auch wenn er mich nicht so umhauen konnte wie die Fantasywelten.

Die Geschichte hat gefühlvolle Szenen, aber auch ganz viele Spannungsmomente. Von Beginn an ist klar, dass Tristan etwas vor Josie und ihren Freunden verbirgt. Trotz der wechselnden Ich-Perspektiven, wo Tristan in seinen Passagen Andeutungen zu einem Auftrag macht, bleiben seine wahren Absichten lange verborgen, sodass ich immer weiterlesen wollte, um herauszufinden, wohin die Geschichte führen wird. Gefallen hat mir sein innerliches Ringen, weil seine aufkommenden Gefühle und seine eigentliche Aufgaben nur schwer miteinander vereinbar sind. Auch mochte ich die spielerische Annährung zwischen den beiden Hauptfiguren, die nachvollziehbar dargestellt ist.

Die Figuren haben allesamt mir gut gefallen. Josies Freundeskreis besteht aus ganz verschiedenen Charakteren, die sich zwar viel necken, aber unter denen auch ein besonderer Zusammenhalt besteht, in den auch Tristan bald einbezogen wird. Obwohl hier unterschiedliche Welten aufeinanderprallen, harmonieren sie super zusammen und lassen einander an ihren jeweiligen Vorteilen teilhaben.

Es bleibt nicht bei dem sanften Anbändeln und den High School-Minidramen. Kurz vor Schluss wird die Handlung unglaublich spannend und dramatisch. Überhaupt hatte das Buch für mich einige unerwartete Ereignisse und kleinere Wendungen zu bieten, sodass die Geschichte trotz vieler ruhiger Passagen zu keinem Zeitpunkt langweilig wird.

Gehadert habe ich hin und wieder mit der Sprache. Eingeworfene französische Begriffe, wie Begrüßungen und Kosenamen, empfand ich als atmosphärisch stimmig und ergänzen die Beschreibungen von französischen Speisen und Landschaftsformationen. Die Wörter lassen sich auch großteils aus dem Zusammenhang erschließen bzw. werden erklärt. Es kam allerdings auch ein paar Mal vor, dass es komplette französische Sätze gab, deren Sinn ich – trotz eingerosteter Sprachgrundkenntnisse – nur erraten konnte.
Auch die manchmal derbe Wortwahl passte für mich nicht immer zu den Figuren – wenn beispielsweise die 17-jährige Josie ihre „Möpse“ im Spiegel betrachtet.

Fazit

Dank verborgener Absichten empfand ich die Geschichte von Anfang an spannend. Es gibt viele ruhige, gefühlvolle und neckende Passagen, aber auch etliche Spannungsmomente. Besonders am Ende wird die Handlung richtig aufregend und dramatisch und kommt mit einigen Überraschungen und Wendungen daher. Zwar ergänzen französische Begriffe die Atmosphäre, es hätten für mich aber gern weniger fremdsprachige Wendungen sein dürfen.

Veröffentlicht am 18.04.2022

spannender Auftakt mit sympathischen, aber auch leichtsinnigen Hauptfiguren

Four Houses of Oxford, Band 1: Brich die Regeln (Epische Romantasy mit Dark-Academia-Setting)
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Harper wächst in verschiedenen Pflegefamilien auf. Ihr größter Wunsch ist es, mehr über ihre Herkunft zu erfahren. Als sie an die Universität of Oxford geht, bietet ihr ein Beitritt bei den Diamonds die ...

Harper wächst in verschiedenen Pflegefamilien auf. Ihr größter Wunsch ist es, mehr über ihre Herkunft zu erfahren. Als sie an die Universität of Oxford geht, bietet ihr ein Beitritt bei den Diamonds die Chance, ihren Wunsch zu erfüllen. Doch sie ahnt nicht, was es wirklich mit der Vereinigung der vier Farben auf sich hat. Auch die Warnung von Finley, der sie einst verlassen und tief enttäuscht hat, schlägt sie in den Wind.

Von Anna Savas habe ich bereits Liebesromane gelesen, daher war ich neugierig auf die Romantasy-Geschichte. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und anschaulich, sodass die Seiten nur so dahinfliegen.

Harper will in Oxford einen Neuanfang starten, doch von Beginn an sind die Umstände mysteriös. Doch Harper möchte so gern mehr über ihre Eltern erfahren, sodass sie alle Bedenken in den Wind schlägt und sich auch auf die Gefahren einlässt, die sie bei den Vier Farben erwarten. Sie ist zu einigen unmoralischen Handlungen gezwungen, aber auch ihre Gewissensbisse sind nur von kurzer Dauer, wenn sie ihrem Ziel dadurch ein Stück näher kommen kann.
Nicht immer war ich mit Harpers Verhalten einverstanden. Auf der einen Seite beugt sie zahlreiche Regeln, stößt aber auf der anderen ihrer einzigen Freundin vor den Kopf. Auch wenn sie ihre Gründe dafür darlegt, hat sie sich nicht wirklich um Alternativen bemüht.
Das Auftauchen von Finley bringt Harper völlig aus dem Gleichgewicht. Welche Geschichte die beiden miteinander verbindet, offenbart sich erst im Verlauf der Geschichte. Aber auch sein Verhalten war für mich nicht immer verständlich. Auch er verfolgt ein Ziel, setzt mit den Regelverstößen aber ebenfalls alles aufs Spiel.

Durch die Ich-Perspektive von Harper und Finley gibt es einen Einblick in ihre jeweiligen Gedanken und Gefühle. Zeitgleich ermöglicht der Perspektivwechsel einen Blick auf verschiedene Ereignisse an unterschiedlichen Orten.

Die Story konnte mich insgesamt gut unterhalten. Es gibt zahlreiche Geheimnisse und Intrigen, die zu einigen unerwarteten Wendungen fühlen. Emotionale Szenen wechseln sich mit dramatischen Momenten ab. Der magische Aspekt in der Geschichte ist unglaublich spannend, hier bleiben aber noch viele Fragen offen. Obwohl Harper zum Studieren nach Oxford geht, ist dies so ziemlich das einzige, was sie während der ganzen Geschichte nicht tut, denn die Uni besucht sie kaum.
Am Ende gibt es etliche neue offene Fragen, aber noch vergleichsweise wenig Antworten. Ich bin gespannt auf den zweiten Band.

Fazit

Die vier Farben und ihre Magie finde ich unglaublich spannend, allerdings wirft beides bisher noch viele Fragen auf. Harper und Finley sind sympathische Figuren mit nachvollziehbaren Zielen, die sie allerdings teilweise leichtfertig aufs Spiel setzen. Dadurch wechseln sich emotionale mit dramatischen Szenen ab.