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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.08.2022

Liebe und Poesie

Ingeborg Bachmann und Max Frisch – Die Poesie der Liebe
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Das Cover des Buches und der Titel gefallen mir äußerst gut und haben meine Aufmerksamkeit erregt. Ich kenne kaum ein Buch, dessen Titel so gut zum Inhalt passt. Denn genau das bekommt ihr: Liebe ...

Das Cover des Buches und der Titel gefallen mir äußerst gut und haben meine Aufmerksamkeit erregt. Ich kenne kaum ein Buch, dessen Titel so gut zum Inhalt passt. Denn genau das bekommt ihr: Liebe und Poesie. Und den perfekt passenden Schreibstil dazu. Gedanklich habe ich mir sehr viele poetische Stellen markiert :D
Die Figuren finde ich in ihren Rollen sehr überzeugend. Da es zwei Perspektiven sind, erklären sich einige Dinge, die aus der Sicht des anderen nicht unbedingt nachvollziehbar sind. Damit versteht es dann auch der Lesende :)
Ich liebe dieses Buch einfach. Jeden Satz. Jedes Wort. Jeder mit einer Neigung zu poetischen Texten ist hier genau richtig. Das hier ist nicht die übliche Liebesgeschichte. Das sind zwei sehr interessante Charaktere, die auf unterschiedliche Weise Liebe empfinden und ausdrücken, ohne dabei kitschig zu sein. Alltagspoesie irgendwie. Unglaublich schön!

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Veröffentlicht am 30.05.2022

Beeindruckend, bedrückend, echt

Nachtschwärmerin
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Die Nachtschwärmerin hat mich emotional auf eine ganz schön heftige Reise geschickt.
Die Haupt-Protagonistin Kiara schließe ich sofort ins Herz. Sie zeigt sich sehr facettenreich und doch habe ich das ...

Die Nachtschwärmerin hat mich emotional auf eine ganz schön heftige Reise geschickt.
Die Haupt-Protagonistin Kiara schließe ich sofort ins Herz. Sie zeigt sich sehr facettenreich und doch habe ich das Gefühl, dass ich sie nicht so richtig zu fassen bekomme.
Selbst noch nicht erwachsen, muss sie sich um sich selbst kümmern. Das Leben ist hart und bietet ihr nicht viele Chancen. Und so beginnt sie, ihren Körper zu verkaufen.
Ich liebe es, wie die Autorin alltägliches beschreibt und eine bedrückte Stimmung schafft und hält. Manchmal fast zu bedrückend und aussichtslos. Aber damit umso authentischer.
Das Thema ist so wichtig und kann nicht genug Aufmerksamkeit bekommen. Die Autorin hat ein ganz fantastisches Buch zu einem heiklen Thema geschaffen. Wer das Buch liest, sollte sich darüber im Klaren sein, dass das keine leichte Sommerlektüre ist.

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Veröffentlicht am 29.10.2023

Schaurig schön

Biblioteca Obscura: Frankenstein
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Mary Shelley’s „Frankenstein“ ist ein zeitloser Klassiker, der uns in die düstere Welt des Horrors und der historischen Science-Fiction entführt. Die Geschichte wird im Rückblick erzählt, teils aus der ...

Mary Shelley’s „Frankenstein“ ist ein zeitloser Klassiker, der uns in die düstere Welt des Horrors und der historischen Science-Fiction entführt. Die Geschichte wird im Rückblick erzählt, teils aus der Ich-Erzählperspektive, teils in Briefform. Die Rahmenhandlung spielt auf einem Schiff auf wissenschaftlicher Expedition in die Arktis zum Ende des 18. Jahrhunderts.

Das von Viktor Frankenstein erschaffene Monster, das von Geburt an von der Gesellschaft verstoßen wird, ist zwischen Gut und Böse gefangen und hinterlässt eine blutige Spur aus Gewalt und Mord. Die Geschichte berührt Themen wie Einsamkeit, die Grenzen der Wissenschaft und den Wunsch, geliebt zu werden.

Die düster-schönen Illustrationen von Marcin Minor, die im gesamten Textverlauf eingebaut sind, verleihen dieser Schmuckausgabe eine einzigartige Atmosphäre beim Lesen. Sehr gelungen!

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Veröffentlicht am 21.04.2023

Geschichte dramatisch, poetisch und authentisch erzählt

Tochter einer leuchtenden Stadt
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Das Cover und die Buchgestaltung sind sehr schön und passen gut zur Geschichte.

Das Buch "Tochter einer leuchtenden Stadt" von Defne Suman ist ein historischer Roman, der die Geschichten mehrerer Familien ...

Das Cover und die Buchgestaltung sind sehr schön und passen gut zur Geschichte.

Das Buch "Tochter einer leuchtenden Stadt" von Defne Suman ist ein historischer Roman, der die Geschichten mehrerer Familien in Smyrna (heute Izmir) über mehrere Jahrzehnte hinweg erzählt. Im Mittelpunkt stehen die 20er Jahren, als die Griechen und die Türken versuchten, die Stadt einzunehmen. Dieser Krieg führte zum Untergang der ganzen Stadt und zum Tod tausender Menschen.

Es gibt viele Erzählperspektiven und Zeitsprünge, die es etwas herausfordern machen, der Geschichte zu folgen. Es dauert eine Weile, bis sich die Teile fügen und ein klareres Bild entsteht. Daher ist es kein Buch, das man eben schnell lesen oder auch zu lange aus der Hand legen kann, da man sonst aus der Geschichte fällt.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir ausgesprochen gut. Sie lässt die Stadt durch ihren Text wiederauferstehen und ich wünschte, ich hätte die "Perle des Orients" einmal selbst sehen und erleben können.

Vor diesem historischen Roman wusste ich gar nichts über diesen Krieg und die bewegte Geschichte der Stadt. Das Buch hat mich dazu angeregt, selbst zu recherchieren. Insgesamt konnte mich das Buch überzeugen und daher gibt es eine Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Besondere Ereignisse

Tage des Lichts
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„Tage des Lichts“ von Megan Hunter erzählt das Leben von Ivy anhand einiger ausgewählter Tage, die für sie besonders prägend waren. Diese liegen über viele Jahrzehnte verteilt und zeigen Stationen ihres ...

„Tage des Lichts“ von Megan Hunter erzählt das Leben von Ivy anhand einiger ausgewählter Tage, die für sie besonders prägend waren. Diese liegen über viele Jahrzehnte verteilt und zeigen Stationen ihres Lebens – von ihrer Jugend bis ins hohe Alter. Ein einschneidendes Ereignis Ende der 1930er-Jahre bildet dabei einen wichtigen Ausgangspunkt und begleitet Ivy gedanklich immer wieder.

Im Mittelpunkt steht vor allem Ivys innere Welt. Ihr Leben nimmt unterschiedliche Richtungen: Sie erlebt Familie, Beziehungen, Verluste und Phasen der Neuorientierung. Immer wieder taucht dabei ein ungewöhnliches Licht auf, das für sie eine besondere Bedeutung bekommt und sich wie ein wiederkehrendes Motiv durch ihr Leben zieht.

Die Geschichte wird ruhig und konzentriert erzählt. Vieles bleibt bewusst offen, manches wird nur angedeutet. Dadurch entsteht Raum für eigene Gedanken zu Ivys Entscheidungen und zu den (ungewöhnlichen) Wegen, die ihr Leben genommen hat.

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